Samstag, 19. Juni 2010: Österreichische Meisterschaften im Einzelzeitfahren in Oberwart, 11,5 km bzw. 22,3 km

Nächste Österreichische Meisterschaft: diesmal im Einzelzeitfahren, und wieder, wie schon so oft heuer, stand auch dieser Bewerb unter dem Einfluß einer größeren Schlechtwetterfront, die ganz Österreich beeinflußte. Um 13 Uhr gingen die ersten Fahrer im 1-Minuten-Intervall ins Rennen, Hans Unterguggenberger in der Masterklasse VI war der erste der UGB-Renngemeinschaft. Er hatte aus dem Vorjahr einen Vizemeistertitel zu verteidigen und fühlte sich eigentlich stark genug für einen Generalangriff auf den großen Favoriten, den mehrfachen Österreichischen Meister und zweifachen Weltmeister Anton Gierer. Doch wieder einmal sollte alles anders kommen.

Mit der Strecke konnte er sich nicht anfreunden, die Passage über den Berg nach Buchschachen wurde dann durch starken Regen beeinträchtigt, und im Ziel fehlten dem Wörgler dann die entscheidenden Sekunden zum Sieg. Toni Gierer wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann in 37:51 (Siegerschnitt 36,8 km/h), der Hans lag 41 Sekunden zurück, Sigi Rothauer vulgo Rühbapp hatte 1:12 Minuten Rückstand – damit also die gleiche Reihung in den Medaillenrängen wie im Vorjahr!

In der Masterklasse 2 hatte wie erwartet Vorjahrssieger Jens Mateyka (RC Schnecke) in 33:06 (Siegerschnitt 42,0 km/h) die schnellste Zeit gefahren, der Überraschungszweite Helmut Mayr (ARBÖ Wels Gourmetfein) lag 52 Sekunden zurück, die Bronzemedaille ging an Günther Iby (ARBÖ Ginner Amstetten), der 1:18 zurücklag. Robert Bartonek, am Vortag noch Sieger in Cadóneghe bei Padua, mußte sich in 37:59 mit dem 16. Rang zufriedengeben.

Bei den Amateuren hatte die UGB-Renngemeinschaft gleich zwei Starter angemeldet. Hier gab es bis zu den letzten Metern ein unglaublich enges und spannendes Rennen: die ersten drei Fahrer waren nur durch 4 Sekunden getrennt! Bernhard Laimgruber (KTM-Mountainbiker.at) setzte sich schließlich in 32:20 (Siegerschnitt 43,0 km/h) durch, 0,8 Sekunden vor Thomas Mairhofer (SK VÖEST Linz) und 4 Sekunden vor Leopold Matouschek (ARBÖ Rapso Knittelfeld). Mit 3:18 Minuten Rückstand und einer Fahrtzeit von 35:38 belegte Manfred Koch den 24. Rang, während für Roman Hofer mit 6:26 Minuten Rückstand nur der 34. Rang blieb. Dazu muß bemerkt werden, daß er mit einer „stinknormalen“ Straßenrennmaschine das Rennen bestritten hatte.

Schließlich war auch noch die 15jährige Natascha Hofer im Einsatz, zum ersten Mal nach ihrer längeren krankheitsbedingten Pause. Leider war sie noch immer nicht zur Gänze genesen. Victoria Domitner von den Grazer KUOTA Speed Kueens gewann das Mädchenrennen über 11,5 km in 17:51 Minuten (Siegerschnitt 38,6 km/h). Natascha verlor 4:44 Minuten und belegte dabei den 17. Rang.

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