2011

Radsporttage in Lenti, Straßenrennen um den Großen Preis von Lenti (H), 84 km

Sonntag, 22. Oktober: Radsporttage in Lenti, Straßenrennen um den Großen Preis von Lenti (H), 84 km

Ausreißer

Auch am Schlußtag der Radsporttage in Lenti herrscht sonniges Herbstwetter, wenngleich es etwas kühler ist als an den Tagen zuvor. Der Höhepunkt5 der Veranstaltung, das längste, aber auch anspruchsloseste Rennen: der 14-km-Rundkurs, der völllig flach und sechsmal zu bewältigen ist, führt durch das riesige Sumpfgebiet im Kerka-Tal nördlich von Lenti. Ein Monsterstarterfeld von 121 Mann in der Klasse 50+ – halb Ungarn ist hier versammelt!

Gleich in der Anfangsphase wird das Feld durch mehrere Stürze dezimiert, Bartonek fährt ganz vorne, immer unter den ersten zwanzig Positionen und hält sich damit aus allen Problemen heraus. Bartonek beginnt das Rennen ziemlich verspannt und mit müden Beinen, kann sich dann aber von Runde zu Runde sichtlich steigern.

Gleich nach dem Start haben sich 8 Mann abgesetzt, die nach zwei Runden bereits über 3 Minuten Vorsprung haben. Das Feld reagiert aber nicht. Dann wird Tempo gemacht, in Einserreihe rückt das Feld den Ausreißern ans Leder. Bartonek fährt ganz vorne mit, und bei Halbzeit ist das „Hauptfeld“ nur mehr 25 Mann stark!

In der 4. Runde wird dann das Tempo im Feld noch einmal erhöht, die Ausreißer eingeholt. Das Merida-Team des Zweitplazierten Matis übernimmt das Kommando, hat aber die etwas eigenartige Strategie, sich selbst andauernd nachzufahren und sich somit zu

Szilard Buruczki, der Gesamtsieger in Lenti

neutralisieren. Alle Ausreißer werden wieder eingeholt, niemand kann sich entscheidend absetzen. In den Jagden wird enorm schnell gefahren, dazwischen aber immer wieder mit gerade mal 30 km/h gebummelt.

Die Taktik des Merida-Teams im Finale ist äußerst seltsam, soll anscheinend darauf abzielen, Matis noch den Gesamtsieg zu bescheren. Etwa 8 km vor dem Ziel sind drei Merida-Fahrer knapp vorne, Matis ist aber nicht dabei,das Feld schließt dann wieder auf, und 5 km vor dem Ziel greift völlig unvermittelt Matis selbst an und kann sich absetzen. Bei dem hohen Tempo hat er aber keine Chance, 2 km vor dem Ziel wird er dann endlich wieder gestellt und sogleich durchgereicht – der Sinn dieser Aktion liegt im Dunkeln.

Gefährlich die Zielanfahrt: Feld geschlossen, da wird mit Händen und Beinen gearbeitet, geschieben, gestoßen, gehalten und gesperrt, ständig ganz knapp nur am Sturz vorbei. Miklos Zambori gewinnt den Sprint in 2:02 Stunden (Siegerschnitt 40,5 km/h) vor Csaba Molnar und Balint Baros, Szilard Buruczki wird Vierter und gewinnt damit klar und souverän die Gesamtwertung. Der Mountainbiker war eindeutig der Stärkste an allen drei Tagen und hat allein, ohne mannschaftliche Unterstützung, die großen Teams in Schach gehalten. Robert Bartonek belegt zeitgleich den 28. Rang und rutscht damit in der Gesamtwertung an die 16. Stelle zurück.

Radsporttage in Lenti, Straßenrennen in Lenti (H), 69 km

Samstag, 21. Oktober: Radsporttage in Lenti, Straßenrennen in Lenti (H), 69 km

Auf einem flachen 23-km-Rundkurs mit Start und Ziel im Thermengelände in Lenti müssen die Rennfahrer drei Runden absolvieren, in der Masterklasse 50+ gehen heute schon 84 Mann an den Start. Auf schmalen, relativ schlechten Nebenstraßen wird diesmal gefahren, und das ist auch schon das selektive Kriterium dieses Rennens. Unmittelbar nach dem Start schon der erste Massensturz, Bartonek bleibt davon glücklicherweise verschont. Diese erste Runde wird sehr schnell gefahren, und damit wird auch gleich zu Beginn des Rennens die Spreu vom Weizen getrennt.

