Monatsarchive: Juni 2010

Ergebnisse Juni 2010

2. Juni 2010: Straßenrennen um den Gran Premio Cicli Spezzotto in San Martino del Carso (Italien),

zugleich 1. Rennen zur Provinzial-Straßenmeisterschaft, 75,6 km

8. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

4. Juni 2010: Langenloiser REMAX-Radsporttage: Bergrennen Langenlois – Schiltern, 8,6 km

3. Hans Unterguggenberger (Master 6)

14. Robert Bartonek (Master 2)

35. Manfred Koch (Amateure)

 

5. Juni 2010: Langenloiser REMAX-Radsporttage, Einzelzeitfahren Langenlois – Lengenfeld – Langenlois, 16,2 km

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

9. Robert Bartonek (Master 2)

23. Manfred Koch (Amateure)

 

6. Juni 2010: Langenloiser REMAX-Radsporttage, KamptalerStraßenrennen in Langenlois, 46,6 km bzw. 68,6 km bzw. 90,6 km

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

10. Robert Bartonek (Master 2)

53. Manfred Koch (Amateure)

 

4.-6. Juni 2010: Langenloiser REMAX-Radsporttage, Gesamtwertung

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

7. Robert Bartonek (Master 2)

27. Manfred Koch (Amateure)

 

Mittwoch, 9. Juni 2010: Donauinsel-Trainingscup, 1.Rennen: Kriterium im Cyclodrom, 42 km

35. Manfred Koch (allgemein)

 

Samstag, 12. Juni 2010: Bergrennen Erl – Erlerberg/Spitzstein, 7,6 km

1. Andrea Knapp (Frauen-Elite)

 

Samstag, 12. Juni 2010: Hansberg-Mountain-Spektakel, Bergzeitfahren Niederwaldkirchen – Hansberg, 9,4 km

5. Robert Bartonek (Altersklasse 3)

 

Sonntag, 13. Juni 2010: Halltal-Expreß in Hall/Tirol, 5,2 km

3. Andrea Knapp/Claudia Lang (Die kessen Hexen“) *  Damen-Staffel

 

Sonntag, 13. Juni 2010: Dolomiten-Radrundfahrt in Lienz, 123 km

14. Roman Hofer (Master 2)

 

Sonntag, 14. Juni 2010: Kriterium um das David-Gauppmann-Gedenkrennen in Stattersdorf, zugleich Österreichische Staatsmeisterschaft, zugleich Niederösterreichische Landesmeisterschaft, 14,250 km bzw. 19,950 km bzw. 39,9 km

1. Hans Unterguggenberger (Master 6)

11. Robert Bartonek (Master 2)

Manfred Koch (Amateure) aufgegeben

 

Donnerstag, 17. Juni 2010: Nacht-Rundstreckenrennen um die Trofeo Formaggi Qiualitá Leone in Villafranca, 40,8 km

9. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Freitag, 18. Juni 2010: Straßenrennen um die Trofeo Iperlando in Cadóneghe bei Padova, 63 km

1. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Samstag, 19. Juni 2010: Österreichischre Zeitfahrmeisterschaft in Oberwart, 11,5 km bzw. 22,3 km

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

16. Robert Bartonek (Master 2)

17. Natascha Hofer (Mädchen)

24. Manfred Koch (Amateure)

34. Roman Hofer (Amateure)

 

Sonntag, 20. Juni 20910: Straßenrennen um den Grand Prix SloHOST in Slovenska Bistrica (SLO), 79 km

2. Robert Bartonek (Master 50+)

 

Samstag, 26. Juni 2010: Re Giau, Bergrennen Alleghe – Passo Giau (I), 20,5 km

5. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Sonntag, 27. Juni 2010: Re Giau, Bergrennen Cortina d´Ampezzo – Passo Giau (I), 17,5 km

2. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Re Giau, Gesamtwertung Endstand

2. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

Sonntag, 27. Juni 2010: Großer Raiffeisen Straßenpreis von Knittelfeld, 114,6 km

Manfred Koch und Roman Hofer aufgegeben

 

Sonntag, 27. Juni 2010: Straßenrennen um den Großen Raiffeisen-Straßenpreis in Knittelfeld, zugleich Österreichische Straßenmeisterschaft, 38,2 km

20. Natascha Hofer (Mädchen)

 

Sonntag, 27. Juni 2010: Internationalen Raiffeisen-Salzkammergut-5-Seen-Radmarathon in Mondsee, 80 km

1.Hans Unterguggenberger (70+)

Sonntag, 27. Juni 2010: Internationaler Mondsee-5-Seen-Marathon in Mondsee, 80 km

Streckenplan

Ein richtiges Radsportspektakel war es, was die „Naturfreunde Raiffeisen Mondseeland“ da aufgezogen haben: 1800 Rennfahrer aus 15 Nationen nahmen am 24. Mondsee-Marathon teil, der bei traumhaftem Wetter auf insgesamt vier Strecken durch das Salzkammergut geführt wurde. Die 80 km-Kurzstrecke mit 300 Höhenmetern führte entlang des Mondsees, Wolfgangsees und Attersees.

Start in Mondsee

Unter den 360 Startern dieser Distanz befand sich auch Hans Unterguggenberger von der UGB-Renngemeinschaft. Er fuhr ein tolles Rennen, hielt in er 30köpfigen Spitzengruppe mit und konnte schließlich den ausgezeichneten 29. Gesamtrang belegen. Da er der einzige Teilnehmer seiner Altersklasse in der Spitze war, gewann er seine Klasse 70+ in 1:49:03 ganz klar vor Herbert Lackner (Union Langenlois, 1:45 zurück) und Giselbert Maak (BRD, Radsportfreunde Bayrischer Wald, 11:14 zurück). Der Tagessieg auf dieser Distanz ging an den Bundesdeutschen Walter Karl (RSV Freilassing), der sich im Sprint in 1:48:24 durchsetzte.

