Monatsarchive: Oktober 2010

Ergebnisse Oktober 2010

Sonntag, 3. Oktober 2010: Kriterium „Rund um den Burger King“ in Seiersberg bei Graz, zugleich Steirische Landesmeisterschaft und Finale im Steirischen Master-Cup und im Burger-King-Nachwuchs-Cup, 28,8 km bzw. 21,6 km

4. Robert Bartonek (Master 2/3)

12. Roman Hofer (Amateure)

 

Sonntag, 3. Oktober 2010: Kolsassberg-Classic, Bergrennen Kolsass – Kolsassberg/Hohenlehen, 5,7 km

1. Hans Unterguggenberger (Männer 7)

2. Andrea Knapp (Frauen 2)

 

Samstag, 9. Oktober 2010: Manfred-Meixner-Gedenkrennen: Bergzeitfahren Oberaich/Utschtal – Buschenschank Kohler, 3,6 km

7. Robert Bartonek (AK 3)

 

Sonntag, 10. Oktober 2010: Gran Premio Bizikel in Pettau (SLO), 105 km

1. Robert Bartonek (M 50)

 

Samstag, 16. Oktober 2010: Kirtarennen in Teisbach bei Dingolfing (BRD), 30 km bzw. 18 km

2. Hans Unterguggenberger (Senioren 4)

3. Robert Bartonek (Senioren 3)

 

Sonntag, 17. Oktober 2010: Straßenrennen „Trofeo Trinox-Aba grigliati“ in Massanzago (I), 100 km

4. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Samstag, 23. Oktober 2010: Straßenrennen Gran Premio Citttá di Caorle, Trofeo Memorial Adriano Sartori, Abschlußrennen des Giro Alto Adriatico (I), 99,6 km

15. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Sonntag, 24. Oktober 2010: Straßenrennen Gran Premio Cicli Benato in Lovertino di Albettone (I), 75 km

28. Robert Bartonek (Gentlemen)

Saisonabschluß in Lenti (Ungarn)

Sonntag, 31. Oktober 2010: Saisonabschluß in Lenti (Ungarn)

Mit einem Kriterium und einem Straßenrennen im Thermalbadeort Lenti im ungarischen Dreiländereck Ungarn/Slowenien/Kroatien ging die Rennsaison 2010 zu Ende, da das letzte geplante Rennen, ein Straßenrennen im italienischen Pramaggiore am nächsten Samstag, abgesagt wurde. Der Grazer Robert Bartonek war der einzige Starter der UGB-Renngemeinschaft und erreichte mit einem 3. und einem 2. Rang noch zwei Podestplätze.

Und dann ist´s auch schon an der Zeit, eine Bilanz der abgelaufenen Saison zu ziehen. Von Anfang März bis Ende Oktober war die UGB-Renngemeinschaft im In- und Ausland unterwegs. Neben zahlreichen Plazierungen und Podiumsplätzen konnten natürlich auch wieder eine Menge Siege eingefahren werden. Insgesamt wurden 119 Rennen bestritten (in Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn, BRD), dabei 118 Top-10-Ergebnisse erzielt. Trotz der Abgänge von Sigi „Rühbapp“ Rothauer und Stephanie Strobl wurden 16 Rennen gewonnen (Unterguggenberger holte 8 Siege, Bartonek steuerte 6 bei, Natascha Hofer und Andrea Knapp jeweils 1), 29 Ehrenplätze und 19 dritte Plätze zeugen von einer breiten Vielseitigkeit, die auch durch die Meisterschaftsbilanz unterstrichen wird: 4 Medaillen (3mal Silber, 1mal Bronze) in allen Disziplinen, nämlich auf der Straße, im Marathon, im Zeitfahren und am Berg. Unterguggenberger plazierte sich bei der Weltmeisterschaft im Zeitfahren an der hervorragenden 6. Stelle. Und bei den Tiroler Meisterschaften im Zeitfahren gab es durch Bartonek und Unterguggenberger auch eine Silber- und Bronzemedaille.

 

Samstag, 30. Oktober 2010: Kriterium „Rund um den Kurpark“ in Lenti (H), 36 km

Mit zwei Rennen in der ungarischen Kurmetropole Lenti im Länderdreieck Ungarn/Slowenien/Kroatien geht auch die Saison der UGB-Renngemeinschaft zu Ende, das letzte geplante Straßenrennen in Pramaggiore am 6. November wurde leider abgesagt.