Szilard Buruczki, einer der stärksten Mountainbiker Ungarns, führt nach dem ersten Tag die Gesamtwertung an.

Die ersten beiden Runden stehen klar im Zeichen des Dreikampfs der großen Mannschaften, Bringabanda, Csömör und Merida-Maraton, absetzen kann sich aber niemand. Bartonek hat keinen guten Tag, ist zwar anfangs der Schlußrunde noch im Hauptfeld dabei, fühlt sich aber keineswegs gut. Während vorne die Attacken laufen, ist Bartonek darauf bedacht, das Feld zu halten. An diesem Tag ist Schadensbegrenzung angesagt. Im Finale werden dann – Gottseidank – alle Ausreißer eingeholt und das halbe Starterfeld tritt nach den 69 Kilometern und 1:35 Stunden (Siegerschnitt heute schon 42,9 km/h) zum Sprint an.

Barnabas Matis gewinnt vor Balint Baros und Szilard Buruczki, der damit die Gesamtführung verteidigt, Bartonek landet zeitgleich an der 38. Stelle.

 

Radsporttage in Lenti (Ungarn), Straßenrennen Körmend – Lenti, 56 km

Freitag, 20. Oktober: Radsporttage in Lenti (Ungarn), Straßenrennen Körmend – Lenti, 56 km

Saisonabschluß im südwestungarischen Heilbad Lenti, und an dieser dreitägigen internationalen Veranstaltung nimmt auch der Grazer Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft teil. Heuer erstmals auf drei Tage erweitert, müssen die Rennfahrer zum Auftakt das Straßenrennen von Körmend ins 56 km weiter südlich gelegene Lenti bestreiten. Bei herrlichem Herbstwetter stellen sich 39 Fahrer dem Starter.

Die erste Steigung in Rimany stellt keine große Herausforderung dar, dennoch können sich hier zwei Mann absetzen. Bei der langen Abfahrt wird dann durch einen Sturz das Feld etwas auseinandergerissen, acht Verfolger können sich aus dem Feld absetzen, drei Mann mit Bartonek dahinter, und diese Gruppe schließt dann im zweiten Anstieg, dem viel schwierigeren und längeren, zur Verfolgergruppe auf.

In der langen Abfahrt hinunter ins Kerka-Tal läuft wieder alles zusammen, und sofort entwischen wieder vier Mann. Schnell bildet sich eine abermals dreiköpfige Verfolgergruppe, aber schon knapp dahinter das Feld mit Bartonek. Mit dem Wind im Rücken wird dann auf den letzten Kilometern in Richtung slowenischer Grenze Tempo gebolzt, dann eine scharfe Linkskurve und die 6 km lange Zielgerade beginnt.

Spektakuläres Finale: erst bei der 1000-m-Marke schließt das Feld auf, Bartonek fährt ganz vorne und kann die gute Position im langen Sprint zu einem tollen achten Endplatz nutzen. Der Sieg geht in diesem Kraftsprint an den ungarischen MTB-Olympiateilnehmer Szilard Buruczki, der sich vor Balasz Lobmayer und Gabor Nemeth durchsetzt. DieSiegerzeit von 1:22 Stunden bedeutet einen Schnitt von 40,4 km/h! Bartonek hat damit die ersten drei Punkte für die Gesamtwertung geholt.

 

