2008

Termine für 2009

25. Dezember 2008: Termine für 2009

Hier ein paar Termine für den April 2009: 1. 4. Straßenrennen in Schwanenstadt, 18.4. Zeitfahren in Ybbs, 19.4. Kirschblütenrennen in Wels, 25.4. Lavanttaler Rundfahrt in Wolfsberg

Weihnachtsgrüße

23. Dezember 2008: Weihnachtsgrüße

Der RC UNION Unterguggenberger Wörgl wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern ein gesegnetes Fest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und eine sportlich erfolgreiche Saison 2009.

Und der Konkurrenz sei ins Stammbuch geschrieben, daß der ganze Trainingseifer an der Tatsache nicht rütteln kann, daß der RC UNION Unterguggenberger Wörgl auch 2009 WIEDER der stärkste Master-Verein Österreichs sein wird!!

Nachwuchs-Omnium-Bahnmeisterschaften im Rahmen der Internationalen Track Challenge in Wien

18./19. Dezember 2008: Nachwuchs-Omnium-Bahnmeisterschaften im Rahmen der Internationalen Track Challenge in Wien

Im Rahmen dieses zweitägigen internationalen Bahnrennens im Wiener Ferry-Dusika-Hallenstadion fanden auch die Nachwuchs-Omnium-Meisterschaften auf der Bahn statt. Im Mittelpunkt dieses fünfteiligen Rennens stand die erst 14jährige Niederösterreicherin Stephanie Strobl, die in der nächsten Saison für den UNION Unterguggenberger Wörgl an den Start gehen wird.

Nach den drei Bewerben des ersten Tages führte Stephanie mit 6 Punkten Vorsprung, aber am Finaltag belegte sie in den beiden Rennen nur den dritten Rang und wurde damit in der Gesamtwertung von der Wienerin Nadja Heigl (RLM Wien) knapp mit nur einem Punkt Differenz noch abgefangen. Nichtsdestotrotz ein Super-Erxgebnis für unser zukünftiges Vereinsmitglied! Gratulation nach Etsdorf am Kamp!

Das Endergebnis: 1. und Österreichische Meisterin Nadja Heigl (RLM Wien) 66 Punkte, – 2. Stephanie Strobl (RC UNION Langenlois) 65, – 3. Marlene Schilling (RLM Wien) 62 Punkte

 

Zwei Neuzugänge beim UGB Wörgl

12. Dezember 2008: Zwei Neuzugänge beim UGB Wörgl

In der neuen Saison 2009 wird es beim RC UNION Unterguggenberger Wörgl zwei neue Fahrer geben: Stephanie Strobl und Manfred Koch sind die beiden Neuzugänge, beide kommen vom RC Union Langenlois. Die 14jährige Stephanie Strobl hat sich in der abgelaufenen Saison 2008 als sehr vielversprechendes Talent erwiesen, sowohl auf der Straße als auch auf der Bahn. Drei Siege beim Rundstreckenrennen in Ried/Innkreis, beim Kriterium in Viehofen sowie beim Saisonabschluß in Graz-Seiersberg sowie viele Podiumsplätze lassen für die Zukunft große Hoffnungen aufkommen. Bei den Österreichischen Bahnmeisterschaften eroberte Stephanie im Sprintberwerb mit dem dritten Rang die Bronzemedaille.

Ihr Vater Manfred Koch eroberte bei den Österreichischen Zeitfahrmeisterschaften in Trieben die Bronzemedaille in der NÖ-Landesmeisterschaft, in der Paarzeit-Meisterschaft belegte er den 5. Rang. Leider hat im Herbst eine Schulterverletzung seine Saison abrupt beendet.

Und schon wieder ein Anschlag auf den UGB-Obmann!!!

11. Dezember 2008: Und schon wieder ein Anschlag auf den UGB-Obmann!!!

Der wievielte Anschlag war das jetzt schon in dieser Saison??? Wer hat mitgezählt? Wieder einmal wurde der UGB-Obmann Hans Unterguggenberger im Alltag von den hinterhältigen Attacken der Bösewichte überrascht, aber er ist zäh. Wieder einmal ist er glimpflich davongekommen. Aber wie lange noch? Um ein Haar hätte das diesmal böse ausgehen können. Aber lesen Sie selbst seinen Bericht:

Sehr geehrte Damen und Herren!  Nachgehend die Schilderung des mir am 11. Dezember 2008 widerfahrenen Ungemachs in Wörgl:

Am selbigen Tag um 16.35 Uhr verließ ich die Fa. Foto Lamprechter im sogenannten City Center, woselbst ich ein auf einem digitalen Aufnahmegerät vorhandenes Gespräch auf eine CD übertragen ließ. Mit meinem Fahrrad (vorne ein durch einen Dynamo gespeistes Licht nebst einem am Lenker aufgesteckten, weißen Blinklicht, sowie einem roten batteriebetriebenen Schlußlicht – allesamt in Betrieb) verließ ich das oben erwähnte Areal.

In Richtung Kommerzialrat-Martin-Pichler-Straße fuhr ich nach vorschriftsmäßigem Halten bei der Stoptafel mit ca 15 bis 20 km/h in Richtung Wörgler Hauptbahnhof; so weit kam ich aber nicht, denn als ich nach ca. 50 Metern die Ausfahrt eines rechts  befindlichen Parkplatzes, nichts Böses ahnend, passierte, fuhr plötzlich ein das dort angebrachte Vorrangzeichen 1/1c StVO § 52, cP24 negierender Lenker mit seinem PKW heraus und rammte mich samt Fahrrad seitlich hinten. Nachdem ich ohne mein Zutun das Fahrrad verlassen hatte, knallte ich auf die Straße und sah gerade noch, wie mich das Schlußlicht meines Rades überholte und ca. 20 Meter weiter vorne, immer noch brav leuchtend, zu liegen kam. Ich wollte mich erheben, ließ es aber ob der sogleich verspürten Schmerzen lieber bleiben. Ein freundlicher, mir bis dahin unbekannter Herr half mir dann aus dem Dreck, barg auf meine Bitte hin das einsam vor sich hinleuchtende Schlußlicht, legte es neben das Rad und mich auf den neben der Fahrbahn befindlichen Randstein. Derselbe Herr dürfte dann auch Rettung und Polizei verständigt haben.

