bis 2007

16.08.1981 – Brief an die Sonntagspost Wörgl

An die Sonntagspost Wörgl

Wörgl:
Bei den Tiroler Rad-Bahnmeisterschaften, die kürzlich auf den Tartanbahnen am Tivoli in lnnsbruck ausgetragen wurden, holte sich der Wörgler Radrennfahrer Hans Unterguggenberger von der Rad-Union Wörgl im Bewerb 1.200 m Zeitfahren der Hauptklasse mit fast 5 Sekunden Vorsprung auf den Jungen Staatsmeister Franz Gentioler aus Innsbruck den Titel eines Tiroler Meisters.

In der Gesamtwertung der Bahnmeisterschaften (Zeitfahren, Punktefahren und Ausscheidungsfahren)  erreichte Unterguggenberger ebenfalls in der Hauptklasse die Bronzemedaille.

Hans Unterguggenberger ist neben zahlreichen in- und ausländischen Erfolgen überdies der einzige Tiroler Radrennfahrer, der in allen Disziplinen (Straße, Berg und Bahn) die Tiroler Meisterschaften gewinnen konnte.

Bild: Der mehrfache Tiroler Meister Hans Unterguggenberger (mit Sonnenbrille) mit Sepp Sonnweber‚ Norbert Wolf jun., Karlhein Reinisch, Hannes Unterguggenberger und Markus Prackwieser.
Mit freundlichen Grüßen
16.8.81
(N. Wolf)

brief_an_sonntagspost_woergl_19810816

(das angesprochene Bild ist leider noch nicht aufgetaucht)

1985 – SV Kitzsport Rad-Vereinsmeisterschaft

Ergebnisliste der

SV-Kitzsport Rad-Vereinsmeisterschaft 1985

Damenklasse: (7‚5)

1. Prosser Isolde 18.23.1 Kitzsportmeisterin
2. Kerschbaumer Sylvia 18.24.5
3. Achhorner Loisi 18.46.0
4. Fuchs Brigitte 19.43.5

Gäste-Damenklasse:

1. Gerold Andrea Union Wörgl 14.58.9
2. Wurm Irmgard 15.25.5
3. Gerold Birgit Union Wörgl 15.46.5

Schülerklasse:

1. Stanger Raimund 14.05.3
2. Kürschner Markus 14.06.0
3. Wessner Michael 16.38.7
4. Ritter Martina 20.22.0
5. Ritter Christian 23.44.8

Gäste-Schülerklasse:

1. Gerold Klaus 13.55.4
2. Gerold Claudia 19.01.2

Herren Allg. Klasse: (16,7 km)

1. Themel Gustav 34.34.2
2. Eberl Josef 34.42.3
3. Markl Karl 35.34.7
4. Gruber Hermann 35.35.5
5. Strobl Josef 36.36.1
6. Ehrensberger Toni 37.29.6
7. Pfeiffer Otmar 39.20.0
8. Cervinka Richard 39.35.9
9. Pollak Rupert 40.38.6
10. Wallner Erich 45.06.0

Herren Senioren:

1. Pöll Franz 32.42.1 Kitzsportmeister
2. Wessner Leopold 33.59.0
3. Haller Gottfried 34.05.8
4. Waltl Simon 35.34.5
5. Rossner Markus 36.37.6
6. Dr.Wendling Horst 36.41.8
7. Prosser Rudi 40.49.7
8. Bachmann Heribert 41.08.5
9. Karre Herbert 41.23.8
10. Achhorner Gidi 41.51.2
11. Viola Manfred 44.24.9

Gäste Allg. Klasse:

1. Ingruber Josef Union Wörgl 33.23.7
2. Bachler Alois Union St. Johann 33.36.3
3. Soder Alfred Union St. Johann 33.41.4
4. Fürstauer Rudolf Hochfilzen 34.05.4
5. Fankhauser Albert Hochfilzen 34.34.5
6. Jöchl Johann Union St. Johann 35.07.9
7. Erharter Reinhart Union Wörgl 35.51.0
8. Wurm Anton RSC Schleching 33.23.5
9. Seiler Josef Union St. Johann 36.36.2
1g. Huber Peter Union Wörgl 37.25.6
11. Hauser Gottfried Union St. Johann 38.17.4
12. Hinterholzer Andreas Union St. Johann 38.38.4
13. Wöll Alexander Jochberg 40.55.8

