Samstag, 23. Oktober 2010: Straßenrennen Gran Premio Cittá di Caorle, Memorial Trofeo Adriano Sartori, Abschlußrennen im Giro Alto Adriatico, 99,6 km

Wann wird´s endlich wieder Sommer? Heute war es jedenfalls schon wieder ein Schritt in diese Richtung. Bei warmen Temperaturen um die 17° und starkem Südwind mußte das Monsterstarterfeld von mehr als 110 Rennfahrern der Kategorie Gentlemen die drei Runden rund um Caorle absolvieren. Mit Robert Bartonek war auch ein Mitglied der UGB-Renngemeinschaft mit dabei, wenngleich er für die Padoveser Mannschaft Tecnoimpianti Padova an den Start ging. Der Grazer Vorjahrssieger war jedoch von einer Titelverteidigung meilenweit entfernt. Vom letzten Wochenende schwer verkühlt, ging Bartonek dennoch an den Start, obwohl er erst seit dem Vortag fieberfrei war. Eine einzige Trainingseinheit in dieser Woche ist viel zu wenig gewesen, um auch nur einigermaßen konkurrenzfähig zu agieren.

Bereits in der ersten Runde sorgte der starke Wind für eine Selektion, doch die starken Fahrer hatten keine Probleme, die Spitzengruppe zu halten. Doch in Runde 2 war es dann so weit, mehrere Fahrer hatten es darauf angelegt, das Feld zu sprengen, allen voran Tarlao und Maracani, die mit ihren Mannschaften immer wieder mit langen Führungen im Gegen- und Seitenwind das Feld in die Länge zogen und dann mit ruppigen Attacken versuchten, die lange Einserreihe zu sprengen. Doch immer wieder konnten abgehängte Fahrer die Lücken schließen und nach 55 km fiel dann eine erste Vorentscheidung, als in La Salute eine 14köpfige Gruppe ihr Heil in der Flucht suchte. Bartonek war in diesem Moment zu weit hinten im Feld, konnte nicht mehr aufschließen und blieb somit vorerst in der zweiten Gruppe hängen.

Auf den letzten 10 km des Rundkurses blies den Fahrern der starke Wind direkt ins Gesicht. Weil sich in dieser Phase sowohl die erste als auch die zweite Gruppe abermals teilten, fiel Bartonek in die vierte Gruppe zurück. Erst zu Beginn der dritten und letzten Runde konnte der Grazer mit zwei weiteren Fahrern doch noch zur dritten Gruppe aufschließen, doch eine Entscheidung war bereits gefallen: für eine Wiederholung seines Triumphes aus dem Vorjahr kam der Grazer nicht mehr in Frage.

Auf den letzten 20 km des Rennens wurde der Rennverlauf aber noch einige Male gekippt. Zunächst setzte sich Silvano Tittoto solo ab, mußte jedoch im starken Wind zuviele Körner lassen, wurde wieder eingeholt, und als sich postwendend eine dreiköpfige Gruppe in Front setzte, war er nicht mehr dabei. Auch diese Gruppe wurde wieder gestellt, 5 km vor dem Ziel lagen dann plötzlich acht Mann in Führung.

Hinten kämpfte Bartonek in einer kleinen Gruppe gegen die Niederlage an, doch die war nicht mehr abzuwenden. Mit zwei Fahrern aus dem De-Luca-Team aus Portogruaro kam Bartonek noch einmal an die zweite Gruppe bis auf Sichtweite heran, doch dann waren auch die Körner dieser dreiköpfigen Gruppe verschossen. Am Ende lag Bartonek im Ziel an der 15. Stelle, 1:55 Minuten hinter dem Sieger.

Der Ex-Profi Roberto Pagnin gewann das Rennen im Sprint vor einem weiteren Ex-Profi, dem Slowenen Bojan Ropret.

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