Sodann erschien plötzlich der Lenker des beteiligten Fahrzeuges, offenbar ein hier eingesickerter Kleinasiate und tat sehr betroffen – nicht ohne mir vorher ein mit einem Kopftuch bewehrtes weibliches Wesen mit den Worten Das ist meine Frau vorzustellen. Ich tröstete ihn insoferne, als ich ihm sagte, das könne doch jedem außer mir passieren und außerdem hab es ja nur einen Einheimischen getroffen. Ob er es verstanden hatte, konnte ich nicht mehr feststellen, denn schon waren Rettung und Polizei zur Stelle. Ich wurde, nachdem ich zuvor noch bat, mir mein mit allerlei Nützlichem versehenes am Lenker des Fahrrades befindliches Behältnis zu bringen, in das Rettungsauto bahrlich verfrachtet. Darin angekommen suchte Herr Doktor Oberosler, der Arzt, nach einer geeigneten  Vene und leitete allerlei Flüssigkeiten in dieselbe. Auch scheint er mehrere kleine Röhrchen mit meinem Blut befüllt zu haben. Während er so vor sich hinwerkte, erschien in der geöffneten Seitentür ein Polizist, wie ich erfuhr, ein Herr Inspektor Friedl, ließ mich in ein mit einem (hoffentlich neuem und sauberem) Kunststoffröhrchen versehenes Kästchen blasen, mit dem Bemerken, in dem, wie mir schien, leises Bedauern mitschwang, Null komma Null, was immer das bedeutet haben mag. Bevor die anscheinend gewollt benebelnden Medikamente sich in mir ausbreiteten, gab ich noch Herrn Friedl auf dessen Verlangen den Schlüssel meines Radschlosses.

Dann fuhren wir los. Im KH Kufstein wurde ich durchleuchtet, betastet und mit Ultraschall traktiert. Man machte Anstalten, mich zu behalten, zumal das rechte Knie, da die Schmerzmittel langsam an Wirksamkeit einbüßten, bedenklich zu schmerzen begann.

Langsam konnte ich wieder klare Gedanken fassen und mit Entsetzen fiel mir ein, daß ich meinen mit fossilen Brennstoffen bestickten Ofen vor dem Verlassen meines Hauses (ich wollte ja nur kurz zur Familie Lamprechter und zum Bahnhof) bis oben mit Holz gefüllt hatte, damit es bei meiner Rückkehr schön warm wäre; nicht genug damit, hatte ich auf dem E-Herd einen Häfen Erdäpfel bei Schaltposition 1 zum Weichkochen stehen. Somit mußte ich abwägen, entweder die fürsorgliche Annehmlichkeit eines Krankenhausaufenthaltes zu genießen und damit die Möglichkeit eines Kaminbrandes (bereits erlebt) nebst einem wildgewordenen und schlußendlich in Brand geratenen Kochtopfes in Kauf zu nehmen, oder auf schnellstem Wege nach Hause zu gelangen. Ich entschied mich gegen die Annehmlichkeit und für ein nicht abgebranntes Haus, unterzeichnete einen Revers, ließ ein Taxi kommen und begab mich nach Hause, woselbst ich feststellen mußte, daß der Ölbrenner seine bis dahin klaglose Mitarbeit eingestellt hatte, nicht jedoch die Ölpumpe, die fleißig weiterpumpte. Einzelheiten will ich mir ersparen.

Bereits im Krankenhaus stellte ich das Fehlen eines noch leidlich gefüllten Parodontal-Fläschchens und des
Diktiergerätes fest. Beides muß mich wohl, in der Weste aufbewahrt, beim Flug vom Rad verlassen haben. Die Hose glutear und die Weste am Ärmel waren eingerissen. Hinzuzufügen ist noch, daß ich noch im Liegen auf der Straße mit meinem stets schußbereiten Fotoapparat eine Aufnahme des Unfallortes machte. Ein ärztliches Attest werde ich, sobald ich wieder mobil sein werde, so Gott will, nachreichen.

Mit freundlichem Gruß

Hans Unterguggenberger

Sieg in Gran Canaria zum Saisonabschluß!

8. Dezember 2008: Sieg in Gran Canaria zum Saisonabschluß!

Robert Bartonek hat zum Saisonabschluß die 20. Vuelta Ciclistica Gran Canaria/Maspalomas gewonnen! An diesem Rennen über 6 Etappen nahmen an die 300 Fahrer aus 12 Nationen teil. Aus diesem aktuellen Anlaß bringen wir ein Interview mit dem 50jährigen Grazer.

Robert, zweite Teilnahme an der Vuelta Gran Canaria und gleich der Gesamtsieg. Ist deine Form im Dezember noch so gut gewesen? Zum einen das, zum anderen war es der Austragungsmodus nach Punkten und der Umstand, daß die meiste Zeit neutralisiert gefahren wurde. Dadurch waren Attacken, Solofahrten und Angriffe unmöglich gemacht, und dadurch hatte ich als Einzelfahrer auch keinen Nachteil gegen die größeren Mannschaften.

Du hast heuer 9 Siege in der Masterklasse errungen, im Vorjahr waren es 4 in der Hobbyklasse – worauf ist diese Steigerung zurückzuführen? Meine Knieverletzung ist wohl endgültig ausgeheilt, dadurch war ein qualitativ besseres Training im Winter möglich, dazu kam auch, daß es ein relativ milder Winter war, ich keine Infekte, keine Verletzungen hatte und dadurch ein kontinuierliches Training absolvieren konnte.

Wie weit hat da der Vereinswechsel mitgespielt? Sicher auch ein gutes Stück. Von Zeit zu Zeit braucht man einfach eine Änderung, wenn sich alles schon abgenutzt, ausgereizt und totgelaufen hat. Dann muß die Motivation wieder angekurbelt werden, und das geht halt am einfachsten, indem man irgendwelche Rahmenbedingungen ändert.

Zufrieden mit dem neuen Verein? Ein perfektes Umfeld ist kaum möglich. Aber wir sind ein Verein mit fast nur Fahrern der Masterklasse, wir haben mit dem Sigi Rothauer den Welt-, Europameister und Österreichischen Meister, und alle 4 Fahrer haben wir heuer Siege gefeiert. Das motiviert, spornt an, auszusetzen habe ich, daß mir einfach die Helfer fehlen. Ich bin in jedem Rennen auf mich allein gestellt, und das hat manchmal Nachteile.

Was wäre also realistisch zu verbessern? Man muß einfach mit kleinen Schritten zufrieden sein. Wenn jeder Neuzugang eine tatsächliche Verstärkung ist, dann hat man schon sehr viel erreicht.