Die ersten drei der Klasse 70+ (von links): Lackner, Unterguggenberger und Maak

Hans Unterguggenberger feierte damit seinen bereits 4. Saisonsieg, der sechste der UGB-Renngemeinschaft in dieser Saison.

Die ersten drei der Klasse 70+ (von links): Lackner, Unterguggenberger und Maak

Sonntag, 27. Juni 2010: Großer RAIFFEISEN-Straßenpreis von Knittelfeld, zugleich Österreichische Straßenmeisterschaft für Amateure und Nachwuchsklassen, 114,6 km bzw. 38,2 km

Um es gleich vorwegzunehmen: die beiden niederösterreichischen Amateure der UGB-Renngemeinschaft waren heute wahrlich nicht vom Glück verfolgt. Sowohl Manfred Koch als auch Roman Hofer mußten den Bewerb der Amateure aufgeben und kamen nicht ins Ziel. Bei sommerlichen Temperaturen wurde der durchaus schwere Rundkurs in Angriff genommen. Die Steigung im Saugraben erweis sich dabei als entscheidende Selektion, hier fielen die beiden Starter der UGB-Renngemeinschaft zurück. Nach einer Solofahrt sicherte sich der Grazer Daniel Wabnegg (ARV Graz-Vychodil) den Sieg mit 27 Sekunden Vorsprung auf das Hauptfeld.

Bei den Mädchen, die 38,2 km zurückzulegen hatten, ging es um die Österreichische Straßenmeisterschaft. Hier war auch Natascha Hofer am Start, konnte aber das Tempo des Hauptfeldes nicht halten. Mit einem Schnitt von 34,51 km/h sprintete Victoria Domitner (ASKÖ Kuota Speed Kueens Graz) zum Sieg vor Julia Hilbner und Susanne Ebner (Union Raiffeisen Radteam Tirol). Für Natascha Hofer blieb nur mit 9:27 Minuten Rückstand der 20. Rang.

Sonntag, 27. Juni 2010: Re Giau, 2. Rennen: Bergrennen Cortina d´Ampezzo – Passo Giau, 17,5 km

Beim zweiten Bergrennen auf den Passo Giau in der Bergwelt der Dolomiten drehte Robert Bartonek noch ganz unerwartet das Ergebnis vom Vortag um. Mit einem klaren 2. Rang hinter einem alles überragenden Attilio Romano (UC Bormiese) konnte Bartonek alle Fahrer schlagen, die noch am Vortag vor ihm plaziert gewesen waren. Und damit auch den zweiten Rang in der Gesamtwertung sichern!

Bei abermals sommerlich heißen Temperaturen und fast völliger Windstille nahmen diesmal die einzelnen Kategorien getrennt voneinander das Rennen auf. In der Klasse Gentlemen gingen 55 Fahrer an den Start, also deutlich mehr als noch am Vortag. Bartonek selbst, der ja geplant hatte, heute bei der Kärntner Seen-Rundfahrt in Keutschach zu starten, hatte sich nur von der Aussicht auf Barpreise in der Gesamtwertung des „Re Giau“, des „Königs vom Giau-Paß“, dazu überreden lassen, heute auch das zweite Bergrennen auf diesen Dolomitenpaß zu bestreiten. Heute mußten die Fahrer die nördliche Seite von Cortina d´Ampezzo aus absolvieren.

Attilio Romani aus dem Valtellino, der gestern nicht am Start war und somit für die Gesamtwertung nicht in Frage kam (hierfür wurden die beiden Fahrtzeiten addiert), setzte sich unmittelbar nach dem Start an die Spitze des Feldes und gab diese Position bis ins Ziel nicht mehr ab.

Dahinter entwickelte sich ein überaus spannendes Rennen, wechselten doch die Positionen ständig. Eine größere Verfolgergruppe, in der auch Bartonek fuhr, bildete sich, sobald sich Romani solo abgesetzt hatte. Anfangs hatte diese Gruppe den Spitzenreiter stets im Blickfeld, dann aber, als der seinen Vorsprung immer mehr ausbaute, sank auch das Tempo der Verfolger mangels Motivation ab. In der Folge entwickelte sich ein Ausscheidungsrennen. Immer mehr Fahrer, die das hohe Tempo nicht halten konnten, mußten reißen lassen.

Im Steilstück ca. 5 km vor dem Ziel, als die Steigung 17 % betrug, konnten sich Bartonek und der Vortagssieger Gianluca Lamberti etwas von den Verfolgern absetzen und in der Folge auch ihren Vorsprung behaupten. Bartonek, der dem Italiener die ganze Führungsarbeit überließ, nutzte eine kleine Schwäche des Vortagssiegers etwa 2 km vor dem Ziel aus, um etwa 100 Meter Abstand zwischen sich und dem Gesamtführenden zu legen. Bartonek verteidigte den Vorsprung bis ins Ziel, rettete sich mit 11 Sekunden Vorsprung am 2. Rang ins Ziel, hatte aber klare fünfeinhalb Minuten Rückstand auf den Tagessieger Attilio Romani.

Gianluca Lamberti, gestern Sieger und heute Dritter, konnte die Gesamtwertung überlegen für sich entscheiden. Durch seinen heutigen zweiten Rang aber sprang Bartonek noch vom fünften gestrigen Rang in der Gesamtwertung ebenfalls an die zweite Stelle nach vor, 4:25 Minuten hinter Lamberti. Damit feierte der Grazer eine Woche vor der Österreichischen Bergmeisterschaft einen tollen Erfolg auf einer superschweren Strecke, einer klassischen Bergstrecke in den Dolomiten.

