Monatsarchive: August 2010

Ergebnisse August 2010

Sonntag, 1. August 2010: Biedermeiertal-Radrundfahrt, 2. Etappe: Rundstreckenrennen in Neusiedl, 25 km

Natascha Hofer (Mädchen) aufgegeben

 

Donnerstag, 5. August 2010: Straßenrennen  um die Trofeo San Lorenzo e sportivi di Liettoli in Liettoli Campolongo Maggiore (I), 58,5 km

1. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Freitag, 6. August 2010: Bergrennen Ozbalt – Kapla (SLO), 15 km

3. Robert Bartonek (Master 2)

 

Samstag, 7. August 2010: Wegscheid Classic, Bergrennen Hopfgarten – Berggasthof Wegscheid, 16 km

2. Andrea Knapp (Master 1 Frauen)

8.Robert Bartonek (Senioren 1)

 

Sonntag, 8. August 2010: Hans-Jöchl-Gedenkrennen, Einzelzeitfahren in Erpfendorf, zugleich Tiroler Landesmeisterschaft, 20 km

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

7. Robert Bartonek (Mastedr 2)

8. Andrea Knapp (Frauen-Elite)

 

Tiroler Landesmeisterschaft im Einzelzeitfahren

2. Robert Bartonek (Master 1-3)

3. Hans Unterguggenberger (Master 4-6)

5. Andrea Knapp (Frauen-Elite)

 

Freitag, 13. August 2010: Bergzeitfahren Latschach – Baumgartner Höhe, zugleich Kärntner Landesmeisterschaft, 4,4 km

3. Robert Bartonek (Master 2)

 

Samstag, 14. August 2010: Welt-Seniorenradsportwoche, Kriterium „Rund ums Rathaus“ in Deutschlandsberg, 10 km bzw. 8 km

9. Hans Unterguggenberger (Master 8)

13. Robert Bartonek (Master 4)

 

Montag, 16. August 2010: Welt-Seniorenradsportwoche, Straßenrennen ijn Deutschlandsberg, 37 km

13. Hans Unterguggenberger (Master 8)

 

Dienstag, 17. August 2010: Welt-Seniorenradsportwoche, Straßenrennen Groß St. Florian – Eibiswald, 68 km

21. Robert Bartonek (Master 4)

 

Mittwoch, 18. August 2010: Welt-Seniorenradsportwoche, Sprint in Deutschlandsberg/Siemensstraße, 0,3 km

6. Hans Unterguggenberger (Master 8)

18. Robert Bartonek (Master 4)

 

Donnerstag, 19. August 2010: Welt-Seniorenradsportwoche, Lucien-van-Impe-Bergpreis: Bergrennen Hollenegg/Ghs Fuchswirt – Burg Deutschlandsberg, 3 km

6. Hans Unterguggenberger (Master 8)

17. Robert Bartonek (Master 4)

 

Freitag, 20. August 2010: Welt-Seniorenradsportwoche, Straßenrennen „Giro Gianni Motta“ in Bad Gams, 68,2 km bzw. 31,5 km

1. Hans Unterguggenberger (Master 8)

16. Robert Bartonek (Master 4)

 

Samstag, 21. August 2010: Welt-Seniorenradsportwoche, Einzelzeitfahren in Stainz, zugleich Steirische Landesmeisterschaft, 19,4 km

3. Hans Unterguggenberger (Master 8)

23. Robert Bartonek (Master 4)

 

Welt-Seniorenradsportwoche, Gesamtwertung-Endstand

6. Hans Unterguggenberger (Master 8)

10. Robert Bartonek (Master 4)

 

Sonntag, 22. August 2010: Welt-Seniorenradsportwoche, Ölspur-Nationen-Radmarathon in Deutschlandsberg, 93,5 km

1. Robert Bartonek (Altersklasse 50+)

 

Montag, 23. August 2010: Wilder-Kaiser-Bergpokal, Bergrennen Kirchdorf/Tirol – Griesner Alm, 11,5 km

4. Hans Unterguggenberger (Männer 7)

18. Robert Bartonek (Männer 3)

 

Mittwoch, 25. August 2010: UCI-Zeitfahrweltmeisterschaft in Erpfendorf, 20,2 km

6. Hans Unterguggenberger (Master 8)

54. Robert Bartonek (Master 4)

 

Freitag, 27. August 2010: UCI-Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis der Raiffeisen Landesbank AG Tirol in St. Johann/Tirol, 40 km

22. Hans Unterguggenberger (Master 70)

 

Freitag, 27. August 2010: Pyhrn-Priel-Radsporttage, Amateur-Tour 1. Etappe, Einzelzeitfahren in Windischgarsten, 17,8 km

18. Manfred Koch (Amateure)

 

Samstag, 28. August 2010: Pyhrn-Priel-Radsporttage, Amateur-Tour, 2. Etappe: Kriterium in Windischgarsten, 40,8 km

Manfred Koch (Amateure) aufgegeben

 

Samstag 29. August 2009: UCI-Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis der Kitzbüheler Alpen in St.,Johann/Tirol, 76 km

70. Robert Bartonek (Master 5)

 

Sonntag, 29. August 2010: Bergrennen San Pietro Mussolino – Campanella um das Memorial Albano Negro, zugleich Regionalmeisterschaft Veneto, 8,3 km

5. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Sonntag, 29. August 2010: Pyhrn-Priel-Radsporttage, Amateur-Tour, 3. Etappe, Straßenrennen in Windischgarsten, 114 km

32. Manfred Koch (Amateur)

 

 Freitag, 27. August 2010 – Sonntag, 29. August 2010: Pyhrn-Priel-Radsporttage, Amateur-Tour, Gesamtwertung-Endstand

18. Manfred Koch (Amateure)

 

Sonntag, 29. August 2010: Ötztaler Radmarathon in Sölden, 238 km

3. Roman Hofer (Nostalgie-Wertung)

 

Sonntag, 29. August 2010: Ötztaler Radmarathon in Sölden, 238 km

Das Streckenprofil des „Ötztalers“

Der Ötztaler Radmarathon ist die größte Herausforderung für jeden Hobbyfahrer und Marathonsapezialisten. 238 Kilometer und 5.500 Höhenmeter werden dabei in nur wenigen Stunden zurückgelegt. Die anspruchsvolle Strecke über die vier Alpenpässe Kühtai, Brenner, Jaufenpaß und Timmelsjoch zwingt die Teilnehmer zu Höchstleistungen. Drei Klimazonen, mit einem derart vielfältigen und abwechslungsreichen Wetter, das Ende August von Schneefall bis zu milden Temperaturen alles bieten kann. 4000 Rennfahrer gehen an den Start und alle Teilnehmer werden ihr Bestes geben. Der Ötztaler Radmarathon ist ein erfolgreicher Klassiker geworden und ist aus Sölden und der Radsportszene nicht mehr wegzudenken.

