Samstag, 16. Oktober 2010: Kirtarennen in Teisbach bei Dingolfing, 30 km bzw. 18 km

Beim traditionellen 16. Kirtarennen des RSV Dingolfing, ausgetragen in Teisbach im Landkreis Dingolfing in Bayern, waren diesmal nur die Wetterfestesten gefragt. Nieselregen, 7°, teilweise stark verschmutzte Straßen, in der Abfahrt nach Loitzing zudem auch viel Laub auf der Fahrbahn, eckig-kurviger Kurs, das waren die Zutaten zu diesem Klassiker, an dem heuer erstmals auch zwei Fahrer der UGB-Renngemeinschaft teilnahmen.

Pro Runde waren 50 Höhenmeter mit einer maximalen Steigung von 10 % zurückzulegen, der Zielanstieg forderte in jeder Runde seine Opfer. Mit ungefähr einem Kilometer Länge war er naturgemäß für die meisten Fahrer zu lange, sobald konsequent aufs Tempo gedrückt wurde.

In der Seniorenklasse 4 wurde Hans Unterguggenberger nur vom Neuöttinger Rupert Augsberger geschlagen. Die Fahrer mußten in dieser Altersklasse nur 3 Runden (= 18 km) absolvieren, bei diesen schwierigen Wetterverhältnissen jedoch mehr als genug. Der Hans hatte unmittelbar vor dem Start noch bange Minuten zu überstehen, da er genau 4 Minuten vor dem Startschuß einen Reifenschaden am Vorderrad zu beheben hatte.

Doch er meisterte auch diese Nervenprobe und nahm das Rennen auf dem technisch schwer zu fahrenden Rundkurs auf. Gefährlich vor allem die lange Abfahrt hinunter nach Loiching, da war unheimlich viel Schlamm von den angrenzenden Feldern auf der Straße, im letzten Teil, der etwa 300 Meter lang durch einen Wald führte, lag auch sehr viel Laub auf dem Asphalt, was diesen in Verbindung mit der Nässe sehr rutschig und gefährlich machte. Technisch einwandfreie Steuerkünste waren da sehr gefragt. Eine sehr enge Kurve unten in Loiching bildete dann am Ende der Abfahrt den Übergang zum flachen Teil des Kurses, der erst wieder beim Zielanstieg schwierig wurde.

Robert Bartonek in der Seniorenklasse 3 konnte mit seinem dritten Rang ebenfalls aufs Podest fahren. Er mußte mit den jüngeren Fahrern gemeinsam das Rennen über 5 Runden (= 30 km) bestreiten. Der hohe Siegerschnitt von 39 km/h zeigt, daß hier wirkliche Klassefahrer am Werk waren. Bartonek hatte gerade mal in der ersten Runde einige Schwierigkeiten am Zielanstieg, doch in den folgenden Runden zeigte er sich hier immer an der Spitze des Feldes und hatte auch in den technisch schwierigen Passagen keine Probleme.

In der Schlußrunde waren er noch gemeinsam mit drei weiteren Fahrern seiner Altersklasse in der Spitze vertreten, alle anderen waren da bereits aussichtslos zurückgefallen. Einziges Manko: ein bis drei Runden mehr hätten ihn wahrscheinlich noch einen oder gar zwei Plätze weiter nach vorne gebracht, doch auch so profitierte er von der jüngeren Klasse, weil er als einer von ganz wenigen imstande war, da mitzuhalten. Und da er auch das technische Rüstzeug aufzuweisen hatte, war der Podestplatz nur die logische Folge.

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