Radmarathon in Sankt Pölten, 95,6 km bzw. 42,3 km

Sonntag, 3.Juli: Radmarathon in Sankt Pölten, 95,6 km bzw. 42,3 km

„Der Härteste im Osten“ – mit dem Attribut wirbt der St. Pöltner Marathon heuer bereits zum vierten Mal – und wie in der Vorwoche in Mondsee regnet es auch diesmal wieder – es kommen aber noch Windböen in Sturmstärke. Hans Unterguggenberger, Roman Hofer und Robert Bartonek schreiben auch das nächste Kapitel im Senioren-Consul-Marathoncup. Unterguggenberger nimmt die „Light“-Version des Marathons unter die Räder, auf den 43 km hat er mit dem Scheitelpunkt am Plambacheck 500 Höhenmeter zurückzulegen.

Bereits auf der Anfahrt zu diesem schweren Anstieg fällt Hans jedoch aus dem Feld zurück, kann dann aber beim knapp 5 km langen Aufstieg seinen schärfsten Konkurrenten im Kampf um den Tagessieg und auch den Gesamtsieg, Herbert Lackner, ganz klar distanzieren. Diesen Vorsprung kann Hans dann aber nicht zurück ins Ziel nach St. Pölten retten, Lackner kommt in der Abfahrt wieder zu ihm hin, doch im Finale kann sich der Hans am letzten Kilometer durchsetzen und feiert einen weiteren Marathon-Sieg.

Der Hans erreicht in 1:22:53 als 22. das Ziel, 3 Sekunden vor Herbert Lackner und achteinhalb Minuten vor Karl Eckhart. Insgesamt 178 Fahrer werden über diese Distanz klassiert, der Tagessieg geht an Johannes Gratz (Sportunion Prinzersdorf) der dieStrecke in 1:14´:33 zurücklegt.

Eine halbe Stunde früher schon wurde der „Classic“-Bewerb über 96 km gestartet, in dem Hofer und Bartonek an den Start gingen. Dieser Bewerb war von mehreren Stürzen geprägt, der erste ganz große Massensturz ereignete sich bereits nach wenigen Kilometern beim Bahnübergang in Weinburg, als mehrere Fahrer auf den schräg verlaufenden Geleisen der Mariazeller Bahn ausrutschten, andere darüberfielen und so mehr als 30 Fahrer hier bereits mit dem Asphalt Bekanntschaft machten. Mitten drin im Getümmel auch Robert Bartonek, der zwar nicht zu Sturz kam, wie sehr viele andere aber hier abgehängt wurde. Er mußte beimunmittelbar danach beginnenden ersten Anstieg zum Plambacheck nachfahren, kam aber an die erste Gruppe nie mehr heran.

Mit geringem Rückstand überquerte er die Bergkuppe, während Roman Hofer da in der vorderen Gruppe mitgehalten hatte und seine ausgezeichnete Form auch bei diesen widrigen Witterungsverhältnissen beweisen konnte.

Am zweiten Anstieg, Wetterlucke, kann die Gruppe mit Bartonek zu einer vorderen aufschließen, und beim dritten Anstieg, der berüchtigten „Luft“, bricht die Gruppe auseinander, mit drei anderen Fahrern kann Bartonek mehrere Fahrer vor ihm ein- und überholen, macht hier viel Boden gut und springt in die übernächste Gruppe nach vorne. In der kurvigen Abfahrt dann aber, nach genau 40 km, das jähe Ende. Durch einen ganz langsam vor ihm fahrenden Teilnehmer kommt Bartonek schwer zu Sturz und erleidet einen Schlüsselbeinbruch sowie einen Teilbruch des linken Schulterblattes. Für ihn endet der Marathon im Krankenhaus in St.Pölten.

Roman Hofer schlägt sich hervorragend. Er kommt als 17. ins Ziel nach St.Pölten verliert in 3:01:26 nur knappe 11 Minuten auf den Tagessieger Erwin Gabler (VRC Kamptal). In seiner Altersklasse 1 bedeutete das den ausgezeichneten 4. Rang. Leider war er vom Podest (3. Gottfried Lang) mit 7 Minuten doch ganz klar weg, hat aber jetzt einen Podestplatz im Marathon-Cup in Griffweite.

 

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