2010

Pepi geht´s ja auch schon wieder blendend

Pepi geht´s ja auch schon wieder blendend

Unser lieber Radlerfreund Josef (vulgo Pepi) Schalk läßt auch schon wieder mit freudigen Neuigkeiten aufhorchen: nach seinem schweren Sturz in Bad Gams befindet er sich nicht nur schon auf dem Weg der Besserung, sondern sitzt auch schon wieder im Sattel und spult eifrig die ersten Kilometer herunter.

In der neuen Spelunke vom Pepi am Linzer Hauptbahnhof, war Pepi höchstpersönlich leider nicht anwesend, die Bedienung sagte aus, er sei beim 200-km-Grundlagentraining in den Linzer Nebelbänken unterwegs. Wieso eigentlich Linz, Pepi? Jedenfalls scheint der Seriensieger der Masterklasse 4 seine Ernährung nun vollständig auf tierische Abfallprodukte umgestellt zu haben.

Saisonabschluß in Lenti (Ungarn)

Sonntag, 31. Oktober 2010: Saisonabschluß in Lenti (Ungarn)

Mit einem Kriterium und einem Straßenrennen im Thermalbadeort Lenti im ungarischen Dreiländereck Ungarn/Slowenien/Kroatien ging die Rennsaison 2010 zu Ende, da das letzte geplante Rennen, ein Straßenrennen im italienischen Pramaggiore am nächsten Samstag, abgesagt wurde. Der Grazer Robert Bartonek war der einzige Starter der UGB-Renngemeinschaft und erreichte mit einem 3. und einem 2. Rang noch zwei Podestplätze.

Und dann ist´s auch schon an der Zeit, eine Bilanz der abgelaufenen Saison zu ziehen. Von Anfang März bis Ende Oktober war die UGB-Renngemeinschaft im In- und Ausland unterwegs. Neben zahlreichen Plazierungen und Podiumsplätzen konnten natürlich auch wieder eine Menge Siege eingefahren werden. Insgesamt wurden 119 Rennen bestritten (in Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn, BRD), dabei 118 Top-10-Ergebnisse erzielt. Trotz der Abgänge von Sigi „Rühbapp“ Rothauer und Stephanie Strobl wurden 16 Rennen gewonnen (Unterguggenberger holte 8 Siege, Bartonek steuerte 6 bei, Natascha Hofer und Andrea Knapp jeweils 1), 29 Ehrenplätze und 19 dritte Plätze zeugen von einer breiten Vielseitigkeit, die auch durch die Meisterschaftsbilanz unterstrichen wird: 4 Medaillen (3mal Silber, 1mal Bronze) in allen Disziplinen, nämlich auf der Straße, im Marathon, im Zeitfahren und am Berg. Unterguggenberger plazierte sich bei der Weltmeisterschaft im Zeitfahren an der hervorragenden 6. Stelle. Und bei den Tiroler Meisterschaften im Zeitfahren gab es durch Bartonek und Unterguggenberger auch eine Silber- und Bronzemedaille.

 

In Memoriam Franz Winter

Donnerstag, 14. Oktober 2010: In Memoriam Franz Winter

Franz Winter (ARBÖ Kappacher Bischofshofen) ist nicht mehr unter uns! Der Berg- und Zeitfahrspezialist aus dem Pongau, Lehrer am Missions-Privatgymnasium St.Rupert in Bischofshofen, verunglückte heute mit dem Mountainbike tödlich. Nachdem wir uns noch beim Bergzeitfahren in Stadl/Mur vor einem Monat mit ihm unterhalten haben, hat uns jetzt diese Nachricht geschockt. In der Tageszeitung „Österreich“ fand sich am Samstag, 16. Oktober, folgende Notiz:

Salzburg: Mountainbiker lag tot auf Forststraße

Einen grausigen Fund machte ein Jäger Donnerstagabend bei Untertauern. Der Waidmann fand auf der Forststraße Brandenberg einen leblosen Radler, 56. Der Mountainbiker war gestürzt und hatte sich trotz Helm tödliche Kopfverletzungen zugezogen. Der Notarzt konnte nichts mehr tun.

 

Andrea Knapp Dritte im Tiroler Radsportcup 2010!

Samstag, 9. Oktober 2010: Andrea Knapp Dritte im Tiroler Radsportcup 2010!

Mit dem Bergrennen in Neustift/Stubaital über 18 km, das zweimal verschoben wurde und letztlich heute dann doch noch über die Bühne ging, wurde auch der Tiroler Radsportcup nach zehn ausgewählten Rennen abgeschlossen. Diese Serie wurde heuer ja erst zum zweitenmal ausgetragen, und schon feierte die UGB-Renngemeinschaft mit Andrea Knapp einen ganz tollen Erfolg. In einer der drei Wertungen (Männer -40, Männer 40+ und Frauen), nämlich in der Frauenklasse, belegte Andrea Knapp den ausgezeichneten dritten Gesamtrang! Und das, obwohl sie im letzten Rennen gar nicht mehr am Start war.

Patrizia Wacker (RC Reutte)

Das Endergebnis nach max. 7 gewerteten von 10 durchgeführten Rennen (3 Streichresultate):

1. Patrizia Wacker (Österreich, RC s´Radhaus Reutte), 699 Punkte (7 Rennen)

2. Rikki Obendorfer (Österreich, RC ARBÖ Bike-Point Innsbruck), 687 Punkte (7 Rennen)

3. Andrea Knapp (Österreich, RC UNION Unterguggenberger Wörgl), 376 Punkte (4 Rennen)

4. Birgit Hufnagl (BRD, Sportrad Zoephel-Racingteam Bruckmühl), 295 Punkte (3 Rennen)

5. Jacqueline Hahn (Österreich, ARBÖ RICOH Ladies Cycling Team), 197 Punkte (2 Rennen)

6. Christiane Büßemeyer-Jöchl (Österreich, RC Stanger Team Kitzbühel), 193 Punkte (2 Rennen)

 

 

Wie geht´s jetzt wirklich weiter mit den Masterklassen???

Sonntag, 3. Oktober 2010: Wie geht´s jetzt wirklich weiter mit den Masterklassen???

Mit brennendem Interesse wartet ganz Österreich auf weitere Informationen bezüglich der Zukunft der Masterklassen. Wir füttern jetzt das staunende Volk mit neuen Details. Unsere seit langem gehegten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten: die ganze Aufregung kommt nur durch Übersetzungsfehler zustande!!!