Gäste Senioren Klasse:

1. Schipflinger Christian Union St. Johann 32.46.7
2. Heinzl Werner Union St. Johann 38.41.6
3. Fuchs Robert Union St. Johann 44.29.4
4. Höllriegel Karl Union St. Johann 1.05.16.9

kitzsport_rad-vereinsmeisterschaft_1985_s1 kitzsport_rad-vereinsmeisterschaft_1985_s2

08.09.1985 Ergebnisliste Wörgler Stadtmeisterschaft der Radler

Ergebnisliste 11. Wörgler Stadtmeisterschaft der Radler 8. Segtember 1985

DAMEN:
1.) Treichl Josefine 17.18.9
2.) Stranner Grete 17.38.9
3.) Egger Angelika 18.01.0
4.) Lebiedzik Christl 18.28.6
5.) Entner Anneliese 18.52.5
6.) Stops Inge 19.25.6
7.) Huter Franzi 20.51.8

SCHÜLER:
1.) Urabnovicz Frank 17.04.3
2.) Stöger Peter 17.13.7
3.) Urbanovicz Mark 20.47.1
4.) Vogler Wolfgang 23.50.5

JUGEND:
1.) Hütthaler Peter 15.52.2
2.) Laner Jakob 16.24.2
3.) Riedmann Andreas 16.48.9
4.) Rieder Peter 17.08.7
5.) Moser Hansjörg 17.11.6
6.) Meschenmoser Christ. 17.23.1
7.) Mühlegger Alois 18.00.6

ALTERSKLASSE III:
1.) Prackwieser Anton 18.37.1
2.) Pfarrer Tranninger 18.55.0
3.) Haller Roman 19.12.2
4.) Dabernigg Peter 33.44.7

ALTERSKLASSE II.:
1.) Brandner Ludwig 17.31.6
2.) Glieber Josef 18.54.7
3.) Eder Karl 18.56.9

ALTERSKLASSE I.:
1.) Kirchmair Friedl 15.33.8
2.) Schipflinger Christ. 15.45.2
3.) Lichtmannegger Franz 15.57.1
4.) Inngruber Josef 15.58.2
5.) Grindhammer Helmuth 16.17.9
6.) Mauracher Josef 16.20.7
7.) Blattl Pepi 16.24.8
8.) Reinisch Karl-Heinz 16.52.4
9.) Huber Peter 16.59.2
1o.) Krall Josef 17.00.8
11.) Lebiedzik Werner 17.10.8
12.) Stöps Hansjörg 17.12.5
13.) Holzmann Fritz 17.17.9
14.) Riedmann Johann 17.19.3
15.) Treichl Karl 17.22.9
16.) Schiller Helmuth 17.26.0
17.) Stoll Johann 17.30.1
18.) Adamer Sigi 18.01.9
19.) Lenhardt Seppi 18.02.1
20.) Hohnbaum Walter 18.17.5
21.) Track Karl 20 27.5

ALLGEMEINE KLASSE:
1.) Casazza Siegfried 15.28.1
2.) Luchner Hubert 15.58.8
3.) Eder Herbert 16.20.6
4.) Adelsberger Andi 16.28.5
5.) Feuchtner Günther 16.43.2
6.) Windegger Franz 16.48.3
7.) Lerchenberger Armin 17.08.0
8.) Leps Andreas 17.12.4
9.) Wolf Notbert 17.22.8
1o.) Permoser Peter 17.33.7
11.) Erharter Reinhard 17.41.2
12.) Klinqler Franz 18.11.3

GÄSTEKLASSE:
1.) Totschnig Hans-Jörg 15.03.8 (43.8 km/h)
2.) Bachler Alois 15 20.5
3.) Kröll Gerhard 15.43.3
4.) Soder Alfred 15.55.8
5.) Jöchl Hans 15.56.o
6.) Gredler Hans Peter 16.05.2
7.) Strasser Hermann 16.08.o
8.) Mayr Kurt 16.1o.7
9.) Engl Thomas 16.19.9
10.) Flörl Hans Jörg 16.25.6
11.) Putz Josef 16.41.1
12.) Gastl Sebastian 16.44.6
13.) Sailer Josef 16.45.2
14.) Steiner Arnold 16.50.6
15.) Klein Norbert 16.50.8 Mainz/BRD
16.) Werlberger Klaus 17.07.4
17.) Fuchs Robert 17.52.o
18.) Gamper Christoph 18.11.4
Wörgler Stadtmeister 1985:
Casazza Siegfried 15.28.1 (42.67 km/h)