Mit 50 Jahren bist du ja auch nicht mehr der Jüngste. Gibt es Momente, in denen du gerne jünger wärst? Im Rennen nicht, denn ich fahre ja in meiner entsprechenden Altersklasse, das heißt, wenn ich jünger wäre, würde ich ja auch in einer anderen Kategorie starten. Im Trainingsalltag aber merke ich nur allzu oft, daß das Alter ein Ballast ist, ich muß mich von Jahr zu Jahr stärker motivieren, es ist nicht mehr selbstverständlich, daß ich bei kaltem oder naßem Wetter meine Trainingsrunde fahre, die Regeneration dauert länger, mehrere schwere Trainhingseinheiten hintereinander werden da auch schon zum Problem.

Wie reagierst du darauf? Indem ich mein Alter akzeptiere, nicht so tue, als ob ich 25 wäre. Man kann auch viel mit Erfahrung und Routine ausgleichen. Wenn sich dann der Erfolg einstellt, ist das ein zusätzlicher Motivationsschub. Ich glaube, ich habe mir die Hörner genug abgestoßen, meine Sturm- und Drang-Zeit ist vorüber, jetzt fahre ich halt mehr mit Hirn. Schließlich bin ich in meiner Karriere schon so viele Rennen gefahren, habe da so viel gesehen und erlebt, daß mir absolut nichts mehr fremd ist. Mich kann nichts mehr überraschen.

Das klingt so, als wäre ein Sieg ein Kinderspiel und die logische Folge des Alters. Ha, so war das natürlich nicht gemeint. Schließlich bin ich auch nur ein Mensch und keine Maschine. Ich meine damit, daß man im Alter ein körperliches Manko eher mit Routine und Erfahrung ausgleichen kann als in jüngeren Jahren. Da hat man Kraft und Energie, aber keine oder wenig Erfahrung, daher verpufft die Kraft, da man sie nicht optimal einsetzt. Dieses Verhältnis ist im Alter eindeutig zugunsten der Erfahrung verändert.

Zurück zum Verein. Worin siehst du die Vorteile deines Vereinswechsels? Wir sind eine sehr, sehr starke Mannschaft, präsentieren uns nahezu optimal. Alle sind wir Siegfahrer, das kann ich gar nicht oft genug betonen, weil es genau das ist, was uns von anderen Vereinen unterscheidet. Die Fähigkeiten sind breit gestreut, wir können uns auf jedem Terrain durchsetzen. Wenn mal einer von uns ausfällt, springt halt ein anderer ein. Dem Erfolg tut das keinen Abbruch. Wir sind Individualisten, haben in der Verganghenheit schon große Erfolge gefeiert, haben Routine und gelernt, uns alleine durchzusetzen.

Wie sehr bist du mit deiner persönlichen Saison 2008 zufrieden? Zufrieden ist ein Leistungssportler nie, denn man sieht immer genau die Punkte, die man verbessern kann und  muß. Den Erfolg oder Mißerfolg einer Saison beurteile ich eher damit, ob ich meine Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Nach diesen Ansprüchen kann ich mich über das Jahr 2008 nicht beklagen, die Erfolgsbilanz ist eindeutig die beste seit meiner Knieverletzung 2003. Aber man muß auch im Erfolg bescheiden bleiben, darf nicht das Unmögliche verlangen.

Welche Ziele hast du für 2009? Mehrere, zunächst mal eine verletzungsfreie Saison. Die Ziele liegen wie immer in der zweiten Saisonhälfte, im Herbst. Ab August ist die Form wirklich gut, im September kann ich gewinnen. Und diese Form möchte ich in Ergebnisse ummünzen. Im Frühjahr habe ich auch kein Problem, einem Klubkollegen zum Erfolg zu verhelfen.

Welches waren deiner Meinung nach deine größten Erfolge der abgelaufenen Saison? Rein von den Zahlen her ist der Sieg natürlich das Höchste. Als meine sportlich wertvollsten Erfolge stufe ich den Sieg bei der Vuelta Gran Canara ein sowie den zweiten Gesamtrang im Lavanttaler Zeitfahr-Cup und den dritten im Ginner-Cup, weil es da hauptsächlich Zeitfahren und Kriterien gegeben hat, die mir eigentlich nicht so sonderlich gut liegen. Diese Disziplinen zählen nicht unbedingt zu meinen Stärken, daher ist mir ein Erfolg in einer solchen Sparte schon sehr, sehr wichtig.

Welches Rennen hast du heuer verhaut? Naja, auch da gibt es mehrere, wohl am meisten aber wurmt mich mein Abschneiden im Wachau-Marathon in Mautern, weil ich da im Finale so unglaublich viel eingebüßt habe.

Warum verhaut man ein Rennen? Weil man nicht in Form ist. Das äußert sich nicht nur in körperlichen Belangen, sondern auch in geistigen. Man ermüdet schneller, denkt nicht so klar, riskiert weniger, ist nicht so flexibel.

Wie siehst du das Problem der vielen Rennen, die alljährlich vom Terminkalender verschwinden? Das ist wirklich ein Problem, das ist ja bei uns in Österreich schon ganz deutlich zu spüren. Im Ausland gibt´s das Phänomen auch, aber bei uns halt ganz extrem.

Worauf ist das zurückzuführen? Da gibt es mehrere Gründe. Zum einen wird das Angebot von den Fahrern ja gar nicht angenommen. Bei jeder traditionellen Veranstaltung gibt es rückläufige Teilnehmerzahlen. Wenn bei Österreichischen Meisterschaften keine zehn Starter pro Kategorie antreten, ist das ja eher peinlich. Der Grund? Sicherlich sind die Rennen nicht attraktiv genug. Bei Marathons etwa gibt es ja genug Starter. Es ist die gesamte Infrastruktur, sowohl die der Veranstalter, die an den Kosten der Veranstaltung scheitern, als auch die der Teilnehmer, die stark steigenden Benzinkosten, die allgemeine wirtschaftliche Lage, die Teuerung, aber auch die Arbeitslosigkeit, denn da hat man eher andere Sorgen als Rennen zu fahren. Die Sponsoren springen ab, wegen der gleichen Gründe, es ist immer weniger Geld da, die Infrastruktur ist im Radsport in Österreich sowieso nicht vorhanden, deshalb wirken sich diese Gründe alle sehr viel stärker aus als etwa im Ausland. Und wenn dann noch die vielen Dopingfälle dazukommen, ist das Image ohnehin negativ. Da will dann auch kaum jemand investieren.