Auf einer 1,8 km langen Runde, die keinerlei Ecken, sondern nur weite, geschwungene Kurven aufwies, kämpften insgesamt 52 Rennfahrer aus drei Masterklassen (40+, 50+, 60+) um die Siege und Plazierungen in diesen Altersklassen. Mit dabei auch der Grazer Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft, der seinen Infekt, unter dem er in den vergangenen Tagen noch litt, überwunden zu haben scheint, denn er war an allen offensiven Aktionen beteiligt. Auf den 20 Runden quer durch den Kurpark wurde viermal um die begehrten Punkte gesprintet, zweimal landete Bartonek dabei in den Punkterängen. In den beiden letzten Wertungen belegte er jeweils den vierten Platz, eroberte damit je einen Punkt und belegte mit einem Total von 2 Punkten den 3. Rang in seiner Altersklasse.

Sonntag, 24. Oktoberr 2010: Straßenrennen Gran Premio Cicli Benato in Lovertino di Albettone, 75 km

Einer der letzten großen Klassiker in der heurigen Saison ist der Gran Premio Cicli Benato in Lovertino, die Strecke jedoch ist gar nicht klassisch, ist nämlich heuer wieder geändert worden. Jetzt wird auf dem leicht welligen 15-km-Rundkurs Lovertino – Vo vecchio – Agugliaro – Albettone – Lovertino gefahren, die Fahrer mußten hier 5 Runden absolvieren.

Der große Favorit des Rennens, Ex-Profi Fabbrizio Verza, traf hier auf seinen Teamkollegen, ebenfalls einer der stärksten Sprinter, Roberto Pagnin, Sieger des gestrigen Klassikers in Caorle. Die leicht steigende Zielgerade, heuer von der anderen Seite gefahren, erweist sich als die schwierigere Variante als in den vergangenen Jahren. Eines ist aber in all den Jahren gleichgeblieben: es ist ein sauschnelles Rennen, das Wetter hat diesmal auch gepaßt, obwohl es in der Nacht noch heftig geregnet hat, doch am Morgen ist das Unwetter vorbei, die Straßen trocknen auf. Pünktlich um 13.05 geht auch der Grazer Robert Bartonek ins Rennen, er startet hier ja für das italienische Tecnoimpianti-Team aus Padua.

Im kleinen Örtchen Lovertino schmiegen sich die Häuser an den zentral gelegenen Monte Lovertino.

Bereits in der zweiten Runde fällt die Vorentscheidung, als sich eine größere Gruppe absetzen kann, Initiator dieser Flucht – wie könnte es anders sein – der Favorit, Fabbrizio Verza. Auf den letzten vier Kilometern sind zwei Anstiege zu fahren, der erste ist der schwierigere, etwa 800 m lang, mit 45 Höhenmetern (= ca. 5 %), der zweite ist der Zielsprint, der auf den letzten 300 m leicht steigt (ca. 2 %).

In der dritten Runde kommt eine Verfolgergruppe mit Bartonek wieder an die Spitze heran, und von da an sind ca. 50 Mann vorne, die den Sieg unter sich ausmachen. Vor allem in der Schlußrunde wird nahezu ständig attackiert, durch das ruppige Fahren verlieren einige Fahrer den Anschluß und so kommen nur mehr 34 Mann zum Zielsprint. Bartonek, der nach der langen Verkühlung (derzeit immer noch nicht gesund!) keine Reserven mehr hat, rollt am Ende der Gruppe als 28. ins Ziel.

Den Sieg holt sich Fabbrizio Verza vor Silvio Cecchinel und Dario Selmin.

Samstag, 23. Oktober 2010: Straßenrennen Gran Premio Cittá di Caorle, Memorial Trofeo Adriano Sartori, Abschlußrennen im Giro Alto Adriatico, 99,6 km

Wann wird´s endlich wieder Sommer? Heute war es jedenfalls schon wieder ein Schritt in diese Richtung. Bei warmen Temperaturen um die 17° und starkem Südwind mußte das Monsterstarterfeld von mehr als 110 Rennfahrern der Kategorie Gentlemen die drei Runden rund um Caorle absolvieren. Mit Robert Bartonek war auch ein Mitglied der UGB-Renngemeinschaft mit dabei, wenngleich er für die Padoveser Mannschaft Tecnoimpianti Padova an den Start ging. Der Grazer Vorjahrssieger war jedoch von einer Titelverteidigung meilenweit entfernt. Vom letzten Wochenende schwer verkühlt, ging Bartonek dennoch an den Start, obwohl er erst seit dem Vortag fieberfrei war. Eine einzige Trainingseinheit in dieser Woche ist viel zu wenig gewesen, um auch nur einigermaßen konkurrenzfähig zu agieren.

