Deutschlandsberger Weltradsportwoche: Ölspur-Nationen-Radmarathon in Deutschlandsberg, 92 km

Sonntag, 21. August: Deutschlandsberger Weltradsportwoche: Ölspur-Nationen-Radmarathon in Deutschlandsberg, 92 km

Am Sonntag wird die Radsportwoche mit dem traditionellen Marathon, der aber nicht mehr zur Gesamtwertung zählt, abgeschlossen. Heuer wurde erstmals auf die lange Strecke (160 km über Hebalpe) verzichtet, somit war der 90-km-Bewerb, den der Grazer Robert Bartonek in den letzten drei Jahren gewonnen hatte (zweimal absolut, letztes Jahr Klassensieger), die einzige Alternative zur kurzen 60-km-Distanz.

Bartonek absolvierte diesmal den Marathon nicht als Titelverteidiger mit der Ambition, den Sieg ein viertes Mal zu ergattern, sondern gab sich mit der zurückgelegten Distanz zufrieden. Nach der langen Verletzungspause eine willkommene Gelegenheit, ein paar schnelle Kilometer in die Beine zu bekommen. Und schnell wurde gefahren! Gleich beim ersten Anstieg nach eineinhalb Kilometern ging eine kleine Spitzengruppe weg, in der Bartonek nicht vertreten war.

Der Grazer fand sich erst in der zweiten Gruppe wieder, die, angeführt vom Lokalmatador Lukas Grünwalder, lange Zeit vergeblich versuchte, den Anschluß zu finden. Vorne waren einige der stärksten Marathonfahrer des Landes darauf bedacht, ihren Vorteil nicht mehr aus der Hand zu geben. Nach etwa 30 Kilometern lag die zweite Gruppe gut eineinhalb Minuten zurück, aber von da an ging der Vorsprung schnell in die Höhe.

Hinten fand man sich mit der Niederlage ab, was dazu führte, daß das Tempo etwas absank. In der hügeligen Schlußrunde, die nicht mit allerletztem Einsatz gefahren wurde, konnte sich Bartonek dank dieses Umstandes ganz gut halten und kam auch mit dieser Gruppe ins Ziel, wo er den dritten Rang in diesem Pulk belegte. Da keiner der Fahrer der Altersklasse 40+ in der ersten Gruppe vorne vertreten war, wurde dieser Titel mit drei Minuten Verspätung im Sprint vergeben. Während sich der Wiener Günter Baringer (Sport-Nora) den Marathonsieg holte, ging der Altersklassen-Sieg an den Belgier Kenneth Mercken, Bartonek blieb der zweite Rang.

 

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