Almsee-Einzelzeitfahren in Grünau/Almtal, 27,5 km

Samstag, 17. September: Almsee-Einzelzeitfahren in Grünau/Almtal, 27,5 km

Auf der wunderschönen Strecke im Almtal im Salzkammergut wurde das Grünauer Einzelzeitfahren ausgetragen: die 27,5 km bis zum Almsee und zurück nach Grünau sind schon so etwas wie ein Klassiker. Selektive Strecke, sommerlich warmes Wetter, aber sehr starker Wind, dennoch drei Streckenrekorde: Lukas Pöstlberger verbessert den Streckenrekord um beinahe eine Minute auf 34:11 (48,3 km/h). Bei den Damen gibt es durch Daniela Rechberger bei den Rennrädern und Bianca Grafinger bei den Mountainbikern jeweils neue Streckenrekorde. Von der UGB-Renngemeinschaft waren Vizeweltmeister Hans Unterguggenberger und Robert Bartonek am Start.

Robert Bartonek nahm das Rennen um 13.38 Uhr, Hans Unterguggenberger folgte mit der Startzeit um 14.05 Uhr. Bartonek hatte hier in den beiden vergangenen Jahren einen 3. und einen 6. Rang belegt, er fuhr diesmal mit 43:14 Minuten zwar die schwächste Zeit seiner drei Rennen auf dieser Strecke, blieb etwa um eine dreiviertel Minute hinter seiner Vorjahrszeit, das ist der Rückstand, den er im Moment noch durch seine schwere Verletzung auf die Vorjahrsform hat. Dennoch wurde es auch in diesem Jahr der 7. Rang. Der Sieg ging an Helmut Mayr (ARBÖ Gourmetfein-Wels) in génau 39:00 Minuten, der sich vor Helmut  Schürhangl (ARBÖ Hrinkow Bikes Steyr) in 40:30 durchsetzte. Die Sensation aber war der dritte Rang, nämlich Vizeweltmeister Hans Unterguggenberger, der hier in dieser Klasse auf um bis zu 21 Jahre jüngere Konkurrenten traf.

Der Hans legte die Strecke in 41:30 Minuten zurück und bewies damit einmal mehr seine unglaubliche Hochform. Der Lohn war der dritte Rang in der Klasse ab 51 Jahren. Und mit seiner Leistung klassierte sich Hans darüber hinaus noch in der ersten Hälfte des gesamten Starterfeldes. Selbstverständlich gab es nachher noch eingehende Diskussionen über die Klasseneinteilung, wirklich das einzige Manko dieser Veranstaltung. Und als Hans die Gelegenheit hatte, darüber mit dem Bürgermeister (auf dem Foto unten rechts neben Hans) zu sehen, tat er das auch. Dabei entspann sich folgender Dialog:

Hans: Bürgermoasta, iaz redn ma tacheles. Wannst net nexts Johr a Klass wenigstens üba 60 mochst, donn bist die längste Zeit Bürgermoasta gwesn, wäu donn sorg i dafir, daß di koana mehr wöht, wäu i bin a Werbeprofi, und den Vödzug, den i donn organisier, wonnst nix unternimmst, dea bricht da des Gnack. Samma beinond? Wäu i loß mi ois 73jähriger ned mit über 20 Johr Jingere in an Topf schmeissn.

Bürgermoasta: Jo, do muaß i glott wos mochn…

Hans: So, und iaz stöst di mit mia auffi aufs Podest, i heb di scho, damitst ned umfoist.

Sprach´s und packte den Bürgermoasta beim Schlawittchen und stellte ihn neben sich aufs Podest. Warum die anderen lachen und nur dem Bürgermoasta sichtlich unwohl in seinem Trachtenanzug ist, das ist leider nicht überliefert…

 

 

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