Bereits in der ersten Runde sorgte der starke Wind für eine Selektion, doch die starken Fahrer hatten keine Probleme, die Spitzengruppe zu halten. Doch in Runde 2 war es dann so weit, mehrere Fahrer hatten es darauf angelegt, das Feld zu sprengen, allen voran Tarlao und Maracani, die mit ihren Mannschaften immer wieder mit langen Führungen im Gegen- und Seitenwind das Feld in die Länge zogen und dann mit ruppigen Attacken versuchten, die lange Einserreihe zu sprengen. Doch immer wieder konnten abgehängte Fahrer die Lücken schließen und nach 55 km fiel dann eine erste Vorentscheidung, als in La Salute eine 14köpfige Gruppe ihr Heil in der Flucht suchte. Bartonek war in diesem Moment zu weit hinten im Feld, konnte nicht mehr aufschließen und blieb somit vorerst in der zweiten Gruppe hängen.

Auf den letzten 10 km des Rundkurses blies den Fahrern der starke Wind direkt ins Gesicht. Weil sich in dieser Phase sowohl die erste als auch die zweite Gruppe abermals teilten, fiel Bartonek in die vierte Gruppe zurück. Erst zu Beginn der dritten und letzten Runde konnte der Grazer mit zwei weiteren Fahrern doch noch zur dritten Gruppe aufschließen, doch eine Entscheidung war bereits gefallen: für eine Wiederholung seines Triumphes aus dem Vorjahr kam der Grazer nicht mehr in Frage.

Auf den letzten 20 km des Rennens wurde der Rennverlauf aber noch einige Male gekippt. Zunächst setzte sich Silvano Tittoto solo ab, mußte jedoch im starken Wind zuviele Körner lassen, wurde wieder eingeholt, und als sich postwendend eine dreiköpfige Gruppe in Front setzte, war er nicht mehr dabei. Auch diese Gruppe wurde wieder gestellt, 5 km vor dem Ziel lagen dann plötzlich acht Mann in Führung.

Hinten kämpfte Bartonek in einer kleinen Gruppe gegen die Niederlage an, doch die war nicht mehr abzuwenden. Mit zwei Fahrern aus dem De-Luca-Team aus Portogruaro kam Bartonek noch einmal an die zweite Gruppe bis auf Sichtweite heran, doch dann waren auch die Körner dieser dreiköpfigen Gruppe verschossen. Am Ende lag Bartonek im Ziel an der 15. Stelle, 1:55 Minuten hinter dem Sieger.

Der Ex-Profi Roberto Pagnin gewann das Rennen im Sprint vor einem weiteren Ex-Profi, dem Slowenen Bojan Ropret.

Sonntag, 17. Oktober 2010: Straßenrennen „Trofeo Trinox-Aba grigliati“ in Massanzago (I), 100 km

Der Winter ist da! Auch in Italien ist jetzt der Herbst weg, zumindest hat er heute Pause gemacht: strömender Regen den ganzen Tag über, 5°, garniert mit Sturmböen – und dazu ein Festtagsschmaus über 100 Kilometer kreuz und quer durch das padovanische Hinterland auf schmalen, engen Nebenstraßen, die voller Dreck und Schlamm waren. Das waren die äußeren Umstände des zum 8. Mal durchgeführten Klassikers „Trofeo Trinox-Aba“ in Massanzago, an dem auch Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft teilnahm.

Nach dem verregneten Rundstreckenrennen am Vortag in Dingolfing in Bayern war es heute noch einmal ein paar Grade kälter – und die Distanz mehr als dreimal so lang! Wegen des Wetters und auch wegen des Umstandes, daß in Montecchio Maggiore die Regionalbergmeisterschaft stattfand, waren unerwartet wenige Teilnehmer nach Massanzago gekommen. Nachdem der Veranstalter die Strecke nicht verkürzen konnte (es war nur eine einzige große Runde vorgesehen), gab es als einziges Zugeständnis an das Sauwetter nur einen einzigen Start. Alle Kategorien fuhren also zusammen und wurden dann getrennt gewertet.