Kriterium in Ptuj (SLO), 28 km

Sonntag, 16. Oktober: Kriterium in Ptuj (SLO), 28 km

An diesem vorletzten Renn-Wochenende des Jahres starteten die Mitglieder der UGB-Renngemeinschaft bei drei Rennen in drei Ländern. Nachdem bereits am Samstag Bartonek (in Wels) und Unterguggenberger (in Loiching in Bayern) im Einsatz waren, ging Bartonek am Sonntag im slowenischen Ptuj beim dortigen Kriterium an den Start. Am Vortag war eine Abordnung des Eliteklubs Perutnina Ptuj in Wels angetreten, vor allem auch deshalb, weil deren Spitzenfahrer Matej Marin 2012 einen Einjahresvertrag beim ARBÖ Gourmetfein Wels unterschrieben hat. Und tags darauf war Robert Bartonek der einzige österreichische Starter beim großen Radfest in Ptuj (Pettau) in Slowenien. Im Rennen der Masterfahrer waren auf dem 1,4 km langen Rundkurs 20 Runden (= 28 km) ausgeschrieben, und da nur 4 Wertungen (alle fünf Runden) vorgesehen waren, kam jeder einzelnen dieser Wertungen besondere Bedeutung zu. Das Rennen begann, wie am Vortag auch, mit einer überraschenden Startattacke. Bartonek war diesmal vorbereitet, ließ sich nicht überraschen und ging das hohe Tempo sofort mit. Als es in der 5. Runde zur ersten Wertung kam, lag eine 4-Mann-Spitzengruppe mit dem Grazer voran. In diesen ersten fünf Runden fuhr diese Gruppe einen Schnitt von 46,5 km/h! Bartonek wurde Vierter, doch der Vorsprung war schon so groß, daß es abzusehen war, daß diese Gruppe das Rennen unter sich ausmachen würde. Und genauso kam es auch. In der zweiten Wertung (10. Runde), also bei Halbzeit, belegte Bartonek den dritten Rang, und eine Runde später wurde das restliche Feld überrundet. Damit war für den Österreicher eine Plazierung unter den ersten vier beinahe schon sicher. Die vorletzte Wertung sicherte sich dann überraschend Bartonek, weil er im Chaos der Überrundung als einziger die Nerven behielt und sich schon eine Runde davor in die optimale Position gefahren hat. Damit lag er eine Runde vor Schluß sogar auf Rang 2, konnte diesen Platz in der Schlußwertung dann jedoch nicht halten, er ging punkteleer aus und fiel im Endklassement auf Rang 3 zurück.

Kirtarennen in Loiching (BRD), 20,4 km

Samstag, 15. Oktober: Kirtarennen in Loiching (BRD), 20,4 km

Im bayrischen Loiching nahe Dingolfing mußte im Rahmen des Kirta-Jederemannrennens 3 Runden á 6,8 km (= 20,4 km) zurückgelegt werden (mit 84 Höhenmetern je Runde = 252 Höhenmeter), ebenfalls bei schönem, aber kaltem Herbstwetter. Wegen den laufenden Brückenarbeiten in Teisbach mußte der Veranstalter, der RSV Dingolfing, das Rennen auf einem Ausweichkurs stattfinden lassen. Start und Ziel waren deshalb in Loiching. Der selektive Kurs über Schlot, Süßbach und Feldkirchen zurück nach Loiching beinhaltete 85 Höhenmeter und mußte in der Altersklasse dreimal bewältigt werden. Nicht nur aus dem gesamten bundesdeutschen Gebiet kamen die Starter, es waren auch Teilnehmer aus Italien, Schottland, Polen und Österreich am Start.

Von der UGB-Renngemeinschaft war der Zeitfahr-Vizeweltmeister Hans Unterguggenberger am Start, er belegte auf diesem durchaus schweren Kurs den tollen zweiten Platz hinter Günther Hütl (RC forice ´89 Dachau)

 

Rundstreckenrennen um die Welser Stadt- und Bezirksmeisterschaft in Oberlaab bei Wels, 28 km

Samstag, 15. Oktober: Rundstreckenrennen um die Welser Stadt- und Bezirksmeisterschaft in Oberlaab bei Wels, 28 km

Traditioneller Saisonabschluß auf dem 3,5-km-Rundkurs in Oberlaab nördlich von Wels. Be strahlend blauem Himmel, sonnigem Wetter, aber stürmischem, eiskaltem Nordost-Wind nahmen 45 Amateure das Rennen über 8 Runden (= 28 km) in Angriff. Und bereits die erste Runde wurde zum Scharfrichter, denn einige Fahrer legten einen Höllentempo vor, das große Starterfeld zerplatzte bereits auf den ersten beiden Kilometern.

Von der UGB-Renngemeinschaft war der Grazer Robert Bartonek am Start, wurde ebenso von dieser Startattacke überrumpelt wie so viele andere. Sehr schwer war der Rundkurs vor allem durch den stürmischen, kalten Wind, der vor allem an der kleinen Steigung 700 Meter vor dem Ziel von der Seite kräftig in das Feld reinblies. Bereits nach der ersten Runde fand sich Bartonek in der fünften Gruppe (!) wieder, Rückstand gut eine halbe Minute. Die zweite Runde war seine stärkste, schaffte er es doch, alleine bis zur zweiten Gruppe vorzufahren. Mehr war aber nicht mehr drin, diese Gruppe hatte nach zwei Runden einen Rückstand von 35 Sekunden auf die Spitzengruppe.

