Sonntag, 3. Oktober 2010: Kriterium „Rund um den Burger-King“ in Seiersberg bei Graz, zugleich Steirische Landesmeisterschaft und Finale im Steirischen Master-Cup und im Nachwuchs-Burger-King-Cup, 28,8 km bzw. 21,6 km

Feuchttrübes, kaltes und nebliges Wetter, mit einem Wort, ein unfreundlicher Tag: so präsentierte sich den Fahrern aus Österreich und Slowenien an diesem ersten Oktobersonntag die Rennstrecke beim Burger-King in Seiersberg. Auf dem 1,2 km langen Rundkurs mit der technisch sehr schwer zu fahrenden und ansteigenden Zielkurve (eine Rechts-Links-Kombination) hatten die Amateure 24 Runden (=28,8 km) zurückzulegen. Hier war der Niederösterreicher Roman Hofer mit dabei und bot eine ausgezeichnete Leistung. Auf der regennasse Straße, die demzufolge auch sehr rutschig war, bewies er neben der nötigen Übersicht auch die ebenso nötige Technik, um in jeder Runde die schwierige Zielkurve zu meistern. Er kam nie in Gefahr, den Anschluß zu verlieren.

In einem abwechslungsreichen, in dem vor allem Robert Rothschedl (ARV Vychodil Graz) einige Soloattacken ritt, setzte sich letztlich der Kärntner Alexander Gorenschek (ASVÖ RLM Kostel´s Radshop Grafenstein) mit 28 Punkten und einem Schnitt von 38,3 km/h klar durch und verwies Benedikt Steiner (ARBÖ Weiz), 15 Punkte, und Lukas Grünwalder (ARBÖ Volksbank Deutschlandsberg), 14 Punkte, auf die Plätze. Roman Hofer belegte mit null Punkten den ausgezeichneten 12. Rang.

Im Rennen der Masterklassen 2 und 3, die 18 Runden (= 21,6 km) zu absolvieren hatten, ging der Lokalmatador Robert Bartonek an den Startz, obwohl er in den letzten Tagen unter einer schweren Verkühlung gelitten hatte und in dieser Woche kaum zum Training gekommen war. Er eröffnete seine Punktejagd bei der dritten Wertung, und das mit einem Paukenschlag: nach einer Solofahrt über eine Runde holte er sich den Sieg in dieser Wertung!

Zwei vierte Plätze in den beiden folgenden Wertungsrunden brachten ihm insgesamt 7 Punkte ein, womit er vor der Schlußwertung an der 3. Stelle lag. Spektakulär und dramatisch die Schlußrunde: da hatte zunächst mit dem Glockenzeichen für die Schlußrunde der Grazer Peter Fladerer (ARBÖ Feld am See) angegriffen und sich einen respektablen Vorsprung verschafft.

Und weil lange Zeit niemand nachsetzte, konnte er diesen weiter ausbauen. Etwa 700 Meter vor der Ziellinie kam dann der Angriff aus der Verfolgergruppe: Rudi Groß trat an, Gössler und Bartonek zogen mit und verkürzten damit ihren Rückstand ganz gewaltig, dann war auch Forobosko da, und in der Abfahrt 500 m vor dem Ziel kam es zu einer Rangelei zwischen Stocker und Gössler, beide mußten vor der Kurve abbremsen, Bartonek zog mit Schwung zwischen beiden hindurch an die zweite Stelle, war vor dem Anstieg zum Ziel am Hinterrad von Fladerer, und als dieser die erste Bergauf-Kurve auch falsch anfuhr, konnte Bartonek mit Schwung außen vorbeiziehen, war dann aber viel zu schnell in der immer enger werdenden Kurve und fuhr Fladerer übers Vorderrad, Gottseidank ging diese Situation glimpflich ab, dennoch waren die Folgen gravierend: Fladerer gewann die letzte Wertung, Bartonek verlor den ganzen Schwung und mußte Forobosko, Gössler und Stocker noch vorbeilassen.

Und der Kärntner Wolfgang Forobosko konnte Bartonek noch mit den 3 Punkten in der Schlußwertung, mit denen er gesamt auf 9 Punkte kam, überholen und vom Podest holen: damit Sieg für Rudi Groß (ARBÖ Feld am See, 20 Punkte) und Ulrich Gössler (ARBÖ Drahteisel Volksbank Köflach, 16 Punkte) und Wolfgang Forobosko (ÖAMTC Raiffeisen Althofen, 9 Punkte). Für Robert Bartonek blieb damit mit 7 Punkten nur der 4. Rang.

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