Wörgler Stadtmeisterin 1985:
Treichl Josefine 17.18.9 (38.11 km/h)

Mit sportlichem Gruß!
RC ARBÖ WÖRGL

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02.04.1981 Brief an die Wörgler Rundschau

An die
Wörgler Rundschau
Rad-Union feiere 10-jähriges Vereinsjubiläum – erfolgreiche Jahresbilanz der vergangenen Rennsaison.

Der Radrennclub Union “ Unterguggenberger‘ “ Wörgl konnte kürzlich das 10-jährige Vereinsjubiläum feiern, wobei Obmann Hans Unterguggenberger auf eine sehr erfolgreiche Bilanz vorweisen konnte.

In den vergangenen Jahren konnten die Mitglieder des sehr rührigen Vereines neben zahlreichen in- und ausländischen Erfolgen nicht weniger als 2 Dutzend Tiroler Meister- und Vizemeistertitel nach Wörgl bringen.

DasAushängeschild war natürlich Obmann Unterguggenberger, auf dessen Konto die meisten dieser Titel zu verbuchen sind.

Auch in der vergangenen Rennsaison gab es wieder sehr schöne Erfolge zu verzeichnen:

Sieg für Hans Unterguggenberger bei der Tiroler Straßenmeisterschaft, 2 Meistertitel bei den Tiroler Bahnmeisterschaften, 1. Platz bei den Polizeimeisterschaften in Innsbruck, 3. Platz beim TT-Radcup;

Sieg für Siegfried Graf beim Eichhofkriterium, 1. Platz für Sepp Sonnweber bei den Tiroler Bergmeisterschaften (Seniorenklasse) und 1o. Gesamtrang beim Tiroler Alpencup, 3. Platz bei den Tiroler Paarmeisterschaften durch Markus Grassnig und Markus Prackwieser.

1980 bestritten die Union-Fahrer im In- und Ausland insgesamt 133 Rennen, wobei sie 19 Siege und 72 Platzierungen unter den ersten 10 erreichen konnten. Mit 53 Rannen und 17 Siegen ist Unterguggenberger auch hier führend.

Im vergangenen Jahr führte die Rad-Union erstmals in Wörgl eine Tiroler Straßenmeisterschaft im Einzelzeitfahren durch. Mit 137 Teilnenmern war diese Veranstaltung die stärkstbesuchte Meisterschaft in der vergangenen Rennsaison.

Im letzten Jahr erfolgte auch durch den Abschluß eines Sponsorvertrages mit der Firma Hans Unterguggenberger die Änderung des Vereinsnamens auf „RC Union Unterguggenberger, Wörgl“.

Mit Norbert Wolf ist die Rad-Union Wörgl seit 1979 erstmals auch im Landesradsportverband vertreten.

Das Jubiläumsjahr war für den Verein auch mit einer nennenswerten Mitgliedersteigerung verbunden. Neben den Wörglern Thomas Ladstätter, Friedl Klapper und Josef Blattl und anderen sind kürzlich auch der Leiter des Zollamtes Kiefersfelden Sepp Baselsteiner und der Bergrettungsausbildungsleiter Hansjörg Stops als aktive Mitglieder dem Verein beigetreten.
Mit freundlichem Gruß
2.4.81
(N. Wolf)

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Riva del Garda 1975

Ein historisches Dokument belegt, bereits 1975 fuhr Hans Unterguggenberger in die vorderen Ränge…:

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Causa Graus – 2007

Vereinsleben vor 2007 Teil 2

Hier ein paar Bilder aus dem Vereinsarchiv:

Vereinsleben vor 2007 Teil 1

Hier ein paar Bilder aus dem Vereinsarchiv:

1998 – Carolin Dietmann, Kriterium Schmelz

Dieses Foto zeigt Carolin Dietmann auf ihrer Soloflucht 1998 beim Kriterium in Schmelz (Saar).

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Offener Brief an die Stadtgemeinde Wörgl

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Offener Brief an Mag. Christian Glaner von Hans Unterguggenberger

12. Jänner 1999: Brief von Hans Unterguggenberger an Mag. Christian Glaner über das Ende von Carolin Dietmann, einer der talentiertesten Fahrerinnen, die der ÖRV je hatte

Lieber Sportfreund Christian!