Tatsache ist, daß die Masterkategorie in der UCI seit 2006 unter „Cycling vor all“ läuft, zusammen mit den Touristikern. Das ist nicht dasselbe, das sind zwei grundverschiedene Kategorien, die einen lizenziert, die anderen nicht. Es stimmt, daß die schwierige Vermarktung der Masterklasse der UCI ein Dorn im Auge ist. Man sucht(e) nach Möglichkeiten, das zu ändern, und ist jetzt fündig geworden. Die „Lösung“ betrifft aber nicht die Masterklasse generell, sondern nur die Weltmeisterschaften. Die Altersklassen sollen gar nicht angetastet bzw. verändert werden, sondern nur der Ablauf der Weltmeisterschaften. Die Zeitfahr-WM bleibt unberührt von allen Veränderungen, bei der Straßen-WM sollen die Touristiker mit den Lizenzklassen zusammengeführt werden. Das heißt, alle Nichtlizenzierten (= Hobbyfahrer, Sonntagsfahrer, Touristiker, Möchtegerne, usw.) haben jetzt grundsätzlich die Möglichkeit, an der Straßen-WM teilzunehmen. Da man ein Straßenrennen mit Lizenz- und Nichtlizenzfahrern zusammen aber nicht durchführen kann, und weil die versicherungstechnischen Unterschiede gar nicht zu klären sind, müssen die Nichtlizenzfahrer für diesen einen Tag eine Lizenz lösen (= Tagespaß). Das kostet natürlich, und schon zieht die UCI einen namhaften Geldbetrag auf ihr Konto.

Da man jetzt aber auch kein Rennen mit 50.000 Startern oder mehr durchführen kann, gibt es mehrere Qualifikationsrennen. Und damit blüht das Geschäft mit einem Schlag, man muß sich für das Finale (= Straßenweltmeistedrschaft) qualifizieren, gelingt das nicht beim ersten Mal, muß man es halt ein zweites, drittes, viertes Mal versuchen. Die Kosten steigen ins Unermeßliche. Bei der UCI sieht man es auch nicht gerne, daß die WM jahrelang bzw. jahrzehntelang vom selben Veranstalter durchgeführt wird (bisher in St.Johann/Tirol), daher wird Ort/Veranstalter jetzt neu vergeben. Da zu befürchten ist, daß die exotischen Standorte bevorzugt werden, kann man wohl mit Austragungsorten in Grönland, Tobago, Tahiti, den Gesellschaftsinseln, der Osterinsel etc. rechnen. Dem entgegen spricht aber die Absicht, Geld damit zu machen, also wird es wohl ein „klassisches“ Radsportland werden. Mit den Titelkämpfen in Deutschland oder den Benelux-Ländern ist also am wahrscheinlichsten zu rechnen.

 

Pepi wieder im Sattel!

Montag, 20. September 2010: Pepi wieder im Sattel!

Pepi wieder im Sattel!

Josef Schalk, der bekannteste Pepi der Nation, sitzt wieder im Sattel! Nein, nicht im Rennsattel, aber dafür am Damensattel! Wer´s nicht glaubt, dem sei untenstehendes Foto ans Herz gelegt, geschossen von einem unserer unzähligen Agenten und Spione, die wir an allen maßgeblichen strategisch wichtigen Punkten plaziert haben. Es handelt sich hier um seine allererste Ausfahrt, 20 km hat er dabei geschafft, und seinem glücklichen, zufriedenen Lächeln zu entnehmen, war er mit dieser Leistung vollauf zufrieden (oder haben ihn nur die Sonnenstrahlen in der Nase gekitzelt???) Ein wirklich fescher, junger Bursch, wie er da forsch und keck die Kilometer frißt…

 

Diebstahl beim Internationalen Tiroler Raiffeisen-Radmarathon in Schwaz!

Sonntag, 12. September 2010: Diebstahl beim Internationalen Tiroler Raiffeisen-Radmarathon in Schwaz!

Der Radmarathon in der Silberstadt Schwaz hat Tradition, die UGB-Renngemeinschaft trat in voller Stärke dazu an, schließlich ist das ja so etwas wie ein Heimrennen. Doch dieser Sonntag sollte leider zu einem rabenschwarzen Tag für die UGB-Renngemeinschaft werden. Nicht so sehr vom Ergebnis her (1. Unterguggenberger, 4. Bartonek, 5. Knapp, 7. Koch), denn das war durchaus in Ordnung. Der Unglücksstern war schon lange vor dem Start aufgegangen, schon bei der Anmeldung zum Marathon.

Da waren zunächst Bartonek, Unterguggenberger, Hofer und Koch zum Marathon angemeldet worden. Leider hat sich Hofer selbst noch angemeldet, seine Meldung ist im Amateurrennen gelandet. Somit war Roman Hofer zweimal auf der Starterliste vertreten (371 bei den Amateuren, 478 beim Marathon). Da er mit dem Chip Nummer 371 gestartet ist, wurde er im Amateurrennen gewertet und NICHT im Marathon, davon haben wir erst einen Tag nach dem Bewerb Kenntnis erlangt, als wir die offiziellen Ergebnislisten eingesehen haben.

Um die Konfusion noch auf zu Spitze zu treiben: Hans Unterguggenberger, noch unter den Nachwirkungen seines schweren Sturzes von St.Johann/Tirol zwei Wochen davor leidend, war nicht vollfit. Er zog seine Mannschaftsnennung zurück, startete als Einzelfahrer, an seine Stelle rückte Andrea Knapp vom Eliterennen der Frauen nach. Die vermeintliche Marathonmannschaft bestand also aus Bartonek, Hofer, Koch und Knapp, die tatsächliche aus Bartonek, Unterguggenberger, Koch und Knapp. Wir haben Rang 6 in der Mannschaftswertung belegt, hätten wir Roman Hofer dabeigehabt, wären wir auf Platz 5 gelandet.

Das richtige Malheur aber ist lange nach dem Rennen passiert. Da sind wir längst beim Spaghetti-Essen gesessen, die Knapp Andrea, die mit dem Rad zum Rennen hergefahren war, hat ihre Rennmaschine, knapp einen Monat alt, Marke „Airstreeem“, gegenüber auf der anderen Straßenseite an der Klostermauer abgestellt, zusammen mit gut 15 bis 20 anderen Rennmaschinen zusammen, die dort abgestellt waren.

Und zwischen 16.45 und 17 Uhr ist diese Rennmaschine abhanden gekommen, war einfach nicht mehr da. Naja, wir denken zwar nicht mehr, daß sich die Maschine irgendwo finden wird.

Marke „Airstreeem SL“, Farbe schwarz-weiß, Rahmenhöhe 48 cm, Monococque-Karbonrahmen, extraverstärkter Tretlagerbereich, extraverstärktes Steuerrohr

Eine einen Monat alte, also neue, 3.500.- € teure Rennmaschine, gestohlen, wir haben sofort Diebstahlsanzeige erstattet, der Polizist war hoch erfreut, weil in diesem Jahr nur insgesamt zwei Rennmaschinen gestohlen wurden, in vergangenen Jahren hingegen 10 bis 12 verschwunden sind! Mit Sicherheit war sie spätestens eine Stunde später schon außer Landes. Aus Schaden wird man klug, für uns alle sollte dieser Vorfall jetzt eine Lehre sein: LASS DEINE RENNMASCHINE NIEMALS AUCH NUR EINE SEKUNDE LANG IRGENDWO UNBEAUFSICHTIGT!!!