Ist das Dopingproblem überhaupt in den Griff zu bekommen? Nein, sicher nicht. Durch Regeln nicht, denn die haben wir ja sowieso, durch Gesetze auch nicht, es macht keinen Sinn, Doping zu kriminalisieren, denn damit verhindert man gar nichts.

Also siehst du die Zukunft in dieser Hinsicht pessimistisch? Nein, realistisch. Doping hat es immer gegeben, wird es immer geben. Nur die Mitteln ändern sich.

Warum wird denn gedopt? Das liegt in der Natur des Athleten. Die Leute verstehen nicht, warum die Athleten gesundheitliche Risiken auf sich nehmen. Weil sie die Mentalität eines Athleten überhaupt nicht verstehen. Man bereitet sich auf die Rennen vor, man trainiert, man ändert die Lebensweise, man steckt so viel in dieses Leben hinein, so viel Geld, Energie, Zeit, Herzblut, so viel Leidenschaft, so viel Logik und so viel Besessenheit, und alles nur mit dem Ziel, die Leistung zu steigern. Nur darum geht es, nur darum nimmt man das alles auf sich. Alles definiert sich über die Leistungssteigerung. Da geht man jedes Risiko ein. Auch ein gesundheitliches. Und man nimmt und schluckt alles, was die Leistung steigert. Nur darum wird gedopt. Weil es die Leistung steigert.

Also eine eher pessimistischen Sichtweise. Nein, eine realistische. Man kann eine Entwicklung nicht zurückdrehen oder so tun, als ob es sie nicht gäbe. Fakten kann man nicht ignorieren.

Was kann man also tun? Vielleicht sollte man einfach akzeptieren, daß Österreich kein traditionelles Radsportland ist. Es ist unmöglich, daß ein so kleines, so unscheinbares Land, es schafft, den Radsport von Grund auf zu erneuern. Das ist Utopie. Man muß die Tests verfeinern, man kann nicht etwas verbieten, das man nicht mal nachweisen kann. Flächendeckende Tests, rigorose Strafen. Warum nicht eine lebenslange Sperre? Die zwei Jahre sitzen sie doch alle auf einer Arschbacke ab. Und danach sind sie alle stärker als je zuvor. Gedopt waren sie also schwächer als nachher, wenn sie angeblich sauber fahren. Für wie blöde schauen die alle an? Es müßten sehr viel mehr in die Pflicht genommen werden. Den Athleten zu sperren, wie lange auch immer, ist ja kontraproduktiv. Bei flächendeckenden Tests gehen einem doch irgendwann mal die Fahrer aus. Auch die Betreuer, Teamchefs, Rennställe,  vor allem die Ärzte und Pharmafirmen, gehören ebenfalls bestraft, und zwar empfindlich.

Was denkst und fühlst du, wenn du von einem Gedopten geschlagen wirst? Wenn ich mir das zu Herzen nehmen würde, dann dürfte ich kein einziges Rennen mehr fahren. Der ehemalige Marathonmeister war doch auch so einer, für den diverse verbotene Präparate schon zu den Grundnahrungsmitteln zählten. Es ist mir eine motivierende Freude, eine geradezu diebische Freude, solche aufgeblasenen Typen zu schlagen – manchmal halt. Interessant aber, daß ich, der ich nicht dope, mich dauernd damit beschäftigen muß, Rede und Antwort stehen muß, mich rechtfertigen muß, warum ich NICHT dope.

Also macht Doping Sinn? Natürlich, ich steigere ja die Leistung damit. Wenn das also der einzige Anspruch ist, dann würde ich auch dopen. Leider denken sehr viele halt nur von 12 Uhr bis mittags.

Man hört immer wieder die Argumente, daß eine große Tour ohne Doping nicht durchzustehen ist, bzw. daß die Fahrer unter solchem Druck stehen, der sie zu den Mitteln greifen läßt. Völliger Schwachsinn. Jedes Rennen ist auch sauber zu fahren. Und unter Druck stehen doch alle, auch die, die nicht dopen. Die haben sogar noch viel mehr Druck, müssen sich mit sehr viel mehr Aufwand dagegen wehren, als die, die schlucken und spritzen. Wenn alle sauber fahren würden, hätten wir dieselben Ergebnisse, nur die Fahrtzeit wäre halt langsamer. Aber wie gesagt, keiner kann eine Entwicklung zurücknehmen, und der, der den Anfang macht, ist der Beschissene.

Spätfolgen werden also ignoriert? So wie auch der Kettenraucher raucht, obwohl er weiß, daß Rauchen tödlich ist.

Kannst du dir vorstellen, deine Erfahrungen und dein Wissen an Nachwuchsfahrer weiterzugeben? Erfahrungen kann man nicht weitergeben, die muß jeder selber machen. Aber ich habe gemerkt, daß Spitzenfahrer meist nur sehr schlechte Trainer sind. Warum? Weil sie kompromißlos sind. Nur mit kompromißloser Arbeit kommt man an die Spitze. Und in der Trainerarbeit sind halt Kompromisse unumgänglich. Mit ein oder zwei Fahrer, die alle an einem Strang ziehen, könnte ich mir schon eine Arbeit vorstellen, mit einer ganzen Gruppe sicher nicht.

Wie lange willst du noch auf höchstem Niveau fahren? So lange es geht. Racer for life, wie der Amerikaner sagt. Radsport ist für mich Radrennsport, also untrennbar mit dem Wettkampf verbunden. Ein Leben ohne Radsport kann ich mir nicht vorstellen.

Ein passendes Schlußwort. Danke für das Gespräch.

Schaffung einer neuen AMATEUR-Kategorie, STREICHUNG der Kategorie Master-Elite

25. Oktober 2008: Schaffung einer neuen AMATEUR-Kategorie, STREICHUNG der Kategorie Master-Elite

Es wird ab der Saison 2009 eine neue ÖRV-Kategorie geben, nämlich die der Amateure. Gestrichen werden dafür die C-Klasse und die Kategorie Master-Elite. Damit soll einem (neuen?) Trend Rechnung getragen werden, nämlich dem, daß immer mehr Fahrer aus den verschiedensten Gründen in den Eliteklassen A, B und C nicht mehr konkurrenzfähig sind. Ein erster Schritt in dieser Richtung (?) war ja laut ÖRV die Einführung einer Marathon-Meisterschaft im Jahr 2007.

