Monatsarchive: November 2017

22.11.2017 – TT vom 12./13. November 2017

Sehr geehrter Herr Magister MADL.                                                                                                   Offene E – post

Ich beziehe mich auf die beiden Artikel in der TT vom 12. und 13. November 2017, worin im erstgenannten ( S. 35 ) mit der sensationslüsternen Überschrift eine Armbewegung meinerseits als Nazigruß qualifiziert wurde und gleichzeitig auf die am 13. 11. 2017 erscheinende Ausgabe der Zeitschrift Profil  verwiesen wurde.

Auf die Notiz vom 12.11. 2017 will ich nicht näher eingehen, da sie seitens der TTvon der APA – Meldung abgeschrieben wurde.

Und nun zu Ihrem Artikel ( TT v.13. 11. 2017, S. 2. )

Voranstellen möchte ich, daß Sie die einfachsten  journalistischen Regeln, sofern es Ihnen genehm scheint, zu negieren pflegen.

Sie hätten, bevor Sie Ihr herabwürdigendes Pamphlet einer breiten Öffentlichkeit unterzujubeln sich bemüßigt gefühlt haben, doch zumindest die Stellungnahme des  von Ihnen als “ Extremisten “ Bezeichneten einholen können. Pro forma wenigstens, denn Ihre Meinung stand sicher schon nach Kenntniserlangung des sog. “ Vorfalls “ fest.

Nur ganz nebenbei: es handelte sich nicht um die Altersgruppe über 70, sondern jene über 75. Den “ Überschwang der Gefühle “ erlaube ich mir unter der Rubrik Ferndiagnose abzulegen.

Meinen Namen haben Sie nicht erwähnt, wahrscheinlich um sich einer erneuten Namensverstümmelung zu entziehen. Ich verweise auf Ihre E – post vom 5. 9. 2017,  20, 53 Uhr:

 Des weiteren möchte ich an dieser Stelle kundtun, dass der von Herrn Guggenberger…….

Und ob der Veranstalter, der in der Siegerurkunde nicht einmal das korrekte Jahr  einzusetzen vermag, mich lebenslang von was auch immer ausschließen will, tangiert mich nur ganz marginal, da ich mit meinen 8 Weltmeister- und  pokalsiegen, einem Europameister, österr. Meistern und dutzenden Landesmeistern mit über 700 Siegen nicht auf ihn angewiesen war und auch nicht sein werde.

Darin enthalten 3 Journalisten WM Titel aus dem Jahr 2014, die Ihnen aber wohl aufgrund Ihrer vermutlich zeitaufwändigen Nazi – kombiniert mit Rassistenjagd entgangen sein dürften. Sei‘ s drum.

In weiterer Folge der Sentenz darf ich sie ja wohl einer linken Gesinnung zeihen, da Sie mich politisch rechts einordnen. Oder haben Sie am Ende gar keine, dann träfe bedauerlicherweise Off. 3, 16 auf Sie zu.

Zu Ihrem Augenzeugen P. will ich mich nicht äußern. Daß  der Veranstalter und der Herr Mondseer Bürgermeister offensichtlich zu feige waren, mich mit Ihren Verdächtigungen, die für die Herrschaften anscheinend alsogleich zur Gewißheit mutierten, zu konfrontieren, gleicht dem roten Faden, von dem ihr Artikel durchzogen wird. Ich war noch eine knappe Stunde nach der Preisverteilung anwesend und wenn man eine gewisse Zeitspanne ansetzt, bis sich die Betreffenden von Ihrer  selbstverschuldeten Schnappatmung erholt haben sollten, wäre noch genügend Gelegenheit  gewesen, um mit mir in‘ s Gespräch zu kommen.

Und nun kommen Sie, weil‘ s in einem Aufwaschen geht und so gut in dem von Ihnen herbeiphantasierten  “ Hitlergruß “ paßt, auch noch mit der Ausländerfeindlichkeit und wagen es doch tatsächlich, mich mit Fußballchaoten und ähnlichem Geschmeiß in einen Topf zu werfen und darin genüßlich umzurühren, indem sie mich mit Affenlaut Emittierenden und Holcaustleugnern auf eine Stufe stellen.  Pfui Daibel !

Daß mir auch noch die gebenedeiten Flüchtlinge und die interkulturellen Säulen an den Kopf geworfen werden, setzt Ihrem Artikel wohl die zeitgeistige Krone auf.

Und jetzt werd‘  ich Ihnen den wahren Grund meiner gestreckten Hand, der allen Eingeweihten bekannt ist, kundtun. Trotz mehrfacher Operationen – die letzte erst wieder vor wenigen Tagen – ist es mir mit eisernem Willen gelungen, hunderte Rennen zu fahren – ich weiß nicht, ob Sie wissen, daß beim Radfahren nicht nur Kopf und Beine von Nöten sind, sondern vor allem auch die Hände, und von diesen besonders die rechte Hand. Und diese meine  rechte, stark lädierte Hand werde ich Ihretwegen nicht hinter meinem Rücken  parken, ob es Ihnen nun gefällt oder nicht.

Ich präsentiere sie , um das ewig gültige Wort des Poeten zu verifizieren “ Der Geist ist’s, der sich den Körper baut „.

