Monatsarchive: März 2012

Straßenrennen in Gorisnica, 76 km

Samstag, 31. März: Straßenrennen in Gorisnica, 76 km

Auf dem flachen 7,6-km-Rundkurs sind zehn Runden zu absolvieren, ganz unten an der kroatischen Grenze, und trotzdem nicht weit von der österreichischen entfernt. 84 Fahrer in der Klasse 50+, in der auch der Grazer Robert Bartonek startet, sorgen Woche für Woche für denselben Rennverlauf in der Anfangsphase der slowenischen Rennen: durch die immens hohen Niveauunterschiede gibt es auf den ersten Kilometern immer große Hektik, denn die schwächeren Fahrer wehren sich dagegen, abreißen zu lassen, indem sie ganz vorne ins Feld reinfahren und dort dann natürlich den stärkeren im Weg herumstehen. Das ergibt einen etwas gewöhnungsbedürftigen Rennverlauf. Dazu gleich die Attacken, das Feld zerreißt, und da trifft es dann meist auch einige der arrivierteren Fahrer. Daher ist es unerläßlich, gleich zu Beginn ganz vorne zu fahren, und diese Position unter allen Umständen auch zu halten.

Pannonischer DreiLaender Radmarathon

Dann folgt Phase zwei, die unbefähr bis zur Halbzeit dauert: eine gleichmäßige, einschläfernde Fahrt der Fahrer an der Spitze, die dann durch ein wilde Attacke beendet wird. Das Feld zerreißt, jetzt folgt eine Attacke der anderen. Wer da zurückfällt bzw. diesen Moment übersieht/verschläft, für den ist das Rennen vorbei. Wer sich aber mit dieser Art, Rennen zu fahren, arrangieren kann, der wird am Ende vorne sein.

Zu Beginn der Schlußrunde fährt Bartonek in der 14köpfigen Spitzengruppe, die bereits großen Vorsprung hat. Eine wilde, unübersichtliche Schlußphase gipfelt dann in einen rücksichtslosen Kraftsprint, in dem Bartonek den 10. Rang belegt.

Der Kroate Richard Podsednik (Mitte) gewinnt den Sprint vor Ales Boben (SLO, links) und Boris Fabjan (SLO) – Siegerehrungen sehen überall ähnlich aus!

Straßenrennen um den Großen Preis der Therme Moravske Toplice, 87 km

Sonntag, 25. März: Straßenrennen um den Großen Preis der Therme Moravske Toplice, 87 km

Solosieg von Ropret, der sich ganz knapp ins Thermengelände rettet.

Unverändertes Sommerwetter, so macht der Radrennsport auch im März großen Spaß. Wieder herrscht starker Wind, und der richtet wieder ein Chaos an. Bojan Ropret, der gestrige Sieger, war heute die treibende Kraft einer sehr frühen fünfköpfigen Ausreißergruppe, die dann im Finale zerfallen ist, nachdem sie vor Halbzeit schon 5 Minuten Vorsprung herausgefahren haben. Ropret fährt alleine weiter und gewinnt solo, knapp mit 5 Sekunden Vorsprung.

Bartonek hält im Feld von Anfang an gut mit, fährt immer in den ersten Positionen und schont seine Kräfte. Die Rechnung geht BEINAHE auf, das Feld nimmt Tempo auf und verkürzt den Rückstand, sammelt in den beiden letzten der sechs 14,5-km-Runden die abgerissenen Fahrer der ursprünglichen Spitze ein, Ropret selbst ist dann auch schon auf Sichtweite, kann sich aber knapp ins Ziel retten.

Bartonek fährt einen starken Sprint, wird Fünfter, liegt am Zielstrich aber nur ganz knappe 10 Zentimeter hinter dem Dritten.

Der mehrfache WM- und Olympiastarter Bojan Ropret erweist sich also mit seinen zwei Siegen als der derzeit stärkste Slowene, Bartonek landet im dritten Rennen der Saison zum drittenmal in den Preisrängen der ersten zehn.

 

Straßenrennen um den Großen Preis von Moravske Toplice, 76 km

Samstag, 24. März: Straßenrennen um den Großen Preis von Moravske Toplice, 76 km

Auf 8 flachen Runden á 9,5 km messen sich die Rennfahrer bei SOMMERLICHEN Temperturen von 25°, unter ihnen der Grazer Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft. Bereits die erste Runde ist eine gewaltige Selektion, denn auf den schmalen Nebenstraßen überstehen nur etwa 25 Mann die Tempojagd dieser ersten Runde. Durch die schmale Straße und den starken Wind können sich keine großen Staffeln bilden, und das sorgt dafür, daß die meisten der rund 80 Starter bereits in der ersten Runde ihre Chancen begraben können.