 

Neues über die Zukunft der Masterkategorien

Sonntag, 5. September 2010: Neues über die Zukunft der Masterkategorien

Karl Korpitsch, der österreichische Master-Vertreter, hat uns am Wachauring nach dem Rennen einen kurzen Bericht über die mögliche Zukunft unserer Kategorien gegeben. Im Grunde war´s nichts Neues, er hat nur bestätigt, was wir ohnehin wußten, daß nämlich die UCI BEABSICHTIGT, die Klassen aufzulassen (das ist noch nicht beschlossen!) und sie mit den Touristikern zusammenlegen möchte. Wenn dies doch geschehen sollte, dann würde man die Schaffung eines eigenen Verbandes forcieren (so stellt sich der kleine Maxi, pardon, der kleine Karli, das halt vor!) bzw. sollte der ÖRV bewogen werden, die jetzige Einteilung beizubehalten. Wie das gehen kann, wenn der ÖRV ja Teil der UCI ist, bleibt dahingestellt. Und sollte dieser Verband wirklich gegründet werden können, dann sicher noch nicht im nächsten Jahr. So schnell schießen ja nicht mal die Preussen!

Mastervertreter Karl Korpitsch (ARBÖ KOLLAR Cycling Team Stattersdorf)

Wir prophezeien aber in einem solchen Fall eine ganz andere Entwicklung: wenn die UCI von der Vermarktbarkeit der Masterklassen ausgeht und diese als zu gering ansieht, dann ist die Entscheidung natürlich richtig, sie mit den Touristikern zusammenzulegen. Was wird passieren? Die Marathons werden regen Zulauf erhalten, es wird noch größere Starterfelder geben, daher noch größere Sturzgefahr, noch mehr Stürze, noch mehr Schäden an Leib und Material, die Unlizenziertenrennen werden wie Schwammerln aus dem Boden schießen. Und beide, sowohl die Unlizenziertenrennen als auch die Marathons, sind ja vom Verband nicht gemaßregelt, können also nach eigenem Gutdünken Startgelder verlangen, dazu kommt dann als ganz wichtiger Betrag auch die Versicherung, denn ohne Lizenz ist man nicht mehr versichert, da aber sehr viel mehr Stürze mit viel größeren Schadenssummen passieren werden, ist dieser Faktor nicht zu unterschätzen.

Wir sehen eine ganz andere große Gefahr: kein Mastervertreter wird sich die Kritik der UCI zu Herzen nehmen, jetzt wird allerorten geschimpft über den Entschluß, die Klassen aufzulassen, anstatt sich der Kritik zu stellen und entsprechend zu reagieren. Und sollte es gelingen, die UCI zu bewegen, die Klassen am jetzigen Stand zu belassen, wird damit aber auch alles beim alten bleiben. Und genau da sehen wir den ganz großen Fehler: es müßten einige Marketingexperten damit beauftragt werden, den Mastersport besser zu vermarkten! Dann kann man gegenüber der UCI auch ganz anders auftreten, nämlich nicht mehr nur als Bittsteller. Woran scheitert es, daß Masterrennen nicht in den Medien präsentiert werden? Woran liegt es, daß die nur als lästiges Beiwerk oder Anhängsel empfunden werden? Wieso gibt es so wenig Masterrennen? Wieso gibt es bei den wenigen Rennen noch weniger Starter? Die Starterzahlen sind ja wohl das allergrößte Argument für die UCI. Wer würde denn schon eine Kategorie jahrelang mitschleppen, bei der es nicht mal bei Meisterschaften Starter gibt, wo die Medaillen mangels Starter gar nicht vergeben werden? Wozu gibt es eine Terminkonferenz, wenn man dann sieht, daß Woche für Woche Veranstalter sich bei ähnlichen Rennen gegenseitig die Starter wegnehmen? Wieso bestimmen im nationalen und in den Landesverbänden sowie in den Vereinen Leute, die völlig ahnungslos sind? Warum gibt es für fähige Männer keinen Anreiz, sich in diese Szene zu wagen? Erst wenn man auf diese Fragen Antworten gefunden hat, kann man darangehen, Veränderungen vorzunehmen. Aber es wird halt wieder einmal das Pferd von der falschen Seite her aufgezäumt.

Der Vorschlag unseres Mastervertreters Karl Korpitsch, künftig (also ab 2011) FREIWILLIG bei jedem Masterrennen ein Nenngeld von 10.- € zu entrichten, mutet wie ein Aprilscherz an. Das wichtigste Argument dagegen: dagegen ist nicht mal dem Veranstalter wirklich geholfen (Preisgelder sind NIEMALS über Nenngelder zu finanzieren!), aber mit Sicherheit schon gar nicht der UCI. Denn die versteht unter Vermarktung etwas ganz anderes als einen Gewinn von 4.- € pro Starter und Rennen, schließlich gibt´s ja kaum Rennen und noch weniger Starter, womit wir wieder beim oben erwähnten Punkt wären. Und bei dieser Regelung werden es noch einige Rennen weniger werden und mit Sicherheit viele Starter weniger. Es würden sogar einige Rennen mangels Starter ABGESAGT werden müssen! Das wäre der realistischste Effekt dieser Regelung, von denen mal ganz abgesehen, die sich strikte weigern würden, freiwillig mehr zu bezahlen. Und wenn der Verband das offizielle Nenngeld mit 6.- € festsetzt, hat der Veranstalter auch keine Rechtsgrundlage, bei Nichtbezahlung diesen Fahrer nicht zum Rennen zuzulassen. Eine Klagsflut und einstweilige Verfügungen würden solche Veranstalter überschwemmen! Von der internationalen Vernetzung wollen wir jetzt mal gar nicht sprechen.

Alle Vorschläge erscheinen uns ziemlich unausgegoren, aber wir werden weiter berichten, sobald sich Neues ergibt.

 

Neuigkeiten von Josef Schalk

Sonntag, 5. September 2010: Neuigkeiten von Josef Schalk

Es ist schon irgendwie eigenartig, aber niemand scheint vom schweren Sturz und den Genesungsfortschritten vom Josef „Pepi“ Schalk Notiz zu nehmen. Nicht genug damit, daß damals im LKH Deutschlandsberg so gut wie niemand ihn am Unfalltag besucht hat (den Wolfi Treitler sollten wir fairerweise noch erwähnen), so findet sich auf der Internet-Präsentation seines Vereins ASKÖ RIH Sparkasse Tulln keine Notiz davon, auf der ÖRV-Seite genausowenig. Als ob irgendein Unbekannter aus dem Stand umgefallen wäre, oder noch besser: sich hingesetzt hätte. Aber viele Anfragen kriegen wir, wie´s denn um ihn steht. Daher hier an dieser Stelle ein kurzer Bericht über den Fortschritt seiner Genesung.

Er ist jetzt doch an beiden Unterarmen operiert worden, im Moment steht noch eine mögliche Schulteroperation im Raum, er war auch beim Ausscheidungsrennen am Wachauring anwesend, war endlich wieder einmal bei einem Rennen dabei, konnte auch den Pokal für den Gesamtsieg im Ginner-Cup bei der abschließenden Siegerehrung entgegennehmen. Sicher ein kleiner Trost.