Für die UGB-Renngemeinschaft wagt sich erstmals auch der Niederösterreicher Roman Hofer an dieses
Abenteuer. Er startet in der Gruppe der „Nostalgiker“, die mit Ausrüstung (Rennmaschine und Bekleidung) aus vergangenen Jahrzehnten diesen Marathon bestreiten.

In 9:35:12 Stunden bewältigte Roman diese Herausforderung und bot damit eine wirklich herausragende Leistung.

Sonntag, 29. August 2010: Phyrn-Priel-Radsporttage, Amateur-Tour, Straßenrennen in Windischgarsten, 114 km

Am Schlußtag der Phyrn-Priel-Radsporttage stand auf einem 11,4-km-Rundkurs, der von den Amateuren zehnmal absolviert werden mußte, das Straßenrennen am Programm. Der ehemalige Nationalfahrer Uwe Rascher (Radland Kärnten Viperbike) sicherte sich dabei in 3:10:59 (Schnitt 35,8 km/h) mit 16 Sekunden Vorsprung auf seinen Fluchtgefährten Ulrich Öhlböck (RC CFK ovilava Wels) den Sieg, den 3. Rang belegte Alexander Stadler (ARBÖ Gourmetfein Wels), schon 1:42 Minuten zurück.

Manfred Koch fuhr das Rennen aus, belegte mit 8:36 Minuten Rückstand den 32. Rang unter den 36 Startern und plazierte sich damit in der Gesamtwertung der Phyrn-Priel-Radsporttage mit 19 Punkten an der 18. Stelle. Insgesamt 22 Fahrer kamen in die Wertung, der Gesamtsieg ging ganz klar an Ulrich Öhlböck (RC CFK ovilava Wels) mit 370 Punkten vor Lukas Grünwalder (RC UNION Volksbank Deutschlandsberg) und Klaus Exner (RC Grafenbach NÖ-Süd), beide kamen auf 215 Punkte.

Sonntag, 29. August 2010: Bergrennen San Pietro Mussolino – Campanella um das Memorial Albano Negro, zugleich Regionalmeisterschaft Veneto, 8,3 km

Strahlender Sonnenschein in der Provinz Veneto: bei hochsommerlichen Temperaturen um die 28° und Windstille nahmen 128 Teilnehmer aller Altersklassen das 4° Memorial Albano Negro in San Pietro Mussolino im Val Chiampo in Angriff, das diesmal als Regionalmeisterschaft des Veneto ausgefahren wurde. Zunächst wurden vom Teilnehmerfeld 4,7 km neutralisiert nach Crespadoro zurückgelegt, wo dann auf einer Seehöhe von 361 m das Rennen freigegeben wurde.

Leider wurde auf einer relativ schmalen Bergstraße gefahren, die nach Altisassimo Campanella auf 832 m Seehöhe hinaufführte. Das sorgte anfangs für einige Rempeleien, auch war es sicherlich nicht förderlich, daß alle Altersklassen in einem einzigen Rennen abgewickelt wurden, was für Chaos und Unübersichtlichkeit sorgte, da die Fahrer den einzelnen Klassen nicht so leicht erkennbar waren (durchlaufende Startnummern!)

Bartonek, der anfangs etwas abgedrängt worden war, machte laufend Boden gut und konnte im letzten flachen Teil des Aufstieges noch zu einer Verfolgergruppe aufschließen und letztlich den 5. Rang in der Kategorie der Gentlemen belegen. Der Sieg ging an den überlegenen Silvano Tittoto (GS Frenocar Cicli Bilato), der diese Klasse in 24:41 Minuten ganz souverän für sich entschied. Auf Platz 2 landete Pietro Tengattini (ASD Giuliano Barcella) in 26:09 vor Enzo Bergamasco (ASD Cicli Benato Padova) in 26:14. Der Trentiner Gabriele Webber (CC Rotaliano) sicherte sich in 26:44 noch den vierten Rang vor Bartonek, der in 27:56 das Ziel erreichte und somit 3:15 Minuten auf den Sieger verlor.

Samstag, 28. August 2010: Straßenweltmeisterschaft in St. Johann/Tirol um den Großen Preis der Kitzbüheler Alpen, 76 km

Der Sommer ist definitiv vorbei! Strömender Regen den ganzen Tag über, starker böiger Wind, am Start 18°, beim Zieleinlauf dann nur mehr 13°, die 98 Teilnehmer an diesem letzten WM-Rennen in St. Johann/Tirol sind wahrlich nicht vom Wettergott begünstigt gewesen. Ein Martyrium mußte der Grazer Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft dabei ertragen, seine überwundene Krankheit und sehr gute Form berechtigte zu einigen Hoffnungen.

Doch bereits in den ersten 5 Minuten des Rennens wurden alle diese Hoffnungen brutal zunichte gemacht. Bereits nach 700 Meter wurde Bartonek beim Einbiegen auf die Bundesstraße von einem Teilnehmer, der über die Grünfläche direkt vor sein Vorderrad stürzte, zu Boden gerissen. Zwar sprang er sofort wieder aufs Rad und setzte das Rennen fort, doch seine gute Position im 98-Mann-Teilnehmerfeld war verloren. Und der Anstieg auf die Huberhöhe stand unmittelbar bevor, der sich zu einem wahren Bergsprint gestaltete. Mit 38 km/h sprinteten die Stärksten über diesen traditionellen Anstieg.

In der Linkskurve, die zum letzten der vier Steilpassagen führte, wurde Bartonek von einem Fahrer, der von einer Windböe irritiert wurde, förmlich umgemäht. Drei oder vier Fahrer stürzten über die beiden. Bartonek war sofort wieder auf den Beinen, mußte aber ein gut 100 Meter langes Loch auf die Letzten des inzwischen enteilten Feldes zufahren. Das gelang auch noch, aber in der Abfahrt zur Griesenau war dann endgültig Endstation: Vorderreifen platt, wahrscheinlich eine Folge eines der beiden Stürze.

Der Laufradwechsel gestaltete sich zu einem Geduldspiel, bis endlich ein Begleitwagen stehenblieb und dem Grazer mit einem neuen Vorderrad aushalf. Der konnte dann das Rennen zwar fortsetzen, an ein erfolgreiches Abschneiden war aber nicht mehr zu denken. Bartonek fuhr alleine die beiden Runden zu Ende, erreichte dabei immerhin einen Schnitt von 36 km/h – ganz beachtlich bei diesem Sauwetter!