EUROPAMEISTERSCHAFTEN IN ZD´AR NAD SÁZAVOU (TSCHECHIEN) – EUROPEAN MASTERS ROAD CHAMPIONSHIPS

4. – 27. 6. 2010: EUROPAMEISTERSCHAFTEN IN ZD´AR NAD SÁZAVOU (TSCHECHIEN) – EUROPEAN MASTERS ROAD CHAMPIONSHIPS

Seit 2006 werden in Tschechien die Europameisterschaften ausgefahren, im Zeitfahren sowie im Straßenrennen. Wie man hört, soll im nächsten Jahr die letzte Veranstaltung dieser Art dort über die Bühne gehen, danach werden die Titelkämpfe neu vergeben. Richtig angenommen wurde das Angebot von den Rennfahrern sowieso nie. Die Gründe? Sicher vielfältig, in den Ostblock fährt man halt auch nur sehr zögerlich, dann war die Rennstrecke auch nicht gerade leicht, sondern im Gegenteil sehr, sehr schwer, die großen Nationen haben immer gefehlt, die großen Namen sowieso.
Sehen wir uns doch einmal die diesjährigen Titelträger sowie die Ergebnisse der österreichischen Teilnehmer näher an.
 
 

Kategorie

Einzelzeitfahren

Straßenrennen

M 1 (30-34)

Zeitfahren:

M 1 (30-39)

1. Andreas Ortner (BRD), – 2. Thomas Mairhofer (ÖST), – 3. Zdenek Peceny (TCH)

13. Martin Ganglberger, – 18. Christian Bernhard

25 am Start, 25 im Ziel

1. Vaclav Jelinek, – 2. Zdenek Bartos, – 3. Jiri Mikulasek (alle TCH)

18 Starter, 13 im Ziel

M 2 (35-39)  

1. Dariusz Wozniak (PL), – 2. Alexander Kjaer (N), – 3. Pavel Svoboda (TCH)

20 Starter, 16 im Ziel

M 3 (40-44)

1. Joachim Weber (BRD), – 2. Kamil Mraz (TCH), – 3. Stefan Steiner (BRD)

21 Starter, 21 im Ziel

1. Kamil Mraz (TCH), – 2. Andreas Huth (BRD), – 3. Gianluca Boschetti (I)

35 Starter, 30 im Ziel

M 4 (45-49) 1. Keld Fjord (DMK), – 2.‘ Matthias Lastowsky (BRD), – 3. Ewald Schön (ÖST)

5. Gerhard Hawlik, – 12. Gerold Sprachmann, – 18. Gottfried Huebmer

25 Starter, 25 im Ziel

1. Vinicio Rosario (I), – 2. Tomas Vitacek (TCH), – 3. Matthias Lastowsky (BRD)

8. Werner Pinczker, – 13. Ewald Schön, – 19. Gottfried Huebmer

35 am Start, 31 im Ziel

M 5 (50-54)

1. Jakob Morasch (BRD), – 2. Jens Mateyka (ÖST), – 3. Axel Sinske (BRD)

13. Sebastian Pfisterer

23 Starter, 23 im Ziel

1. Matthias Grünig, – 2. Axel Sinske, – 3. Jakob Morasch (alle BRD)

17. Jens Mateyka, – 20. Karl Ganser, – Sebastian Pfisterer aufgegeben

31 am Start, 29 im Ziel

M 6 (55-59)

1. Wladimir Gottfried (BRD), – 2. Petr Ejem (TCH), – 3. Ludvik Killinger (TCH)

5. Erich del Pozo, – 7. Engelbert Gaubitzer

20 am Start, 20 im Ziel

1. Wladimir Gottfried (BRD), – 2. Rudolf Groß (ÖST), – 3. Miroslav Kakac (TCH)

12. Engelbert Gaubitzer, – Ernst Schuler aufgegeben

23 am Start, 20 im Ziel

M 7 (60-64)

1. Gerhard Hrinkow (ÖST), – 2. Kare Christoffersen (N), – 3. Alfred Grabichler (BRD)

6. Werner Kaiserlehner, – 10. Friedrich Gaubitzer

23 Starter, 23 im Ziel

1. Gerhard Hrinkow (ÖST), – 2. Igor Moscalev (RUS), – 3. Kare Christoffersen (N)

6. Josef Schalk, – 11. Friedrich Gaubitzer, – 14. Werner Kaiserlehner

26 am Start, 26 im Ziel

M 8 (65-69)

1. Reinhard Scheer (BRD), – 2. Peter Trumheller (BRD), – 3. Rein Oppewal (NL)

21 am Start, 21 im Ziel

1. Rein Oppewal (NL), – 2. Svyastoslav Kovalchuk (UKR), – 3. Peter Trumheller (BRD)

25 am Start, 24 im Ziel

M 9 (70+)

1. Günther Hoffmann (BRD), – 2. Fritz Fleischer (BRD), – 3. Anton Gierer (ÖST)

8. Siegfried Rothauer, – 11. Herbert Lackner, – 15. Herbert Hrdlicka

20 am Start, 20 im Ziel

1. Wilhelm Schuller (BRD), – 2. Zdenek Karasek (TCH), – 3. Werner Nesselhauf (BRD)

4. Siegfried Rothauer, – 10. Anton Gierer

16 am Start, 16 im Ziel

F 1 (30-39)

1. Doris Posch (ÖST), – 2. Sylvia Gehnböck (BRD)

2 am Start, 2 im Ziel

1. Helle Sejersen Jepsen (DMK), – 2. Martina Novotna (TCH)

2 am Start, 2 im Ziel

F 2 (40-44)

2. Annette Berg (DMK), – 2. Nina Rise Oddan (N), – 3. Natasa Brustikova (TCH)

4 am Start, 4 im Ziel

1. Annette Berg (DMK), – 2. Nina Rise Oddan (N), – 3. Alica Lukacova  (SVK)

9 am Start, 4 im Ziel

F 3 (45-49)

1. Sabine Hettstedt (BRD)

1 am Start, 1 im Ziel

1. Linda Eiler (BRD), – 2. Sabine Hettstedt (BRD)

2 am Start, 2 im Ziel

F 4 (50-54),

Zeitfahren (50-59)

