Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Oberwart, 20,2 km bzw. 14,4 km

Sonntag, 2. Oktober: Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Oberwart, 20,2 km bzw. 14,4 km

Der Veranstalter hatte nicht den traditionellen Kurs vom Oberwarter Innenstadtkriterium gewählt, sondern einen neuen. Eine lange Veranstaltung (gut 7 Stunden) hatte wahrscheinlich den Ausschlag gegeben, daß der Hauptplatz nicht hätte gesperrt werden können. Die neue Strecke war technisch schwierig, schmale Straßen, aber nicht irregulär. Dennoch kam es in den verschiedenen Klassen zu auffallend vielen Stürzen, beinahe alle an ein und derselben Stelle, nämlich der Kurve nach dem Zielstrich. Und da stellt sich bei einer solchen Häufung schon die Frage nach dem Grund. Wenn man einfach technische Unzulänglichkeiten angibt, macht man es sich vermutlich zu einfach. Ín den Wertungsrunden kamen die Fahrer immerhin mit Geschwindigkeiten von über 50 km/h zu dieser Kurve, die dann relativ eng wurde.

Robert Bartonek, vor zwei Jahren immerhin Österreichischer Vizemeister in dieser Disziplin, hatte anfangs in dem Bewerb über 21 Runden (7 Wertungen) seine liebe Not. Nach einer Anfangsoffensive gab es erst mal eine Schrecksekunde, als es in besagter Kurve zum Sturz kam. 9 Fahrer der Klasse 2 und 10 aus der Kategorie 3 bildeten das Starterfeld von anfangs 19 Mann. Durch den Sturz kam es leider dazu, daß sich eine kleine Gruppe mit Teigl, Treitler, Hrinkow und Bruchmann absetzen konnte. Dahinter dauerte es einige Runden, bis das weit versprengte Feld wieder zusammenfand. Mit Fortdauer des Rennens fand Bartonek immer besser ins Renngeschehen, ein weiterer Sturz (diesmal blieb Engelbert Gaubitzer, Kategorie 3, mit zertrümmerter Hüfte liegen) brachte wieder Unruhe ins Rennen, ehe dann in einer Schlußoffensive Bartonek das Feld langziehen konnte und als Zweiter ins Ziel kam, dadurch noch 3 Punkte holte. Der Sieg von Treitler vor Teigl war nicht mehr anzutasten, doch Bartonek konnte noch auf den sehr guten 6. Platz fahren.

Fahrer aus den Kategorien 4 bis 6 nahmen danach als letzte Gruppe das Rennen auf. Sie hatten 15 Runden (5 Wertungen) und 14,4 km zurückzulegen. Hier war der frischgebackene Bergmeister Hans Unterguggenberger mit von der Partie und trachtete nach einem weiteren Titel. Wie meist ging es dabei in der Klasse 6 der ältesten Starter nur darum, ob und wer einen Punkt ergattert. Meist ist das schon der Sieg, zumindest aber ein sicherer Podestplatz. Der Hans hatte in der Anfangsphase das Pech, einen sicher scheinenden Punkt noch durch Unkonzentriertheit  und Nachlässigkeit zu verschenken, und genau das rächte sich letztlich bitterlich. Schalk vor Pelz und Schäbinger lautete der Zieleinlauf der Schlußrunde, und Lackner als Vierter holte sich einen Punkt und damit den Staatsmeistertitel der Klasse 6.

Durch einen Sturz in der Schlußrunde wurde Hans noch behindert, mußte abbremsen und verlor damit seine gute Position, die er auf den verbleibenden Metern bis ins Ziel nicht mehr zurückholen konnte. Somit holte sich Lackner denTitel, für Hans blieb nur der enttäuschende 4. Rang.

 

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