Monatsarchive: März 2011

Giro di Gorenjska, 4. Etappe: Straßenrennen rund um Kranj, 126,5 km

Sonntag, 27.März 2011: Giro di Gorenjska, 4. Etappe: Straßenrennen rund um Kranj, 126,5 km

Mit dem längstenTeilstück geht die Rundfahrt am Sonntag zu Ende, rund um Kranj sind meist flache 126 km zurückzulegen, pünktlich um 9.10 Uhr starten de Fahrer der Masterkategorie 50+. Wieder gibt es viele Angriffe gegen die Doppelführung des slowenischen Bambi-Teams, doch Ropret und Sipelj können alle Versuche abwehren, ihre Spitzenpositionen anzugreifen. Vor allem die Italiener versuchen vehement, immer wieder wegzufahren, doch die Slowenen ersticken alle Versuche schon im Keim.

Die Schwierigkeiten dieser Schlußetappe: auf engstem Raum geht es kreuz und quer über größtenteils schmale, enge Nebenstraßen, durch die vielen Kurven und Abzweigungen ändert sich auch andauernd die Windrichtung, und bei dem starken Wind, eigentlich schon Sturm, wird diese Etappe vor allem eine technische Herausforderung. Immer wieder wird angegriffen, sofort nachgefahren, hohes Tempo, dann eine Bummlerei und warten auf den nächsten Angriff. Diese Intervalle in Addition mit der langen Distanz sind die Hauptgründe, weshalb Fahrer zurückfallen.

Nach etwa 80 km muß Bartonek auch reißen lassen und fährt die Etappe dann in einer 15köpfigen Gruppe zu Ende. Mirko Cerncic (Slowenien) holt sich durch eine Attacke 2 km vor dem Ziel die Etappe mit 16 Sekunden Vorsprung auf den ehemaligen slowenischen Straßenmeister Ales Hren, Bartonek belegt mit 9:19 Minuten Rückstand den 38. Tagesrang.

In der Gesamtwertung gewinnt Bojan Ropret, mehrfacher WM- und Olympia-Teilnehmer, mit 1:15 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Joze Sipelj (beide Team Bambi), mit 29:05 Minuten Rückstand belegt Bartonek den 31. Rang in der Gesamtwertung. Insgesamt werden 98 Fahrer klassiert.

 

Giro di Gorenjska, 3. Etappe: Bled – Kranj, 56 km

Samstag, 26. März: Giro di Gorenjska, 3. Etappe: Bled – Kranj, 56 km

Nachmittagsetappe von Bled zurück nach Kranj. Nur 56 km, größtenteils leicht bergab, noch dazu mit Rückenwind. Das hohe Tempo ist vorprogrammiert, die Mittagspause war gerade mal zweieinhalb Stunden lang, da ist niemand wirklich erholt. Bartonek schafft es dennoch, relativ lange im Feld mitzuhalten.

Es gibt viele Attacken, viele Angriffe auf die Spitzenposition des slowenischen Olympiateilnehmers Bojan Ropret, dessen Bambi-Team erweist sich aber als das stärkste im Bewerb, steigt jedem Ausreißer sofort kompromißlos hinterher und kann somit das Feld sehr lange kompakt und geschlossen halten.

5 km vor dem Ziel muß Bartonek dann doch noch reißen lassen, bei dem hohen Tempo kann niemand mehr ans Feld heranfahren. Bis ins Ziel verliert Bartonek 1:12 Minuten und belegt den 29. Rang. Der Sieg geht im Massensprint an den Italiener Loris Chersin (GS Danieli), in der Gesamtwertung verteidigt Bojan Ropret (Team Bambi) seine Gesamtführung, Bartonek rückt mit 19:46 Minuten Rückstand an die 37. Stelle vor.

 

Giro di Gorenjska, 2. Etappe: Kranj – Jesenice, 69 km

Samstag, 26. März: Giro di Gorenjska, 2. Etappe: Kranj – Jesenice, 69 km

Bereits um 9.10 Uhr erfolgt der Start zur zweiten Etappe, was die Nachtruhe extrem kurz hält. Maximal viereinhalb bis 5 Stunden waren möglich, wenn man das Essen ausfallen läßt. Dementsprechend ist der Kräfteverschleiß in dieser Rundfahrt, macht sie doch so gut wie alle Regenerationsmaßnahmen, die ein Rennfahrer in einer Rundfahrt beachten muß, völlig unmöglich.