1. Claudia Pfisterer (ÖST), – 2. Marion Bax (NL), – 3. Petra Klünder (BRD)

7 am Start, 7 im Ziel

1. Claudia Pfisterer (ÖST), – 2. Marion Bax (NL), – 3. Petra Klünder (BRD)

4. Lisa Gerersdorfer

6 am Start, 6 im Ziel

F 5 (55-59)  

1. Vera Jezkova (TCH)

1 am Start, 1 im Ziel

F 6 (60+)

1. Gertrud Messmann (BRD), – 2. Bohumila Lomova (TCH), – 3. Libuse Nemcova (TCH)

3 am Start, 3 im Ziel

1. Gertrud Messmann (BRD), – 2. Libuse Nemcova (TCH)

2 am Start, 2 im Ziel

Was dabei auffällt? Sicherlich die geringe Beteiligung bei den Frauen, wo ja teilweise nicht mal alle Medaillen vergeben werden konnten. Für ein Rennen dieser Größenordnung war aber auch die Beteiligung in den Männerklassen ein Hohn, in einigen Klassen war ja nicht einmal ein einziger Österreicher am Start, dabei handelte es sich um ein NACHBARLAND! Die Anreise wäre sogar für die meisten Österreicher geringer gewesen als z.B. in ein entfernteres Bundesland!
Die teilnehmenden Länder: Tschechien, Polen, Österreich, BRD, Slowenien, Rußland, Dänemark, Griechenland, Norwegen, Slowakei, Portugal, Frankreich, Finnland, Lettland, Norwegen, Italien, Ukraine, Moldawien, Niederlande, Schweden. Berechtigte Frage: wo blieben solche traditionellen Radsportländer wie Belgien, Spanien, Schweiz, oder Ungarn, Kroatien, Luxemburg, Großbritannien? Auffallend: im gleichen Maße, wie diese Traditionsländer fehlten, waren die Einheimischen wie überhaupt die Ostblockländer vertreten.
Man kann wohl zu Recht behaupten, daß sich die Bedeutung dieser Veranstaltung noch nicht herumgesprochen hat bzw. von den Rennfahrern einfach nicht angenommen wurde.

Samstag, 26. Juni 2010: Re Giau, 1. Rennen: Bergrennen Alleghe – Passo Giau (I), 20,5 km

In der rauhen Bergwelt der Dolomiten

Bei bestem Radsportwetter nahmen 69 Rennfahrer der Altersklassen Gentlemen, Supergentlemen A und B sowie Frauen die Bergstrecke auf den Passo Giau (2236 m) in Angriff. Bereits auf den vier relativ flachen ersten Kilometern bis Caprile bildete sich eine vierköpfige Spitzengruppe mit Enrico Pasini, Gianluca Lamberti, Massimo Bosso und dem Grazer Robert Bartonek. Dieses Quartett erreichte den Beginn des eigentlichen Anstieges in Caprile bereits mit 45 Sekunden Vorsprung auf das langgezogene Hauptfeld.

Gleich zu Beginn des hochprozentigen Anstieges zerfiel diese Gruppe und aus dem Hauptfeld schlossen die ersten Fahrer auf. Es bildete sich eine neue dreiköpfige Spitze, Bartonek fiel langsam und stetig zurück, und in Villagrande lag der Grazer mit knapp 2 Minuten Rückstand auf den Führenden, Gianluca Lamberti, in einer fünfköpfigen Gruppe, in der um den 12. Rang gefahren wurde.

In der Folge zerfiel auch diese Gruppe. In den 14%igen Steigungen der letzten Kilometer hatte Bartonek noch genug Energie, um mit einer Übersetzung von 34/23 und einer hohen Frequenz ein starkes Finale zu fahren. Bartonek konnte mit gleichmäßig hohem Tempo auf den letzten Kilometern viele Plätze gutmachen und erreichte schließlich als Gesamtsiebenter das Ziel auf 2236 m Seehöhe. In der Kategorie Gentlemen bedeutete das den ausgezeichneten 5. Rang, 4:36 Minuten hinter dem Sieger Gianluca Lamberti (Bici Malini).

Sonntag, 20. Juni 2010: Grand Prix Slohost in Slovenska Bistrica, 79 km

Herrliches Wetter in Slowenien

Strömender Regen beim 6. Slohost-Straßenpreis in Slovenska Bistrica am Fuße des Bachern-Gebirges, etwa 20 km südlich von Marburg, gut eineinhalb Autostunden von Graz. Robert Bartonek nahm die Gelegenheit wahr, um seine gute Form zu einem möglichen weiteren guten Ergebnis umzumünzen. Dieses Vorhaben gelang auch, und wie! Der Grazer reagierte auf eine Attacke nach ca. 60 km und befand sich dann in einer achtköpfigen Ausreißergruppe, als er am letzten Anstieg, etwa 11 km vor dem Zielstrich, selbst eine Attacke fuhr und sich solo absetzen konnte.

Doch der Anstieg war nicht schwer genug, die Verfolger konnten sich einigen und in einer wilden Aufholjagd, in deren Folge die Gruppe auseinanderplatzte, stellte der slowenische Meister Ales Hren (KK Adria Mobili) Bartonek 2 km vor dem Ziel und setzte sich dann im Zielsprint sicher durch.

Damit blieb für Bartonek „nur“ der Ehrenplatz, nachdem er, wie schon oft heuer, knapp vor dem Ziel noch gestellt worden war. Die ganz großen Namen waren heute nicht am Start gewesen, neben dem Österreicher waren auch einige Kroaten dabeigewesen, was dem Rennen einen leichten internationalen Anstrich verlieh. Wegen des schlechten Wetters hatten gar nur 35 Fahrer den Weg nach Slovenska Bistrica gefunden, in der nunmehr sechsjährigen Geschichte dieses Rennens die klar schwächste Teilnehmerzahl. Wie schwer das Wetter den Fahrern zusetzte, erkannt man auch daran, daß gar nur 22 von ihnen das Rennen ausfuhren. SloHOST, ein Telekommunikations-Betreiber, stiftete zwar schöne Preise, aber die konnten auch nicht mehr Fahrer anlocken.

