Ablehnung der Subvention/Jugendsportförderung

11. August 2010: Ablehnung der Subvention/Jugendsportförderung

Wie weit es mit der österreichischen Jugendsportförderung gekommen ist, beweist folgende Anekdote (Gottseidank können wir diesen Vorfall unter der Rubrik „Anekdoten“ ablegen!!!):

Am 11. August erreicht den Verein ein Schreiben vom Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Sport, mit folgendem Inhalt zur Jugendsportförderung:

„Sehr geehrte Damen und Herren! Zu Ihrem Jugendsportförderungsansuchen vom 30.3.2010 müssen wir Ihnen leider höflich mitteilen, daß der Tiroler Landessportrat in seiner Sitzung vom 27.4.2010 keinen Subventionsbeitrag beschließen konnte, da eine Mindestanzahl von 10 Jugendlichen beim Verband gemeldet sein müssen und Ihre angeführten Erfolge in der Tiroler oder Österr. Meisterschaft nicht vom Fachverband gemeldet wurden. Wir wünschen Ihnen jedoch viel Erfolg im Bemühen um den Sport und wir sind überzeugt, daß Ihr Verein im kommenden Jahr die Vergaberichtlinien erfüllen wird. Mit freundlichen Grüßen, gezeichnet Eva Hartmann

Hat man da noch Töne! Es geht konkret um die beiden Österreichischen Meisterschaftsmedaillen von Stephanie Strobl 2009 (Gold auf der Bahn im 250-m-Zeitfahren und Silber auf der Bahn im Scratch), für die der Tiroler Landessportrat laut Vergaberichtlinien einen dreistelligen Euro-Betrag lockermachen sollte. Daher auch unser Ansuchen vom 30. März dieses Jahres, das einen Monat später abgelehnt wird mit der Begründung, daß wir zehn Jugendliche im Verein gemeldet haben müßten! Auch hat es der Vertreter des Fachverbandes (in diesem Falle: vielen Dank, Herr Baumann!) verabsäumt, die Meldung an den Tiroler Landessportrat zu machen. Der Verein selbst darf das gar nicht! Und dieser Beschluß wird dann pünktlich vier Monate später zugestellt!

Abgesehen davon, sollte es doch einem Vertreter (Sekretär/-in) der Tiroler Landesregierung zuzumuten sein, der österreichischen Sprache mächtig zu sein. Da der obige Text (Anrede nicht mitgerechnet) ohnehin nur aus läppischen zwei Sätzen besteht, sollten Grammatik- und Ausdruckfehler nach Möglichkeit zu vermeiden sein. So heißt es im Text u.a.:  „… Mindestanzahl von 10 Jugendlichen () gemeldet sein müssen…“  Eine Anzahl MUSS gemeldet sein, Ein- und Mehrzahl sollte man auseinanderhalten bzw. die Subjektbestimmung sollte erfolgreich durchgeführt werden! Weiters: „… und Ihre angeführten Erfolge…“ Das sind die Erfolge von Stephanie Strobl und nicht vom Schreiber des Briefes, dem Vereinsobmann (Groß-/Kleinschreibung!)

Weiters heißt es im Schlußsatz: „.,.. sind überzeugt, daß Ihr Verein im kommenden Jahr die Vergaberichtlinien erfüllen wird.“  Das heißt nichts anderes, als daß es in der Tiroler Landesregieriung heute schon bekannt ist, daß wir im nächsten Jahr 10 Nachwuchsfahrer gemeldet haben???????

 

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