2011

Straßen-Europameisterschaften der Master- und Frauen-Klassen in Zd´ar nad Sázavou (Tschechien)

23.-26. Juni: Straßen-Europameisterschaften der Master- und Frauen-Klassen in Zd´ar nad Sázavou (Tschechien)

Bereits zum 5. Male fanden in der Tschechei die Straßeneuropameisterschaften statt, Zeitfahren und Straßenrennen standen am Programm. Wie im Vorjahr war auch heuer kein Vertreter der UGB-Renngemeinschaft am Start.

Zeitfahren: Mit 4 Titeln war die BRD die tonangebende Nation, aber auch die Österreicher konnten sich mit durchaus beachtlichen Leistungen in Szene setzen: Gerhard Hrinkow erringt Silber und Andreas Wagner überraschend Bronze, dazu mit Ewald Schön, Alfred Lechnitz und Vinzenz Hörtnagl gleich drei 4. Plätze, alle drei verpassen eine Medaille nur ganz knapp, Schön gar nur um ein paar Hundertstel Sekunden.

Kategorie GOLD SILBER BRONZE Die Österreicher
Master 1 (1972-1981) Andreas Ortner, BRD, 25:04 Igor Kopse, SLO, 25:23 Andreas Wagner, AUT, 25:57

5. Andreas Klausner 26:01          10. Klaus Exner 27:06

Master 3 (1967-1971) Anders Krebs Ovesen, DMK, 26:06 Jörn Reuss, BRD, 26:16 Stefan Steiner, BRD, 26:18 15. Günther Priessner 28:16
Master 4 (1962-1966) Jesper Nielsen, DMK, 25:08 Matthias Lastowsk, BRD, 25:51 Marian Valasek, SVK, 26:01 9. Gerhard Hawlik 26:56             10. Franz Venier, 27:01               23. Gottfried Huebmer 29:37
Master 5 (1957-1961) Axel Sinske, BRD, 26:25 Milos Brecelj, SLO, 26:39 Michael Pfeil, BRD, 26:43 4. Ewald Schön 26:43                    9. Günther Iby 27:25
Master 6 (1952-1956) Ludvik Killinger, TCH, 26:42 Bert Bakker, NED, 27:02 Wladimir Gottfried, BRD, 27:18 4. Alfred Lechnitz 27:32               11. Engelbert Gaubitzer 29:10
Master 7 (1947-1951) Alfred Grabichler, BRD, 27:10 Gerhard Hrinkow, AUT, 27:29 Lubomir Nowak, TCH, 27:38 4. Vinzenz Hörtnagl 27:46              7. Werner Kaiserlehner 28:08         19. Fritz Gaubitzer 29:30             22. Kees Wijnen 30:10   
Master 8 (1942-1946) Gunnar Fjellberg, NOR, 28:13 Rein Oppewal, NED, 28:29 Reinhard Scheer, BRD, 28:37  
Master 9 (-1941) Günther Hoffmann, BRD, 29:34 Rudolf Giwitz, BRD, 30:23 Werner Nesselhauf, BRD, 30:48  

 Und im Straßenrennen war abermals die BRD tonangebend, sie holten 5 Gold-, 5 Silber- und 3 Bronzemedaillen. Österreich konnte die Bilanz vom Zeitdfahren etwas steigern, durch Hrinkow und Schalk kamen eine Gold- und eine Bronzemedaille aufs österreichische Konto. Ewald Schön als 16. war der einzige, der zeitgleich mit dem neuen Europameister ins Ziel kam. Ansonsten fiel auf, daß so wenige Österreicher wie noch nie am Start waren.