Das Rennen machten andere. An der Spitze setzte sich eine 8-Mann-Gruppe ab und kam auch mit über 2 Minuten Vorsprung auf das große Hauptfeld ins Ziel, den Titel holten sich die beiden Niederländer Keller und Van Leeuwen. Dem großen Favoriten Dimitri Buben, der nach dem Zeitfahren neuerlich eine Niederlage hinnehmen mußte, blieb nur die Bronzemedaille.

Straßenweltmeisterschaft 76 km: 1. Alfred Keller (Niederlande) 1:48:30 (Siegerschnitt 42,3 km/h), – 2. Rob van Leeuwen (Niederlande), – 3. Dimitri Buben (Weißrußland), – 4. Mikhail Nowikov (Rußland), – 5. Jean-Claude Bougouin (Frankreich), – 6. Stefano Costantini (Italien), – 7. Werner Hügel (BRD), – 8. Txomin Oronoz (Spanien), alle gleiche Zeit, – 9. Aleksandrs Aleksandrovs (Lettland) 2:17 zurück, – 10. Matthias Grünig (BRD), gleiche Zeit, die Österreicher: 63. Klaus Moosbrugger (Mountainbiker Wattens) -9:30, – 70. Robert Bartonek (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) -21:27, – 71. Rupert Polak (RC UNION St. Johann/Tirol) -21:44

Samstag, 28. August: Phyrn-Priel-Radsporttage, Amateur-Tour, Kriterium in Windischgarsten, 40,8 km

Ulrich Öhlböck (RC CFK ovilava Wels) hieß der Sieger des Kriteriums in Windischgarsten (Siegerschnitt 39,6 km/h), er verwies mit 30 Punkten Alexander Gorenschek (RLM Kostel´s Radshop Grafenstein), 22 Punkte, und seinen Teamkollegen Patrick Hauser (RC CFK ovilava Wels), 21 Punkte, auf die weiteren Plätze. Manfred Koch von der UGB-Renngemeinschaft gehörte zu jenen 12 Fahrern, die das Rennen nicht beendeten.

Zeitfahr- und Straßen-Weltmeisterschaft in St.Johann/Tirol

25.-28. August 2010, Zeitfahr- und Straßen-Weltmeisterschaft in St.Johann/Tirol

25. 8. 2010: Zeitfahr-Weltmeisterschaft in Erpfendorf, 20 km

Auf der klassischen Zeitfahrstrecke von Erpfendorf zur Wende auf den Loferberg und zurück über 20,2 km wurden am Mittwoch wie üblich die Zeitfahrweltmeister der einzelnen Klassen ermittelt. Wieder einmal auffallend: die schwache Beteiligung der Österreicher. Sehen wir uns doch mal die Ergebnisse der einzelnen Klassen an:

 

Klasse Anzahl der Starter Ergebnisse

Master 1 (30-39 Jahre)

60 1. Andreas Ortner (BRD) 24:33, – 2. Andreas Schweizer (CH) 25:22, – 3. Chris McNeil (CDN) 25:25, die Österreicher: 7. Thomas Mairhofer (SK VÖEST Linz) 25:44, – 18. Paw Madsen (Feld am See) 26:14, – 21. Klaus Steiner 26:22, – 27. Michael Jagotic 26:41, – 29. Markus Gubert 26:46, – 40. Erich Aichinger 27:50, – 49. Alexander Heinzel 28:53, – 51. Christian Bernhard 28:56

 

Master 2

(40-44 Jahre)

70 1. Richard Feldman (USA) 24:43, – 2. Chris Lyman (USA) 24:56, – 3. Michael Themann (CH) 25:03, die Österreicher: 23. Johannes Harlander (Maroitalia Racing Team) 26:35, – 26. Gerd Tillian 26:44, – 29. Karl Tutschek 26:54, – 36. Herbert Hortschitz 27:05, – 43. Harald Kaltenbacher 27:45, – 47. Manfred Rappolt 28:00, – 49. Christian Zanetti 28:21, – 52. Heinz Horn 28:25, – 56. Karl Böhm 28:44

Master 3 (45-49 Jahre)

78 1. Steven Sloof (NL) 24:35, – 2. Jesper Nielsen (DMK) 24:51, – 3. Kevin Tye (GB) 24:57, – die Österreicher: 4. Friedrich Pöltl (ARBÖ Kindberg) 25:16, – 17. Gerhard Hawlik 26:02, – 25. Gerold Sprachmann 26:46, – 49. Martin Böhm 28:12, – 55. Bruno Martinz 28:24, – 56. Franz Huber 28:25, – 64. Karl Kreuzsaler 29:36

Master 4
(50-54 Jahre)

70 1. Eugene Palumbo (USA) 25:22, – 2. Dimitry Buben (BLR) 25:23, – 3. Werner Hügel (BRD) 25:24, – die Österreicher: 12. Jens Mateyka (RC Schnecke) 26:12, – 18. Günther Iby 26:45, – 31. Klaus Moosbrugger (27:53), – 44. Gerhard Mosler 28:46, – 47. Sebastian Pfisterer 28:49, – 50. Rupert Polak  28:57, – 54. Robert Bartonek  29:26, – 56. Gerald Leutgeb 29:45, – 57. Josef Ottino 29:46, – 62. Wolfgang Czerny  30:02

Master 5
(55-59 Jahre)

51 1. Wladimir Gottfried (BRD) 26:04, – 2. Ludvig Killinger (CZE) 26:16, – 3. Mieira Vic (USA) 26:18, – die Österreicher: 12. Erich del Pozo (Zweirad Chaoten) 27:19, – 29. Franz Winter 28:35, – 49. Michael Köbe 34:54

Master 6 (60-64 Jahre)

54 1. Ken Fuller (USA) 26:13, – 2. Gerhard Hrinkow (ÖAMTC Hrinkow Bikes Steyr) 26:18, – 3. Alfred Grabichler (BRD) 26:31, – die Österreicher: 11. Werner Kaiserlehner (ARBÖ Ginner Amstetten) 27:20, – 17. Vinzenz Hörtnagl 28:02, – 34. Robert Alton 30:16, – 47. Kurt Pitterka 31:55

Master 7 (65-69 Jahre)

43 1. Rein Oppewal (NL) 27:32, – 2. Reinhard Scheer (BRD) 27:33, – 3. Peter Trumheller (BRD) 27:37, – die Österreicher: 11. Rudolf Horak (Benefit Wien) 28:30, – 13. Klaus Wochinger 28:52
Master 8 (70-74 Jahre) 52 1. Marcel Eve (F) 28:42, – 2. Günther Hoffmann (BRD) 28:42, – 3. Jacques Gestraud (F) 28:53, – die Österreicher: 5. Anton Gierer (RC Sparkasse Ybbs) 29:19 – 6. Hans Unterguggenberger 30:13, – 22. Herbert Hrdlicka 31:55, – 32. Herbert Lackner 32:25, – 45. Horst Kolbe 36:17, – 46. Walter Kovarik 36:24
Master 9 (ab 75 Jahren) 27 1. Hermann van Bruggen (NL) 30:15, – 2. Bruno Podesta (BRD) 30:52, – 3. Egidius Brangenburg (BRD) 31:15, – die Österreicher: 8. Gernot Jost-Engels 32:26

