Straßenrennen in Tisina (SLO), 46,2 km

Samstag, 21. April: Straßenrennen in Tisina (SLO), 46,2 km

Neues Rennen, neues Glück. Mit nur 27 Startern (inklusive Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft) fällt die Beteiligung diesmal – selbst für slowenische Verhältnsse – dürftig aus. Bartonek ist dieses Rennen schon seit vielen Jahren gefahren, meist wird aber der Rundkurs abgeändert. So auch diesmal. 6 Runden á 7,7 km stehen auf schmalen Nebenstraßen auf dem Programm.

Starker Wind, feuchte bzw. naße Straße machen das Rennen schwer. Als nach 3 km wilder Jagd die erste Abzweigung erreicht und das Feld im starken Seitenwind aufgefächert wird, fällt auch schon die Entscheidung dieses Rennens. Irgendjemand läßt ein Loch, und vier Mann sind auf und davon. Bartonek ist diesmal wachsam und in der Spitzengruppe mit dabei.

Das Rennen selbst ist relativ langweilig. Die vier Spitzenreiter wechseln sich vorbildlich ab, da nimmt keiner die Beine hoch, alle leisten sie ihren Anteil an der Führungsarbeit. Sie fahren gleichmäßig, nicht superschnell, aber schnell, und da von hinten auch kein Druck mehr kommt, wächst der Vorsprung auf den restlichen Runden entsprechend an. Die drohenden Gewitterwolken werden immer dünkler und sinken tiefer, und in der Schlußrunde setzt auch tatsächlich leichter Nieselregen ein.

Bartonek konzentriert sich im Finale nicht auf den Stärksten, den Slowenen Tona Vidmar, der auch relativ locker gewinnt. Gegen den ist im Sprint sowieso kein Kraut gewachsen, und um aufs Stockerl zu kommen, muß er einen der beiden anderen schlagen. Der Sprint wird immer wieder verzögert, bis es Vidmar zu bunt wird und er antritt – sofort stürzen sich alle auf sein Hinterrad, aber erfolglos, denn der fährt seinen Zug durch und gewinnt ungefährdet. Als dann einer der beiden anderen die Beine hochnimmt und resigniert ausrollt, fährt Bartonek an ihm vorbei und belegt damit den dritten Rang. Der erste Podestplatz in der laufenden Saison!

Tona Vidmar (SLO, KK Rogla) gewinnt also mit 39,2 km/h Siegerschnitt, Bartonek wird Dritter – und das Feld, dem nur mehr der Sprint um Platz 5 bleibt, hat 3:12 Minuten Rückstand.

 

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