Freitag, 18. Juni 2010: Straßenrennen um die 11. Trofeo IPERLANDO in Cadóneghe di Padova (I), 63 km

Stefano Volpato vor Michele del Bianco

Endlich ist es so weit! Nachdem er heuer schon einige Male nach einer Solofahrt auf den allerletzten Kilometern vor dem Ziel wieder von den Verfolgern geschnappt wurde, konnte sich der Grazer Robert Bartonek gestern im Sprint einer 4-Mann-Spitze ganz knapp durchsetzen und die Trofeo Iperlando in Cadóneghe bei Padua gewinnen!

Das Traditionsrennen, das bereits zumn 11. Male ausgetragen wurde, fand auf einem 10,5-km-Rundkurs mit Start und Ziel in Cadóneghe nördlich von Padua statt.

Doch die Geschichte des Rennens schrieben andere. Wie etwa Ex-Profi Ennio Salvador oder der andere Ex-Profi, Fabrizio Verza. Salvador war in der ersten Fluchtgruppe vertreten, die sich in der 2. Runde bereits absetzte, im 4. Umlauf aber durch eine Verfolgergruppe eingeholt wurde, die Fabrizio Verza anführte.

Doch dadurch war die Spitze zu groß geworden, zu viele Interessen stand sich gegenseitig im Wege, die Harmonie war verlorengegangen. Es war im Gegenteil mit einem Male Sand im Getriebe, und die Verfolger kamen stark auf. Zu Beginn der 6. und letzten Runde wurde die Spitze dann gestellt, und da Bartonek in der Verfolgergruppe dabeigewesen war, kam er auf diese Weise in die Spitze. Die Gruppe war jetzt knapp 30 Mann stark.

In diesem Moment der Unachtsamkeit trat Ennio Salvador (Team RDZ Salvador) abermals an, Bartonek war aufmerksam genug, um sofort zu reagieren, zwei weitere Fahrer konnten ebenfalls noch aufschließen, nämlich Stefano Volpato (Vigorbike Gammafrutta) und Michele del Bianco (Cima SIAI). Die vier hatten genau den richtigen Moment erwischt, aus der Gruppe kam überhaupt keine Gegenwehr und so konnte das Quartett ungefährdet das Ziel erreichen.

Bartonek hatte sich auf den letzten 2 km völlig zurückgezogen und war konsequent an der vierten Stelle gefahren, hatte einen leidenden Eindruck gemacht und somit achteten die drei überhaupt nicht auf ihn. Del Bianco trat den Sprint an, Volpato konterte und zog bei der 200-m-Marke an ihm vorbei, hatte aber Salvador im Schlepptau, der wiederum Bartonek an seinem Hinterrad mitzog. Und am allerletzten Meter kam der Grazer noch aus dem Windschatten des italienischen Ex-Profis und um Haaresbreite an ihm vorbei.

Völlig überraschend kam der Sieg des Grazers, ist er doch als „Nichtsprinter“ bekannt, hat doch Salvador alle seine Profisiege im Sprint errungen. Aber so kommt´s, wenn man die Konkurrenz unterschätzt!
 
 

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