Bis zur vierten Runde, bis zur Halbzeit also, konnte diese Gruppe den Abstand in etwa gleich halten, dann war der Dampf draußen, der starke Wind forderte seinen Tribut, der Abstand wuchs bis zum Ziel auf gut 3 Minuten an. Bartonek belegte dann den sehr guten 18. Rang, 3:08 Minuten hinter dem Sieger Florian Klaffenböck (RC ARBÖ Gourmetfein Wels), der sich vor seinem Fluchtgefährten und Vereinskollegen Marcel Huber durchsetzte.

In der Gästeklasse gewann Stefan Allerstorfer (RC Bad Mühllacken) in 43:04 Minuten (Schnitt 39,0 km/h) vor Walter Pöll (RC Grieskirchen) und Martin Meindl (SK VÖEST Linz), die drei kamen 12 Sekunden vor der Verfolgergruppe ins Ziel. Bartonek landete hier mit 2:50 Minuten Rückstand an der 8. Stelle, war aber der mit Abstand älteste Teilnehmer.

Kriterium „Rund um den Burger King“ in Graz-Seiersberg, zugleich Steirische Landesmeisterschaft und Alpe-Adria-Cup, 18 km

Sonntag, 9. Oktober: Kriterium „Rund um den Burger King“ in Graz-Seiersberg, zugleich Steirische Landesmeisterschaft und Alpe-Adria-Cup, 18 km

Um es gleich vorwegzunehmen: dem Grazer Robert Bartonek gelang bei seinem „Heimrennen“ in Graz-Seiersberg auf der traditionellen 1,2-km-Runde im Industriepark Webling der Sprung aufs Podest. Der Grazer punktete gleichmäßig und mußte sich nur den beiden Steirern Josef Handler (Hartberg) und Peter Endthaler (Aflenz) geschlagengeben.

Trockenes, kaltes Wetter, kalter Wind, der Wintereinbruch am Tag zuvor, das alles waren wohl in Kombination mit dem späten Termin die Gründe, weshalb sich diesmal noch weniger Starter als sonst in Graz-Seiersberg beim Burger-King einfanden. Für Aufregung sorgte noch ein Reifenschaden bei Bartonek wenige Sekunden vor dem Start, doch er konnte noch das Laufrad wechseln.

In der ersten Wertung belegte Bartonek noch den fünften Rang (0 Punkte), danach punktete er jedoch in jeder Wertung. Dennoch war gegen die ersten beiden Fahrer kein Kraut gewachsen: Josef Handler (TSV Hartberg) siegte schließlich mit 16 Punkten vor Peter Endthaler (RC Hochschwab Aflenz) mit 14 Punkten und Bartonek, der es auf 6 Punkte brachte.

Die Zuschauer kamen jedenfalls auf ihre Rechnung, konnten den Großteil des 1,2 km langen Rundkurses überblicken und sahen spannende und spektakuläre Kurvenkämpfe. Leider mußten die Masterklassen 2 bis 6 wegen Teilnehmerschwundes zusammengelegt werden, das Rennen wurde daher von 21 auf 15 Runden verkürzt.

 

Meixner-Gedenkrennen: Bergzeitfahren Oberaich – Buschenschank Kohler, 3,6 km

Samstag, 8. Oktober: Meixner-Gedenkrennen: Bergzeitfahren Oberaich – Buschenschank Kohler, 3,6 km

Wintereinbruch jetzt auch in der Steiermark: Temperatursturz um gut 15°, Regen und Schnee bis in Tallagen! Das traditionelle, heuer bereits zum 24. Mal veranstaltete Bergzeitfahren im Utschtal in Oberaich litt – wieder einmal – unter unwirtlichen Witterungsbedingungen, was sich auch in der Starteranzahl ausdrückte. 47 Starter fanden bei arktischen Temperaturen nach Oberaich, nicht einmal halb so viel wie üblich. Unter ihnen auch der Vertreter der UGB-Renngemeinschaft, der Grazer Robert Bartonek.