Hier seht ihr den Pepi im Kreise der Klassensieger in der Ginner-Cup-Jahreswertung. Rechts neben ihm Herbert Hain, der Organisator der Cupwertung. Von links: Herbert Ebermann, Wolfgang Lackner, Günther Iby, Josef Schalk, Herbert Hain, Siegfried Rothauer, Rudolf Horak

Jetzt aber zu den brennendsten Fragen: wie ist der Unfall wirklich passiert? Die junge Autolenkerin hat ausgesagt, daß sie von der Polizei angehalten worden war, eine Gruppe von ca. 20 Rennfahrern passieren ließ (das war die Gruppe aus dem Rennen vorm Josef), danach sei sie nach einiger Zeit langsam weitergefahren, und dann sei alles „furchtbar schnell gegangen“. Ja, so ist das nun mal in einem solchen  Fall, es geht immer „furchtbar schnell“, genau darum läßt es sich ja meistens nicht mehr verhindern…

Aussage der Rennkommissarin (die hinterm Josef gefahren ist): „Der Rennfahrer vor mir ist ca. 60 km/h gefahren. Er ist vor der Linkskurve auf der Gegenfahrbahn gewesen. Ich habe gleich gesehen, daß der Unfall nicht mehr zu vermeiden war…“

Und nun zum  Schaden:

den Lenker hat es abgerissen, wie man am Foto sehen kann

 

… und auch die Corima-Felge ist total kaputt, die Gabel sowieso.

Interessantes Ergebnis beim Ausscheidungsrennen am Wachau-Ring

Sonntag, 5. September 2010: Interessantes Ergebnis beim Ausscheidungsrennen am Wachau-Ring

Ein ganz interessantes Ergebnis gab es am Sonntag beim Ausscheidungsrennen am Wachau-Ring, dem Abschlußbewerb zum diesjährigen Ginner-Cup. Der Grazer Robert Bartonek, der für die UGB-Renngemeinschaft am Rennen der zusammengelegten Masterklassen 2 und 3 teilnahm, belegte offiziell den 3. Rang, obwohl er – nachweislich – als Zweiter über den Zielstrich fuhr!

Hier kann mans gar nicht deutlicher sehen, wer da wirklich vorne war! Mögliche Erklärungen, die uns dazu eingefallen sind:

*) eine peinliche, aber durchaus mögliche Verwechslung der beiden. So nach dem Motto: ich war er und er war ich („ich und du, Müllers Kuh…“)

*) eine vorübergehende Blendung aller Zielrichter (eher unwahrscheinlich)

*) der Heilige Geist ist auf der Seite der Tullner und hat den Zielfilm manipuliert (die Wahrscheinlichkeit ist zwar größer, aber immer noch im Promille-Bereich!)

*) Zielrichter vom Teufel besessen (die Wahrscheinlichkeit steigt jetzt sprunghaft an)

*) bewußte Manipulation: Robert durfte diesen Sprint nicht gewinnen! (höchste Wahrscheinlichkeit, daher gehen wir von dieser Möglichkeit aus!)

Welche Auswirkungen hatte dieses manipulierte Ergebnis also? Gottseidank keine gravierenden, der Unterschied zwischen 2. und 3. Platz in diesem Ausscheidungsrennen ist so gering, daß sich wahrscheinlich nicht mal das Nachdenken darüber lohnt. Auswirkungen auf die Ginner-Cup-Gesamtwertung hatte das Ergebnis keine entscheidende mehr. Und das ist jetzt wohl der Moment, um die endgültige Cupreihung hier anzuführen:

Kategorie Master 2: 1. Jens Mateyka (RC Schnecke Wiener Allianz) 226 Punkte, – 2. Günther Iby (RC ARBÖ Ginner Amstetten) 183, – 3. Manfred Gruber (RC ARBÖ Erd Hauer-St. Pölten) 157, – 4. Christian Sattler (RC ASVÖ Die Erste Sparkasse RIH Tulln) 146, – 5. Karl Ganser (RC Grafenbach NÖ-Süd) 142, – 6. Robert Bartonek (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) 129, – 7. Ullrich Gössler (RC ARBÖ Drahteisel Volksbank Köflach) 118, – 8. Hannes Krivetz (RC Raiffeisen Kosmopiloten Zwettl/Waldviertel) 107, – 9. Josef Handler (TSV Zweirad-Kappler Hartberg) 102, – 10. Peter Goluszka (RC ARBÖ Tretwerk Wienstrom Lamster) 87

Kategorie Master 6: 1. Siegfried Rothauer (RC UNION Sparkasse Wilhelmsburg) 186, – 2. Hans Unterguggenberger (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) 152, – 3. Anton Gierer (RC ARBÖ Sparkasse Ybbs) 141, – 4. Herbert Lackner (RC UNION Langenlois) 112, – 5. Jost Gernot Engels (RC ARBÖ Trumau) 88, – 6. Herbert Hrdlicka (WHC Intersport-Eybl Vösendorf) 26

 

Tiroler Bergmeisterschaften in Inzing

Samstag, 4. September 2010: Tiroler Bergmeisterschaften in Inzing

Heute fanden auf der klassischen Bergstrecke von Inzing nach Stiglreith die Tiroler Bergmeisterschaften der Master- und Nachwuchsklassen statt. So weit, so gut.

Doch sehen wir uns mal das Rennen im Vorfeld an: bis wenige Tage vor dem Rennen wußte der Veranstalter noch nicht einmal, daß er die Tiroler Meisterschaften der Masterklassen durchführen müsse, denn Masterrennen WAREN GAR KEINE AUSGESCHRIEBEN!!!

Wie der eifrige Leser wahrscheinlich schon weiß, haben wir überall im Unterholz unsere Spione und getarnten Agenten sitzen, und so wissen wir auch, daß erst der Anruf eines besorgten potentiellen Starters die Maschinerie in Gang brachte. Herr Baumann hat dann für Klarheit gesorgt: Ja, in Inzing werden auch die Master um ihre Landesmeistertitel fahren! Seltsam nur, daß anscheinend niemand auf die Idee gekommen ist, das auch dem Veranstalter mitzuteilen!

Es wurden also alle Masterklassen von 1 bis 6 extra ausgeschrieben, um der Vorgabe Genüge zu tun. Allein, es kam niemand! Am Start fanden sich dann 2 Masterfahrer ein (in Worten: ZWEI!), beide aus der Klasse 2, die dann um den Landesmeistertitel fuhren. Was für ein Bild! Und das in Tirol, dem Bundesland der Bergrennen und Bergfahrer! Auf derErgebnisliste wurden dann die Klassen 1 bis 3 zusammengelegt, die Klassen 4 bis 6 ersatzlos gestrichen.

Auf diese Art und Weise wird dem Radsport in Tirol sicherlich kein guter Dienst erwiesen. Wo waren all die Fahrer hin entschwunden? Ganze 60 waren am Start versammelt, auch die Klassen Elite und Amateure waren durch winzige, nicht mal familiäre Starterfelder geprägt. Jetzt gibt es in Tirol – besonders für die Masterklassen – nicht mal Straßenmeisterschaften, und das seit Jahren, und seit zwei Jahren fristet auch die Bergmeisterschaft (zur Erinnerung: im Vorjahr gab´s am Erlerberg dasselbe Fiasko!) eine nahezu lächerliche Existenz am Rande der Seriosität. Was soll man von einer Landesmeisterschaft halten, bei der es mehr Medaillen als Starter gibt???