Kategorie GOLD SILBER BRONZE Die Österreicher:
Master 1(1977-1981) Michele Cartocci (I) Pavel Gonda (CZE) Nicola Geronimo (I)  
Master 2 (1972-1976) Vaclav Jelinek (CZE) Alexander Kjaer (N) Ernest Kurowski (POL) 7. Markus Willinger -2:08, – 15. Klaus Exner -2:17
Master 3 (1967-1971) Marek Maluszczak (BRD) Stefan Steiner (BRD) Jörn Reuss (BRD) 27.Günther Priessner -14:20
Master 4 (1962-1966) Christian Jäger (BRD) Torsten Kunath (BRD) Vitor Lourenco (POR) 32. Helmut Siraki -8:52, – 37.Gottfried Huebmer  -21:28
Master 5 (1957-1961) Dariusz Leduchowski (POL) Jürgen Hanshans (BRD) Matthias Grünig (BRD) 16. Ewald Schön, gleiche Zeit, – Sebastian Pfisterer aufgegeben
Master 6 (1952-1956) Robert Glassl (BRD) Wladimir Gottfried (BRD) Jerzy Jagiela (POL) 10. Alfred Lechnitz -5:43, – 14. Engelbert Gaubitzer, gleiche Zeit
Master 7 (1947-1951) Gerhsard Hrinkow (AUT) Jerzy Bylicki (POL) Josef Schalk (AUT) 15. Werner Kaiserlehner -8:27, – 17. Fritz Gaubitzer, gleiche Zeit, – 28. Kees Wijnen -15:38
Master 8 (1942-1946) Peter Trumheller (BRD) Rein Oppewal (NL) Vaclav Becka (CZE)  
Master 9 (-1941) Werner Nesselhauf (BRD) Günter Hoffmann (BRD) Rudolf Giwitz (BRD)  

Wieder die Qual der Wahl

12. Juni: Wieder die Qual der Wahl

Zwei Wochen später, aber dieselbe Situation: eine österreichische Meisterschaft (Zeitfahren in Trieben) und die nun dritte Station des Marathon-Cups am selben Tag!

Die UGB-Renngemeinschaft erwies sich abermals als flexibel genug, um an beiden Fronten erfolgreich zu sein. Der Grazer Robert Bartonek startete bei den Österreichischen Zeitfahrmeisterschaften in Trieben im steirischen Ennstal, wo die schwere, 23,5 km lange Strecke auf den Schober-Paß und wieder zurück führte. Bartonek konnte abermals seine ansteigende Form ausspielen und belegte den ausgezeichneten 7. Rang, sein bestes Meisterschaftsergebnis im Zeitfahren.

Drei Fahrer gingen beim Leithaberg-Marathon im burgenländischen Purbach am Neusiedler See an den Start. Hans Unterguggenberger errang bei seinem Einstieg in den Marathon-Cup gleich einen Sieg: er gewann den Marathon mit klarem Vorsprung! Die junge Niederösterreicherin Natascha Hofer konnte in ihrer Altersklasse ihren ersten Saisonsieg feiern. Zum Drüberstreuen fuhr Roman Hofer auf den ausgezeichneten 8. Rang und verbesserte sich damit in der Gesamtwertung des Marathon-Cups an die hervorragende dritte Stelle.

 

UGB-Renngemeinschaft an zwei Fronten erfolgreich

29. Mai: UGB-Renngemeinschaft an zwei Fronten erfolgreich

Ein ganz interessantes Wochenende, gab es doch gleich zwei Höhepunkte zu bewältigen: zum einen die Straßenmeisterschaft inAmstetten für die Lizenzfahrer, zumandren die zweite Station des Marathon-Cups mit dem anspruchsvollen Kärnten-Marathon. Schade nur für den Fahrer, der beide Bewerbe nicht missen möchte.

In Amstetten, am traditionellen schweren Kurs mit Start und Ziel bei der Kaserne wurde die Österreichische Straßenmeisterschaft der Masterfahrer entschieden. Hans Unterguggenberger erwies sich in der Klasse 6 als der klar stärkste Fahrer und gewann das Rennen. Leider gibt es in der Klasse 6 der ältesten Fahrer das Problem der wenigen Starter. Und die bisherige Regel, daß Meisterschaften nur dann auch als solche gewertet werden (d.h. mit den Medaillen prämiiert werden), wenn mindestens 6 Fahrer einer Klasse am Start stehen. Diese Regel erwies sich bisher einige Male schon als unüberwindliche Hürde und ließ die Sieger schier verzweifeln, sind sie doch „nur“ Sieger, aber kein österreichischer Meister. Jetzt gibt es eine neue Regel, die hier in Amstetten aber für Aufregung sorgte: als Meisterschaft wird das Rennen dann gewertet, wenn mind. 3 Fahrer ins Ziel kommen. Das war der Fall, und so konnte der Hans letztlich dann doch seine wohlverdiente Meistermedaille in Empfang nehmen.