Die Bergkuppen waren allesamt angezuckert, am Start 8°, heftiger Gegenwind auf der 3,6 km langen und bis zu 12 % steilen Strecke, auf der 330 Höhenmeter überwunden werden mußten, bremste die Fahrer, mindestens genauso wie die unglaublich schlechte Straße. Schlaglöcher über die ganze Straßenbreite und bis zu 20 cm tief sind aber anscheinend kein Grund, die Straße zu sanieren.

Bartonek, der immer noch unter der fehlenden Form seit seiner Schulterverletzung leidet, kam erst nach 13:54 Minuten ins Ziel und war damit um eine halbe Minute langsamer als im Vorjahr. Dennoch reichte es für den 4. Rang. Der Sieg ging an den Obersteirer Josef Gugl (St.Marein/Knittelfeld), der in 12:39 Minuten die Strecke bewältigte. Lokalmatador Gerhard Pfeifer (ARBÖ Elektro-Merl Bruck/Mur) in 13:01 und Wilhelm Rath (RSC Südsteiermark) in 13:08 landeten auf dem Treppchen.

 

Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Oberwart, 20,2 km bzw. 14,4 km

Sonntag, 2. Oktober: Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Oberwart, 20,2 km bzw. 14,4 km

Der Veranstalter hatte nicht den traditionellen Kurs vom Oberwarter Innenstadtkriterium gewählt, sondern einen neuen. Eine lange Veranstaltung (gut 7 Stunden) hatte wahrscheinlich den Ausschlag gegeben, daß der Hauptplatz nicht hätte gesperrt werden können. Die neue Strecke war technisch schwierig, schmale Straßen, aber nicht irregulär. Dennoch kam es in den verschiedenen Klassen zu auffallend vielen Stürzen, beinahe alle an ein und derselben Stelle, nämlich der Kurve nach dem Zielstrich. Und da stellt sich bei einer solchen Häufung schon die Frage nach dem Grund. Wenn man einfach technische Unzulänglichkeiten angibt, macht man es sich vermutlich zu einfach. Ín den Wertungsrunden kamen die Fahrer immerhin mit Geschwindigkeiten von über 50 km/h zu dieser Kurve, die dann relativ eng wurde.

Robert Bartonek, vor zwei Jahren immerhin Österreichischer Vizemeister in dieser Disziplin, hatte anfangs in dem Bewerb über 21 Runden (7 Wertungen) seine liebe Not. Nach einer Anfangsoffensive gab es erst mal eine Schrecksekunde, als es in besagter Kurve zum Sturz kam. 9 Fahrer der Klasse 2 und 10 aus der Kategorie 3 bildeten das Starterfeld von anfangs 19 Mann. Durch den Sturz kam es leider dazu, daß sich eine kleine Gruppe mit Teigl, Treitler, Hrinkow und Bruchmann absetzen konnte. Dahinter dauerte es einige Runden, bis das weit versprengte Feld wieder zusammenfand. Mit Fortdauer des Rennens fand Bartonek immer besser ins Renngeschehen, ein weiterer Sturz (diesmal blieb Engelbert Gaubitzer, Kategorie 3, mit zertrümmerter Hüfte liegen) brachte wieder Unruhe ins Rennen, ehe dann in einer Schlußoffensive Bartonek das Feld langziehen konnte und als Zweiter ins Ziel kam, dadurch noch 3 Punkte holte. Der Sieg von Treitler vor Teigl war nicht mehr anzutasten, doch Bartonek konnte noch auf den sehr guten 6. Platz fahren.

Fahrer aus den Kategorien 4 bis 6 nahmen danach als letzte Gruppe das Rennen auf. Sie hatten 15 Runden (5 Wertungen) und 14,4 km zurückzulegen. Hier war der frischgebackene Bergmeister Hans Unterguggenberger mit von der Partie und trachtete nach einem weiteren Titel. Wie meist ging es dabei in der Klasse 6 der ältesten Starter nur darum, ob und wer einen Punkt ergattert. Meist ist das schon der Sieg, zumindest aber ein sicherer Podestplatz. Der Hans hatte in der Anfangsphase das Pech, einen sicher scheinenden Punkt noch durch Unkonzentriertheit  und Nachlässigkeit zu verschenken, und genau das rächte sich letztlich bitterlich. Schalk vor Pelz und Schäbinger lautete der Zieleinlauf der Schlußrunde, und Lackner als Vierter holte sich einen Punkt und damit den Staatsmeistertitel der Klasse 6.