Kurz vor dem Starthatte es zu regnen aufgehört, und ein paar Minuten vor dem geplanten Start um 12 Uhr brach sogar die Sonne durch. Ein verhängnisvoller Fehler, daß ein paar Starter, so auch Bartonek, auf lästige Überkleidung, Regenjacke und warme Handschuhe verzichteten. Denn praktisch mit dem Startschuß öffnete der Himmel wieder seine Schleusen, die Fahrer waren binnen Sekunden naß bis auf die Haut. Bartonek als Brillenträger sah sich mit der Aufgabe konfrontiert, als praktisch Blinder sich im Feld zurechtzufinden. Sicht null, Brillen dreckverschmiert, Augen, Mund und Ohren voller Dreck und Sand, mußten die Fahrer diese Tortur mehr als zweieinhalb Stunden lang über sich ergehen lassen.

Treuer Begleiter an beiden Renntagen an diesem Wochenende: eine Unmenge Regenwasser!

So rollte man auch ungefähr 80 km lang einträchtig und gleichmäßig nebeneinander dahin, ehe dann auf den letzten Kilometern die Gruppe vollends auseinanderfiel. Viele Fahrer erlebten diesen Moment nicht mehr, sie hatten das Rennen aufgegeben und den Platz im Rennsattel mit einem Platz am warmen Ofen in irgendeiner Taverne getauscht. Als der Kampf um die Podiumsplätze eröffnet wurde, brach das Feld in mehrere kleine Gruppen auseinander. Alle Asse und Favoriten kurbelten in der ersten Gruppe, die etwa 30 Mann umfaßte. Da Bartonek auch in dieser Kopfgruppe dabei war, und nicht mehr viele seiner Altersklasse hier mithalten konnten, war ihm ein Spitzenplatz bereits mehrere Kilometer vor dem Zielstrich sicher.

Knapp verpaßte Bartonek als Vierter den Sprung aufs Podest, doch mit leichten Erfrierungserscheinungen war er nicht mehr in der Lage gewesen, das Finale hochkonzentriert hinter sich zu bringen. Rang 4 ließ ihn daher etwas unbefriedigt zurück, zumal er nur ganz knapp am Podest vorbeigeschrammt ist.

Samstag, 16. Oktober 2010: Kirtarennen in Teisbach bei Dingolfing, 30 km bzw. 18 km

Beim traditionellen 16. Kirtarennen des RSV Dingolfing, ausgetragen in Teisbach im Landkreis Dingolfing in Bayern, waren diesmal nur die Wetterfestesten gefragt. Nieselregen, 7°, teilweise stark verschmutzte Straßen, in der Abfahrt nach Loitzing zudem auch viel Laub auf der Fahrbahn, eckig-kurviger Kurs, das waren die Zutaten zu diesem Klassiker, an dem heuer erstmals auch zwei Fahrer der UGB-Renngemeinschaft teilnahmen.

Pro Runde waren 50 Höhenmeter mit einer maximalen Steigung von 10 % zurückzulegen, der Zielanstieg forderte in jeder Runde seine Opfer. Mit ungefähr einem Kilometer Länge war er naturgemäß für die meisten Fahrer zu lange, sobald konsequent aufs Tempo gedrückt wurde.

In der Seniorenklasse 4 wurde Hans Unterguggenberger nur vom Neuöttinger Rupert Augsberger geschlagen. Die Fahrer mußten in dieser Altersklasse nur 3 Runden (= 18 km) absolvieren, bei diesen schwierigen Wetterverhältnissen jedoch mehr als genug. Der Hans hatte unmittelbar vor dem Start noch bange Minuten zu überstehen, da er genau 4 Minuten vor dem Startschuß einen Reifenschaden am Vorderrad zu beheben hatte.

Doch er meisterte auch diese Nervenprobe und nahm das Rennen auf dem technisch schwer zu fahrenden Rundkurs auf. Gefährlich vor allem die lange Abfahrt hinunter nach Loiching, da war unheimlich viel Schlamm von den angrenzenden Feldern auf der Straße, im letzten Teil, der etwa 300 Meter lang durch einen Wald führte, lag auch sehr viel Laub auf dem Asphalt, was diesen in Verbindung mit der Nässe sehr rutschig und gefährlich machte. Technisch einwandfreie Steuerkünste waren da sehr gefragt. Eine sehr enge Kurve unten in Loiching bildete dann am Ende der Abfahrt den Übergang zum flachen Teil des Kurses, der erst wieder beim Zielanstieg schwierig wurde.

Robert Bartonek in der Seniorenklasse 3 konnte mit seinem dritten Rang ebenfalls aufs Podest fahren. Er mußte mit den jüngeren Fahrern gemeinsam das Rennen über 5 Runden (= 30 km) bestreiten. Der hohe Siegerschnitt von 39 km/h zeigt, daß hier wirkliche Klassefahrer am Werk waren. Bartonek hatte gerade mal in der ersten Runde einige Schwierigkeiten am Zielanstieg, doch in den folgenden Runden zeigte er sich hier immer an der Spitze des Feldes und hatte auch in den technisch schwierigen Passagen keine Probleme.