In der Klasse 2 bewies der Grazer Robert Bartonek mit seinem 16. Rang, daß die Form jetzt doch langsam kommt und der verletzungsbedingte Trainingsrückstand schon ziemlich aufgearbeitet scheint.

Beim Kärntner Zwei-Seen-Marathon in Bad Kleinkirchheim sorgte der Niederösterreicher aus der UGB-Renngemeinschaft, Roman Hofer, für ein weiteres Spitzenresultat: mit einem 4. Rang stieß er auch in der Gesamtwertung des Marathon-Cups auf Rang 4 vor!

 

Österreichischer u. Tiroler Saisonauftakt in Langkampfen

3. April: Österreichischer u. Tiroler Saisonauftakt in Langkampfen

Wie in den letzten Jahren auch, so findet heuer im Tiroler Langkampfen mit einem Rundstreckenrennen der Saisonauftakt für die Nachwuchsklassen statt. Auf dem traditionellen Rundkurs herrschten beste Bedingungen, sogar der übliche starke Wind war ausgeblieben.

Mit der Niederösterreichin Natascha Hofer ist jetzt eine weitere Fahrerin aus der UGB-Renngemeinschaft in die Saison eingestiegen.

 

CONSUL-Marathon-Cup

10. April: CONSUL-Marathon-Cup

Bereits zum fünften Mal findet heuer der CONSUL-Senioren-Marathon-Cup statt, die erste und einzige Jahreswertung für Marathonfahrer im Seniorenalter. Wie immer, wenn es darum geht, die Klasse und das Niveau zu beweisen, ist auch die UGB-Renngemeinschaft mit dabei. So hat sich heuer zum ersten Mal der Niederösterreicher Roman Hofer diesen Marathon-Cup zum Ziel gesetzt. Aber auch der UGB-Vereinsobmann, Hans Unterguggenberger, hat in seiner Altersklasse ausgezeichnete Chancen, den Gesamtsieg zu erringen.

Folgende Marathons wurden ausgewählt, den Marathon-Cup 2011 zu bilden:

10.4. Wienerwald-Marathon in Mödling, 29.5.Kärnten-Marathon in Bad Kleinkirchheim, 12.6. Leithaberg-Marathon in Purbach/Neusiedlersee, 26.6. 5-Seen-Marathon in Mondsee, 3.7. Marathon in St.Pölten, 7.8. Raiffeisen-Marathon in Zwettl und 4.9. Sauwaldman-Marathon in St.Roman. Gewertet wird in folgenden Klassen: 40+/50+/55+/60+/65+/70+/75+. Die Wertung erfolgt nach Platzziffer, wer die niedrigste Platzziffer aufweist, ist Cupsieger. Es gibt 3 Streichresaultate, es werden also die vier besten Ergebnisse gewertet.

Bereits zum zehnten Mal bildet der topographisch schwere Wienerwald-Marathon mit Start und Ziel in Mödling den Auftakt zur Marathon-Saison.

Mit Platz 6 schaffte Roman Hofer ein phantastisches Ergebnis zum Auftakt dieser Jahreswertung.

 

Saisonauftakt in Murska Sobota, Slowenien

13. März: Saisonauftakt in Murska Sobota, Slowenien

Traditionell beginnt die Saison mit dem Straßenrennen im slowenischen Murska Sobota Mitte März. Von der UGB-Renngemeinschaft war nur der Grazer Robert Bartonek am Start und wurde regelrecht vorgeführt. Bereits nach 500 Metern aus dem Hauptfeld abgerissen, wurde ihm seine aktuelle Form dramatisch vor Augen geführt. Bartonek wird in den folgenden Wochen die Möglichkeit nutzen, in Slowenien mehrere Rennen zu bestreiten, da es in unserem südlichen Nachbarland im Gegensatz zu Österreich überhaupt Rennen gibt.