Gerhard Hrinkow (links)

Tagesbestzeit fuhr also der jüngste Weltmeister, der Bayer Andy Ortner in 24:33 (Schnitt 49 km/h).Sowohl in der Klasse 4 als auch in der Klasse 7 gab es ein jeweils knappes Ergebnis, der Weltmeister wurde nur mit 1 Sekunde (in Worten: EINER SEKUNDE) Vorsprung gekürt! Aus österreichischer Sicht überraschen zwei Ergebnisse: einerseits die Silbermedaille von Gerhard Hrinkow in der Klasse 6 als auch der enttäuschende 5. Rang von Toni Gierer (Klasse 8), der immerhin schon einige WM-Medaillen in den vergangenen Jahren sammeln konnte. Auch Jens Mateyka (Klasse 4), im Vorjahr noch Medaillengewinner, stürzte heuer auf Platz 12 ab. Am knappsten an Medaillen sind vorbeigefahren: Fritz Pöltl (Klasse 3) um 19 Sekunden, Thomas Mairhofer (Klasse 1) auch um 19 Sekunden, Toni Gierer (Klasse 8) um 26 Sekunden, Jens Mateyka (Klasse 4) um 48 Sekunden, Werner Kaiserlehner (Klasse 6) um 49 Sekunden. Die schnellsten Österreicher: Fritz Pöltl 25:16, Thomas Mairhofer 25:44, Gerhard Hawlik 26:02, Jens Mateyka 26:12, Paw Madsen 26:14, Gerhard Hrinkow 26:18. Was das Gesamtergebnis angeht: eine
Silbermedaille, insgesamt 6 Top-10-Plätze bei 51 Startern, das ist nicht berauschend. Wie überhaupt die Beteiligung insgesamt aus österreichischer Sicht erschreckend gering war.

Und was ist mit Fritz Pöltl los? Gerüchte besagen, daß er im Rahmen der Zeitfahr-WM positiv getestet worden sei.Er selbst ist untergetaucht, keiner hat ihn seither mehr gesehen. Was ist also dran an diesem Gerücht? Wir werden diese Geschichte weiterhin verfolgen und darüber berichten.

Gehen wir also zu den Zeitfahrbewerben der Frauen. Erschreckend geringe Beteiligung, sodaß man diese Bewerbe beim besten Willen nicht als WM, sondern bestenfalls als Rahmenbewerbe ansehen sollte.

Beate Eysinger

Frauen 1: 1. Doris Posch 26:52, – 11. Silvia Czaika 31:53, 14 Starterinnen

Frauen 2: 6. Petra Willinger 29:35, – 17.Eva Hipfinger 31:48, 20 Starterinnen

Frauen 3: 1. Beate Eysinger 28:51, – 6. Michaela Brunngraber 31:57, – 7. Claudia Rass 34:01, 8 Starterinnen

Frauen 4: 2. Claudia Pfisterer 29:01, 14 Starterinnen

Frauen 5: 10 Starterinnen, keine Österreicherin am Start!

Frauen 6: 8. Irma Reinisch 33:12, – 12. Auguste Huber 36:47, 14 Starterinnen

Eine Bilanz: Über die enttäuschende Starteranzahl brauchen wir gar nicht reden, immerhin sind insgesamt 10 Österreicherinnen in 6 Altersklassen angetreten, haben dabei zwei Gold- (Doris Posch und Beate Eysinger) und eine Silbermedaille (Claudia Pfisterer) geholt. Tagesbestzeit fuhr Doris Posch in 26:52, insgesamt 7 Top-10-Plätze waren die Ausbeute für Österreich.

Die nunmehr vierfache Zeitfahr-Weltmeisterin Doris Posch, die in 26:52 auch neuen Streckenrekord für Frauen fuhr.

 

 

26. – 28. August 2010: UCI-Straßen-Weltmeisterschaften

Kommen wir also zu den Straßenbewerben: 

Kategorie Anzahl der Starter Ergebnisse
Klasse 1 (1976-1980) 62 1. Daniel Brickell (AUS), – 2. Michele Mascheroni (I), – 3.Vaclav Jelinek (TCH), – die Österreicher: 17. Franz Petz, – 26. Klaus Steiner, – 37. Gernot Strauß
Klasse 2 (1971-1975 89 1. Andrea Mascheroni (I), – 2. Dino Pittiglio (I), – 3. Stefano Farnetani (I), – die Österreicher: 6.  Markus Willinger, – 15. Thomas Schörghofer, – 29. Florian Eberharter, – 33. Christian Ausweger

Klasse 3 (1966-1970)

132 1.Jens Volkmann (BRD), – 2. Angelo Menghini (I), – 3. Fabio Laghi (I), – die Österreicher: 35. Johannes Harlander, – 43. Günther Baringer, – 75. Richard Nudl, – 92. Roland Rupprechter
Klasse 4 (1961-1965) 135 1.Vinicio Rosario (I), – 2. Luciano Pasquin (I), – 3. Primo Sprecace (I), – die Österreicher: kein Österreicher klassiert!!!
Klasse 5 (1958-1960) 98 1. Freddy Keller (NL), – 2. Rob van Leeuwen (NL), – 3. Dimitri Buben (BLR), – die Österreicher: 63. Klaus Moosbrugger, – 70. Robert Bartonek, – 71. Rupert Polak
Klasse 6 (1955-1957) 87 1. Hans Jörgen Hellerup (DMK), – 2. Theo Joosten (NL), – 3. Robert Anderson (CDN), – die Österreicher: 28. Rudolf Groß, – 49. Robert Fleck, – 50. Rudolf Atzenhofer
Klasse 7 (1952-1954) 56 1. Ad Prinsen (NL), – 2. Nikolai Baklanau (BLR), – 3. Juan Argudo Baguenas (E), – die Österreicher: 12. Alfred Hain, – 30. Peter Fladerer,
Klasse 8 (1949-1951) 61 1. Bernie Sanders (USA), – 2. Josef Reis (BRD), – 3. Heinrich Hövel (BRD), – die Österreicher: 16. Ernst Schuller, – 26. Gerhart Schäbinger, – 30. Werner Kaiserlehner, – 50. Kees Wijnen
Klasse 9 (1946-1948) 64 1. Georges Vonckx (B), – 2. Bruno Maccioccu (I), – 3. Gerhard Hrinkow (AUT), – die Österreicher: 18. Laurenz Gerersdorfer, – 38. Karl Korpitsch
Klasse 10 (1941-1945) 114 1. Reinhard Scheer (BRD), – 2. Theo van Mook (NL), – 3. Werner Dullaert (B), – die Österreicher: 75. Ekkehart Kinz
Klasse 70-74 (1936-1940) 68 1. Nicolo Mu (I), – 2. Jacques Gestraud (F), – 3. Marcel Eve (F), – die Österreicher: 19. Siegfried Rothauer, – 22. Hans Unterguggenberger, – 34. Herbert Lackner
Klasse 75 (-1935) 45 1. Severino Angella (I), – 2. Graziano Ciulli (I), – 3. Marcel Lectez (F), – die Österreicher: 17. Gernot Jost Engels, – 24. Erwin Wolfinger, – 41. Erich Matzner

