Sonntag, 26. September 2010: „PIPPI“-Gedenkrennen: Einzelzeitfahren in Zillingdorf, 29,1 km

Diesmal hatte der Wettergott ein Einsehen, wenigstens auf trockenen Straßen konnten die Rennfahrer ihre Kilometer absolvieren. Störend wirkten hingegen die sturmartigen Windböen, die die Verwendung einer Zeitfahrmaschine nahezu unmöglich machten. Das Streckenprofil tagt sein übriges dazu, daß viele Fahrer mit normalen Straßenmaschinen an den Start gingen. So auch die beiden Vertreter der UGB-Renngemeinschaft, Robert Bartonek und Hans Unterguggenberger.

Auf der schweren Strecke waren immerhin 360 Höhenmeter zu bewältigen, Steigungen von bis zu 8 % wollten überwunden werden. Robert Bartonek, der mit der Startnummer 42 ins Rennen ging, mußte das Handikap der vielen Startausfälle meistern. Die drei vor ihm ausgelosten Fahrer waren nicht gekommen, gemildert wurde dieser Umstand durch die Tatsache, daß der Veranstalter sich zu einem 30-Sekunden-Startintervall durchgerungen hatte.

Bereits bei Halbzeit konnte Robert den 2 Minuten vor ihm gestarteten Jürgen Steiner einholen, und am Pöttschinger Berg überholte er vier weitere Fahrer. Angesichts des schwierigen Wetters und der sehr selektiven Strecke (die eigentlich für ein Straßenrennen sehr viel besser geeignet wäre!) sind seine 49:30 Minuten sehr gut, er belegte damit auch in seiner Altersklasse 50+ den ersten Rang, 1:44 Minuten vor dem Triathleten Gerhard Kern aus Pöttsching. In der Tageswertung reichte diese Zeit immerhin für den ausgezeichneten 11. Rang.

Hans Unterguggenberger dominierte seine Klasse 65+ mindestens genauso eindeutig: mit 53:16 deklassierte er den Zweitplazierten, Günther Bauer vom TC Zillingdorf, um ganze 4:47 Minuten! Und das, obwohl er – wie einige andere Fahrer auch – von einem Exekutivorgan (als Streckenposten eine glatte Fehlbesetzung!!!) beim letzten Kreisverkehr, knappe 5 km vor dem Ziel, irregeleitet worden war!

Dabei hatten beide Starter das Handikap zu tragen, daß sie die Strecke nicht kannten und damit einen klaren Nachteil gegen die einheimischen Fahrer hatten. Auf der kurvigen, hügeligen und mit Steigungen gespickten Strecke ist eine genaue Ortskenntnis von unschätzbarem Vorteil, summieren sich die gewonnenen Sekunden damit von Kurve zu Kurve.

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