 

Zeitfahr- und Straßen-Weltmeisterschaft in St.Johann/Tirol

25.-28. August 2010, Zeitfahr- und Straßen-Weltmeisterschaft in St.Johann/Tirol

25. 8. 2010: Zeitfahr-Weltmeisterschaft in Erpfendorf, 20 km

Auf der klassischen Zeitfahrstrecke von Erpfendorf zur Wende auf den Loferberg und zurück über 20,2 km wurden am Mittwoch wie üblich die Zeitfahrweltmeister der einzelnen Klassen ermittelt. Wieder einmal auffallend: die schwache Beteiligung der Österreicher. Sehen wir uns doch mal die Ergebnisse der einzelnen Klassen an:

 

Klasse Anzahl der Starter Ergebnisse

Master 1 (30-39 Jahre)

60 1. Andreas Ortner (BRD) 24:33, – 2. Andreas Schweizer (CH) 25:22, – 3. Chris McNeil (CDN) 25:25, die Österreicher: 7. Thomas Mairhofer (SK VÖEST Linz) 25:44, – 18. Paw Madsen (Feld am See) 26:14, – 21. Klaus Steiner 26:22, – 27. Michael Jagotic 26:41, – 29. Markus Gubert 26:46, – 40. Erich Aichinger 27:50, – 49. Alexander Heinzel 28:53, – 51. Christian Bernhard 28:56

 

Master 2

(40-44 Jahre)

70 1. Richard Feldman (USA) 24:43, – 2. Chris Lyman (USA) 24:56, – 3. Michael Themann (CH) 25:03, die Österreicher: 23. Johannes Harlander (Maroitalia Racing Team) 26:35, – 26. Gerd Tillian 26:44, – 29. Karl Tutschek 26:54, – 36. Herbert Hortschitz 27:05, – 43. Harald Kaltenbacher 27:45, – 47. Manfred Rappolt 28:00, – 49. Christian Zanetti 28:21, – 52. Heinz Horn 28:25, – 56. Karl Böhm 28:44

Master 3 (45-49 Jahre)

78 1. Steven Sloof (NL) 24:35, – 2. Jesper Nielsen (DMK) 24:51, – 3. Kevin Tye (GB) 24:57, – die Österreicher: 4. Friedrich Pöltl (ARBÖ Kindberg) 25:16, – 17. Gerhard Hawlik 26:02, – 25. Gerold Sprachmann 26:46, – 49. Martin Böhm 28:12, – 55. Bruno Martinz 28:24, – 56. Franz Huber 28:25, – 64. Karl Kreuzsaler 29:36

Master 4
(50-54 Jahre)

70 1. Eugene Palumbo (USA) 25:22, – 2. Dimitry Buben (BLR) 25:23, – 3. Werner Hügel (BRD) 25:24, – die Österreicher: 12. Jens Mateyka (RC Schnecke) 26:12, – 18. Günther Iby 26:45, – 31. Klaus Moosbrugger (27:53), – 44. Gerhard Mosler 28:46, – 47. Sebastian Pfisterer 28:49, – 50. Rupert Polak  28:57, – 54. Robert Bartonek  29:26, – 56. Gerald Leutgeb 29:45, – 57. Josef Ottino 29:46, – 62. Wolfgang Czerny  30:02

Master 5
(55-59 Jahre)

51 1. Wladimir Gottfried (BRD) 26:04, – 2. Ludvig Killinger (CZE) 26:16, – 3. Mieira Vic (USA) 26:18, – die Österreicher: 12. Erich del Pozo (Zweirad Chaoten) 27:19, – 29. Franz Winter 28:35, – 49. Michael Köbe 34:54

Master 6 (60-64 Jahre)

54 1. Ken Fuller (USA) 26:13, – 2. Gerhard Hrinkow (ÖAMTC Hrinkow Bikes Steyr) 26:18, – 3. Alfred Grabichler (BRD) 26:31, – die Österreicher: 11. Werner Kaiserlehner (ARBÖ Ginner Amstetten) 27:20, – 17. Vinzenz Hörtnagl 28:02, – 34. Robert Alton 30:16, – 47. Kurt Pitterka 31:55

Master 7 (65-69 Jahre)

43 1. Rein Oppewal (NL) 27:32, – 2. Reinhard Scheer (BRD) 27:33, – 3. Peter Trumheller (BRD) 27:37, – die Österreicher: 11. Rudolf Horak (Benefit Wien) 28:30, – 13. Klaus Wochinger 28:52
Master 8 (70-74 Jahre) 52 1. Marcel Eve (F) 28:42, – 2. Günther Hoffmann (BRD) 28:42, – 3. Jacques Gestraud (F) 28:53, – die Österreicher: 5. Anton Gierer (RC Sparkasse Ybbs) 29:19 – 6. Hans Unterguggenberger 30:13, – 22. Herbert Hrdlicka 31:55, – 32. Herbert Lackner 32:25, – 45. Horst Kolbe 36:17, – 46. Walter Kovarik 36:24
Master 9 (ab 75 Jahren) 27 1. Hermann van Bruggen (NL) 30:15, – 2. Bruno Podesta (BRD) 30:52, – 3. Egidius Brangenburg (BRD) 31:15, – die Österreicher: 8. Gernot Jost-Engels 32:26

Gerhard Hrinkow (links)

Tagesbestzeit fuhr also der jüngste Weltmeister, der Bayer Andy Ortner in 24:33 (Schnitt 49 km/h).Sowohl in der Klasse 4 als auch in der Klasse 7 gab es ein jeweils knappes Ergebnis, der Weltmeister wurde nur mit 1 Sekunde (in Worten: EINER SEKUNDE) Vorsprung gekürt! Aus österreichischer Sicht überraschen zwei Ergebnisse: einerseits die Silbermedaille von Gerhard Hrinkow in der Klasse 6 als auch der enttäuschende 5. Rang von Toni Gierer (Klasse 8), der immerhin schon einige WM-Medaillen in den vergangenen Jahren sammeln konnte. Auch Jens Mateyka (Klasse 4), im Vorjahr noch Medaillengewinner, stürzte heuer auf Platz 12 ab. Am knappsten an Medaillen sind vorbeigefahren: Fritz Pöltl (Klasse 3) um 19 Sekunden, Thomas Mairhofer (Klasse 1) auch um 19 Sekunden, Toni Gierer (Klasse 8) um 26 Sekunden, Jens Mateyka (Klasse 4) um 48 Sekunden, Werner Kaiserlehner (Klasse 6) um 49 Sekunden. Die schnellsten Österreicher: Fritz Pöltl 25:16, Thomas Mairhofer 25:44, Gerhard Hawlik 26:02, Jens Mateyka 26:12, Paw Madsen 26:14, Gerhard Hrinkow 26:18. Was das Gesamtergebnis angeht: eine
Silbermedaille, insgesamt 6 Top-10-Plätze bei 51 Startern, das ist nicht berauschend. Wie überhaupt die Beteiligung insgesamt aus österreichischer Sicht erschreckend gering war.

