Freitag, 20. August 2010: Deutschlandsberger Welt-Radsportwoche, Straßenrennen „Giro Gianni Motta“ in Bad Gams, 62,8 km bzw. 31,5 km

Streckenprofil

Sensationeller Sieg für die UGB-Renngemeinschaft beim Straßenrennen in Bad Gams! Hans Unterguggenberger gewinnt nach beeindruckender Solofahrt mit mehr als 3 Minuten Vorsprung auf das Feld das Straßenrennen über eine Runde bzw. 31,5 km! Bereits nach 9 km konnte sich der Wörgler absetzen, sein Fluchtgefährte Hanno Leder konnte aber bald nicht mehr mithalten und fiel ins Feld zurück. Das Rennen war bald gelaufen, der Hans vergrößerte seinen Vorsprung stetig, während sich im Feld Resignation breit machte, teilweise wurde da nur mehr mit 28 km/h gebummelt.

Als der Sieg Unterguggenbergers längst feststand, löste sich Peter Vatlach aus dem Feld und schlich ebenfalls davon. Der Zieleinlauf: Unterguggenberger kommt ungefährdet mit 1:54 Minuten Vorsprung vor Vatlach als überragender Sieger, er hat bei seiner Solofahrt einen Schnitt von beeindruckenden 37,3 km/h erzielt, 3:14 zurück gewinnt Willi Pauli den Sprint der Verfolger um Platz drei. Mit Rothauer (6.) und Gierer (14.) kamen nur zwei weitere Österreicher ins Ziel dieses hochkarätig besetzen Rennens.

In der Masterklasse 4, die zusammen mit der Klasse 5 gestartet wurde, war auch der noch immer von seiner Krankheit gezeichnete Grazer Robert Bartonek dabei. Diese Fahrer mußten zwei Runden zurücklegen (= 68,2 km). Anfängliche Ausreißversuche, die zeitweise von Erfolg gekrönt waren, wurden in der zweiten Runde alle wieder zunichte gemacht, alle Spitzenreiter wurden zurückgeholt und das ganze Feld machte sich geschlossen zum Zielsprint bereit.

Bartonek, der diesmal seine Krankheit größtenteils überwunden zu haben scheint, war dabei, als der Massensprint vorbereitet wurde. Noch bei der 1000-m-Marke in aussichtsreicher Position in der allerersten Reihe mit dabei, fiel er durch einige Schlaglöcher auf der ganz rechten Straßenseite sowie durch die Verwirrung, die ein entgegekommender Lastwagen auslöste, aus dieser Position zurück und belegte den etwas enttäuschenden 16. Rang. Den Sieg holte sich der Weißrusse Vladimir Beliauski, der sich durch einen Solovorstoß vor seinem Landsmann Dimitri Buben und dem Ukrainier Andrej Mozzhukhin den Siegeskranz sicherte.

Im Rennen der Masterklasse 6 kam es zu einem schweren und tragischen Unfall. Der solo führende Niederösterreicher Josef Schalk kam bei der Abfahrt vom Gamser Berg in einer unübersichtlichen Linkskurve schwer zu Sturz, als er auf ein dort entgegenkommendes Auto prallte. Seine Rennmaschine wurde völlig zerstört, er erlitt Brüche an beiden Armen sowie Hautabschürfungen und Prellungen und muß operiert werden. An dieser Stelle wünschen wir ihm alle eine schnelle und vollständige Genesung!

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