Der Rennverlauf ist ähnlich dem Vortag: hohes Tempo, viele Attacken, das Feld zieht sich in die Länge, reißt dann an mehreren Stellen, es bilden sich mehrere Gruppen, die zweite und dritte orientieren sich nach vorne hin, der Rest beschließt, sich nicht sonderlich weh zu tun und rollt gleichmäßig dem Ziel entgegen. Robert Bartonek gehört zum Rest.

Kurz vor dem Ziel wartet der rundfahrtentscheidende Berg, 4 km lang, Bartonek fährt da bereits in einer abgeschlagenen 6-Mann-Gruppe, die über diesen Berg aber beisammen bleibt. Im Ziel trifft Bartonek als 51. ein, 14:22 Minuten hinter dem Sieger Bojan Roprét (Slowenien, Team Bambi), der die Strecke mit einem Schnitt von 38,7 km/h absolviert. Er hat 1:15 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Joze Sipelj. Dieselbe Situation auch in der Gesamtwertung, Ropret führt mit 1:15 Minuten vor Sipelj (beide Slowenien, beide Team Bambi). Bartonek liegt an der 48. Stelle, 18:34 Minuten dahinter.

 

Giro di Gorenjska, 1. Etappe: Nacht-Rundstreckenrennen in Kokrica bei Kranj, 52,5 km

Freitag, 25. März 2011: Giro di Gorenjska, 1. Etappe: Nacht-Rundstreckenrennen in Kokrica bei Kranj, 52,5 km

Keine gute Ausgangsposition für den Grazer Robert Bartonek, den einzigen Starter der UGB-Renngemeinschaft: mit gerade mal zwei Rennen in den Beinen, mit insgesamt 150 Rennkilometern, davon aber gut 120 km abgerissen hinter dem Feld, stehen die Chancen, hier mithalten zu können, nicht sehr gut. Um 21.50 Uhr gehen die Fahrer der Masterklasse 50+ ins Rennen auf dem 3,5-km-Rundkurs.

Die internationale Besetzung (auch Kroaten, Serben, Italiener und Ungarn sind am Start) sorgt für hohes Tempo und ständige Attacken, und in der 5. Runde muß Bartonek auch reißen lassen, doch es gelingt ihm eine Runde später mit einer kleinen Gruppe noch einmal der Anschluß. In der 7. Runde dann die endgültige Entscheidung, diesmal kann Bartonek nicht mehr den Anschluß finden, doch fährt er drei Runden lang auf Sichtweite hinter dem Feld her.

Am Ende entgeht Bartonek nur haarscharf einer Überrundung, hat 4:12 Minuten Rückstand und landet an der 41. Stelle. Der Sieg geht an den Slowenen Marjan Paulic (KD Butan plin), der sich mit einem Schnitt von 42,0 km/h im Sprint vor dem Italiener Loris Chersin (GS Danieli) und dem Slowenen Boris Fabjan (KK Castra) durchsetzt.

 

Straßenrennen in Marjeta, 84 km

Sonntag, 20. März 2011: Straßenrennen in Marjeta, 84 km

Mit einem Straßenrennen im etwa 20 km südlich von Marburg gelegenen Marjeta wird die slowenische Radsportsaison fortgesetzt. Wieder mit dabei der Grazer Robert Bartonek, der nach seinem Saisonstart in der Vorwoche jetzt jede Gelegenheit nutzen möchte, um Rennkilometer zu sammeln. Der riesige Trainingsrückstand, bedingt durch die Knieoperation zu Weihnachten, läßt erst seit kurzem ein geregeltes, seriöses Training zu.

Wieder herrscht ideales, sonniges Wetter, 17°, starker N-Wind, und das wieder über 100 Mann starke Feld der Masterklasse 50+ geht um 9.15 Uhr ins Rennen. Auf einem völlig flachen 12 km langen Rundkurs, der größtenteils aus kilometerlangen Geraden besteht, sind 7 Runden zurückzulegen, die Klasse 60+ fährt 6 Runden.

Bereits nach 2 Runden fährt Bartonek in einer 10 Mann starken abgerissenen Gruppe hinter dem immer kleiner werdenden Feld her, am Ende klassiert sich Bartonek an der 51. Stelle mit 14:38 Minuten Rückstand hinter dem Sieger, der abermals Mirko Cerncic (Omega-air) heißt.