In der Schlußrunde waren er noch gemeinsam mit drei weiteren Fahrern seiner Altersklasse in der Spitze vertreten, alle anderen waren da bereits aussichtslos zurückgefallen. Einziges Manko: ein bis drei Runden mehr hätten ihn wahrscheinlich noch einen oder gar zwei Plätze weiter nach vorne gebracht, doch auch so profitierte er von der jüngeren Klasse, weil er als einer von ganz wenigen imstande war, da mitzuhalten. Und da er auch das technische Rüstzeug aufzuweisen hatte, war der Podestplatz nur die logische Folge.

In Memoriam Franz Winter

Donnerstag, 14. Oktober 2010: In Memoriam Franz Winter

Franz Winter (ARBÖ Kappacher Bischofshofen) ist nicht mehr unter uns! Der Berg- und Zeitfahrspezialist aus dem Pongau, Lehrer am Missions-Privatgymnasium St.Rupert in Bischofshofen, verunglückte heute mit dem Mountainbike tödlich. Nachdem wir uns noch beim Bergzeitfahren in Stadl/Mur vor einem Monat mit ihm unterhalten haben, hat uns jetzt diese Nachricht geschockt. In der Tageszeitung „Österreich“ fand sich am Samstag, 16. Oktober, folgende Notiz:

Salzburg: Mountainbiker lag tot auf Forststraße

Einen grausigen Fund machte ein Jäger Donnerstagabend bei Untertauern. Der Waidmann fand auf der Forststraße Brandenberg einen leblosen Radler, 56. Der Mountainbiker war gestürzt und hatte sich trotz Helm tödliche Kopfverletzungen zugezogen. Der Notarzt konnte nichts mehr tun.

 

Sonntag, 10. Oktober 2010: Straßenrennen um den „Gran Premio Bizikel“ in Pettau (SLO), 105 km

Kein Vergleich zu gestern! Der Grazer Robert Bartonek zeigte sich beim Großen Straßenpreis im slowenischen Pettau über 105 km von seiner besten Seite und gewann das Rennen mit mehr als 2 Minuten Vorsprung!

Bartonek, der das Rennen in der Masterklasse der 50jährigen (M 50) bestritt, traf bei herrlichem Herbstwetter (heiterer Himmel, leichter SO-Wind, frische 13°) auf schwache Konkurrenz. Die drei Masterklassen (M 40, M 50, M 60) wurden vom Veranstalter zusammengelegt und bestritten das Rennen über 5 Runden á 21 km.

Nach gemächlichem Start kam erst in der dritten Runde etwas Leben ins Feld. Bis dahin war das Hauptfeld ziemlich reaktionslos und gleichmäßig durch die Landschaft gekurbelt, auch die beiden unmittelbar aufeinanderfolgenden Anstiege gleich nach dem Start hatten keine Vorentscheidung gebracht. Erst gegen Ende der dritten Runde wurde die erste ernstzunehmende Attacke gefahren, das Hauptfeld gesprengt, eine achtköpfige Ausreißergruppe konnte sich absetzen, wurde aber in der darauffolgenden vorletzten Runde wieder gestellt. Jetzt wurde auch über die Anstiege aufs Tempo gedrückt, die Spitzengruppe wurde kleiner und kleiner, in die Schlußrunde gingen etwa 30 Fahrer in der ersten Gruppe, drei davon waren aus der Klasse M 50, außer Bartonek waren noch zwei Slowenen mit dabei.

In den Anstiegen wurde heftig attackiert, und auf den letzten 13 flachen Kilometern waren 24 Fahrer an der Spitze, Bartonek als einziger M-50-Fahrer dabei. Dann aber machten sich bei ihm die vielen kurzen Rennen der letzten Wochen nachteilig bemerkbar, seine Kräfte waren aufgebraucht, und mehr tot als lebendig hielt er auf diesen letzten Kilometern tapfer mit der Spitze mit, die dann in Pettau zum Sprint um den Tagessieg antrat.

Bartonek belegte, schwer angeschlagen, den 24. Platz in der Tageswertung, gewann damit aber seine Altersklasse M 50 ganz überlegen, denn die beiden Verfolger kamen erst mit 2:21 Minuten Rückstand in der ersten Verfolgergruppe ins Ziel.