Durch die geographische Nähe und dadurch verbundene kurze Anreise sind diese Bewerbe ideal, um Form aufzubauen.

Robert Bartonek wieder am Knie operiert

31. Jänner 2011: Robert Bartonek wieder am Knie operiert

Der Grazer Robert Bartonek hat wieder Probleme mit seinem ohnehin schon schwer lädierten rechten Knie. Im Laufe der vergangenen Saison nahm der Schmerz wieder langsam zu, sodaß eine ärztliche Behandlung nach dem Ende der Saison unumgänglich wurde. Unterhalb der 2003 in 25 Teile und Splitter gebrochenen Kniescheibe hatte sich eine Flüssigkeit angesammelt, die Druck und damit Schmerzen verursachte. Insgesamt viermal wurde das Knie Mitte Dezember punktiert, eine Besserung trat nicht ein, sodaß dann eine Operation nicht mehr zu umgehen war. Es war die nunmehr schon vierte an diesem Knie seit 2003!

Doch Weihnachten wurde für den Grazer dadurch nicht zu einem Fest, sondern vielmehr zu einem völlig unsicheren und ungewissen Ausblick auf die weitere Karriere: nach der Operation begann er sofort mit dem Training, konnte dieses jedoch wegen großer Schmerzen nicht wie geplant absolvieren. Von einer Entlastung der Kniescheibe war nach der Operation nichts zu bemerken, im Gegenteil, die Schmerzen wurden immer ärger und machten sehr oft ein Training völlig unmöglich. Dazu gesellten sich ständige Kopfschmerzen, Gelenksschmerzen, einige Infekte und perfekt war ein völlig verpatzter Winter 2010/11!

Jetzt weiß natürlich jeder Radsportler, daß die Form vom Sommer im Winter davor gemacht wird, so gesehen der Winter also die wichtigste Jahreszeit für den Wettkämpfer ist. Ein Winter, der sich wie folgt anhört: 200 km im November, 300 km im Dezember, 850 km im Jänner. Anstatt der geplanten 3500 km nicht mal ein Drittel absolviert, die Trainingswoche am Gardasee abgesagt, eine weitere Trainingswoche auf Kreta in utopisch weite Ferne gerückt.

Ein seriöses Wintertraining war bisher nicht möglich, die anhaltenden Komplikationen machten mehrere weitere Untersuchungen und Arztbesuche nötig, ein Ende ist derzeit nicht abzusehen.

 

Ende Februar: Die Knieverletzung von Bartonek nimmt immer ernstere Ausmaße an

Wieder ist ein Monat vergangen, und wieder ist es nichts geworden mit einem seriösen Training des Grazers Robert Bartonek, der seit seiner Knieoperation an starken und vor allem ständigen Schmerzen leidet, die ein Training bisher zum Großteil verhindert haben. Dazu kommen heftige Kopfschmerzen, eine extreme Wetterfühligkeit und ständige Infektionen, die Immunabwehr ist also auch kräftig in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt rinnt ihm die Zeit davon, die Saison beginnt Mitte März.

Unser Obmann, Hans Unterguggenberger, nach einem Armbruch mit Operation ebenfalls lange Zeit außer Gefecht und mit riesigem Trainingsrückstand, ist ebenfalls weit davon entfernt, rechtzeitig in Wettkampfform zu sein. Drücken wir also den beiden die Daumen, daß die Saison noch nicht ganz verloren ist.

 

Ein Kommen und Gehen

1. Jänner 2011: Ein Kommen und Gehen

Leider hat die UGB-Renngemeinschaft wieder einen Abgang zu beklagen, der Niederösterreicher Manfred Koch wechselt nach zwei Jahren bei der UGB-Renngemeinschaft zum RC Krems. Wir wünschen ihm an dieser Stelle alles Gute für seine weitere sportliche Karriere und bedanken uns für sein Engagement und seine Renntätigkeit.

Aber es gibt auch einen Neuzugang: die Triathletin Anja Jedynak aus Langenlois wechselt für die kommende Saison zur UGB-Renngemeinschaft und wird das Team vor allem in den Zeitfahren verstärken.