Beiliegend die besagten Kopien; leider konnte ich nicht mehr Ergebnisse auftreiben, da Frau Dietmann alle Unterlagen bei sich hatte und dieselben mit ihr verschwunden sind.

Wie du ja gesehen hast, hat der Frauenreferent, dessen Aufgabe es ja sein sollte, alle Fahrerinnen gleichermaßen zu vertreten, Frau Dietmann aus zwei Ergebnislisten des SEMPERIT-Frauen-Cups ´98 eliminiert, wodurch ihr der 2. Platz in der Einzelgesamtwertung verloren ging (daß0 dadurch seine Freundin Ingrid Dullnig auf Platz 3 vorrückte, dürfte ihm zumindest nicht unangenehm gewesen sein).

Dies ist die eine Sache, die Frau Dietmann persönlich betrifft. Die andere ist die Tatsache, daß unser Verein des 3. mit 500.- Schilling dotierten Mannschaftsplatzes in o.g. Bewerb verlustig ging, welch Umstand unser Vereinsmitglied, RA Dr. Norbert Wolf, veranlaßte, uns rechtliche Schritte zu empfehlen.

Ich kann nur vermuten, daß der Herr Frauenreferent diese Rochade aufgrund einer von ihm angenommenen nichtösterreichischen Staatsbürgerschaft unserer Fahrerin vorgenommen hat, obwohl ihm dezidiert das Gegenteil versichert wurde.

Wie ich dir schon erzählt hatte, verlangte er am 12.9.´98 in Telfs anläßlich der Tiroler Zeitfahrmeisterschaft einen Personalausweis oder etwas in der Art; dies wurde ihm für den nächsten Tag – zumal er von sich aus für diesen Zeitpunkt ein, wie er es formulierte, „Zusammensetzen“ vorschlug – auch zugesagt.

Am nächsten Tag bei der Tiroler Bergmeisterschaft in Mayrhofen war allerdings der Herr Frauenreferent nicht anwesend. Dieses Verhalten wundert mich, nachträglich besehen, nicht mehr, da er einerseits das „Zusammensetzen“ unmittelbar nach dem Zieleinlauf seiner Freundin Dullnig vorschlug, in einem Moment, in dem er noch nichts von der Disqualifikation derselben wegen kilometerlangen Windschattenfahrens – im Begleitfahrzeug übrigens der Herr Frauenreferent persönlich – wußte (die Beschreibung des auf die Disqualifikation folgenden Feilschens seinerseits mit Herrn Baumann Harald und Komm. Hundegger – 10 Strafsekunden, 20 Strafsekunden, Totaldisqualifikation etc. würde wohl den Rahmen dieses Schreibens sprengen), er also für den nächsten Tag eine ähnlich inferiore Leistung seines Schützlings befürchten mußte und er andererseits damit zu rechnen hatte, daß die von ihm in meinem Beisein Frau Dietmann anläßlich des Zeitfahrens in Linz/Ebelsberg mit den Worten „im Zeitfahren auf alle Fälle“ gemachte Zusage einer Teilnahme an der Juniorinnen-WM ´98 von mir eingemahnt werden würde (ich war leider so naiv, seinen wie Herrn Oszvold´s Versprechungen zu vertrauen – diesen kontaktierte ich bereits im März ´98, wobei er mir den Rat gab, mit Frau Dietmann möglichst viele Auslandsrennen – am besten Deutsche Bundesliga – zu absolvieren).

Die – durchwegs guten – Ergebnisse, die dem Herrn Frauenreferenten teils persönlich, teils am Postweg zugegangen sind, scheinen sich ebenso in Luft aufgelöst zu haben wie jenes Schreiben von Frau Dietmann vom 9.9.´98 (Beilage 1), in dem sie ihre bis zu diesem Zeitpunkt erzielten Erfolge auflistete mit dem Ersuchen, ihr über eine WM-Teilnahme Bescheid zu sagen.