Samstag, 9. Oktober 2010: Manfred-Meixner-Gedenkrennen: Bergzeitfahren Oberaich – Buschenschank Kohler, 3,6 km

Herrliches Spätsommerwetter im Raum Leoben bzw. der gesamten Steiermark, und so wurde das traditionelle Manfred-Meixner-Bergzeitfahren, das heuer von Erwin Prodner und Ex-Profi Richard Nudl bereits zum 23. Male durchgeführt wurde, unter besten äußeren Wetterbedingungen abgehalten. Das war in der Vergangenheit nicht immer so gewesen. Leider litt das Rennen unter der äußerst geringen Teilnehmerzahl, nur 53 Fahrer hatten sich nach Oberaich „verirrt“. In den vergangenen Jahren war die Beteiligungszahl bei weit über 100 gelegen.

Doch das tat der Qualität keinen Abbruch. Erstaunlich nahe kamen die Tagesschnellsten dem Streckenrekord, gehalten vom Grazer Profi Werner Faltheiner. Die Tagesbestzeit von Peter Leitold, 10:41, lag nur 43 Sekunden über dem Streckenrekord! In der Altersklasse 3 holte sich Otto Pabst (HN-Radcenter) in 11:52 überlegen den Sieg, 38 Sekunden vor Werner Toth (RC ÖAMTC Tirol) und 12:35 Sekunden vor Josef Gugl. Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft belegte in etwas enttäüuschenden 13:21 Minuten nur den 7. Rang. Und obwohl der Grazer drei vor ihm gestartete Fahrer überholte, scheint die gute Herbstform schon wieder zu sinken. Von einem Podestplatz trennten ihn letztlich 46 Sekunden, zu viel für die kurze Strecke, auf der bis zu 11 % Steigung und 330 Höhenmeter zu überwinden waren.

Andrea Knapp Dritte im Tiroler Radsportcup 2010!

Samstag, 9. Oktober 2010: Andrea Knapp Dritte im Tiroler Radsportcup 2010!

Mit dem Bergrennen in Neustift/Stubaital über 18 km, das zweimal verschoben wurde und letztlich heute dann doch noch über die Bühne ging, wurde auch der Tiroler Radsportcup nach zehn ausgewählten Rennen abgeschlossen. Diese Serie wurde heuer ja erst zum zweitenmal ausgetragen, und schon feierte die UGB-Renngemeinschaft mit Andrea Knapp einen ganz tollen Erfolg. In einer der drei Wertungen (Männer -40, Männer 40+ und Frauen), nämlich in der Frauenklasse, belegte Andrea Knapp den ausgezeichneten dritten Gesamtrang! Und das, obwohl sie im letzten Rennen gar nicht mehr am Start war.

Patrizia Wacker (RC Reutte)

Das Endergebnis nach max. 7 gewerteten von 10 durchgeführten Rennen (3 Streichresultate):

1. Patrizia Wacker (Österreich, RC s´Radhaus Reutte), 699 Punkte (7 Rennen)

2. Rikki Obendorfer (Österreich, RC ARBÖ Bike-Point Innsbruck), 687 Punkte (7 Rennen)

3. Andrea Knapp (Österreich, RC UNION Unterguggenberger Wörgl), 376 Punkte (4 Rennen)

4. Birgit Hufnagl (BRD, Sportrad Zoephel-Racingteam Bruckmühl), 295 Punkte (3 Rennen)

5. Jacqueline Hahn (Österreich, ARBÖ RICOH Ladies Cycling Team), 197 Punkte (2 Rennen)

6. Christiane Büßemeyer-Jöchl (Österreich, RC Stanger Team Kitzbühel), 193 Punkte (2 Rennen)

 

 

Sonntag, 3. Oktober 2010: Kolsassberg-Classic, Bergrennen Kolsass – Kolsassberg, 5,7 km

Kaiserwetter in Tirol! Bei sommerlichen Temperaturen um die 25° und strahlendem Sonnenschein hatten die 126 Starter aus 6 Nationen die Aufgabe, die bis zu 16 % steilen Rampen des Kolsassberges über Merans nach Hohenlehen zu bewältigen. Im Ziel konnten sie alle die herrlichen Ausblicke auf die Silberregion Karwendel genießen. Durch den Südtiroler Philip Götsch (Roadbike Holidays – KTM) gab es auch einen neuen tollen Streckenrekord. In 19:46 Minuten stürmte er den 5,7 km langen Anstieg mit den 590 Höhenmetern hinauf und verwies den deutschen Junior Felix Spensberger (RC Corratec Quest) auf den zweiten Platz.

