Wie geht´s jetzt wirklich weiter mit den Masterklassen???

Sonntag, 3. Oktober 2010: Wie geht´s jetzt wirklich weiter mit den Masterklassen???

Mit brennendem Interesse wartet ganz Österreich auf weitere Informationen bezüglich der Zukunft der Masterklassen. Wir füttern jetzt das staunende Volk mit neuen Details. Unsere seit langem gehegten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten: die ganze Aufregung kommt nur durch Übersetzungsfehler zustande!!!

Tatsache ist, daß die Masterkategorie in der UCI seit 2006 unter „Cycling vor all“ läuft, zusammen mit den Touristikern. Das ist nicht dasselbe, das sind zwei grundverschiedene Kategorien, die einen lizenziert, die anderen nicht. Es stimmt, daß die schwierige Vermarktung der Masterklasse der UCI ein Dorn im Auge ist. Man sucht(e) nach Möglichkeiten, das zu ändern, und ist jetzt fündig geworden. Die „Lösung“ betrifft aber nicht die Masterklasse generell, sondern nur die Weltmeisterschaften. Die Altersklassen sollen gar nicht angetastet bzw. verändert werden, sondern nur der Ablauf der Weltmeisterschaften. Die Zeitfahr-WM bleibt unberührt von allen Veränderungen, bei der Straßen-WM sollen die Touristiker mit den Lizenzklassen zusammengeführt werden. Das heißt, alle Nichtlizenzierten (= Hobbyfahrer, Sonntagsfahrer, Touristiker, Möchtegerne, usw.) haben jetzt grundsätzlich die Möglichkeit, an der Straßen-WM teilzunehmen. Da man ein Straßenrennen mit Lizenz- und Nichtlizenzfahrern zusammen aber nicht durchführen kann, und weil die versicherungstechnischen Unterschiede gar nicht zu klären sind, müssen die Nichtlizenzfahrer für diesen einen Tag eine Lizenz lösen (= Tagespaß). Das kostet natürlich, und schon zieht die UCI einen namhaften Geldbetrag auf ihr Konto.

Da man jetzt aber auch kein Rennen mit 50.000 Startern oder mehr durchführen kann, gibt es mehrere Qualifikationsrennen. Und damit blüht das Geschäft mit einem Schlag, man muß sich für das Finale (= Straßenweltmeistedrschaft) qualifizieren, gelingt das nicht beim ersten Mal, muß man es halt ein zweites, drittes, viertes Mal versuchen. Die Kosten steigen ins Unermeßliche. Bei der UCI sieht man es auch nicht gerne, daß die WM jahrelang bzw. jahrzehntelang vom selben Veranstalter durchgeführt wird (bisher in St.Johann/Tirol), daher wird Ort/Veranstalter jetzt neu vergeben. Da zu befürchten ist, daß die exotischen Standorte bevorzugt werden, kann man wohl mit Austragungsorten in Grönland, Tobago, Tahiti, den Gesellschaftsinseln, der Osterinsel etc. rechnen. Dem entgegen spricht aber die Absicht, Geld damit zu machen, also wird es wohl ein „klassisches“ Radsportland werden. Mit den Titelkämpfen in Deutschland oder den Benelux-Ländern ist also am wahrscheinlichsten zu rechnen.

 

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