Daß diese Schriftstücke allesamt in der gut funktionierenden Reuse des Herrn Frauenreferenten hängengeblieben sein dürften (sonst hättest du als hoher ÖRV-Funktionär ja etwas davon wissen müssen), ist aus seiner Sicht schlicht verständlich, da die Formkurve seiner Freundin im Laufe des Jahres ´98 steil nach unten verlief – im Frühjahr´98 war ja noch ihre WM-Teilnahme als sicher bezeichnet worden (Beilage 2) – und er sich wahrscheinlich sagte – wenn schon die Ingrid nicht, dann auch keine andere.

Daß im Bericht des Frauenreferenten für ´98 mit keinem Wort auf Frau Dietmann, einem der größten Talente, das dem österreichischen Radsport bislang erwuchs, eingegangen wird, wohl aber en detail auf die m. E. für den österreichischen Sport beschämenden und nur durch das vorzeitige Ausscheiden wegen Karenzzeitüberschreitung an der Zahl gemilderten Plazierungen seiner Freundin bei der Tour de France feminin, spricht wohl für sich und bedarf keines weiteren Kommentars – doch paßt es ganz gut in das Erscheinungsbild dieses Mannes, daß er bei der einzigen international relevanten Frauenrundfahrt in Österreich durch Abwesenheit glänzte (Urlaub mit seiner Freundin in Frankreich), ebenso die Tatsache, daß er einerseits den 14. Platz von Frau Andrea Graus (die übrigens auch durch unserfen Verein entdeckt wurde und dann durch diverse Versprechungen eines gewissen Herrn Adelt – auf den ich noch zu sprechen komme – abgeworben wurde), beim Nürnberger Altstadtrennen erwähnt, nicht aber den Umstand, daß der Rest der österreichischen Teilnehmerinnen auf dem 10mal zu durchfahrenden 5-km-Kurs überrundet und vom Führungsfahrzeug angehalten wurde, um den Weg für die Spitze freizumachen, und schon gar nicht, daß Frau Dietmann in der Juniorinnenwertung (dieselben fuhren gemeinsam mit der männl. Klasse) den 2. Platz errang.

Dies würde ebenso die perverse Homogenität seines Berichtes stark beeinträchtigen wie eine mögliche Erwähnung der 18 Auslandsrennen, die dieselbe ´98 bestritt, die den Formulierungen des Punktes 5 B seines abstrusen Jammerkataloges ad absurdum führen würden.

Daß der sich bei der „Berichtigung“ der Ergebnisse der Österreichischen Straßenmeisterschaft nicht durch das offizielle ÖRV-Ergebnis (siehe Meisterschafts-Plazierungen ´98) gestört fühlt, zeigt nur eine weitere Facette dieses kompetenten Mannes.

Soweit es das vorhin Gesagte betrifft, bitte ich Dich, bei der nächsten Sportausschuß-Sitzung die Korrektur dieses Berichtes zu veranlassen – also Frauenliste Stand 5.10.´98, wie sie mir von Frau Binder übermittelt wurde – Beilage 3 – ebenso eine den Tatsachen entsprechende Vereinsliste betreff. Semperit-Frauen-Cup ´98 (wobei es mir, wie ich Dir schon in Wien sagte, nicht um die 500.- Schilling Preisgeld für den Verein geht).

Zwei Dinge sind es noch, die mir doch geeignet erscheinen, die Inkonsequenz und scheuklappenartige Inkompetenz des Frauenreferenten zu präzisieren:

1.) Nehmen wir einmal an, er wäre von der nichtösterreichischen Staatsbürgerschaft Dietmann´s so überzeugt, daß er aus eigener Machtvollkommenheit ein Staatsmeisterschaftsergebnis zugunsten seiner Vereinsschützlinge Brigitte Krebs und Ingrid Dullnig (nach seiner Version jetzt Silber- und Bronzemedaille) verändert.

Warum hat er dann nicht

a.) das Barpreisgeld nebst Medaille für den 2. Platz zurückgefordert?

b.) alle Ergebnisse des Semperit-Frauen-Cups ´98 annulliert, da doch in der Ausschreibung desselben die Bestimmung enthalten ist, daß nur österreichische Fahrerinnen gewertet werden?

c.) in weiterer Folge die Berichtigung der Preisgeldverteilung im Zuge seiner eigenmächtigen Ranglistenumgestaltung für die Gesamtwertung verlangt?

d.) unseren Verein bezüglich der von ihm manipulierten Ergebnislisten kontaktiert?