Doppelweltmeisterin Beate Eysinger (Mitte)

Zum Resümee der Straßenbewerbe: aus österreichischer Sicht noch enttäuschender als das Zeitfahren! In insgresamt 12 Altersklassen war es abermals Gerhard Hrinkow (Klasse 9), der sich als einziger Österreicher mit der Bronzemedaille aufs Stockerl fahren konnte. Mit Silber im Zeitfahren und Bronze auf der Straße ist er damit mit Abstand der erfolgreichste Österreicher dieser Weltmeisterschaften! Armutszeugnis: in der Klasse 4 war kein Österreicher im Ziel! Neben Hrinkow gab es mit Markus Willinger (Sechster in der Klasse 1) nur ein einziges weiteres Top-10-Ergebnis! 33 klassierte Österreicher in 12 Klassen ist auch kein Ruhmesblatt! Sowohl Hans Unterguggenberger als auch Robert Bartonek waren in ihren Altersklassen jeweils zweitstärkste Österreicher.

Fazit: das internationale Niveau steigt schneller als das nationale (ist ja auch irgendwie logisch!), die österreichische Beteiligung an diesen Weltmeisterschaften scheint auch von Jahr zu Jahr schwächer zu werden.

Noch ein Blick zu den Frauen: ein herausragendes Ergebnis schaffte Brigitte Krebs in der Klasse 2 als Vierte, zeitgleich mit der Siegerin. Beate Eysinger gewann die Klasse 3 mit 4 Sekunden Vorsprung, Michaela Brunngraber wurde hier auch Vierte. Claudia Pfisterer in der Klasse 4 rundete mit einem weiteren 4. Rang das Ergebnis ab. Fazit: wie im Zeitfahren auch das eindeutig bessere Ergebnis als bei den österrechischen Männern!

Freitag, 27. August 2010: Phyrn-Priel-Radsporttage, Amateur-Tour, Einzelzeitfahren in Windischgarsten, 17,8 km

Der Niederösterreicher Manfred Koch nahm als einziger Starter der UGB-Renngemeinschaft an der erstmals ausgetragenen Amateur-Tour im Rahmen der Phyrn-Priel-Radsporttage teil, die bisher ja als „Youngster-Tour“ im Raum Liezen/Trieben ausgefahren wurde.

Das Einzelzeitfahren in Windischgarsten über 17,8 km ging erwartungsgemäß an den hohen Favoriten Thomas Mairhofer (SK ARBÖ VÖEST Linz), der sich mit einem Schnitt von 47,4 km/h und einer Fahrtzeit von 22:33 ganz klar und souverän durchsetzte. Er verwies Klaus Exner (RC Grafenbach NÖ-Süd) um 1:05 Minuten und Christian Gruber (H&N-Radcenter) um 1:09 Minuten auf die Plätze. Manfred Koch zeigte eine sehr gute Leistung und belegte mit einer Zeit von 25:06 Minuten (Rückstand 2:33 Minuten) den 18. Rang unter den 32 Startern. Auf Platz zwei fehlten ihm nur knappe anderthalb Minuten!

Freitag, 27. August 2010: Straßenweltmeisterschaft in St. Johann/Tirol um den Großen Preis der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG, 40 km

Der Sommer ist vorbei, es regnet in Strömen. Tiefe Wolken, Dauerregen. In der Klasse 70 finden sich dennoch 68 Teilnehmer im Startraum ein, darunter die favorisierten Franzosen. Von der UGB-Renngemeinschaft ist Hans Unterguggenberger mit dabei, der sich in ganz großer Form befindet. Er will das Mißgeschick vom Zeitfahren, als er vom UCI-Delegierten um die Aufwärmphase gebracht wurde, vergessen machen.

Das Rennen beginnt dann auch genauso, wie er es befürchtet hatte. Mit ständigen Attacken des Franzosen Jacques Gestraud, der schon in Deutschlandsberg die Gesamtwertung gewonnen hatte, der hier in St.Johann/Tirol sowohl Weltpokalstraßenrennen als auch Wilder-Kaiser-Bergpokal für sich entschieden hat und auch heute der ganz, ganz große Favorit ist. Mit einem Höllentempo wird die Huberhöhe überquert, der erste Anstieg des Rennens, 2,5 km lang. Niemand kann mithalten, der Franzose stürmt als Erster über die Anhöhe, der Hans fährt bei den Verfolgern an vorderster Front und meint nachher noch, daß er noch nie so schnell auf die Huberhöhe gefahren sei!

In der Folge ändert sich nicht viel am Rennverlauf, die Verfolger kommen wieder heran, der Franzose attackiert erneut, fährt dann knapp vor der Verfolgergruppe, die aber sichtlich resigniert. Der Hans rackert und arbeitet und schuftet, stößt mit seinem Arbeitseifer aber nicht unbedingt auf Gegenliebe. Niemand investiert sich in eine Aufholjagd und überläßt sozusagen dem Franzosen die alleinige Bühne. Hans faßt sich im Finale ein Herz und versucht einen Solovorstoß, der kommt auch von den Verfolgern weg, bleibt aber in der Mitte zwischen Spitze und Verfolgergruppe hängen, wird dann 2 km vor dem Ziel leider wieder eingeholt.

Spannendes Finale: die gefährliche Kurve bei der 1000-m-Marke, wo es auf die Hauptstraße geht, fordert auch diesmal wieder Opfer. Ein Fahrer stellt sein Rad quer, fährt dem Hans direkt übers Vorderrad. Der kann einen Sturz vermeiden und mit viel Glück, Geschick und Können aussteuern, als dann einer von hinten in ihn reinkracht. Die Nummer 75, das sei hier auch erwähnt, Michel Aubree (Frankreich), bringt den Hans zu Fall. Der Traum von einer Medaille ist vorbei.