Diese neue Amateurklasse betrifft jetzt alle jene A- und B-Fahrer, die glauben, daß sie nicht mehr konkurrenzfähig sind, betrifft die schwächeren U-23-Fahrer, betrifft vor allem die ehemaligen Fahrer der Sportklasse, Master-Elite und Amateure C. Die Distanzen dieser neuen Amateurklasse sind mit 120 km (Straßenrennen) und 30 km (Zeitfahren) gegeben, es wird sogar in diesen beiden Disziplinen Österreichische Meisterschaften geben, allerdings dürfen diese Starter dann bei den Elite-Staatsmeisterschaften nicht an den Start gehen.

Kommentar: es gibt also – wieder einmal – eine Nivellierung nach unten. Hauptgrund der Schaffung dieser neuen Kategorie werden wohl die niedrigen Starterzahlen in den einzelnen Kategorien gewesen sein.

 

Keine Starterlaubnis für ehemalige Dopingsünder in der Steiermark!

22. Oktober 2008: Keine Starterlaubnis für ehemalige Dopingsünder in der Steiermark!

Der Steirische Landesradsportverband spielt eine Vorreiterrolle: unter LRV-Präsident Rupert Tschernko wurde der Beschluß verabschiedet, daß ab 1. Jänner 2009 keine EHEMALIGEN Dopingsünder bei einem über den ÖRV veranstalteten Radrennen an den Start gehen dürfen! Das heißt, hier handelt es sich um solche Fahrer, die eine Dopingsperre abgesessen haben, egal wann, egal, wie lange, die dürfen  bei KEINEM LRV-Rennen mehr an den Start gehen!

Wenn dieses Beispiel Schule macht und am Ende – irgendwann? – mal alle LRV´s nachgezogen haben, dann gilt diese Regelung österreichweit und wir haben hier praktisch ein LEBENSLANGES STARTVERBOT nach einer EIN- oder ZWEIJÄHRIGEN DOPINGSPERRE! Die Dinge kommen ja doch noch ins Rollen!!!

Zeitfahr- und Straßen-Weltmeisterschaften St.Johann/Tirol

27. – 31. August 2008: Zeitfahr- und Straßen-Weltmeisterschaften St.Johann/Tirol

Die letzte Augustwoche gehört traditionell St.Johann/Tirol, wo die Zeitfahr- und Straßenweltmeisterschaften der Masterkategorien abgehalten werden, nachdem der Troß der Fahrer aus allen Kontinenten vorher eineinhalb Wochen bei der Weltradsportwoche in Deutschlandsberg Station gemacht hat. Bei diesen Titelkämpfen ist natürlich auch der UNION Unterguggenberger Wörgl vertreten.

Nachdem die Woche mit den Weltpokal-Straßenrennen eröffnet worden ist, folgen am Mittwoch die Zeitfahren und ab Donnerstag dann die Straßenweltmeisterschaften.

Ein kurzes Resümee, eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Medaillengewinner der einzelnen Altersklassen der Straßenweltmeisterschaft:

KATEGORIE

WELTMEISTER     

Plazierungen der Österreicher                                      
Klasse 1     1974-1978 Michele Chocol (Italien) 36. Robert Rothschedl
Klasse 2     1969-1973 Vladmiro D´Ascenzo (Italien)  4. Markus Willinger, -11. Thomas Westermayr,  26. Günther Baringer, – 34. Johannes Harlander, – 35. Dieter Fried-rich, – 53. Alfred Platzetr
Klasse 3     1964-1968 Gregoire Balland (Frankreich) 79. Gerhard Felsberger, – 88. Helmut Siraki, – 109. Friedrich Pöltl
Klasse 4     1959-1963 Kenny de Maerteleire (Belgien) 51. Karl Wolfesberger, – 79. Friedrich Breitfellner, – 93. Friedrich Rath, – 94. Norbert Schmidsberger, – 104. Preter Grasser

Klasse 5     1956-1958

Hans Jorgen Hellerup (Dänemark) 38. Sebastian Pfisterer, – 55. Michael Plattner, – 56. Rudolf Atzenhofer, – 61. Jens Mateyka, – 65. Rupert Polak
Klasse 6     1953-1955 Theo Joosten (Niederlande) 70. Peter Fladerer
Klasse 7     1950-1952 Valter Santeroni (Italien) 13. Alfred Lechnitz, – 20. Ernst Schuler, – 25. Gerhard Schäbinger, – 32. Engelbert Gaubitzer, – 35. Alfred Hain, – 41. Werner Kaiserlehner
Klasse 8     1947-1949 Daniel Leveau (Frankreich) 7. Gerhard Htinkow, – 18. Friedrich Gaubitzer, – 28. Laurenz Gerersdorfer, – 29. Josef Schalk, – 67. Harald Fahrafellner
Klasse 9      1944-1946 Giovanni de Bacco (Italien) keine Österreicher klassiert
Klasse 10   1939-1943

Reinhard Scheer (BRD)

24. Erich Lebersorger, – 43. Hans Unter-guggenberger, -. 61. Herbert Lackner
Klasse 70   1934-1938 Siegfried Rothauer (Österreich) 34. Anton Gierer, – 39. Erwin Wolfinger, -. 60. Walter Kovarik
Klasse 75           -1933 Bruno Podesta (BRD) 30. Erich Matzner

Man sieht also, daß der UGB Wörgl auch bei der Weltmeisterschaft wieder zu den stärksten Vereinen zählt. Nach dem Motto klein, aber fein holte mit Siegi Rothauer eine Hälfte des 2-Mann-Aufgebotes gleich die Goldmedaille ab! Nach einem Österreichischen Meistertitel und dem Europameistertitel hat der 70jährige Siegfried Rothauer jetzt mit dem Weltmeistertitel einen krönenden, aber auch logischen Höhepunkt dieser Saison erzielt. Das Abschneiden der Österreicher war ja nicht gerade berühmt, vor allem wenn man die Starterzahl in 12 Altersklassen bedenkt – und das als Veranstalterland! Da waren ja deutlich mehr Starter aus der BRD und aus Italien dabei!

1. Italien 4 3 4 11
2. Frankreich 2 2   4
3. BRD 2 1 2   5
4. Niederlande 1 2 1   4
5.

Belgien

Österreich

Dänemark

1   1
8.

Spanien

2

1

  3

9.