Und was ist mit Fritz Pöltl los? Gerüchte besagen, daß er im Rahmen der Zeitfahr-WM positiv getestet worden sei.Er selbst ist untergetaucht, keiner hat ihn seither mehr gesehen. Was ist also dran an diesem Gerücht? Wir werden diese Geschichte weiterhin verfolgen und darüber berichten.

Gehen wir also zu den Zeitfahrbewerben der Frauen. Erschreckend geringe Beteiligung, sodaß man diese Bewerbe beim besten Willen nicht als WM, sondern bestenfalls als Rahmenbewerbe ansehen sollte.

Beate Eysinger

Frauen 1: 1. Doris Posch 26:52, – 11. Silvia Czaika 31:53, 14 Starterinnen

Frauen 2: 6. Petra Willinger 29:35, – 17.Eva Hipfinger 31:48, 20 Starterinnen

Frauen 3: 1. Beate Eysinger 28:51, – 6. Michaela Brunngraber 31:57, – 7. Claudia Rass 34:01, 8 Starterinnen

Frauen 4: 2. Claudia Pfisterer 29:01, 14 Starterinnen

Frauen 5: 10 Starterinnen, keine Österreicherin am Start!

Frauen 6: 8. Irma Reinisch 33:12, – 12. Auguste Huber 36:47, 14 Starterinnen

Eine Bilanz: Über die enttäuschende Starteranzahl brauchen wir gar nicht reden, immerhin sind insgesamt 10 Österreicherinnen in 6 Altersklassen angetreten, haben dabei zwei Gold- (Doris Posch und Beate Eysinger) und eine Silbermedaille (Claudia Pfisterer) geholt. Tagesbestzeit fuhr Doris Posch in 26:52, insgesamt 7 Top-10-Plätze waren die Ausbeute für Österreich.

Die nunmehr vierfache Zeitfahr-Weltmeisterin Doris Posch, die in 26:52 auch neuen Streckenrekord für Frauen fuhr.

 

 

26. – 28. August 2010: UCI-Straßen-Weltmeisterschaften

Kommen wir also zu den Straßenbewerben: 

Kategorie Anzahl der Starter Ergebnisse
Klasse 1 (1976-1980) 62 1. Daniel Brickell (AUS), – 2. Michele Mascheroni (I), – 3.Vaclav Jelinek (TCH), – die Österreicher: 17. Franz Petz, – 26. Klaus Steiner, – 37. Gernot Strauß
Klasse 2 (1971-1975 89 1. Andrea Mascheroni (I), – 2. Dino Pittiglio (I), – 3. Stefano Farnetani (I), – die Österreicher: 6.  Markus Willinger, – 15. Thomas Schörghofer, – 29. Florian Eberharter, – 33. Christian Ausweger

Klasse 3 (1966-1970)

132 1.Jens Volkmann (BRD), – 2. Angelo Menghini (I), – 3. Fabio Laghi (I), – die Österreicher: 35. Johannes Harlander, – 43. Günther Baringer, – 75. Richard Nudl, – 92. Roland Rupprechter
Klasse 4 (1961-1965) 135 1.Vinicio Rosario (I), – 2. Luciano Pasquin (I), – 3. Primo Sprecace (I), – die Österreicher: kein Österreicher klassiert!!!
Klasse 5 (1958-1960) 98 1. Freddy Keller (NL), – 2. Rob van Leeuwen (NL), – 3. Dimitri Buben (BLR), – die Österreicher: 63. Klaus Moosbrugger, – 70. Robert Bartonek, – 71. Rupert Polak
Klasse 6 (1955-1957) 87 1. Hans Jörgen Hellerup (DMK), – 2. Theo Joosten (NL), – 3. Robert Anderson (CDN), – die Österreicher: 28. Rudolf Groß, – 49. Robert Fleck, – 50. Rudolf Atzenhofer
Klasse 7 (1952-1954) 56 1. Ad Prinsen (NL), – 2. Nikolai Baklanau (BLR), – 3. Juan Argudo Baguenas (E), – die Österreicher: 12. Alfred Hain, – 30. Peter Fladerer,
Klasse 8 (1949-1951) 61 1. Bernie Sanders (USA), – 2. Josef Reis (BRD), – 3. Heinrich Hövel (BRD), – die Österreicher: 16. Ernst Schuller, – 26. Gerhart Schäbinger, – 30. Werner Kaiserlehner, – 50. Kees Wijnen
Klasse 9 (1946-1948) 64 1. Georges Vonckx (B), – 2. Bruno Maccioccu (I), – 3. Gerhard Hrinkow (AUT), – die Österreicher: 18. Laurenz Gerersdorfer, – 38. Karl Korpitsch
Klasse 10 (1941-1945) 114 1. Reinhard Scheer (BRD), – 2. Theo van Mook (NL), – 3. Werner Dullaert (B), – die Österreicher: 75. Ekkehart Kinz
Klasse 70-74 (1936-1940) 68 1. Nicolo Mu (I), – 2. Jacques Gestraud (F), – 3. Marcel Eve (F), – die Österreicher: 19. Siegfried Rothauer, – 22. Hans Unterguggenberger, – 34. Herbert Lackner
Klasse 75 (-1935) 45 1. Severino Angella (I), – 2. Graziano Ciulli (I), – 3. Marcel Lectez (F), – die Österreicher: 17. Gernot Jost Engels, – 24. Erwin Wolfinger, – 41. Erich Matzner

Doppelweltmeisterin Beate Eysinger (Mitte)

Zum Resümee der Straßenbewerbe: aus österreichischer Sicht noch enttäuschender als das Zeitfahren! In insgresamt 12 Altersklassen war es abermals Gerhard Hrinkow (Klasse 9), der sich als einziger Österreicher mit der Bronzemedaille aufs Stockerl fahren konnte. Mit Silber im Zeitfahren und Bronze auf der Straße ist er damit mit Abstand der erfolgreichste Österreicher dieser Weltmeisterschaften! Armutszeugnis: in der Klasse 4 war kein Österreicher im Ziel! Neben Hrinkow gab es mit Markus Willinger (Sechster in der Klasse 1) nur ein einziges weiteres Top-10-Ergebnis! 33 klassierte Österreicher in 12 Klassen ist auch kein Ruhmesblatt! Sowohl Hans Unterguggenberger als auch Robert Bartonek waren in ihren Altersklassen jeweils zweitstärkste Österreicher.

Fazit: das internationale Niveau steigt schneller als das nationale (ist ja auch irgendwie logisch!), die österreichische Beteiligung an diesen Weltmeisterschaften scheint auch von Jahr zu Jahr schwächer zu werden.