Patrizia Wacker vom RC Reutte gewann in phantastischen 24:19 Minuten (ebenfalls mit neuem Streckenrekord) ganz überlegen die Damenklasse, sie verbesserte die alte Bestleistung von Doris Posch um über eineinhalb Minuten. In der Damenklasse 2 belegte Andrea Knapp hinter Rikki Obendorfer (RC ARBÖ Bike-Point Innsbruck) in guten 33:45 Minuten den 2. Platz. Die Andrea liegt jetzt im Tiroler Radsport-Cup vor dem letzten Rennen (nächste Woche im Stubaital) an der tollen 3. Stelle! Zwischenstand: 1. Patrizia Wacker 599, – 2. Rikki Obendorfer 589, – 3. Andrea Knapp 376, – 4. Birgit Hufnagl 295

Hans Unterguggenberger, der zweite Starter der UGB-Renngemeinschaft, gewann in 30:49 Minuten die Herrenklasse 7, er verwies den Schrobenhausener Otto Kreuzer (E-Racer Augsburg) ganz klar um 2:23 Minuten auf den Ehrenplatz.

Hier ein Video, aufgenommen beim Gasthof Jägerhof, der Hans kommt hier nach ca. 6:10 Minuten, der Kreuzer Otto und die Andrea nach 7:20 Minuten.

Sonntag, 3. Oktober 2010: Kriterium „Rund um den Burger-King“ in Seiersberg bei Graz, zugleich Steirische Landesmeisterschaft und Finale im Steirischen Master-Cup und im Nachwuchs-Burger-King-Cup, 28,8 km bzw. 21,6 km

Feuchttrübes, kaltes und nebliges Wetter, mit einem Wort, ein unfreundlicher Tag: so präsentierte sich den Fahrern aus Österreich und Slowenien an diesem ersten Oktobersonntag die Rennstrecke beim Burger-King in Seiersberg. Auf dem 1,2 km langen Rundkurs mit der technisch sehr schwer zu fahrenden und ansteigenden Zielkurve (eine Rechts-Links-Kombination) hatten die Amateure 24 Runden (=28,8 km) zurückzulegen. Hier war der Niederösterreicher Roman Hofer mit dabei und bot eine ausgezeichnete Leistung. Auf der regennasse Straße, die demzufolge auch sehr rutschig war, bewies er neben der nötigen Übersicht auch die ebenso nötige Technik, um in jeder Runde die schwierige Zielkurve zu meistern. Er kam nie in Gefahr, den Anschluß zu verlieren.

In einem abwechslungsreichen, in dem vor allem Robert Rothschedl (ARV Vychodil Graz) einige Soloattacken ritt, setzte sich letztlich der Kärntner Alexander Gorenschek (ASVÖ RLM Kostel´s Radshop Grafenstein) mit 28 Punkten und einem Schnitt von 38,3 km/h klar durch und verwies Benedikt Steiner (ARBÖ Weiz), 15 Punkte, und Lukas Grünwalder (ARBÖ Volksbank Deutschlandsberg), 14 Punkte, auf die Plätze. Roman Hofer belegte mit null Punkten den ausgezeichneten 12. Rang.

Im Rennen der Masterklassen 2 und 3, die 18 Runden (= 21,6 km) zu absolvieren hatten, ging der Lokalmatador Robert Bartonek an den Startz, obwohl er in den letzten Tagen unter einer schweren Verkühlung gelitten hatte und in dieser Woche kaum zum Training gekommen war. Er eröffnete seine Punktejagd bei der dritten Wertung, und das mit einem Paukenschlag: nach einer Solofahrt über eine Runde holte er sich den Sieg in dieser Wertung!

Zwei vierte Plätze in den beiden folgenden Wertungsrunden brachten ihm insgesamt 7 Punkte ein, womit er vor der Schlußwertung an der 3. Stelle lag. Spektakulär und dramatisch die Schlußrunde: da hatte zunächst mit dem Glockenzeichen für die Schlußrunde der Grazer Peter Fladerer (ARBÖ Feld am See) angegriffen und sich einen respektablen Vorsprung verschafft.

