Sonntag, 5. September 2010: Ausscheidungsrennen auf dem Wachau-Ring bei Melk, Abschlußrennen zum Ginner-Cup, 16,8 km

Wieder einmal hielt das Wetter gerade noch aus, nach dem letzten Rennen am Wachau-Ring, dem der Masterklassen 2 und 3, verschlechterte es sich ständig und am Abend fielen dann bereits die ersten Regentropfen…

Davor aber sahen die spärlichen Zuschauer am Wachau-Ring bei Melk spannende Sprints in allen Rennen, die jedoch durch eine beschämend niedrige Teilnehmerzahl in allen Bewerben „glänzten“ – wahrlich keine Auszeichnung für das Niveau der österreichischen Masterrennen!

Gefahren wurde auf der längsten Runde, der 1,2-km-Schleife, die zum Auftakt von allen Kategorien fünfmal absolviert werden mußte, ehe in jeder Runde der letzte Fahrer aus dem Rennen genommen wurde. Die letzten drei Fahrer sprinteten dann um den Sieg bzw. um die Podiumsplätze. Es war dies das letzte Rennen im diesjährigen Ginner-Cup, auch hier mußten die letzten Entscheidungen fallen.

In der Kategorie Master 2 und 3, in der mit Robert Bartonek auch der einzige Fahrer der UGB-Renngemeinschaft an den Start ging, waren gerade mal 11 Rennfahrer angetreten, gar nur 4 aus der Klasse 2. Hans Unterguggenberger in der Klasse 6 mußte wegen seinen Sturzverletzungen von St.Johann/Tirol (zwei Rippenbrüche und Bänderriß im Knöchel) leider passen, konnte nicht an den Start gehen.

Von Anfang an scheiden die Master-3-Fahrer aus, da hat auch eine 3 Runden dauernde Soloflucht von Juan Santos keinen Einfluß, und so ergibt sich die Situation, daß die 4 Master-2-Fahrer als letzte vier Fahrer im Rennen bleiben!

Als dann Hansl Rudi in seinem Sprint gegen den letzten Master-3-Fahrer erfolgreich bleibt, aber so geschwächt ist, daß er den Anschluß verliert, als Günther Iby angreift, ist die Situation klar: Bartonek mit Sattler am Hinterrad setzt nach, Hansl fällt zurück und scheidet aus.

Damit ist der Dreikampf der letzten drei Fahrer, alle aus der Kategorie Master 2, eröffnet. Sattler als heißer Siegertip, er dürfte der stärkste Sprinter sein. Günther Iby geht einem Sprint aus dem Weg, greift zu Beginn der Schlußrunde in der Abfahrt an, als Bartonek aus der führenden Position wegschwenkt. Den Überraschungsmoment auf seiner Seite, zieht der Oberösterreicher voll durch, gewinnt rasch an Vorsprung hat in der Zielkurve bereits gut 100 Meter.

Bartonek entscheidet sich, nicht nachzufahren, weil er mit Sattler den stärksten Sprinter am Hinterrad hat und fürchten muß, in einem Dreiersprint den kürzeren zu ziehen. So läßt er Iby gewinnen, kann sich nun auf einen einzigen Konkurrenten konzentrieren und tritt zu Beginn der Zielkurve an, etwa 300 Meter vor dem Zielstrich, als er merkt, daß Sattler durch eine kleine Unachtsamkeit ein kleines Loch hat.

Doch dieser Versuch bringt nichts ein, Sattler schließt wieder auf, und ausgangs der Zielkurve, als die Fahrer voll gegen den Wind kämpfen, ist er wieder an Bartoneks Hinterrad.

Bartonek macht auf den letzten 200 Metern den Raum für den rechts hinter ihm fahrenden Christian Sattler immer enger, um ihn dadurch zu zwingen, links im Wind an ihm vorbeizufahren, was der dann auch machen muß. Díeser Weg scheint für den Tullner zu weit zu sein, Bartonek hat den längeren Atem und setzt sich knapp gegen Sattler durch, ist am Zielstrich um ca 8 bis 10 Zentimeter vorne, wird vom Zielgericht aber auf Platz 3 gereiht – und das, obwohl mehrere Zuschauer, die direkt auf der Höhe des Zielstrichs postiert waren, den Grazer vorne gesehen haben! Und wie man am Foto oben ganz klar sieht, ist am Zielstrich, den Bartonek hier gerade überquert, von Sattler nichts zu sehen.

Bartonek, der an diesem Wochenende in drei Rennen dreimal am Podest gelandet war (Platz 2, 1 und 3), gibt sich mit dem dritten Rang zufrieden und verzichtet damit auf 5.- €, die er für Platz 2 mehr bekommen hätte – auf das Gesamtergebnis des Ginner-Cups hat dieses Rennen keinen Einfluß mehr!

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