Durch einen Sturz in der Schlußrunde wurde Hans noch behindert, mußte abbremsen und verlor damit seine gute Position, die er auf den verbleibenden Metern bis ins Ziel nicht mehr zurückholen konnte. Somit holte sich Lackner denTitel, für Hans blieb nur der enttäuschende 4. Rang.

 

Bad Mühllackner Meile, Bergzeitfahren Bad Mühllacken – Sechterberg, 1,6 km

Sonntag, 2.Oktober: Bad Mühllackner Meile, Bergzeitfahren Bad Mühllacken – Sechterberg, 1,6 km

Bei herrlichem Herbstwetter ging dieser oberösterreichische Geheimtip, längst schon ein Klassiker, bereits zum 12. Mal über die Bühne. Zum erstenmal fand sich auch ein Mitglied der UGB-Renngemeinschaft am Start ein. Marathon-Spezialist Roman Hofer gab sein Debüt auf dieser Distanz über eine englische Meile (= 1,6 km). 126 Höhenmeter und eine Durchschnittssteigung von 8,5 % sind zu bewältigen.

Roman Hofer startete in der Altersklasse 1 und belegte dort unter 41 Teilnehmern mit der hervorragenden Zeit von 4:55 Minuten den tollen 9. Rang. Der Sieg ging an Friedrich Hofmann (RC Union einDRUCK Sarleinsbach) mit 4:11 vor Martin Beranek (RC Union Falke Kautzen, 4:31) und Hans-Jürgen Hintringer (RC Bad Mühllacken) in 4:32. Roman fehlten also nur 23 Sekunden aufs Podest. Schade, daß er nicht im Vereinstrikot fuhr, sondern in einemneutralen, hellblauen Trikot für „La belle et le bestie“ („Die Schöne und das Biest“). Roman war das Biest…?

 

Kolsass-Bergrennen, 5,7 km

Sonntag, 2. Oktober: Kolsass-Bergrennen, 5,7 km

Der traditionelle Saisonabschluß, das Kolsass-Bergrennen, litt diesmal etwas unter einer unglücklichen Terminwahl: am selben Wochenende fanden imSüdburgenland die österreichischen Bergmeisterschaften statt. Nur ganz wenige fanden den Weg von Rechnitz nach Kolsass. Von der UGB-Renngemeinschaft stasrtete nur Andrea Knapp, die in 35:19 den 4. Rang belegte. Der Sieg ging an Regina Helfenbein, die sich in 29:45 durchsetzte. Auf den 590 Höhenmetern und Steigungen bis 16%.

Andrea kurz vor dem Ziel

 

Österreichische Bergmeisterschaft in Stadtschlaining bzw. Rechnitz, 22,4 km bzw. 7,5 km

Samstag, 1. Oktober: Österreichische Bergmeisterschaft in Stadtschlaining bzw. Rechnitz, 22,4 km bzw. 7,5 km

Hans Unterguggenberger ist der neue Bergmeister

Der nächste Österreichische Meistertitel für die UGB-Renngemeinschaft! Bei hochsommerlichen Temperaturen auf einer nicht leichten Strecke wurden am Wochenende im Südburgenland die letzten beiden Meistertitel dieses Jahres vergeben, nämlich am Berg und im Kriterium. Am Samstag wurden die Bergmeister am höchsten Berg des Burgenlandes ermittelt, dem Geschriebenstein. Dabei starteten die jüngeren Masterfahrer (Kategorien 1 bis 3) in Stadtschlaining und hatten 22,4 km bis auf den Gipfel des Berges zurückzulegen, die älteren (Kategorien 4 bis 6)gingen in Rechnitz ins Rennen.

Der Grazer Robert Bartonek, der bei den Masterfahrern 2 startete, hatte leider nicht die Form, um den Bewerb wie gewohnt mitzugestalten. Stattdessen mußte er bereits in der Anfahrt am ersten Anstieg abreißen lassen und fing sich so bis zum Beginn der Steigung auf den Geschriebenstein gut viereinhalb Minuten Rückstand ein. Den Schlußanstieg mit durchschnittlich 5 % und Spitzen bis zu 12 % Steigung fuhr er dann allerdings sehr stark, konnte noch Plätze gutmachen und belegte den 12. Rang.