Hans springt zwar sofort wieder in den Sattel und fährt auch den restlichen Kilometer ins Ziel, aber in dem Moment überwiegt natürlich die Enttäuschung und der Frust über die verpaßte Chance. Die Goldmedaille wäre heute durchaus im realistischen Bereich gelegen, daß die Franzosen zu schlagen sind und auch nur mit Wasser kochen, bewies dann der Italiener Nicolo Mu. In der 4-Mann-Spitze waren die beiden Franzosen Gestraud und Eve sowie der Brite Woodcock und der Italiener Mu vertreten.

Und im Sprint setzte sich der Italiener vor Gestraud und Eve durch. Den sieggewohnten Franzosen blieben somit „nur“ Silber und Bronze. 18 Sekunden dahinter sprintete das Feld um einen fünften Rang, den sich der Niederländer Gerrit Hairwassers sicherte. 17 Mann war diese Verfolgergruppe stark, Hans landete schließlich mit 41 Sekunden Rückstand an der 22. Stelle. Nicht schlecht, aber mit seiner Form wäre ohne den Sturz im Finale sehr, sehr viel mehr möglich gewesen.

Straßenweltmeisterschaft 40 km: 1. Nicolo Mu (Italien) 1:04:12 (Siegerschnitt 37,38 km/h), – 2. Jacques Gestraud (Frankreich), – 3. Marcel Eve (Frankreich), – 4. Tony Woodcock (Großbvritrannien), alle gleiche Zeit, – 5. Gerrit Hairwassers (Niederlande) 18 Sekunden zurück, – 6. Gerhard Rozanowske (BRD), – 7. Joop Boerema (Niederlande), – 8. Felipe Manuel Gimenez (Spanien), – 9. Henno Leder (BRD), – 10. Ramon Verdaguer (Spanien), alle gleiche Zeit, – die Österreicher: 19. Siegfried Rothauer (RC Union Wilhelmsburg) -0:18, – 22. Hans Unterguggenberger (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) -0:41, – 34. Herbert Lackner (RC UNION Sparkasse Langenlois) -6:58

Hans Unterguggenberger verletzt

27. August 2010: Hans Unterguggenberger verletzt

Hans Unterguggenberger von der UGB-Renngemeinschaft bot beim Straßenweltmeisterschaftsrennen am Freitag eine tolle Leistung. Leider wurde diese Vorstellung durch einen schweren Sturz im Finale getrübt. Statt der erhofften Medaille wurde es eine Fahrt ins Spital. Bei der Kreuzung genau bei der 1000-m-Marke kam es im Rennen der Kategorie 70-75 zu einem schweren Sturz, ausgelöst durch unvernünftige Fahrweise und einen Fahrfehler einer der Teilnehmer. Im strömenden Regen war das Risiko naturgemäß deutlich höher als bei trockener Fahrbahn.

Alljährlich kommt es an genau dieser Stelle, ausgelöst durch die Verkehrsinsel genau im Kurvenradius, zu sturzgefährlichen Situationen, und natürlich auch zu Stürzen. So verwundert es selbstverständlich nicht, daß bei diesen erschwerenden Wetterverhältnissen ein Sturz nicht ausblieb. Ein Teilnehmer fuhr dem Hans übers Vorderrad, der konnte das noch einigermaßen aussteuern, doch als ihm dann ein Franzose, nämlich die Nummer 75, Michel Aubree, mit voller Geschwindigkeit ins Hinterrad krachte, waren die Chancen dahin, einen Spitzenplatz zu belegen. Der Hans konnte diesmal nicht mehr aussteuern, kam schwer zu Sturz, sprang zwar sofort wieder aufs Rad und fuhr auch über den Zielstrich, doch die Schmerzen waren unmittelbar danach so groß, daß er ins Spital nach St.Johann mußte. Dort wurde durch das Röntgen ein Rippenbruch festgestellt.

Als nach einigen Tagen sich die Schmerzen nicht besserten, brachte ein neuerliches Röntgen die wahren Ausmaße dieses fatalen Sturzes ans Tageslicht: zwei Rippen gebrochen, dazu ein Bänderriß im Knöchel! Aufgrund dieser Verletzungen konnte der Hans auch das Ausscheidungsrennen am Wachau-Ring in der darauffolgenden Woche nicht bestreiten, das Abschlußrennen des Ginner-Cups. Dennoch belegte er in dieser Jahreswertung den hervorragenden zweiten Platz.

Auflösung der Masterkategorien durch die UCI

Auflösung der Masterkategorien durch die UCI

Doch jetzt zu einem ganz anderen Thema, das seit St.Johann/Tirol Ende August ganz Radsport-Österreich bewegt. Ein Informationsblatt mit folgendem Inhalt wurde in St.Johann aufgelegt:

Liebe Radsportler und Radsportlerinnen! Vor nunmehr 17 Jahren, im Anschluß an den 25. Radweltpokal, wurde ich von der UCI gebeten, meiner Veranstaltung eine „UCI-Master-Rad-Straßen-WM“ anzuschließen. Mit der Option, die WM zehn Jahre lang zu organisieren, nahm ich das Angebot an. Im Jahr 2000 kam auf unsere Initiative hin noch die „UCI-Master-Rad-Zeitfahr-WM“ hinzu.

Inzwischen sind daraus 17 Jahre geworden und es kommen nahezu 3000 Master-Radsportler und -sportlerinnen aus 67 Nationen nach St.Johann/Tirol. Trotz dieses großen Erfolges teilte mit die UCI kurz vor Beginn der WM 2010 mit, daß es in Zukunft eine von der UCI sanktionierte Master-WM in dieser Form nicht mehr geben wird.

Bereits vor einigen Jahren wurde die UCI-Master-Kommission aufgelöst und innerhalb der UCI kam es nach und nach zu Umstrukturierungen zugunsten von Breitensportveranstaltungen wie z.B. Gran Fondos. In Zukunft soll der Master-Radsport der Sektion Breitensport („Cycling for all“) angeschlossen werden.

Diese Entscheidung bedaure ich sehr, war die „UCI-Straßen-WM“ doch eine würdige Anerkennung der außerordentlichen Leistungen, die die Masterfahrer bis in ihr hohes Lebensalter erbringen! Der Rückzug der UCI hat keinerlei Auswirkungen auf die St. Johanner Radsportwoche und die Ausrichtung der Master-Straßen-WM 2011 in St.Johann (20. – 27. August 2011). Die UCI-WM im Einzelzeitfahren wird beibehalten.