Noch ein Blick zu den Frauen: ein herausragendes Ergebnis schaffte Brigitte Krebs in der Klasse 2 als Vierte, zeitgleich mit der Siegerin. Beate Eysinger gewann die Klasse 3 mit 4 Sekunden Vorsprung, Michaela Brunngraber wurde hier auch Vierte. Claudia Pfisterer in der Klasse 4 rundete mit einem weiteren 4. Rang das Ergebnis ab. Fazit: wie im Zeitfahren auch das eindeutig bessere Ergebnis als bei den österrechischen Männern!

Hans Unterguggenberger verletzt

27. August 2010: Hans Unterguggenberger verletzt

Hans Unterguggenberger von der UGB-Renngemeinschaft bot beim Straßenweltmeisterschaftsrennen am Freitag eine tolle Leistung. Leider wurde diese Vorstellung durch einen schweren Sturz im Finale getrübt. Statt der erhofften Medaille wurde es eine Fahrt ins Spital. Bei der Kreuzung genau bei der 1000-m-Marke kam es im Rennen der Kategorie 70-75 zu einem schweren Sturz, ausgelöst durch unvernünftige Fahrweise und einen Fahrfehler einer der Teilnehmer. Im strömenden Regen war das Risiko naturgemäß deutlich höher als bei trockener Fahrbahn.

Alljährlich kommt es an genau dieser Stelle, ausgelöst durch die Verkehrsinsel genau im Kurvenradius, zu sturzgefährlichen Situationen, und natürlich auch zu Stürzen. So verwundert es selbstverständlich nicht, daß bei diesen erschwerenden Wetterverhältnissen ein Sturz nicht ausblieb. Ein Teilnehmer fuhr dem Hans übers Vorderrad, der konnte das noch einigermaßen aussteuern, doch als ihm dann ein Franzose, nämlich die Nummer 75, Michel Aubree, mit voller Geschwindigkeit ins Hinterrad krachte, waren die Chancen dahin, einen Spitzenplatz zu belegen. Der Hans konnte diesmal nicht mehr aussteuern, kam schwer zu Sturz, sprang zwar sofort wieder aufs Rad und fuhr auch über den Zielstrich, doch die Schmerzen waren unmittelbar danach so groß, daß er ins Spital nach St.Johann mußte. Dort wurde durch das Röntgen ein Rippenbruch festgestellt.

Als nach einigen Tagen sich die Schmerzen nicht besserten, brachte ein neuerliches Röntgen die wahren Ausmaße dieses fatalen Sturzes ans Tageslicht: zwei Rippen gebrochen, dazu ein Bänderriß im Knöchel! Aufgrund dieser Verletzungen konnte der Hans auch das Ausscheidungsrennen am Wachau-Ring in der darauffolgenden Woche nicht bestreiten, das Abschlußrennen des Ginner-Cups. Dennoch belegte er in dieser Jahreswertung den hervorragenden zweiten Platz.

Auflösung der Masterkategorien durch die UCI

Auflösung der Masterkategorien durch die UCI

Doch jetzt zu einem ganz anderen Thema, das seit St.Johann/Tirol Ende August ganz Radsport-Österreich bewegt. Ein Informationsblatt mit folgendem Inhalt wurde in St.Johann aufgelegt:

Liebe Radsportler und Radsportlerinnen! Vor nunmehr 17 Jahren, im Anschluß an den 25. Radweltpokal, wurde ich von der UCI gebeten, meiner Veranstaltung eine „UCI-Master-Rad-Straßen-WM“ anzuschließen. Mit der Option, die WM zehn Jahre lang zu organisieren, nahm ich das Angebot an. Im Jahr 2000 kam auf unsere Initiative hin noch die „UCI-Master-Rad-Zeitfahr-WM“ hinzu.

Inzwischen sind daraus 17 Jahre geworden und es kommen nahezu 3000 Master-Radsportler und -sportlerinnen aus 67 Nationen nach St.Johann/Tirol. Trotz dieses großen Erfolges teilte mit die UCI kurz vor Beginn der WM 2010 mit, daß es in Zukunft eine von der UCI sanktionierte Master-WM in dieser Form nicht mehr geben wird.

Bereits vor einigen Jahren wurde die UCI-Master-Kommission aufgelöst und innerhalb der UCI kam es nach und nach zu Umstrukturierungen zugunsten von Breitensportveranstaltungen wie z.B. Gran Fondos. In Zukunft soll der Master-Radsport der Sektion Breitensport („Cycling for all“) angeschlossen werden.

Diese Entscheidung bedaure ich sehr, war die „UCI-Straßen-WM“ doch eine würdige Anerkennung der außerordentlichen Leistungen, die die Masterfahrer bis in ihr hohes Lebensalter erbringen! Der Rückzug der UCI hat keinerlei Auswirkungen auf die St. Johanner Radsportwoche und die Ausrichtung der Master-Straßen-WM 2011 in St.Johann (20. – 27. August 2011). Die UCI-WM im Einzelzeitfahren wird beibehalten.

Mein Team und ich arbeiten bereits am Konzept für 2011, wir werden noch einiges verbessern und freuen uns schon auf Eure Teilnahme! Ich wünsche euch erfolgreiche, unfallfreie Rennen unhd weiterhin viel Freude an unserem wunderschönen, geliebten Radsport! Genießt den ganz besonderen Geist von St.Johann. Gezeichnet Harald Baumann & sein Team

Von der UCI gibt es keine klare Aussage dazu. Nur soviel: dort erwägt man, den ganzen Master-Bereich dem Breitensport anzuschließen, weil der Masterbereich finanziell nicht zu vermarkten sei. Was das bedeutet, darüber kann man nur rätseln: soll das heißen, daß die Altersklassen keine Lizenz mehr benötigen? Daß man nur Marathons bestreiten kann und dort gegen Profis fährt? Sind Unlizenziertenrennen gestattet oder nicht? Und was heißt, daß es die St. Johanner Rennen weiterhin geben wird, wenn es die Masterklasse gar nicht mehr gibt? Die Straßen-WM nicht mehr von der UCI sanktioniert, die Zeitfahr-WM aber schon? Wenn es doch die ganze Kategorie dann nicht mehr gibt? Fragen über Fragen. Unsicherheit und Ungewißheit überall.

In St. Johann gab es also eine Sitzung aller Master-Vertreter der großen nationalen Landesverbände. Einzig Italien, Frankreich und die Niederlande blieben diesem Termin fern. Bei dieser Tagung kam man überein, geschlossen auf die UCI einzuwirken, die Masterklassen nicht fallenzulassen. Es gab aber auch bereits Überlegungen für den Fall, daß sich die UCI nicht mehr umstimmen ließe. Dann wolle man einen eigenen internationalen Verband gründen, einen „Gegenverband“ zur UCI quasi, geschaffen nur für nationale Masterverbände.

Genau dann aber beginnen die ganzen Schwierigkeiten und Probleme, ein solcher internationaler Verband läßt sich nämnlich nicht sozusagen aus dem Ärmel schütteln. Wer übernimmt welche Funktionen, wer bewältigt das verwaltungstechnische und logistische, wer das sportliche, wer den Marketing-Bereich, und die wohl wichtigste Frage: wer zum Teufel finanziert das alles???