2.) Bleiben wir bei seiner „Überzeugung“:

jeder Funktionär, egal welchen Sportzweiges in Östwerreich, würde alles in seiner Macht Stehende unternehmen, um so ein Talent wie Frau Dietmann für den österreichischen Sport zu gewinnen (siehe Botwinow, die diversen Emese´s etc.) und nicht mit allen Mitteln versuchen, dasselbe aus dem ohnehin darniederliegenden österreichischen Frauenradsport zu desintegrieren.

Wie ich inzwischen in Erfahrung bringen konnte, gebar die Hypothese der nichtösterreichischen Staatsbürgerschaft ein Herr Adelt (daß derselbe auch Mitglied eines UNION-Vereines ist, ist bei der Berücksichtigung seiner Wesensart mehr als bedauerlich und von Herrn Baumann Harald zu verantworten; daß weltanschauliche Aspekte bei seiner Vereinsgründung keine Rolle gespielt haben können, mag die mir von Herrn Baumann Harald erzählte Gründungsgeschichte seines Vereines zu dokumentieren; was derselbe wahrscheinlich nicht wußte, war die vorausgegangene nachdrückliche Ausladung aus der Mountainbike-Szene, in die er sich vor Beginn seiner Damensport-Aktivitäten einzunisten versucht hatte.

Dieser Herr Adelt, m.E. ein Trittbrettfahrer par excellence, der schon nach der kurz erwähnten Abwerbung unserer Fahrerin Graus auch auf Frau Dietmann ein begehrliches Auge geworfen hatte, wobei ich ihm riet, seine Finger (das Epitheton könnte mir als Beleidigung ausgelegt werden, daher lasse ich es weg) von ihr zu lassen, da ich ihr keinen sozialen Abstieg zumuten könnte, ließ seitdem keine noch so kleine Gelegenheit aus (detaillierte Schilderungen von diversen Rennen können beigebracht werden) ihr seine tiefe Abneigung zu demonstrieren.

Das alles, könnte man mir vorwerfen, hätte ich mir nur eingebildet; dann möge man die Lektüre des TT-Artikels vom 10.9.´98 zur Hand nehmen (Beilage 5), den Herr Adelt nach mehreren vergeblichen Versuchen, der o.z. Zeitung unterzujubeln gelungen war.

Herr Ullmann, den ich persönlich sehr schätze, als Artikelverantwortlicher daraufhin von mir angesprochen, sagte mir, daß Herr Adelt den Namen Dietmann mit keinem Wort erwähnt hatte, er jetzt das erste Mal durch mich von ihr höre.

Herr Adelt konnte sich der Wirkung seines Geschreibsels auf unsere Fahrerin gewiß sein, obwohl er zu diesem Zeitpunkt genau wußte, daß dieselbe bei jeglichem Rennen mit seinen Fahrerinnen beliebig verfahren konnte.

Ein zwischensein zeitlicher Höhepunkt waren aber auch die Ereignisse in Deutschlandsberg im August ´98, die Du aus Beilage 6 nachzuvollziehen in der Lage sein wirst.

Zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht definitiv wissen, daß Herr Adelt die Zurückbehaltung der Lizenz angeordnet hatte, ebenswo wie ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Besitz eines ein medizinisches Problem betreffenden Artikels betr. prämenstruellem Syndrom (Beilage 7) war. Die Erwähnung dieses Syndroms wurde von Herrn Adelt mit der rüden Aufforderung der Beibringung eines ärztlichen Attestes quittiert.

Die eventuell doch zu erwartende Stellungnahme zu diesem Brief ist bis heute nicht bei mir eingegangen.

Daß dieses Syndrom auch berühmteren Fahrerinnen ganz beträchtlich zu schaffen machen kann, magst du aus Beilage 8 ersehen. Übrigens bestritt der Frauenreferent, als ich ihn am 30.8. ´98 in St. Johann/Tirol zufällig traf, auf das heftigste, daß die Fahrerin Luperini an solchen Beschwerden gelitten habe, denn – ich zitiere wörtlich „Das war etwas ganz anderes, wir waren ja live dabei.“ Wobei er mit „wir“ sich selbst und seine Freundin Ingrid Dullnig meinte, wobei ihm klar sein mußte, daß mit „live“ nur der Start zu den ersten Etappen in Frage kommen konnte, weil danach beide mit Luperini wohl keinen näheren Sichtkontakt mehr gehabt haben können. Was er zu diesem Zeitpunkt nicht gewußt haben dürfte, war, daß ich bereits detaillierte Informationen zum Ablauf der Tour de France feminin hatte.