Mein Team und ich arbeiten bereits am Konzept für 2011, wir werden noch einiges verbessern und freuen uns schon auf Eure Teilnahme! Ich wünsche euch erfolgreiche, unfallfreie Rennen unhd weiterhin viel Freude an unserem wunderschönen, geliebten Radsport! Genießt den ganz besonderen Geist von St.Johann. Gezeichnet Harald Baumann & sein Team

Von der UCI gibt es keine klare Aussage dazu. Nur soviel: dort erwägt man, den ganzen Master-Bereich dem Breitensport anzuschließen, weil der Masterbereich finanziell nicht zu vermarkten sei. Was das bedeutet, darüber kann man nur rätseln: soll das heißen, daß die Altersklassen keine Lizenz mehr benötigen? Daß man nur Marathons bestreiten kann und dort gegen Profis fährt? Sind Unlizenziertenrennen gestattet oder nicht? Und was heißt, daß es die St. Johanner Rennen weiterhin geben wird, wenn es die Masterklasse gar nicht mehr gibt? Die Straßen-WM nicht mehr von der UCI sanktioniert, die Zeitfahr-WM aber schon? Wenn es doch die ganze Kategorie dann nicht mehr gibt? Fragen über Fragen. Unsicherheit und Ungewißheit überall.

In St. Johann gab es also eine Sitzung aller Master-Vertreter der großen nationalen Landesverbände. Einzig Italien, Frankreich und die Niederlande blieben diesem Termin fern. Bei dieser Tagung kam man überein, geschlossen auf die UCI einzuwirken, die Masterklassen nicht fallenzulassen. Es gab aber auch bereits Überlegungen für den Fall, daß sich die UCI nicht mehr umstimmen ließe. Dann wolle man einen eigenen internationalen Verband gründen, einen „Gegenverband“ zur UCI quasi, geschaffen nur für nationale Masterverbände.

Genau dann aber beginnen die ganzen Schwierigkeiten und Probleme, ein solcher internationaler Verband läßt sich nämnlich nicht sozusagen aus dem Ärmel schütteln. Wer übernimmt welche Funktionen, wer bewältigt das verwaltungstechnische und logistische, wer das sportliche, wer den Marketing-Bereich, und die wohl wichtigste Frage: wer zum Teufel finanziert das alles???

Erwartunsgemäß kam man in all diesen Fragen nicht zu einem einheitlichen Beschluß. Typisch auch, daß der ÖRV zu all diesen Fragen schweigt und seine Mitglieder im ungewissen läßt. Wir werden jedenfalls in dieser Frage am Ball bleiben und weiterhin berichten, sobald sich neue Fakten ergeben.

 

Mittwoch, 25. August 2010: Zeitfahr-Weltmeisterschaft in Erpfendorf, 20 km

Die erste Weltmeisterschaft ist die im Zeitfahren, auf der traditionellen 20-km-Strecke von Erpfendorf zur Wende auf den Loferberg und wieder zurück nach Erpfendorf. Für den normalen Straßenverkehr völlig gesperrt, genießen die Rennfahrer echte WM-Atmosphäre. Im 30-Sekunden-Intervall wird gestartet, von der Frühe bis in den späten Nachmnittag, schließlich wollen um die 700 Fahrer die Strecke bewältigen. Bei sommerlichen Temperaturen und nur leicht bewölktem Himmel, aber mäßigem Wind, absolvieren die Fahrer die Strecke, die von den Allerschnellsten im 50-km/h-Schnitt bewältigt wird!

Hans Unterguggenberger, der aussichtsreichere der beiden Starter der UGB-Renngemeinschaft, geht bereits um 9.39 Uhr ins Rennen. Er hatte Medaillenchancen, nachdem er zuletzt in sehr guter Form war. 52 Starter waren in seiner Altersklasse Master 8 am Start, darunter leider nur 6 Österreicher. Der Sieg ging an den Franzosen Marcel Eve, der die Strecke in 28:42 (Schnitt 42 km/h) bewältigte. Er hatte nur 0,15 Sekunden Vorsprung (!!!) auf den Deutschen Günther Hoffmann und 11 Sekunden auf seinen Landsmann Jacques Gestraud. Die Medaillen wurden also sehr knapp vergeben.

Der Vierte, der Fritz Fleischer (BRD), lag da schon 26 Sekunden zurück. Hans hatte das Pech, daß der UCI-Verantwortliche, der die Maße der Rennmaschinen kontrollierte, sowohl sein Rad als auch seinen Zeitfahrhelm beanstandete, mit beiden war er jahrelang schon die Rennen gefahren und es hatte nie Beanstandungen gegeben. Doch diesmal mußte er sowohl die Sattelstellung verändern, was eine geänderte, ungewohnte Haltung auf der Rennmaschine zur Folge hatte, und deswegen mußte er auch auf das Aufwärmen verzichten, konnte nur „kalt“ ins Rennen starten. Unter diesen Umständen ist sein 6. Rang mit der Fahrtzeit von 30:13 (1:31 Minuten Rückstand) wirklich sehr, sehr schade, denn die Medaillenchance war – nachträglich gesehen – wirklich realistisch. Der 5. Rang ging an Anton Gierer, den besten Österreicher, der 29:19 erzielte.

Robert Bartonek in der Masterklasse 4 war der zweite UGB-Starter, er hat seine Krankheit, die ihn noch in der Radsportwoche in Deutschlandsberg stark behindert hatte, anscheinend doch überwunden, er konnte ein gleichmäßiges Rennen fahren und erzielte mit 29:26 eine um eine gute halbe Minute bessere Zeit als noch im Vorjahr. Dennoch war für ihn in diesem Klassefeld nichts zu holen, er belegte den 54. Rang in diesem 69 Mann starken Teilnehmerfeld. Seine Rechnung, mit dem 2 Minuten hinter ihm gestarteten Österreichischen Zeitfahrmeister Jens Mateyka mitzufahren, ging nicht auf, weil der ihn nicht wie erwartet bei der Wende einholte, sondern erst gute 4 km vor dem Ziel.

Der Sieg war auch in dieser Altersklasse sehr hart umkämpft, schließlich setzte sich der Amerikaner Eugene Palumbo in 25:22 (Schnitt 47 km/h) mit 1,2 Sekunden vor Titelverteidiger Buben (Weißrußland) und 1,7 Sekunden vor dem Deutschen Werner Hügel durch. Von den 10 gestarteten Österreichern fuhr Staatsmeister Jens Mateyka in 26:12 die schnellste Zeit, doch das reichte diesmal nur für den 12. Rang. Sicherlich eine kleine Enttäuschung, nachdem er im Vorjahr noch eine Medaille geholt hatte.