Polen

Australien

1   1
11.

Großbritannien

2

  2

12.

USA

Portugal

1   1

Walter Müller üherraschend gestorben!

5. August 2008: Walter Müller überraschend gestorben!

Mit Walter Müller verliert der österreichische Radsport eine Radsportgröße der 50er und 60 Jahre. Er  bestritt 16 Mal die Österreich-Rundfahrt und beendete sie auch 15mal, was außer ihm nur Rudi Mitteregger schaffte, er konnte sich dabei sechsmal unter den ersten Fünf platzieren (1953: 5., 1954: 2., 1960: 4., 1961: 3., 1964: 5.). 1962 trug er sich in die Siegerliste der Tour ein.  Er gewann 1955 die Jugoslawien-Rundfahrt und bestritt insgesamt 5mal die legendäre Friedensfernfahrt Warschau-Berlin-Prag,  dreimal gewann er den 2-Tages-Klassiker Wien-Gresten-Wien. Der Staatsmeister des Jahres 1961 und zweimalige Gewinner der Burgenland-Rundfahrt war auch Lehrmeister einer ganzen Rennfahrergeneration bei seinem Stammklub RC- RIH. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn fungierte er als Juniorennationaltrainer.

Auch im Ruhestand blieb er seinem geliebten Radsport treu. In den letzten Jahren konnte man ihn immer wieder bei Ausfahrten auf der Donauinsel im Kreise seiner alten Kollegen treffen.

 

Heimtückischer Anschlag auf den UGB-Vereinsobmamnn Hans Unterguggenberger!

2. August 2008: Heimtückischer Anschlag auf den UGB-Vereinsobmamnn Hans Unterguggenberger!

Wieder einmal müssen wir an dieser Stelle von Übergriffen gegen den UGB-Wörgl berichten, diesmal ist das Opfer – wieder einmal – Vereinsobmann Hans Unterguggenberger, der auf seiner heutigen Trainingsfahrt das Opfer eines fiesen und heimtückischen Anschlages wurde. Diesmal ließ es der Angreifer wie einen Zufall aussehen, als der Vereinsobmann schwer zu Sturz kam, sein Training abbrechen mußte und jetzt sogar für einige Wochen ausfallen wird.

An dieser Stelle lassen wir das Opfer selbst erzählen, der Bericht, den Hans Unterguggenberger bei der Polizei zu Protokoll gab:

Sehr geehrte Damen und Herren, anbei die Schilderung des mir am 2. August 2008 widerfahrenen Ungemachs. An besagtem Tage fuhr ich mit meinem Rennrad, Marke JAD, von Angerberg, Achleit, in Richtung Breitenbach. Es war leicht bewölkt, es herrschten linde Temperaturen und es wehte ein dezenter Ostwind. Die L 211 nutzend, näherte ich mich nichtsahnend dem Ortsschild Breitenbach. Als ich dasselbe mit 46 km/h passiert hatte – froh, wieder einmal die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Ortsbereich eingehalten zu haben -, ließ ein neben der Straße wachsender Baum aus seinem, wie ich nachher feststellen mußte, überreichen Fundus morscher, weit in die Fahrbahn hineinragender Äste ein besonders schönes Exemplar (ca. 1 Meter lang und unterarmdick) wenige Meter vor mir auf die Straße fallen. Durch den etwas schräg auf der Fahrbahn zu liegen gekommenen Ast fuhr ich, ohne die geringste Chance, auszuweichen, auf denselben auf und schon trennten sich Fahrer und Untersatz. Aufgrund des Trägheitsgesetzes flog ich mit der o.z. Geschwindigkeit weiter, aber nur kurze Zeit in der Luft, dann auf der linken Straßenseite am Asphalt. Rechts überholte mich dann mein von mir befreites Rennrad. Nachdem ich mir mit einer Kaskade hier nicht wiederzugebender Invektiven Luft gemacht hatte, sah ich mit Grausen meine Verletzungen. Ich holte sofort das Rad auf die linke Straßenseite und setzte mich mit leichtem Schwindelgefühl einmal nieder. Schnell konnte ich feststellen, daß keine wesentlichen Körperteile gebrochen waren (Glück im Unglück). Da aus meiner linken Körperhälfte und dem auf Kürbisgröße angeschwollenen Knie laufend kostbares Blut floß, wollte ich mit meinem Hafege die Notrufnummer wählen, mußte aber feststellen, daß das zwar wasserdichte Gerät gegen derlei rüde Behandlung nicht immun war, war aber immerhin froh, daß das gegen allerlei Getier mitgeführte Pfefferspray trotz Eindellung der Sprühdose seinen Inhalt nicht preisgegeben hatte.

Wie ich dann mit dem Rad nach Hause gekommen bin, kann ich nicht mehr in allen Einzelheiten nachvollziehen. Zu Hause angekommen, wurde mir zu allererst einmal sauübel. Nach einiger Zeit konnte ich dann beginnen, meine zahlreichen Wunden provisorisch zu versorgen. Da Samstag war, ich alleine zuhause und also auch auf keine helfende Hand zurückgreifen konnte, schleppte ich mich zum Gesundheitszentrum nach Wörgl, woselbst mich der journaldienstende Arzt kunstgerecht behandelte.

Die Art der Verletzungen dokumentierten sowohl dieser Arzt – der Name entfiel mir – als auch der am Montag aufgesuchte Dr. Müller, Wörgl, und Dr. Bachmann im GZ Wörgl, wohin mich Dr. Müller zwecks Ultraschall, Röntgenuntersuchung nebst Absaugung einer erklecklichen Menge Blutes aus dem geschwollenen Knie überwiesen hatte. Hinzuzufügen wäre noch, daß ich vom Unfallort samt dem Ast als c.d. Bilder anfertigte (das geschieht bei mir automatisch und selbst noch halbtot), woraus sich der genaue Unfallzeitpunkt errechnen läßt, was ich auch den bei mir vorbeischauenden Beamten beiderlei Geschlechts der PI Kundl mitteilte. Am Rad war lediglich der linke Campagnolo-Ergopowergriff stark beschädigt, der sich in der rechten Trikottasche befunden habende Photoapparat hatte nicht einmal einen Kratzer. Dafür Trikot und Radhose stark beschädigt und nur mehr zur Verputzfetzung geeignet.

Hans Unterguggenberger, m.p.

 

 

Robert Bartonek feiert ersten Saisonsieg in Keutschach!