In der Klasse 2 gab es einen Überraschungssieger. Klaus Teigl, der „Schlächter von Grafenbach“ (er war derjenige, der um Vorjahr beim Straßenrennen in Unterdanegg das halbe Feld weggeräumt hat und dafür verantwortlich war, daß einige im Spital aufwachten), gewann in 55:57 im Sprint vor dem Tiroler Michael Plattner (Toni´s Pro-Shop Kirchberg/Tirol) und Manfred Gruber (ARBÖ St.Pölten). Bartonek hatte als Zwölfter 9:34 Minuten Rückstand.

Bei den Master-6-Fahrern war es eine klareSache. Der Sieg von Hans Unterguggenberger war nie in Gefahr, und sein Vorsprung von knapp 2 Minuten spricht Bände über seine Überlegenheit. Nach 400 Höhenmetern und einer Fahrtzeit von 27:20 siegte er vor Erich Lebersorger (ASVÖ Tulln, 1:54 zurück) und Norbert Hager (ASVÖ Tulln, 2:12 zurück).

 

 

PIPPI-Gedenkrennen, Einzelzeitfahren in Zillingtal, 29,5 km

Sonntag, 25. September: PIPPI-Gedenkrennen, Einzelzeitfahren in Zillingtal, 29,5 km

Zum zweiten Mal nach dem Vorjahr nahmen die beiden Fahrer der UGB-Renngemeinschaft, Bartonek und Unterguggenberger, am Zeitfahren in Zillingtal teil. Hatte es im Vorjahr zu zwei Klassensiegen gereicht, so standen die Zeichen heuer anders. Die Besetzung war stärker, das Wetter etwas radfahrerfreundlicher, doch der Zustand der Straße hatte im Winter doch ziemlich gelitten. Und so ging man mit gemischten Gefühlen ins Rennen.

Hans Unterguggenberger, der Vizeweltmeister, dominierte wie erwartet seine Kategorie, verbesserte seine Fahrtzeit aus dem Vorjahr um unglaubliche fünfeinhalb Minuten, fuhr 47:56 Minuten und gewann mit 6:21 Minuten Vorsprung auf Josef Kober (RC Grafenbach) seine Altersklasse! Dabei hatte er sich in einer der schnellen Abfahrten noch versteuert, verfahren, mußte erst wieder auf die Rennstrecke zurückkehren und somit einen nicht geringen Zeitverlust in Kauf nehmen.

Der Grazer Robert Bartonek ging mit seinem ehemaligen Klubkollegen Gerald Leutgeb im Paarzeitfahren an den Start. Die beiden gewannen ihre Altersklasse (100-120 Jahre) ebenso klar, mit 5:03 Minuten Vorsprung, auf Sommer/Fabiankovits (Triathlon-Team Pöttsching). Damit gelang Bartonek der erste Saisonsieg, der erste Sieg seit seiner schweren Verletzung Anfang Juli!

Styrian Time Trial, Einzelzeitfahren St.Lorenzen/Knittelfeld – Rachau/Glein, 9,8 km

Samstag, 24. September: Styrian Time Trial, Einzelzeitfahren St.Lorenzen/Knittelfeld – Rachau/Glein, 9,8 km

The Messenger – for The God issue of Working Class

Bei herrlichem Radsportwetter ging das 4. Zeitfahren in die Rachau über die Bühne, zum zweitenmal ging es dabei nach Glein über 9,8 km, 180 Höhenmeter und max. 5 % Steigung.

Von der UGB-Renngemeinschaft waren, wie schon im Vorjahr, Hans Unterguggenberger, Zeitfahr-Vizeweltmeister, und Robert Bartonek dabei. Der Grazer konnte zwar auf der knapp 10 km langen Strecke zwei Fahrer einholen, blieb aber trotzdem – nach wie vor Folge seiner Sturzverletzung von St. Pölten – deutlich hinter seiner Vorjahrszeit zurück. Dennoch belegte Bartonek in 19:32 Minuten den sehr guten 3. Rang. Um 46 Sekunden blieb damit der Vorjahrszweite hinter seiner damaligen Zeit zurück.Und die Rückstände auf Burkhard Plank (RC Pekomo, 18:03) und Gerhard Lechner (ÁRBÖ Elektro-Merl Bruck, 18:10) waren auch alles andere als gering.