Österreichische Einzel- und Paar-Zeitfahrmeisterschaften in Oberwart

Samstag/Sonntag, 19./20. Juni 2010: Österreichische Einzel- und Paar-Zeitfahrmeisterschaften in Oberwart
 
Der RSC ARBÖ Südburgenland veranstaltete an diesem Wochenende die beiden Zeitfahrmeisterschaften, und zwar im Einzel- und im Paarzeitfahren. Hier geht es nicht um einen Rennbericht, den könnt ihr an anderer Stelle nachlesen. Hier soll es eine Nachbetrachtung zur Streckenwahl geben. Für beide Rennen wurde dieselbe Strecke gewählt, mit Start und Ziel in Oberwart ging es jeweils über 22,3 km. Für ein Paarzeitfahren ist diese Distanz vielleicht um einen Hauch zu kurz, aber gut, man gibt sich ja schnell zufrieden und ist froh, daß überhaupt ein solches Rennen stattfindet bzw. als Österreichische Meisterschaft ausgeschrieben ist. Wobei man natürlich über den Sinn einer solchen Meisterschaft streiten kann, wenn es das EINZIGE Rennen im ganzen Jahr ist. Sicher, es gibt noch andere, wie z.B. in Deutschlandsberg, aber das ist erstens noch viel kürzer (14,5 km) und zweitens ein Jedermann-Rennen. Dann ist da noch das Paarzeitfahren in Mariazell, das endet mit einem 1-km-Zielanstieg (auch nicht jedermanns Sache), ist auch ein Jedermann-Rennen. Und dann gibt´s da noch das Sporthaus-OKAY-Paarzeitfahren Telfs-Zirl-Telfs über 22 km, das aber auch nicht über den Österr. Verband ausgeschrieben ist bzw. von dem auch nur sehr, sehr schwer eine Ausschreibung zu ergattern ist. Unterm Strich bleibt damit ein einziges Rennen, und das ist die Österreichische Meisterschaft.
 
Jetzt aber zur Streckenwahl. Ist es schon problematisch, nur einen einzigen Straßenzug zur Verfügung zu haben, d.h. das Rennen muß mit einer Wende abgewickelt werden, man fährt sozusagen dieselbe Straße wieder zurück, so kann man das Problem natürlich noch vergrößern, wenn man ein entsprechendes Streckenprofil wählt. Da in der neuen Version von 2009 nichts mehr über das Profil steht, sehen sich immer mehr Veranstalter angehalten, das Profil schwerer und schwerer zu machen. Es gibt ja kaum mehr ein völlig flaches Zeitfahren, was aber die Grundidee dieser Disziplin ist. Denn für jedes andere Terrain gibt es ja das Bergzeitfahren. Und es ist schlichtweg eine UNSITTE, aus einem Einzelzeitfahren ein Bergzeitfahren zu machen.
 
Ein interessantes Detail am Rande: im ÖRV-Regelwerk wird unter der Disziplin „Zeitfahren-Straße“ auf das UCI-Regelwerk als allgemeingültiges verwiesen, und auch dort wird nur der Ablauf geregelt, nicht aber die Strecke. Der einzige Punkt, der in beiden Regelwerken aufscheint und den – leider einzigen – Hinweis auf die Streckenführung gibt: der Veranstalter hat dafür Sorge zu tragen, daß die Strecke so gewählt ist, daß die Sicherheit der Teilnehmer gewährleistet ist. Das ist natürlich nichts anderes als einer dieser vielgeliebten und geschätzten „Gummi-Paragraphen“, heißt es doch an anderer Stelle: Der Veranstalter lehnt jede Haftung ab und hält sich in jedem Fall schadlos! Der Fahrer selbst hat sich darum zu kümmern, daß er die Strecke kennt und auch in entsprechender Weise bewältigt. So weit, so gut.
 
Bleiben wir doch noch einen Moment bei dem Gedanken der „Sicherheit der Fahrer“. Wie heutzutage allgemein üblich, werden Einzelzeitfahren (außer in den Nachwuchsklassen) mit einer Zeitfahrmaschine bestritten. Diese haben nun einmal die Eigenheit, daß sie den Fahrer in eine aerodynamische Position förmlich zwingen. Damit soll der Luftwiderstand verringert und die Bestrebungen des Fahrers unterstützt werden, seinen Wanst möglichst atemschonend irgendwo „unterzubringen“. Aber es gibt auch negative, ja durchaus gefährliche, Auswüchse dieser Bestrebungen.
Die Zeitfahrmaschine ist dafür gebaut, aerodynamisch möglichst schnell geradeaus zu fahren. In der aerodynamischen Haltung hat der Fahrer weniger Möglichkeiten als normalerweise, bremsbereit zu fahren, er tut sich auch sehr viel schwerer beim Kurvenfahren. Der Lenker ist ja nicht in gleicher Weise zu gebrauchen wie etwa bei einem Straßenrennrad. Daraus ergeben sich automatisch gewisse Gefahrenmomente in engen Kurven, in Auf- und Abfahrten, an gefährlichen Passagen und Stellen. Jeder normal denkende Mensch würde den Paragraphen  mit der „Sicherheit der Fahrer“ derart deuten, daß der Veranstalter dafür Sorge zu tragen hat, daß diese Gefahrenmomente nach Möglichkeit VERMIEDEN werden, d.h. keine steilen Auf- und Abfahrten, möglichst wenige Kurven, keine Ecken und Serpentinen, möglichst wenige Kreisverkehre, eine genügend breite Fahrbahn sowie eine möglichst intakte Fahrbahnoberfläche. Wobei natürlich auch zu berücksichtigen ist, daß im Straßenradsport, der ja eine Freiluftsportart ist, manchmal auch widrige Wetterverhältnisse herrschen können, z.B. eine regennasse Straße. Das Argument „Es war ja eh trocken“ ist da nicht zulässig, denn es hätte ja auch regnen können – und wie sieht´s dann mit Abfahrten, Ecken und Kurven und eventuell rutschigem Asphalt aus??? Jedes Kind weiß doch, daß eine Zeitfahrmaschine viel schwerer abzubremsen ist als eine Straßenmaschine. Noch dazu, wo viele Fahrer Vollscheibenräder verwenden.
 