Sonntag, 29. Juni 2008: Robert Bartonek feiert ersten Saisonsieg in Keutschach!

Das war ein ganz besonderer Sieg: nicht nur der erste Saisonsieg,  war es der erste Sieg überhaupt seit 2002 in einem Rennen der Masterklasse! Wenn auch nur ein Klassensieg, aber der erste seit 2002 und damit ein sichtbares Indiz dafür, daß die schwere Knieverletzung aus dem Jahr 2003 überwunden zu sein scheint. Was sich im Winter abgezeichnet hat, scheint jetzt Wirklichkeit geworden zu sein. Zum erstenmal im Wintertraining ohne gröbere Schmerzen und Beschwerden, zum erstenmal ein kontinuierlicher
Aufbau und das zahlt sich eben aus.

Es war auch nach den Siegen von Schweighofer im Mondsee-Marathon,  von Unterguggenberger im Zeitfahren von Wiesen und den drei Siegen von Rothauer in Stattersdorf, Langenlois und der Europamneisterschaft schon der sechsteSaisonsieg für das UNION-UGB-Team aus Wörgl! Das Team ist ausgeglichen, die bisherigen 6 Saisonsiege wurden von vier Fahrern errungen, und das in den Disziplinen Marathon, Straße, Zeitfahren und Kriterium! Vielseitiger kann ein Team wohl kaum sein! Und auch, was die Wertigkeit dieser Siege angeht, gibt es mit einer Staatsmeisterschaft im Kriterium und der Straßen-Europameisterschaft wohl kaum eine gleichwertige Bilanz eines anderen Vereins! Was getrost den Schluß zuläßt, daß der UNION UGB Wörgl zu den allerstärksten Master-Vereinen Österreichs zählt!

Interessante Frage: wie viele Saisonsiege wird das Team noch einfahren?

 

Zeitfahr- und Straßen-Europameisterschaft in Saar an der Sauser – Tschechische Republik

26.-29. Juni: Zeitfahr- und Straßen-Europameisterschaft in Saar an der Sauser – Tschechische Republik

Links Siegfried Rothauer, Europameister, Weltmeister und Österreichischer Meister, rechts Hans Unterguggenberger, Tiroler Meister 2008

Wir haben mit Sigi Rothauer den einzigen österreichischen Straßen-Europameister des Jahres 2008! Der größte Erfolg für den Union UGB Wörgl in der heurigen Saison bisher!

Den Rennbericht könnt ihr an anderer Stelle nachlesen, hier möchte ich einmal versuchen, eindrucksvoll klarzustellen, welchen Stellenwert dieser Europameistertitel hat. Und das geht wohl am besten, wenn man sich die Ergebnisse der anderen Österreicher in den verschiedenen Altersklassen vor Augen hält. Die Strecke war bekannt, schließlich fanden die Europameisterschaften schon im dritten Jahr auf diesem Kurs statt, die Bewerbe waren auch nicht im Niemandsland, sonden nur eine angemessene Autofahrt von Wien entfernt.

Klasse M 1(30-34 Jahre)

108,4 km 1. Michele Chocol (I) keine Österreicher am Start                                                          

Klasse M 2(35-39 Jahre)

108,4 km 1. Dino Pittiglio (I) 10. T. Mairhofer, – 18. H. Hortschitz

Klasse M 3(40-44 Jahre)

108,4 km 1. Uwe Kalz (BRD) 17. A. Sinzinger

Klasse M 4(45-49 Jahre)

81,3 km

1. Dariusz Leduchowski (POL)

 

5. E. Schön, – 19. G. Huebmer, – 35. B. Martinz                 

Klasse M 5(50-54 Jahre)

81,3 km 1. Tito Timoteo (POR) 4. R. Groß, – 8. J. Mateyka

Klasse M 6(55-59 Jahre)

81,3 km 1. Wladimir Gottfried (BRD) 5. A. Lechnitz, – 8. G. Steinermayr, – 13. E. Gaubitzer, – 16. G. Schäbinger, – 17. F. Gaubitzer

Klasse M 7(60-64 Jahre)

54,2 km 1. Bruno Maccioccu (I) 3. G. Hrinkow, – 4. J. Schalk

Klasse M 8(65-69 Jahre)

54,2 km 1. Reinhard Scheer (BRD) 12. H. Unterguggenberger

Klasse M 9(über 70 J.)

43,1 km 1. S. Rothauer (AUT) 4. A. Gierer

Am knappsten dran an einem EM-Titel waren noch Hrinkow und Schalk in der Klasse 7, die sich erst im Sprint geschlagen geben mußten.

Aus dieser Übersicht ergibt sich folgende Medaillenbilanz:

Platz

                                              Nation                                               

GOLD

SILBER

BRONZE

Gesamt

1.

BRD

3

3

3

9

2.

Italien

3

2

5

10

3.

Polen

1

1

2

4.

Österreich

1

1

2

5.

Portugal

1

1

6.

Tschechische Republik

2

2

7.

Niederlande

1

 

 

Fazit: BRD und Italien gleichauf, weit abgeschlagen an breiter Front die Verfolger, darunter auch Österreich – eine Bilanz, die durch die Rennen in St.Johann/Tirol bestätigt wird.

Robert Bartonek – die unendliche Geschichte

22. Juni 2008: Robert Bartonek – die unendliche Geschichte

Bereits am 3. Mai, beim Straßenrennen im slowenischen Tisina, bin ich im Finale gestürzt, auf die linke Schulter gekracht – und weitergefahren! Erst nach dem Rennen ist der Schmerz gekommen, am nächsten Tag bin ich dann den Karawanken-Marathon gefahren und trotz starker Schmerzen Dritter geworden! Aber so ist das halt als Radrennfahrer: man ignoriert den Schmerz, man beißt die Zähne zusammen, man quält sich durch. Schmerz ignorieren hat man ja schon im Training hinreichend gelernt. Am Montag aber, als die Schmerzen dann immer stärker geworden sind, bin ich halt doch ins UKH gefahren und habe mich röntgen lassen. Ergebnis: nichts Auffälliges gefunden, es ist nur eine Prellung, die ist halt schmerzhaft! Irgendwie war ich beruhigt, obwohl die Schmerzen in den folgenden Tagen wieder zugenommen haben!km-

Am 18. Mai stand dann die Österreichische Straßenemeisterschaft bevor, ein 72-km-Rennen in Unterdanegg (NÖL), wo ich durch die Schmerzen auch einige Plätze verbockt habe! Auch im Training ist keine Besserung festzustellen, die Schulter schmerzt, beim Hinhalten, beim Bergfahren,´ beim Zeitfahren, eigentlich immer! Also wieder ins Spital, ich kann es einfach nicht glauben, daß das nur eine Prellung sein soll! Aber wieder gibt es nach mehreren Röntgenaufnahmen die selbe Diagnose: Prellung!