Es fehlt die Ausdauer, die Spritzigkeit, es fehlt an jeder Fähigkeit, die nötig ist, um in einer Gruppe mitzufahren. Das wird ein ganz, ganz harter Weg für den Grazer werden, in den nächsten Wochen zu einer halbwegs akzeptablen Form zu kommen.

 

Straßenrennen in Murska Sobota, 65 km

Sonntag, 13. März 2011: Straßenrennen in Murska Sobota, 65 km

Saisonauftakt wie üblich im slowenischen Murska Sobota, eine gute Autostunde südlich von Graz: auf der flachen, großen 65-km-Schleife nach Lendava im Dreiländereck Slowenien/Ungarn/Kroatien und wieder zurück namen bei heiterem, idealem Wetter (17° C) mehr als 120 Fahrer in der Masterklasse 50+ das Rennen in Angriff. Der starke, böige Wind, der manchmal beinahe Orkanstärke entwickelt, reißt das Feld sofort unmittelbar nach dem Start in viele kleine Stücke. Bereits 3 km nach dem pünktlichen Startschuß um 9.15 Uhr ist für die meisten Teilnehmer das Rennen bereits vorüber. An derSpitze hat sich eine ca. 20 Mann starke Gruppe abgesetzt.

Der Grazer Robert Bartonek hat es doch noch geschafft, sein Training so weit zu optimieren, daß er an den Start gegangen ist. Doch die Form ist weit hinter der Erwartung zurück. Bereits nach 500 Metern ist der Grazer abgerissen und rettungslos zurückgefallen. In einer kleinen Gruppe mit wechselnden Fahrern (anfangs drei Mann, später 6, zeitweise sogar acht Mann, dann wieder nur vier) liegt Bartonek bei Halbzeit etwa 3 Minuten hinter der Spitze, im Ziel dann allerdings 10 Minuten. Mit genau 9:55 Minuten Rückstand erreicht Bartonek das Ziel und belegt den 55. Rang, ein Platz im guten Mittelfeld. Dennoch, wenn man dieses Rennen vor zwei Jahren noch gewinnen konnte, ist das ein Ergebnis, das NICHT zufriedenstellen kann.

Der Sieg geht an den neuen slowenischen Superstar Mirko Cerncic (Omega-air), der mit einem Schnitt von 39,2 km/h gewinnt. In der Klasse 60+ setzt sich der Veteran Drago Frelih vor seinem Langzeitrivalen Janez Zakotnik durch (Siegerschnitt 37,1 km/h).

 

Ergebnisse März 2011

Sonntag, 13. März: Straßenrennen in Murska Sobota (SLO), 65 km

55. Robert Bartonek

 

Sonntag, 20. März: Straßenrennen in Marjeta (SLO), 84 km

51. Robert Bartonek

 

Freitag, 25. März: Giro di Gorenjska, 1. Etappe: Nacht-Rundstreckenrennen um den Großen Lavi-Preis in Kokrica bei Kranj (SLO), 52,5 km

41. Robert Bartonek

 

Samstag, 26. März: Giro di Gorejnska, 2. Etappe: Kranj – Jesenice (SLO), 69 km

51. Robert Bartonek

 

Samstag, 26. März: Giro di Gorenjska, 3. Etappe: Bled – Kranj (SLO), 56 km

29. Robert Bartonek

 

Sonntag, 27. März: Giro di Gorenjska, 4. Etappe: Straßenrennen rund um Kranj (SLO), 126,5 km

38. Robert Bartonek

 

Giro di Gorenjska, Gesamtwertung-Endstand

31. Robert Bartonek

Saisonauftakt in Murska Sobota, Slowenien

13. März: Saisonauftakt in Murska Sobota, Slowenien

Traditionell beginnt die Saison mit dem Straßenrennen im slowenischen Murska Sobota Mitte März. Von der UGB-Renngemeinschaft war nur der Grazer Robert Bartonek am Start und wurde regelrecht vorgeführt. Bereits nach 500 Metern aus dem Hauptfeld abgerissen, wurde ihm seine aktuelle Form dramatisch vor Augen geführt. Bartonek wird in den folgenden Wochen die Möglichkeit nutzen, in Slowenien mehrere Rennen zu bestreiten, da es in unserem südlichen Nachbarland im Gegensatz zu Österreich überhaupt Rennen gibt.

Durch die geographische Nähe und dadurch verbundene kurze Anreise sind diese Bewerbe ideal, um Form aufzubauen.