Der Veranstalter in Oberwart läßt das genaue GEGENTEIL vermuten. Da gab es zwei Anstiege, die waren steil, viel zu steil für eine Zeitfahrmaschine, sie waren kurvig und eckig, und es hat geregnet (naße Fahrbahn!). Dazu kam eine sehr schmale Straße mit sehr schlechtem Fahrbahnbelag (Schlaglöcher, Rillen, scharfe Kanten etc.) und zu allem Überdruß die Tatsache, daß die Rückfahrt auf derselben Straße erfolgen mußte! Auf jedem Meter der Abfahrten mußte man also mit „Gegenverkehr“ rechnen – das könnte man vielleicht auf breiter Straße noch irgendwie tolerieren, auf so schmaler Fahrbahn aber kam es laufend zu prekären Situationen. Man stelle sich nur vor,  bei einer Abzweigung mit hohem Tempo kommt einem gerade ein Fahrer entgegen, der natürlich auch nicht gerade langsam unterwegs ist. Und was ist, wenn ich gerade einen eingeholten Fahrer überhole bzw. selbst überholt werde? Und was ist, wenn genau diese Situation beim Paarzeitfahren eintritt, wo doppelt so viele Fahrer beteiligt sind??? Da wird´s dann eng auf dieser „Forstautobahn“!
 
Jedenfalls dürfte der Veranstalter eine gewisse dumpfe Ahnung in seinen Gehirnwindungen gehabt haben, denn an diesen Stellen hat er die Fahrbahn mit Verkehrshüten abgetrennt, sodaß jede Fahrtrichtung die halbe Fahrbahn reserviert bekam. Keine schlechte Idee, vorausgesetzt, die Straße ist grundsätzlich breit genug dafür, so aber hat man die Fahrbahn NOCH SCHMÄLER gemacht dadurch, noch gefährlicher, an einen eventuellen Sturzraum ist überhaupt nicht gedacht worden.
 
Einer aus dem Organisationskomitee antwortete, auf diese Problematik von einem Teilnehmer angesprochen, barsch: „Dann müßt´s halt mehr aufpassen und bremsen!!“ Dazu möchte ich nur anmerken: STEHVERSUCHE SIND KEINE MEISTERSCHAFTSDISZIPLIN! Für diese Art der Radsportbewerbe sind ja schon BMX, Querfeldein und Trial vorgesehen, es besteht daher keine Veranlassung, aus Straßenrennbewerben Trials bzw. Querfeldeinrennen zu machen! Und der Veranstalter sollte auch zukunftsorientiert denken, denn bei jedem weiteren ausgeschriebenen Zeitfahren in den folgenden Jahren wird jeder Fahrer sofort mit schreckensbleichem Gesicht an das Jahr 2010 denken und einen Start nochmals überdenken.
 
Nichts gegen einen Anstieg, aber da sollte bei einer Steigung von 4 bis 6 % das Ende des Zumutbaren erreicht sein bzw. müßte der Veranstalter halt überlegen, wenn er keine entsprechende Strtecke zur Verfügung hat, entweder KEIN Rennen zu veranstalten oder eine andere Disziplin auszuschreiben!!! Daß an besagter Stelle beim Oberwarter Rennen an beiden Tagen eine schwarze Katze mehrmals die Rennstrecke im Bereich des ersten Anstieges querte, kann man sicherlich als entsprechendes Omen werten!
 
 

Samstag, 19. Juni 2010: Österreichische Meisterschaften im Einzelzeitfahren in Oberwart, 11,5 km bzw. 22,3 km

Nächste Österreichische Meisterschaft: diesmal im Einzelzeitfahren, und wieder, wie schon so oft heuer, stand auch dieser Bewerb unter dem Einfluß einer größeren Schlechtwetterfront, die ganz Österreich beeinflußte. Um 13 Uhr gingen die ersten Fahrer im 1-Minuten-Intervall ins Rennen, Hans Unterguggenberger in der Masterklasse VI war der erste der UGB-Renngemeinschaft. Er hatte aus dem Vorjahr einen Vizemeistertitel zu verteidigen und fühlte sich eigentlich stark genug für einen Generalangriff auf den großen Favoriten, den mehrfachen Österreichischen Meister und zweifachen Weltmeister Anton Gierer. Doch wieder einmal sollte alles anders kommen.

Mit der Strecke konnte er sich nicht anfreunden, die Passage über den Berg nach Buchschachen wurde dann durch starken Regen beeinträchtigt, und im Ziel fehlten dem Wörgler dann die entscheidenden Sekunden zum Sieg. Toni Gierer wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann in 37:51 (Siegerschnitt 36,8 km/h), der Hans lag 41 Sekunden zurück, Sigi Rothauer vulgo Rühbapp hatte 1:12 Minuten Rückstand – damit also die gleiche Reihung in den Medaillenrängen wie im Vorjahr!

In der Masterklasse 2 hatte wie erwartet Vorjahrssieger Jens Mateyka (RC Schnecke) in 33:06 (Siegerschnitt 42,0 km/h) die schnellste Zeit gefahren, der Überraschungszweite Helmut Mayr (ARBÖ Wels Gourmetfein) lag 52 Sekunden zurück, die Bronzemedaille ging an Günther Iby (ARBÖ Ginner Amstetten), der 1:18 zurücklag. Robert Bartonek, am Vortag noch Sieger in Cadóneghe bei Padua, mußte sich in 37:59 mit dem 16. Rang zufriedengeben.

