Straßenrennen um den Großen Preis von Sezana (Slowenien), 96,4 km

Donnerstag, 23. Juni 2011: Straßenrennen um den Großen Preis von Sezana (Slowenien), 96,4 km

Bei regnerischem Wetter, aber trockener Hitze (29° C) nahmen die Fahrer der Masterklasse 50+ den 24,1 km langen sehr schweren Rundkurs insgesamt viermal unter die Räder. Unter den 75 Startern aus 4 Nationen war auch der Grazer Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft. Der Rundkurs führt hier unmittelbar an der italienischen Grenze (Luftlinie gerade mal 10 km bis zum Meer bei Triest!) durch die kleine Ortschaft Lipica, dem ursprünglichen Gestüt der weltbekannten Lippizaner-Pferde.

Durch ein paar Attacken in der ersten Runde wird das Feld zerrissen, und die erste größere Gruppe mit Bartonek liegt nach dieser ersten Runde bereits 2:40 Minuten hinter den Spitzenreitern. In der zweiten Runde wird von allen geschlafen, das Feld liegt nach halber Distanz gut 4 Minuten zurück. Die 155 Höhenmeter pro Runde sind nicht zu unterschätzen, und der böige Wind tut sein übriges, um das Starterfeld zu dezimieren.

Wegen der Schulterschmerzen (Souvenir an den Sturz beim Schwechater Marathon vor beinahe einem Monat!) kann Bartonek die Anstiege zur sitzend fahren, was ein gewisses Handikap darstellt: um Löcher zuzufahren, vor allem auf den kürzeren Anstiegen, müßte man schon mal aus dem Sattel gehen.

In der vorletzten Runde greifen dann die Italiener an, die bis dahin ganz vorne nicht vertreten sind. Zunächst bildet sich ein größeres Feld von 21 Mann mit Bartonek, das Jagd auf die versprengten Ausreißer macht. Bis zur letzten Zieldurchfahrt schiebt sich alles weiter zusammen, als es in die letzte Runde geht, liegen 4 Mann 20 Sekunden vor 6 Verfolgern, 2 Minuten vor einer weiteren Vierergruppe und 2:15 vor der Gruppe mit Bartonek.

Alle Gruppen zerfallen, Bartonek hält mit und kann ein paar Fahrer mit seiner Gruppe einholen, die einzeln unterwegs sind. In seiner Gruppe geht es dann um den 11. Rang, als am letzten Anstieg hinter Lipica ohne Rücksicht auf Verluste angegriffen wird. Bartonek fährt an vorderster Front über diese Steigung, in der letzten Abfahrt wird noch ein weiterer Fahrer eingeholt, und 1:41 Minuten hinter dem Sieger Metod Mocnik (Slowenien, KD Alpe) sprintet Bartonek auf den 8. Rang und darf sich über die neuerliche Formsteigerung freuen.

 

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