In der zweiten Runde zerfällt diese Spitzengruppe, drei Mann setzen sich ab, und in der dritten Runde kommt es bereits zu den ersten Überrundungen. Bei Halbzeit hat sich der Rennverlauf etwas beruhigt, aber es sind unglaublich viele kleine Gruppen und Einzelfahrer unterwegs, dadurch verliert man jede Übersicht. Das Leistungsgefälle bei diesen Rennen hier ist auch unglaublich hoch.

Bartonek hat das Glück, daß der hohe Favorit Bojan Ropret in der zweiten Rennhälfte von hinten kommt, ein paar Teamkollegen um sich gesammelt hat und mit denen dann aufs Tempo drückt. Fáhrer um Fahrer wird eingeholt. Einige superschnelle Runden, und die Gruppe hat zur Spitze aufgeschlossen. Bartonek konzentriert sich im Finale dann ganz auf Ropret, der als einziger einige Klubkollegen dabei hat, die ihm den Sprint dann auch mustergültig anfahren. Ropret setzt sich durch und gewinnt knapp vor Debeljak und Zlebic, Bartonek wird zeitgleich dahinter Neunter.

 

Straßenrennen um den Großen Preis von Murska Sobota (SLO), 64 km

Sonntag, 18. März: Straßenrennen um den Großen Preis von Murska Sobota (SLO), 64 km

Alle Jahre wieder: der Grazer Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft eröffnet die neue Saison mit dem nun schon traditionellen slowenischen Auftaktrennen in Murska Sobota. Auf der 64 km langen Schleife über Lendava, topographisch relativ anspruchslos, hatten die Teilnehmer vor allem gegen den Wind zu kämpfen.

Mit 23° sommerliche Temperaturen, 58 Starter in der Klasse 50+, darunter mit Bartonek ein einziger Österreicher. Bereits kurz nach dem Start setzt sich ein Trio unter der Führung des Slowenen Branko Kodelja ab und holt auf den ersten 20 Kilometern gleich mal 2 Minuten Vorsprung heraus, weil im Feld niemand reagiert.

Dann wird langsam Fahrt aufgenommen. Und während das Hauptfeld langsam näherrückt, zerfällt vorne das Trio, Kodelja fährt alleine weiter, die beiden anderen werden in Lendava vom Feld eingeholt. Nach Lendava kommt der Wind von schräg vorne und reißt das Feld auseinander. Vier Mann setzen sich ab und machen sich an die Verfolgung von Kodelja. Bartonek fährt an der Spitze des Feldes problemlos mit.

Das Feld zerfällt in einige Gruppen, etwa 20 Mann stark ist die erste Gruppe mit Bartonek, die wenig später zur Spitze aufschließen kann. Jetzt wird andauernd angegriffen, doch niemand kann sich absetzen. Kodelja hält sich auffallend zurück, Bartonek setzt sich an sein Hinterrad. Und tatsächlich, 8 km vor dem Ziel kommt der ruppige Antritt des Slowenen, der den Grazer am Hinterrad mitzieht. Im Handumdrehen können sich die beiden absetzen, Kodelja fährt wie ein Motorrad und als er wegschwenkt, hat das slowenisch/österreichische Duo eine gute halbe Minute herausgeholt.

Bartonek ist der Schwächere der beiden, kann nicht viel tun, um den Vorsprung zu halten, den Löwenanteil leistet Kodelja. Als es dann auf die 4 km lange Zielgerade geht, schüttelt er den Grazer auch gleich ab und fährt solo, den Sieg vor Augen, Richtung Murska Sobota. Bartonek wird dann auch knapp vor dem Zielstreifen vom Feld eingeholt. Während Kodelja alleine dem Wind trotzt, kommt das Feld dahinter rasend schnell näher. Kodelja wehrt sich verzweifelt, wird aber dennoch nicht einmal einen Kilometer vor dem Ziel eingeholt – das ist bitter! Der Sprint ist eröffnet, Bartonek hält tapfer mit, der sprintstarke Marjan Srnel (KD Rog Club Garmin Polet) kann sich ganz knapp vor seinem Klubkollegen Dusan Taric durchsetzen. Bartonek, der auf den letzten Metern auch noch an Kodelja vorbeifährt, sprintet auf Platz 8. Ein schöner Saisonauftakt!