Montag, 23. August 2010: Bergrennen Kirchdorf/Tirol – Griessner Alm um den Wilden-Kaiser-Bergpokal, 11,5 km

Auf der traditionellen 11,5 km langen Bergstrecke von Kirchdorf/Tirol auf die Griesner Alm fand auch heuer wieder das traditionelle Bergrennen statt. Der Veranstalter klinkt sich dabei in die St. Johanner Radsportwoche ein, um auf ein internationales Starterfeld zurückgreifen zu können. Und so waren auch heuer wieder in allen Altersklassen die Österreicher ganz klar in der Minderheit. Die Ausländer gaben auch den Ton an, was die Sieger betraf. So konnte kein einziger Österreicher den Sprung aufs Stockeral schaffen! Einzige Ausnahme: Nadja Prieling bei den Damen, die Kitzbühelerin, als einzige Österreicherin am Start, gewann die Klasse 8.

Bester Österreicher war Hans Unterguggenberger, der Wörgler belegte in der Klasse 7 den hervorragenden 4. Platz. Der Sieg ging an den hohen Favoriten, den Franzosen Jacques Gestraud, der sich schon frühzeitig absetzte und schließlich in 27:39 auch klar gewann. Der Zweite, sein Landsmann Michel Aubree, lag schon 1:45 zurück, der Hans verlor in 30:06 gar schon 2:27 Minuten.

Robert Bartonek, der in der Klasse 3 startete, kam mit dem Sieg im Deutschlandsberger Nationenmarathon am Vortag, mußte aber gleich bei der ersten Steigung abreißen lassen. In Deutschlandsberg litt er die ganze Woche über an einer hartnäckigen Verkühlung, deren Nachwirkungen auch heute noch zu spüren waren. In der langen Abfahrt zur Griesenau kam er aber wieder an die Hauptgruppe heran und konnte kurz nach der Mautstelle wieder aufschließen. Diesmal ließ er sich nicht mehr abschütteln, hielt bis zum sehr steilen Schlußanstieg mit.

7 Mann waren gleich am ersten Anstieg in Front gelegen, die verteidigten ihren Vorsprung auch in der Abfahrt bis zum Schlußanstieg. Dahinter konnte sich der Tscheche Radoslav Krummer etwa 3 km vor dem Ziel etwas absetzen und rettete sich schließlich als 8. ins Ziel. Im Sprint der auseinandergezogenen Gruppe belegte Bartonek dann den 18. Rang, mit seiner Fahrtzeit von 28:25 Minuten verlor er 3:40 auf den Sieger, den Spanier Javier Meoquin, der sich in 24:45 knapp mit 3 Sekunden vor dem Franzosen Jean-Claude Bougouin und 12 Sekunden vor dem Bayer Robert Glassl durchsetzte.

Fortsetzung Rennbericht Ölspur-Nationen-Radmarathon Deutschlandsberg am Sonntag, 23. August 2010

Gerhard Krois feuert den Startschuß ab, Bartonek rechts

Den Ton gaben – wie stets in dieser Radsportwoche – die Ausländer an. Mit hohem Tempo wurde der erste Anstieg in Graschuh gefahren, knapp 30 Mann überlebten das Gemetzel am Berg, Bartonek schaffte in der langen Abfahrt mit drei Russen wieder den Anschluß. Bis Bad Gams hatte sich die Spitze auf 38 Mann vergrößert, und dann wurden die beiden Gamser Hügel in Angriff genommen. Am Vocheraberg konnten sich 16 Mann absetzen, Bartonek schaffte als letzter in der Abfahrt hinunter nach Stainz gerade noch den Anschluß. Immer wieder die Russen und Slowenen waren es, die das Tempo hochhielten. Letzter Anstieg, wieder in Graschuh, 12 Mann kommen vorne über den Berg, Bartonek mit kleinem Rückstand – und wieder schließt er in der Abfahrt auf. In Groß St.Florian dann erneut mehrere Attacken, die Gruppe zerfällt, vorne 7 Mann, und erst ausgangs der Ortschaft schließt Bartonek ein letztes Mal zur Spitze auf.

Jetzt, auf den letzten flachen Kilometern, läßt sich die achtköpfige Gruppe nicht mehr einholen, obwohl die fünf Mann Verfolger alles geben und nicht lockerlassen. Im Ziel beträgt der Abstand zwischen den beiden Gruppen gerade mal 20 Sekunden! In Frauental wieder ein heftiger Vorstoß eines Sowjetrussen, der aber einmal mehr vereitelt wird, danach versucht es ein Slowene, auch vergeblich.

Bartonek fährt konsequent an achter und letzter Stelle, spielt den leidenden, toten oder sterbenden Mann und entscheidet das Rennen im letzten Moment mit einer Überraschungsattacke: 300 Meter vor dem Ziel nimmt er den Kreisverkehr auf der linken Seite, hat somit neben dem Überrasachungseffekt auch einen kleinen Raumgewinn zu verbuchen, der ausreicht, um seinen Reifen am Zielstrich um Zentimeter vor dem Weißrussen Wladislav Srebniak und dem Slowenen Dusan Hajdinyak zu setzen!

Damit feiert Bartonek beim Ölspur-Nationen-Marathon den bereits dritten Sieg in Serie! Nach einer 55-km-Solofahrt im strömenden Regen 2008, die er mit dreieinhalb Minuten Vorsprung abschließt, kann er sich im Vorjahr 5 km vor dem Ziel aus der Spitzengruppe lösen und distanziert die Verfolger um 23 Sekunden – heute muß er sprinten, um die Konkurrenten, übrigens allesamt deutlich jünger, in die Schranken zu weisen! Es wird immer knapper! Man darf gespannt auf die nächstjährige Austragung sein.

Damit hat also die UGB-Renngemeinschaft zwei Rennen im Rahmen dieser Weltradsportwoche gewinnen können. Und Bartonek scheint seine Krankheit, die ihn in dieser Woche so sehr behindert hat, im richtigen Moment abgestreift zu haben – jetzt wartet die Weltmeisterschaft in St. Johann/Tirol!

Sonntag, 23. August 2010: Deutschlandsberger Welt-Radsportwoche, Ölspur-Nationen-Radmarathon in Deutschlandsberg, 93,5 km

Sensationeller Abschluß der Radsportwoche! Der durch seine Krankheit stark gehandikapte Grazer Robert Bartonek zeigte sich am Schlußtag wieder in alter Form und konnte ein Rennen, das schon mehrmals verloren schien, mit einem Gewaltsprint noch zu seinen Gunsten drehen: dritter Sieg in Serie beim abschließenden Nationen-Marathon im Zielsprint gegen sieben deutlich jüngere Konkurrenten!

Der erste Schreck fuhr Bartonek bereits nach 23 km in die Glieder: Reifenschaden vorne, zwischen Gleinstätten und St. Andrä, als das Spitzenfeld noch gut 80 Mann stark war. Doch sofort war Hilfe in Form des Materialwagens zur Stelle, Bartonek konnte kurz vor Preding wieder in das Spitzenfeld aufschließen. Als die bergige Schlußrunde erreicht war, wurde auch die Spitzengruppe gnadenlos dezimiert.