Hier wollte ich ursprünglich meine Ausführungen beenden; ich denke aber, daß Du über die ganze Kampagne übelster Art nicht nur gegen Frau Dietmann, sondern auch gegen meine Person im Zuge jener infamen Maulwurftätigieit einer oder mehrerer Personen, die bereits im Frühjahr ´98 begann und von mir zunächst nicht besonders beachtet worden war, Bescheid weißt.

Niucht nur, daß ich anonyme Schreiben unflätigsten Inhalts – der Verfasser muß Experte der Fäkalsprache sein – erhielt (pikanterweise immer mit der Anschrift „Familie Unterguggenberger“, sodaß meine Ex-Gattin dieselben manchmal zuerst öffnete, was ja wohl im Sinne des Absenders lag, wobei er jedoch nicht wissen konnte, daß der Inhalt jener Schreiben ihr nur mehr ein müdes Lächeln entlocken würde) – nein, auch Frau Dietmann erhielt solch zotige Ergüsse mit leicht abgewandeltem Inhalt zugesandt – und da hört sich m. E. der Spaß auf – nicht etwa an ihre Wohnanschrift, sondern an ihre Schule; das Weitere kannst Du Dir leicht ausmalen. Siehe Beilagen 9 und 10.

Den Gipfel der Frechheit erklommen der oder die anonymen Schreiber aber mit der durch eine Postkarte, versehen mit meiner gefälschten Unterschrift, dem „Radsport am Bodensee“, einem weit verbreiteten einschlägigen Magazin, übermittelten Heiratsanzeige betreffend Frau Dietmann und mich (siehe Beilage 11).

Nicht nur, daß man mich als alten Bock titulierte – wieder anonym – und mich so zu einem Schritt mit dem entsprechenden Untertoten beglückwünschte, erlitt Frau Dietmann, als sie diese fingierte Heiratsanzeige zu Gesicht bekam, einen Nervenzusammenbruch, dessen allgemeine Folgen ich als bekannt voraussetzen darf.

Diesmal beschritt ich den Rechtsweg, siehe Beilagen 12, 13 und 14.

Man fragt sich nun normalerweise „Wem nützt es?“, ich aber frage mich „wem hat es genützt?“

Und hier sind nach meinem Verständnis die Konnotationen eindeutig, aber nicht zu beweisen. Ähnliches wird auch Frau Dietmann gedacht haben, als sie mir sämtliche Radutensilien einschließlich einer 85.000.- Schilling teuren Maßzeitfahrmaschine vor die Füße warf mit den Worten: „Jetzt kann die Krebs wieder ihre Zeitfahren gewinnen, der Adelt wird endlich einen Tiroler Meister ergattern, die Dullnig rückt auch einen Platz vor und die Baumgartner braucht um ihren 27. Rang bei der Steiermark-Rundfahrt nächstes Jahr nicht zu zittern.“

Womit sie wohl meinte, jetzt sei die festgefügte Hackordnung im österreichischen Frauenstall wiederhergestellt. Was dann folgte, ist hier nicht wiederzugeben, mit Ausnahme der Fidschi-Inseln (Du erinnerst Dich sicher noch).

Die Reaktion auf die Nicht-Entsendung von Frau Dietmann zur WM ´98, die den ÖRV keinen Groschen gekostet hätte, magst du aus zwei Beispielen der heimischen Presse ersehen (Beilage 15/16). Übrigens haben mit dem von gewisser Seite sicherlich mit Erleichterung aufgenommenen Abgang von Frau Dietmann die anonymen Schreiben aufgehört.

Damit ist für mich mit Ausnahme der Berichtigung der Ergebnisse, wofür einzusetzen ich Dich bitte, die Causa abgeschlossen, wobei mir noch die eher geringe Hoffnung bleibt, daß Totengräber jeder Art im Österreichischen Damenradsport möglichst bald neutralisiert werden.

Bleibt mir noch, Dir und Deiner Familie alles erdenklich Gute zu wünschen und mit herzlichen Grüßen zu zeichnen.

18.11.1998 – Carolin Dietmann holt zum Saisonende zwei Mal Gold!

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07.10.1998 – Wieder Sieg für Carolin Dietmann

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