Donnerstag, 19. August 2010: Deutschlandsberger Welt-Radsportwoche, Lucien-van-Impe-Bergpreis: Bergrennen Hollenegg/Ghs Fuchswirt – Burg Deutschlandsberg, 3 km

Streckenprofil

Der Wettergott hatte ein Einsehen. Obwohl drohende dunkle Gewitter- und Regenwolken am Hiummel hingen, konnten die Bewerbe auf die Landsberger Burg bei trockenem Wetter abgewickelt werden. Der 14 % tausend Meter lange Zielanstieg hatte es in sich, forderte allen Teilnehmern alles ab. Auf den letzten 200 Metern säumten viele Zuschauer beide Straßenseiten.

Robert Bartonek ging mit den Master-4-Fahrern ins Rennen und fuhr zwei ausgezeichnete erste Kilometer. Kein Fehler, alles war richtig, aber dennoch hat nichts rausgeschaut. Immer unter den ersten zehn am ersten flachen Kilometer, dann in der Abfahrt unter den ersten 5, ist er mit Schwung in die Steigung reingefahren. Sofort ist der Kampf eröffnet worden, mehrere Attacken, es hat sich eine kleine Spitze gebildet, mit Buben, Vogt und Mozzhukhin sowie Bartonek ist eine 4-Mann-Gruppe zur 1000-m-Marke gekommen. Das kleine Loch dahinter hat dem Grazer nicht viel gebracht, denn mit einem Schlag war er am Limit, konnte die hohe Trittfrequenz nicht durchhalten und mußte reißen lassen. Es ist auch sehr schwer, bei solch anspruchsvollen Rennen sich von einer Krankheit zu erholen, wenn man täglich im Renneinsatz steht!

Andrej Mozzhukhin (Ukraine) hat in 6:44 knapp vor dem großen Favoriten Dimitri Buben (Weißrußland) gewonnen, der 6 Sekunden zurücklag. Auf Rang 3 konnte sich mit 19 Sekunden Rückstand der lange Australier Raymond Chandler behaupten. Bartonek verlor 1:19 Minuten und klassierte sich an der 17. Stelle.

Und auch der zweite Fahrer der UGB-Renngemeinschaft, Hans Unterguggenberger in der Masterklasse 8, gab anfangs beechtigten Anlaß zur Hoffnung. Auch er kam mit der absoluten Spitze zum stark ansteigenden Schlußkilometer, zusammen mit den hohen Favoriten Pauli, Gestraud, Nesselhauf und Rothauer, doch der hatte mechanische Probleme mit seiner Rennmaschine, und als etwa 500 Meter vor dem Zielstreifen der Franzose Jacques Gestraud zur siegbringenden Attacke ansetzte, konnte ihm niemand Paroli bieten. Einzig der Bundesdeutsche Willi Pauli versuchte es, doch auch er konnte das Loch nicht mehr zufahren. Dahinter hatte sich mit Rothauer, Nesselhauf und Karasek eine dreiköpfige Verfolgergruppe gebildet, mit Abstand dahinter Unterguggenberger.

Das Finale: Gestraud konnte ungefährdet in 8:08 die Ziellinie überqueren, Pauli dahinter genauso ungefährdeter Zweiter mit 3 Sekunden Rückstand, danach hatte sich Nesselhauf mit 7 Sekunden Rückstand an die 3. Stelle vorgekämpft, während Rothauer reißen lassen mußte und mit 18 Sekunden Rückstand nur den 5. Platz erreichte. Ganz knapp dahinter, mit 20 Sekunden Rückstand, fuhr Unterguggenberger über die Ziellinie am Parkplatz vor der Burg Landsberg.

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