Bei den Amateuren hatte die UGB-Renngemeinschaft gleich zwei Starter angemeldet. Hier gab es bis zu den letzten Metern ein unglaublich enges und spannendes Rennen: die ersten drei Fahrer waren nur durch 4 Sekunden getrennt! Bernhard Laimgruber (KTM-Mountainbiker.at) setzte sich schließlich in 32:20 (Siegerschnitt 43,0 km/h) durch, 0,8 Sekunden vor Thomas Mairhofer (SK VÖEST Linz) und 4 Sekunden vor Leopold Matouschek (ARBÖ Rapso Knittelfeld). Mit 3:18 Minuten Rückstand und einer Fahrtzeit von 35:38 belegte Manfred Koch den 24. Rang, während für Roman Hofer mit 6:26 Minuten Rückstand nur der 34. Rang blieb. Dazu muß bemerkt werden, daß er mit einer „stinknormalen“ Straßenrennmaschine das Rennen bestritten hatte.

Schließlich war auch noch die 15jährige Natascha Hofer im Einsatz, zum ersten Mal nach ihrer längeren krankheitsbedingten Pause. Leider war sie noch immer nicht zur Gänze genesen. Victoria Domitner von den Grazer KUOTA Speed Kueens gewann das Mädchenrennen über 11,5 km in 17:51 Minuten (Siegerschnitt 38,6 km/h). Natascha verlor 4:44 Minuten und belegte dabei den 17. Rang.

Freitag, 18. Juni 2010: Straßenrennen um die 11. Trofeo IPERLANDO in Cadóneghe di Padova (I), 63 km

Stefano Volpato vor Michele del Bianco

Endlich ist es so weit! Nachdem er heuer schon einige Male nach einer Solofahrt auf den allerletzten Kilometern vor dem Ziel wieder von den Verfolgern geschnappt wurde, konnte sich der Grazer Robert Bartonek gestern im Sprint einer 4-Mann-Spitze ganz knapp durchsetzen und die Trofeo Iperlando in Cadóneghe bei Padua gewinnen!

Das Traditionsrennen, das bereits zumn 11. Male ausgetragen wurde, fand auf einem 10,5-km-Rundkurs mit Start und Ziel in Cadóneghe nördlich von Padua statt.

Doch die Geschichte des Rennens schrieben andere. Wie etwa Ex-Profi Ennio Salvador oder der andere Ex-Profi, Fabrizio Verza. Salvador war in der ersten Fluchtgruppe vertreten, die sich in der 2. Runde bereits absetzte, im 4. Umlauf aber durch eine Verfolgergruppe eingeholt wurde, die Fabrizio Verza anführte.

Doch dadurch war die Spitze zu groß geworden, zu viele Interessen stand sich gegenseitig im Wege, die Harmonie war verlorengegangen. Es war im Gegenteil mit einem Male Sand im Getriebe, und die Verfolger kamen stark auf. Zu Beginn der 6. und letzten Runde wurde die Spitze dann gestellt, und da Bartonek in der Verfolgergruppe dabeigewesen war, kam er auf diese Weise in die Spitze. Die Gruppe war jetzt knapp 30 Mann stark.

In diesem Moment der Unachtsamkeit trat Ennio Salvador (Team RDZ Salvador) abermals an, Bartonek war aufmerksam genug, um sofort zu reagieren, zwei weitere Fahrer konnten ebenfalls noch aufschließen, nämlich Stefano Volpato (Vigorbike Gammafrutta) und Michele del Bianco (Cima SIAI). Die vier hatten genau den richtigen Moment erwischt, aus der Gruppe kam überhaupt keine Gegenwehr und so konnte das Quartett ungefährdet das Ziel erreichen.

Bartonek hatte sich auf den letzten 2 km völlig zurückgezogen und war konsequent an der vierten Stelle gefahren, hatte einen leidenden Eindruck gemacht und somit achteten die drei überhaupt nicht auf ihn. Del Bianco trat den Sprint an, Volpato konterte und zog bei der 200-m-Marke an ihm vorbei, hatte aber Salvador im Schlepptau, der wiederum Bartonek an seinem Hinterrad mitzog. Und am allerletzten Meter kam der Grazer noch aus dem Windschatten des italienischen Ex-Profis und um Haaresbreite an ihm vorbei.

Völlig überraschend kam der Sieg des Grazers, ist er doch als „Nichtsprinter“ bekannt, hat doch Salvador alle seine Profisiege im Sprint errungen. Aber so kommt´s, wenn man die Konkurrenz unterschätzt!
 
 

Donnerstag, 17. Juni 2010: Nachtrundstreckenrennen um die Trofeo Formaggi Qualitá Leone in Villafranca, 40,8 km

Nach einem schweren Sturz den Sieg vor Augen und doch geschlagen! Was für ein Rennen! Bei heißen 26° C nahmen insgesamt 68 Rennfahrer der Kategorien Veterani und Gentlemen das Rundstreckenrennen püntklich um 21 Uhr in Angriff. Gefahren wurde auf einem 2,4-km-Stadtrundkurs in Villafranca bei Verona. Der Grazer Robert Bartonek war unter den Startern, die von Beginn an ein Höllentempo vorlegten. Sofort wurde das Feld in die Länge gezogen, und wer da nicht an vorderster Front vertreten war, der hatte es sehr, sehr schwer, noch einmal nach vorne zu fahren. Der Rundkurs war mit 6 Kurven versehen, alle rechtwinklig, aber nicht sonderlich schwer zu fahren.

Die Fahrer mußten 17 Runden (= 40,8 km) zurücklegen, und als sich eine Vorentscheidung bereits mehr und mehr abzeichnete, kam es hingegen in der 12. Runde zu einem folgenschweren Sturz.