Weiter gehts mit den beiden Kriterien in Loretto und Oberwaltersdorf, aber die Schulter ist nicht sehr viel besser geworden. Irgendwie bilde ich mir ein, daß da etwas viel Ärgeres passiert sein muß!

Nachts schmerzt die Schulter beim Schlafen, am Tag beim Training, beim Anziehen sowieso. Wieder vergeht eine Woche, ich weiß nicht mehr, wie ich am Rad sitzen soll, wie ich trainieren soll und ob ich Rennen fahren soll! Und gleiuch amn folgenden Tag, am Dienstag, 27. Mai, der nbächste Zwischenfall: ich fahre meine Trainingsrunde, und gleich nach dem Start, nach etwa 3 km beim Center Ost in Graz, verspüre ich noch einen Schlag auf den Kopf,  ehe sich alles zu drehen beginnt und ich zu Boden krache. Wenig später komme ich wieder zu Bewußtsein, liege am Asphalt, brauche eine geraume Zeit, um wieder klar denken zu können. Was war passiert? Ich erinnere mich nicht, ich zermartete mir das Gehirn, aber komme einfach nicht drauf.

1 = Schulterblatt, das am unteren spitzen Ende gesprungen war

Stur wie ich bin, fahre ich meine eben erst begonnene Trainingsrunde auch zu Ende, kürze sie zwar ab, brauche aber doch gut zweieinhalb Stunden. In der ganzen Zeit ist mir ganz sonderbar zumute. Was war passiert? Ein Pick-up ist von hinten einfach über mich drübergefahren, und ich hatte unglaubliches Glück, daß da nicht viel Schlimmeres passiert ist. Ein alter Mann, zufällig mit der Feldarbeit beschäftigt, hat aus etwa 300 Metern Entfernung verfolgt, wie der Wagen mich niedergemäht hat, erkannt hat er natürlich niemanden. Nur die Farbe des Wagens: rostbraun, aber mit einem Aufbau und dem Möbel-Leiner-Logo.

Nach dem Training heißt es wieder einmal ab ins Spital, dort kenne ich mich schon aus, wieder Röntgen, diesmal gibt es einemn Befund: Gehirnerschütterung, und das linke Schulterblatt ist angebrochen! Das Training in dieser Woche ist eine schmerzhaftre Schinderei, am Wochenende stehen díe beiden Rennen in Schönberg/Kamp und in Langenlois am Programm, und ich leide dort solche Schmerzen, daß ich beinahe glaube, wahnsinnig werden zu müssen.

Nach eineinhalb Monaten, beim Straßenrennen am 22. Juni in Amstetten, bin ich einigermaßen beschwerde- und schmerzfrei! Nach langen
Wochen kann dann – dank der Aussage eines alten Mannes – der Unglückslenker endlich gefunden werden: ein Türke. Hätte ich solange pausiert, wäre die Saison für mich vorbei gewesen. Aber so ist es halt: die Gefahren im Straßenradsport sind immer nur einen Wimpernschlag entfernt und immer präsent, auch wenn man gar nicht daran denkt!

Letztlich war es genau diese Verletzung, die mich schweren Herzens doch dazu bewogen hat, meinen geplanten Start bei der Straßen-Europameisterschaft am 27. Juni in Zd´ar nad Sazavou abzusagen, weil ich auf der schweren Strecke mit den vielen Steigungen und Höhenmetern durch die verletzte Schulter keine Chance gesehen habe, eine halbwegs akzeptable Leistung zu liefern.

 

Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Stattersdorf, Letzter Bewerb zur NÖ-Master-Tour

8. Juni 2008: Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Stattersdorf, Letzter Bewerb zur NÖ-Master-Tour

Hans Unterguggenberger (links) Zweiter hinter Anton Gierer (Mitte) beim Zeitfahren 2007 in Ybbs

Wieder einmal wurden Fahrer des RC UNION Unterguggenberger Wörgl vom Renngericht benachteiligt. So geschehen bei der NÖ-Master-Tour bei ALLEN DREI Bewerben, nämlich beim Bergzeitfahren in Schönberg/Kamp, dem Kamptaler Straßenrennen in Langenlois und der Österreichischen Kriteriums-Meisterschaft in Stattegg – unglaublich, aber leider wahr!

Beim Bergzeitfahren wurde Hans Unterguggenberger (Kategorie Master 6) eine um 20 Sekunden langsamere Fahrtzeit angedichtet! Das blieb noch ohne Folgen, denn dadurch verlor er keinen Platz und daher auch keine Punkte (Ginner-Cup und NÖ-Master-Tour).

Beim Straßenrennen in Langenlois sah die Sache dann schon anders aus. Über Solosieger Sigi Rothauer gab es nichts zu deuten, aber in der Verfolgergruppe dahinter belegte Hans Unterguggenberger hinter Ziering den zweiten Platz, schien im Endergebnis auf der offiziellen Ergebnisliste nur als Siebenter auf! Da waren alle vor ihm klassiert, die tatsächlich bis zu 20 Sekunden hinter ihm das Ziel erreicht hatten! Um nicht als Phantast dazustellen: es gibt ein Foto, das ihn wenige Zentimeter vor dem Zielstrich zeigt, die Konkurrenz klar abgeschlagen. Der Kommentar des Zielrichters angesichts dieses Fotos: Da kann man jetzt leider nichts mehr machen! Verloren waren die Punkte im Ginner-Cup und in der NÖ-Master-Tour!

Und zum Drüberstreuen noch die Kriteriumsmeisterschaft in Stattersdorf: Hans Unterguggenberger und Norbert Hager waren mit jeweils 4 Punkten gleichauf, die letzte Wertung mußte also entscheiden, und da hatte Hans ganz klar die Nase vorn. Auf der Ergebnisliste schien dann Hager als Zweiter auf, Unterguggenberger als Dritter! Also wieder: ganz klar die

Silbermedaille gestohlen! Soll man diese Fülle an Benachteiligungen noch als Zufälle abtun??? Soll man

an den Weihnachtsmann glauben?????