Das hätten Sie alles von mir erfahren können, wenn Sie das berücksichtigt hätten, was man schon am Anfang einer anvisierten Journalistenkarriere eingetrichtert bekommt, nämlich nichts, aber schon gar nichts ungeprüft zu übernehmen, und wenn es noch so sehr zum Fahrwasser paßt, in dem man sich zu suhlen pflegt.

Dies hatte ich bereits einem mich vor dem Erscheinungstag kontaktierenden Mitarbeiter des PROFILSunterbreitet. Daß meine Stellungnahme keine Gnade vor der Redaktion dieses Blattes fand, über-lasse ich der Würdigung eines jeden Unvoreingenommenen.

Und um meine rechte Gesinnung noch schön abzurunden, ein kleiner Exkurs, der Ihnen zeigen möge, daß es ohne meinen Einsatz im Bunde mit vielen weiteren Idealisten, allen voran Dr.  NENNING ( Auhirsch ) und Frau MEISSNER – BLAU heute keine Hainburger Au mehr gäbe und dort ein riesiges Kraftwerk die intakte Natur unwiederbringlich zerstört hätte. Die Staatsgewalt zerrte uns von den besetzten Bäumen und verprügelte uns, bevor man uns am Boden schleifend entfernte……..das war richtig  extrem,  aber damals  gab es noch echte Grüne und nicht das was heute unter diesem Namen firmiert und nur mehr eine ganz kümmerliche Ähnlichkeit zu den ersten Streitern hat.

Und wenn man schon jeden braunen Busch zeiht, ein Naziungeheuer zu verbergen, das nur auf einen günstigen Moment wartet, um daraus hervorzubrechen und die Republik aus den Angeln zu heben, dann freut man sich natürlich, wenn man nationalsozialistische Affinitäten herbeiphantasieren kann. Bitte richten Sie Ihrer geschätzten Kollegin, Frau FASCHIING aus, daß ich es nicht ersprießlich finde, wenn –  ich zitiere : Erweitert hat er die Wahrheit ( wie man eine Wahrheit erweitern kann,übersteigt mein Vorstellungsvermögen – entweder ist etwas wahr oder nicht – Anm. des Verf )um fiktive Elemente: So sympathisiert Unterguggenbergers Sohn Michi ( Aaron Friesz ) nun mit den Nazis – ein dramatischer Kniff, der verdeutlichen soll, wie groß die Gefahr ist, in schwierigen Zeiten zu einfachen Lösungen zu greifen –  man einen Toten, der sich glaublich nicht mehr zur Wehr setzen kann, wegen eines sogenannten dramatischen Kniffs posthum

mit Dreck bewirft. (  TT v. 19. 10. 2017,  S. 13 – Es war einmal eine sichere Bank – thematisierend das Schwundgeldexperiment  meines Großvaters in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts im Rahmen eines sog. TV Dramas ).

Dieser Michael UNTERGUGGENBERGER, im Krieg schwer verwundet, war der Bruder meines Vaters und hatte – ich kannte ihn gut – mit dem Nationalsozialismus ebenso wenig am Hut  wie manche Journalisten  mit einer profunden Recherche. Ich lasse mir meine untadeligen Vorfahren nicht von jedem X – Beliebigen beleidigen.

Und der Darstellerin der ROSA, der 2. Ehefrau meines Großvaters, möge sie ausrichten, daß sich dieselbe zeitlebens keines tirolischen Dialekts bediente, so daß sich eine Einübung desselben für die schauspielernde  Dame erübrigen sollte ( TT vom 27. 10. 2017  S. 15 ). Ich verkehrte  des öfteren in ihrem Haus und weiß es daher. Das nur nebenbei.

Ich will Sie nicht länger langweilen, würde Ihnen aber empfehlen, in dem Sie nährenden Druckerzeugnis vom 8. 11. 2017, S. 2  die rechte zum Nazigruß erhobene Hand des dortselbst konterfeiten amerikanischen Präsidenten zu verinnerlichen.  Wenn Sie damit fertig sind, darf ich Ihnen noch wärmstens empfehlen, sich das stenographische Protokoll der Nationalratssitzung vom 15. 12. 1989, S. 98  mit dem dort festgehaltenen Sieg Heil – Ruf zu Gemüte zu führen.

Zum Schluß meiner Ausführungen noch ein kurzes Dichterwort:

…..Man nennt mich ( richtiger: schimpft mich ) konservativ. Das stimmt, wenn man darunter einen Mann versteht, dem das Bewahren des  Vernünftigen  und Guten  im Geistigen ebenso wie im Alltäglichen  wichtiger  ist  als  das  Ändern um des Ändernsund das Verwerfen um des > Fortschritts < willen und der nicht um  jeden Preis > in < sein will, wie man heute so abscheulich zu sagen pflegt………….. ( Joachim  FERNAU ) Und im Übrigen ist mir die Entwicklung der Blattlinie der TT  von einer durch die alliierten Siegermächte   lizenzierten Presse über die Beteiligung der WAZ bis zur Gegenwart nicht verborgen geblieben.

So hoffe ich , daß  ich Sie nicht gelangweilt habe und Sie der Rezeption meiner Ausführungen sinnerfassend näherzutreten geruhen und zeichne mit freundlichem Gruß.

Hans Unterguggenberger m. p.

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