Hans Unterguggenberger, im Vorjahr in 19:29 Zweiter seiner Klasse, setzte heuer noch einen drauf, fuhr mit 19:17 um 12 Sekunden schneller und gewann mit 50 Sekunden Vorsprung vor Gerhard Waldhöhr (Team Ganymed).Um die Leistung des Vizeweltmeisters seiner Altersklasse einmal so richtig einschätzen zu können, noch folgender Vergleich: im Feld der 73 Starter des Tages belegte Hans den 33. Rang!

Almsee-Einzelzeitfahren in Grünau/Almtal, 27,5 km

Samstag, 17. September: Almsee-Einzelzeitfahren in Grünau/Almtal, 27,5 km

Auf der wunderschönen Strecke im Almtal im Salzkammergut wurde das Grünauer Einzelzeitfahren ausgetragen: die 27,5 km bis zum Almsee und zurück nach Grünau sind schon so etwas wie ein Klassiker. Selektive Strecke, sommerlich warmes Wetter, aber sehr starker Wind, dennoch drei Streckenrekorde: Lukas Pöstlberger verbessert den Streckenrekord um beinahe eine Minute auf 34:11 (48,3 km/h). Bei den Damen gibt es durch Daniela Rechberger bei den Rennrädern und Bianca Grafinger bei den Mountainbikern jeweils neue Streckenrekorde. Von der UGB-Renngemeinschaft waren Vizeweltmeister Hans Unterguggenberger und Robert Bartonek am Start.

Robert Bartonek nahm das Rennen um 13.38 Uhr, Hans Unterguggenberger folgte mit der Startzeit um 14.05 Uhr. Bartonek hatte hier in den beiden vergangenen Jahren einen 3. und einen 6. Rang belegt, er fuhr diesmal mit 43:14 Minuten zwar die schwächste Zeit seiner drei Rennen auf dieser Strecke, blieb etwa um eine dreiviertel Minute hinter seiner Vorjahrszeit, das ist der Rückstand, den er im Moment noch durch seine schwere Verletzung auf die Vorjahrsform hat. Dennoch wurde es auch in diesem Jahr der 7. Rang. Der Sieg ging an Helmut Mayr (ARBÖ Gourmetfein-Wels) in génau 39:00 Minuten, der sich vor Helmut  Schürhangl (ARBÖ Hrinkow Bikes Steyr) in 40:30 durchsetzte. Die Sensation aber war der dritte Rang, nämlich Vizeweltmeister Hans Unterguggenberger, der hier in dieser Klasse auf um bis zu 21 Jahre jüngere Konkurrenten traf.

Der Hans legte die Strecke in 41:30 Minuten zurück und bewies damit einmal mehr seine unglaubliche Hochform. Der Lohn war der dritte Rang in der Klasse ab 51 Jahren. Und mit seiner Leistung klassierte sich Hans darüber hinaus noch in der ersten Hälfte des gesamten Starterfeldes. Selbstverständlich gab es nachher noch eingehende Diskussionen über die Klasseneinteilung, wirklich das einzige Manko dieser Veranstaltung. Und als Hans die Gelegenheit hatte, darüber mit dem Bürgermeister (auf dem Foto unten rechts neben Hans) zu sehen, tat er das auch. Dabei entspann sich folgender Dialog:

Hans: Bürgermoasta, iaz redn ma tacheles. Wannst net nexts Johr a Klass wenigstens üba 60 mochst, donn bist die längste Zeit Bürgermoasta gwesn, wäu donn sorg i dafir, daß di koana mehr wöht, wäu i bin a Werbeprofi, und den Vödzug, den i donn organisier, wonnst nix unternimmst, dea bricht da des Gnack. Samma beinond? Wäu i loß mi ois 73jähriger ned mit über 20 Johr Jingere in an Topf schmeissn.

Bürgermoasta: Jo, do muaß i glott wos mochn…

Hans: So, und iaz stöst di mit mia auffi aufs Podest, i heb di scho, damitst ned umfoist.

Sprach´s und packte den Bürgermoasta beim Schlawittchen und stellte ihn neben sich aufs Podest. Warum die anderen lachen und nur dem Bürgermoasta sichtlich unwohl in seinem Trachtenanzug ist, das ist leider nicht überliefert…