Sonntag, 13. Juli 2010: David Gaupmann-Gedenkrennen, Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Stattersdorf, 14,250 km bzw. 19,950 km bzw. 39,9 km

Dieses Wochenende hatte es in sich! Nach dem ersten Saisonsieg von Andrea Knapp in Erl fuhr in Stattersdorf bei St. Pölten der Obmann selbst, Hans Unterguggenberger, zum Sieg und damit zum Meistertitel in der Masterklasse 6! Ein hochdramatisches Rennen in dieser ältesten Masterkategorie fuhr Unterguggenberger taktisch klug nach Hause. 15 Runden zu jeweils 950 Metern mußten absolviert werden, jede dritte Runde wurde eine Punktewertung ausgefahren. Drei Fahrer lagen vor der Schlußwertung mit je 3 Zählern punktegleich in Führung: neben Hans Unterguggenberger noch der Vorjahrsmeister, Sigi Rothauer, sowie Herbert Lackner. Die letzte Wertung mußte dieses Kriterium also entscheiden.

Der Hans war souverän am 5. Rang dieser Schlußwertung klassiert, verfehlte nur ganz knapp einen ganz wichtigen Punkt. Gleich hinter ihm passierte Lackner das Ziel, Rothauer war etwas abgeschlagen – vielleicht waren es Unaufmerksamkeit, Unkonzentriertheit, aber diese Schlußwertung hatte er völlig übersehen, sogar, daß Lackner, der mit ihm punktegleich war, dadurch das bessere Ende für sich hatte – Platz 2 und die Silbermedaille!

Hans bewies einmal mehr seinen Renninstinkt, der ihn heute zu einen triumphalen Sieg geführt hatte. Der Sigi (vulgo Rühbapp), der sich schon als Sieger wähnte, schließlich hatte er ja auch im Vorjahr den Sieg davongetragen, achtete gar nicht mehr auf Lackner, von dem er gar nicht wußte, daß der mit ihm punktegleich war. Und bei Punktegleichheit entscheidet die letzte Wertung, da kamen der Hans als Fünfter, Lackner als Sechster und Rühbapp als Achter über die Linie! Damit war das überraschende Ergebnis auch schon fixiert…

Gleich im nächsten Rennen, dem der Kategorien 2 und 3, wurde es für die UGB-Renngemeinschaft wieder interessant, stand doch mit dem Grazer Robert Bartonek der Vizemeister des Vorjahrs am Start, der dieses Ergebnis natürlich wiederholen wollte.

Leider machten die vielen Spitzenfahrer, die diesmal an den Start gingen, dieses Vorhaben zunichte. Mateyka, Gössler, Gruber, Ganser, Taucher, Kemethofer, sie alle waren im Vorjahr nicht dabeigewesen, diesmal aber sorgten sie für ein Höllentempo, bei dem alle Ausreißversuche zum Scheitern verurteilt waren. Und die lange Zielgerade sorgte dafür, daß Bartonek bei den Sprints nicht mehr dabei war. Es war ein hoffnungsloses Unterfangen, kaum sank das Tempo einmal unter 40 km/h, ergriff wieder irgendwer die Initiative, und sofort war eine neuerliche Jagd im Gange.
 
Jens Mateyka ließ von Anfang an keinen Zweifel darüber aufkommen, daß der Weg zum Sieg nur über ihn führte. Und so war es auch, Titelverteidiger Iby mußte sich mit dem klaren zweiten Rang zufriedengeben. Für Bartonek blieb nur der etwas enttäuschende 11. Rang.
 

Zum Abschluß war dann noch der Niederösterreicher Manfred Koch im Einsatz, der im Rennen der Amateure an den Start ging, die 42 Runden zurückzulegen hatten (= 39,9 km), auch sie hatten alle drei Runden eine Punktewertung zu fahren. Leider war für ihn das Tempo zu hoch, er hielt ein paar Runden mit, fiel dann zurück, mußte nach einer Wertungsrunde abreißen lassen und kam nicht mehr ins Feld zurück.

Nach ein paar Runden aussichtslosen Hintennachfahrens sah Manfred die Sinnlosigkeit ein, stieg ab und beendete das Rennen. Am nächsten Wochenende, bei der Staatsmeisterschaft im Zeitfahren (im Burgenland stehen Einzel- und Paarbewerb am Programm) sollte ihm mehr gelingen, zählt doch diese Disziplin zu seinen Stärken.

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