Und weil lange Zeit niemand nachsetzte, konnte er diesen weiter ausbauen. Etwa 700 Meter vor der Ziellinie kam dann der Angriff aus der Verfolgergruppe: Rudi Groß trat an, Gössler und Bartonek zogen mit und verkürzten damit ihren Rückstand ganz gewaltig, dann war auch Forobosko da, und in der Abfahrt 500 m vor dem Ziel kam es zu einer Rangelei zwischen Stocker und Gössler, beide mußten vor der Kurve abbremsen, Bartonek zog mit Schwung zwischen beiden hindurch an die zweite Stelle, war vor dem Anstieg zum Ziel am Hinterrad von Fladerer, und als dieser die erste Bergauf-Kurve auch falsch anfuhr, konnte Bartonek mit Schwung außen vorbeiziehen, war dann aber viel zu schnell in der immer enger werdenden Kurve und fuhr Fladerer übers Vorderrad, Gottseidank ging diese Situation glimpflich ab, dennoch waren die Folgen gravierend: Fladerer gewann die letzte Wertung, Bartonek verlor den ganzen Schwung und mußte Forobosko, Gössler und Stocker noch vorbeilassen.

Und der Kärntner Wolfgang Forobosko konnte Bartonek noch mit den 3 Punkten in der Schlußwertung, mit denen er gesamt auf 9 Punkte kam, überholen und vom Podest holen: damit Sieg für Rudi Groß (ARBÖ Feld am See, 20 Punkte) und Ulrich Gössler (ARBÖ Drahteisel Volksbank Köflach, 16 Punkte) und Wolfgang Forobosko (ÖAMTC Raiffeisen Althofen, 9 Punkte). Für Robert Bartonek blieb damit mit 7 Punkten nur der 4. Rang.

Wie geht´s jetzt wirklich weiter mit den Masterklassen???

Sonntag, 3. Oktober 2010: Wie geht´s jetzt wirklich weiter mit den Masterklassen???

Mit brennendem Interesse wartet ganz Österreich auf weitere Informationen bezüglich der Zukunft der Masterklassen. Wir füttern jetzt das staunende Volk mit neuen Details. Unsere seit langem gehegten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten: die ganze Aufregung kommt nur durch Übersetzungsfehler zustande!!!

Tatsache ist, daß die Masterkategorie in der UCI seit 2006 unter „Cycling vor all“ läuft, zusammen mit den Touristikern. Das ist nicht dasselbe, das sind zwei grundverschiedene Kategorien, die einen lizenziert, die anderen nicht. Es stimmt, daß die schwierige Vermarktung der Masterklasse der UCI ein Dorn im Auge ist. Man sucht(e) nach Möglichkeiten, das zu ändern, und ist jetzt fündig geworden. Die „Lösung“ betrifft aber nicht die Masterklasse generell, sondern nur die Weltmeisterschaften. Die Altersklassen sollen gar nicht angetastet bzw. verändert werden, sondern nur der Ablauf der Weltmeisterschaften. Die Zeitfahr-WM bleibt unberührt von allen Veränderungen, bei der Straßen-WM sollen die Touristiker mit den Lizenzklassen zusammengeführt werden. Das heißt, alle Nichtlizenzierten (= Hobbyfahrer, Sonntagsfahrer, Touristiker, Möchtegerne, usw.) haben jetzt grundsätzlich die Möglichkeit, an der Straßen-WM teilzunehmen. Da man ein Straßenrennen mit Lizenz- und Nichtlizenzfahrern zusammen aber nicht durchführen kann, und weil die versicherungstechnischen Unterschiede gar nicht zu klären sind, müssen die Nichtlizenzfahrer für diesen einen Tag eine Lizenz lösen (= Tagespaß). Das kostet natürlich, und schon zieht die UCI einen namhaften Geldbetrag auf ihr Konto.

Da man jetzt aber auch kein Rennen mit 50.000 Startern oder mehr durchführen kann, gibt es mehrere Qualifikationsrennen. Und damit blüht das Geschäft mit einem Schlag, man muß sich für das Finale (= Straßenweltmeistedrschaft) qualifizieren, gelingt das nicht beim ersten Mal, muß man es halt ein zweites, drittes, viertes Mal versuchen. Die Kosten steigen ins Unermeßliche. Bei der UCI sieht man es auch nicht gerne, daß die WM jahrelang bzw. jahrzehntelang vom selben Veranstalter durchgeführt wird (bisher in St.Johann/Tirol), daher wird Ort/Veranstalter jetzt neu vergeben. Da zu befürchten ist, daß die exotischen Standorte bevorzugt werden, kann man wohl mit Austragungsorten in Grönland, Tobago, Tahiti, den Gesellschaftsinseln, der Osterinsel etc. rechnen. Dem entgegen spricht aber die Absicht, Geld damit zu machen, also wird es wohl ein „klassisches“ Radsportland werden. Mit den Titelkämpfen in Deutschland oder den Benelux-Ländern ist also am wahrscheinlichsten zu rechnen.