Erwartunsgemäß kam man in all diesen Fragen nicht zu einem einheitlichen Beschluß. Typisch auch, daß der ÖRV zu all diesen Fragen schweigt und seine Mitglieder im ungewissen läßt. Wir werden jedenfalls in dieser Frage am Ball bleiben und weiterhin berichten, sobald sich neue Fakten ergeben.

 

Schwerer Sturz von Josef Schalk in Bad Gams

Freitag, 20. August 2010: Schwerer Sturz von Josef Schalk in Bad Gams

Ein Bild aus besseren Tagen. Quizfrage: wer ist der Pepi??? Man achte auf das Begleitauto dahinter und kann sich dann ungefähr das Jahr vorstellen, in dem dieses Foto geschossen wurde! Pepi, damals waren dunkle Socken noch GEGEN die Wettkampfregeln…

Auf dem Programm steht das Straßenrennen in Bad Gams. In der Kategorie 6 duellieren sich Josef Schalk und Gerhard Hrinkow. Auf diese Auseinandersetzung möchten wir hier gar nicht näher eingehen, Hrinkow jedenfalls ist derjenige, der dieses Rennen solo mit großem Vorsprung gewinnen wird. Ein paar Kilometer davor jedoch, bei der Abfahrt von Bad Gams in Richtung Vochera kam es zu einem folgenschweren Sturz. Josef Schalk, solo in Führung liegend, knallte frontal gegen ein entgegenkommendes Auto.

Die ersten Informationen im Zielbereich: er sei mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen ein in dieser unübersichtlichen Kurve stehendes Auto geknallt, sei schwer verletzt, seine Rennmaschine völlig zerstört. Und wie immer, wenn so ein Gerücht die Runde macht, setzt jeder noch seinen Teil dazu und so entsteht von Minute zu Minute, wie bei einem Lauffeuer, eine gigantische Geschichte.

Wir haben den Pepi danach im LKH Deutschlandsberg besucht und können daher hier die tatsächliche Version der Geschichte nachliefern: er führt mit ca. 20 Sekunden Vorsprung, als er in der Abfahrt die bewußte unübersichtliche Linkskurve passiert. Natürlich viel zu weit links, und er knallt dort gegen ein entgegenkommendes Auto (nicht gegen ein stehendes!), danach setzt seine Erinnerung aus. Soweit seine eigene Version ein paar Stunden nach dem Unfall.

Die Folgen sind jedenfalls gravierend: beide Unterarme gebrochen, diverse Prellungen und Hautabschürfungen, die Brüche haben auch eine Operation erfordert. Damit ist auch eines klar: eine längere Rehabilitation, die Saison abrupt beendet. An dieser Stelle hier wünschen wir dem Pepi eine möglichst rasche Genesung und viel Geduld.

So sehr er selbst wahrscheinlich mit dem Schicksal (in Form der Autofahrerin) hadert, eines sei ihm an dieser Stelle ins Stammbuch geschrieben: du hast Glück im Unglück gehabt, es hätte sehr viel schlimmer enden können. Und deine Rekonvaleszenz fällt mit der Winterpause, der rennfreien Zeit, zusammen. Was hast du schon großartig verpaßt? Die WM in St. Johann, sonst doch nichts. Und: schuld bist du eindeutig selber. Sicher, wir alle fahren Rennen, wir alle sind andauernd auf der linken Straßenseite, mißachten natürlich auch

Wahrscheinlich das letzte Foto vom Pepi vor dem Sturz, hier im Gespräch mit Sigi Rothauer (oder bandelt er gar mit dessen Frau an???)

die Sperrlinie. Aber wenn´s dann knallt, dann fällt einem all das erst auf den Kopf. In jeder Ausschreibung befindet sich der Passus: „Die Straßenverkehrsordnung ist einzuhalten, der Veranstalter hält sich schad- und klaglos, jeder Fahrer fährt auf eigene Rechnung und Gefahr.“ Und damit ist auch schon alles gesagt.

Jeder Radrennfahrer also während einem Rennen permanent mit einem Bein im Krankenhaus, mit dem anderen im

Kriminal? Harte Antwort: wie´s aussieht, ja! Dadurch, daß man dieses Risiko permanent eingeht, bei jedem einzelnen Rennen, Jahr für Jahr, nimmt man es anscheinend gar nicht mehr wahr. Dennoch, eine Grundregel ist, daß man, gerade wenn man alleine unterwegs ist, egal, ob an der Spitze des Rennens oder als Nachzügler, unübersichtliche Kurven NICHT SCHNEIDET! Damit nimmt man viel an Risiko weg. Gerade diese elementare Grundregel hast du, Pepi, an diesem Tag, in diesem Moment, nicht beachtet, und sehr teuer dafür bezahlt. Sei es aus Ehrgeiz gewesen, aus Siegeswillen, aus der vorauseilenden Freude über die mögliche Entscheidung in diesem Rennen, aus dem Drang heraus, noch die eine oder andere weitere Sekunde herauszuholen, die Straße und das eigene Tempo eben optimal auszunutzen, es war einzig und allein DEIN EIGENER FEHLER! Aber ich kann auch einen – zugegeben kleinen – Trost anbringen: erinnere dich an Marco Pantani, als der nach seiner WM-Bronzemedaille in Kolumbien beim ersten Rennen danach, Mailand – Turin, im Finale bei der Abfahrt hinunter ins Ziel nach Turin frontal in einen entgegenkommenden Jeep

gerast ist – haargenau die gleiche Situation wie bei dir, ja mehr noch, dort war nämlich die Straße komplett gesperrt, das heißt, den entgegenkommenden Jeep hätte es gar nicht geben dürfen, er hätte sich auf die freie Straße verlassen können. Aber es war halt auch eine unübersichtliche Linkskurve… Danach hat er noch Tour und Giro gewonnen…

Fazit: der Teufel schläft nie, ein Risiko bleibt immer, und das Schicksal schlägt immer dann zu, wann man nicht damit rechnet…

Dennoch: alles Gute, Pepi, und hoffentlich bist im nächsten Jahr wieder von Anfang an mit dabei…

Kritik: weder beim ÖRV hat jemand von deinem Sturz gewußt noch sich dafür interessiert, aber auch auf der Internet-Seite deines eigenen Tullner Vereins war auch eine Woche danach noch kein Sterbenswörtchen darüber zu erfahren. Wissen die überhaupt, daß du bei ihnen fährst bzw. im Moment nicht mehr fährst???

Pepi, wie ihn alle kennen, die ihn im LKH Deutschlandsberg besuchten. Arm, wie er so daliegt und nicht mal nasenbohren kann. Wir mußten ihm die salzigen Tränen wegwischen, da er selbst dazu nicht in der Lage war.

Wie aus gut informierten Kreisen (unsere Spione hocken ja schließlich überall!!) zu erfahren war, überlegen die Veranstalter in Deutschlandsberg für das nächste Jahr fürs

Straßenrennen in Bad Gams eine andere Strecke. Diese Reaktion ist natürlich übertrieben, schließlich gibt´s auf der ganzen Welt kein Straßenrennen ohne eine Linkskurve!