In der Zielkurve sprang einem Fahrer der Reifen von der Felge, er konnte nicht mehr aussteuern und knallte, nachdem er ein paarmal nach rechts und links geschwenkt war, kopfüber auf den Asphalt, riß dabei ein paar der nachkommenden Fahrer mit. Dieser Sturz war etwa in der Mitte des Feldes passiert, die Fahrer, die dahinter waren, wurden natürlich derart aufgehalten, daß sie nicht mehr an die vordere Gruppe herankamen.

Weil aber nicht alle Gestürzten sich wieder aufrappelten, kam der Rettungswagen samt Sanitäter zum Einsatz. Nicht zu Unrecht, wie sich herausstellte, denn einer der gestürzten Fahrer lag in einer Blutlache und war nicht mehr bei Bewußtsein.

In der 13. Runde wurde das Rennen somit unmittelbar vor der Sturzstelle unterbrochen, die Fahrer abgewunken, alles sammelte sich. Währenddessen wurde der sichtlich schwer verletzte Fahrer erstversorgt und dann in den Rettungswagen geladen, der mit Blaulicht und äußerst nervendem Sirenengeheul in der Nacht in Richtung Hospital verschwand.

Das Rennen wurde danach fortgesetzt, die fehlenden 4 Runden wurden aber sichtlich verhalten abgespult.
Weil alle wie mit angezogener Handbremse fuhren, konnte Bartonek in der 16. und vorletzten Runde alleine wegschleichen und hatte eingangs der Schlußrunde 15 Sekunden Vorsprung herausgefahren. Da es im Feld keine Reaktionen gab, vergrößerte er seinen Vorsprung zusehends.

Doch dann wurde bei den Verfolgern doch noch Dampf gemacht, ein paar Mannschaften reihten sich ein und drückten gewaltig aufs Tempo. Bei der 1000-m-Marke führte Bartonek noch mit etwa 10 Sekunden Vorsprung, doch 200 Meter vor dem Ziel schossen die Sprinter rechts und links an ihm vorbei. Es kam zu einem Massensprint, den Giovanni Cardillo (Mondo Bici San Severo) vor Giovanni Alfano (Team Bike Nughes) und Francesco Troilo (Mondo Bici San Severo) für sich entschied. Robert Bartonek (GS Tecnoimpianti Padova) belegte zeitgleich den 9. Rang.

Nach dem Rennnen, bei einer ersten Analyse, wurde deutlich, daß eigentlich nur 3 bis 5 Sekunden mehr an Vorsprung gefehlt hatten, um diese Position in den ersten Saisonsieg umzumünzen. Wieder einmal war er ganz knapp vor dem Ziel gestellt worden. Doch schon morgen wartet ein neues Rennen, eine neue Chance und ein neuer Versuch…

Sonntag, 13. Juli 2010: David Gaupmann-Gedenkrennen, Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Stattersdorf, 14,250 km bzw. 19,950 km bzw. 39,9 km

Dieses Wochenende hatte es in sich! Nach dem ersten Saisonsieg von Andrea Knapp in Erl fuhr in Stattersdorf bei St. Pölten der Obmann selbst, Hans Unterguggenberger, zum Sieg und damit zum Meistertitel in der Masterklasse 6! Ein hochdramatisches Rennen in dieser ältesten Masterkategorie fuhr Unterguggenberger taktisch klug nach Hause. 15 Runden zu jeweils 950 Metern mußten absolviert werden, jede dritte Runde wurde eine Punktewertung ausgefahren. Drei Fahrer lagen vor der Schlußwertung mit je 3 Zählern punktegleich in Führung: neben Hans Unterguggenberger noch der Vorjahrsmeister, Sigi Rothauer, sowie Herbert Lackner. Die letzte Wertung mußte dieses Kriterium also entscheiden.

Der Hans war souverän am 5. Rang dieser Schlußwertung klassiert, verfehlte nur ganz knapp einen ganz wichtigen Punkt. Gleich hinter ihm passierte Lackner das Ziel, Rothauer war etwas abgeschlagen – vielleicht waren es Unaufmerksamkeit, Unkonzentriertheit, aber diese Schlußwertung hatte er völlig übersehen, sogar, daß Lackner, der mit ihm punktegleich war, dadurch das bessere Ende für sich hatte – Platz 2 und die Silbermedaille!

Hans bewies einmal mehr seinen Renninstinkt, der ihn heute zu einen triumphalen Sieg geführt hatte. Der Sigi (vulgo Rühbapp), der sich schon als Sieger wähnte, schließlich hatte er ja auch im Vorjahr den Sieg davongetragen, achtete gar nicht mehr auf Lackner, von dem er gar nicht wußte, daß der mit ihm punktegleich war. Und bei Punktegleichheit entscheidet die letzte Wertung, da kamen der Hans als Fünfter, Lackner als Sechster und Rühbapp als Achter über die Linie! Damit war das überraschende Ergebnis auch schon fixiert…

Gleich im nächsten Rennen, dem der Kategorien 2 und 3, wurde es für die UGB-Renngemeinschaft wieder interessant, stand doch mit dem Grazer Robert Bartonek der Vizemeister des Vorjahrs am Start, der dieses Ergebnis natürlich wiederholen wollte.

Leider machten die vielen Spitzenfahrer, die diesmal an den Start gingen, dieses Vorhaben zunichte. Mateyka, Gössler, Gruber, Ganser, Taucher, Kemethofer, sie alle waren im Vorjahr nicht dabeigewesen, diesmal aber sorgten sie für ein Höllentempo, bei dem alle Ausreißversuche zum Scheitern verurteilt waren. Und die lange Zielgerade sorgte dafür, daß Bartonek bei den Sprints nicht mehr dabei war. Es war ein hoffnungsloses Unterfangen, kaum sank das Tempo einmal unter 40 km/h, ergriff wieder irgendwer die Initiative, und sofort war eine neuerliche Jagd im Gange.
 
Jens Mateyka ließ von Anfang an keinen Zweifel darüber aufkommen, daß der Weg zum Sieg nur über ihn führte. Und so war es auch, Titelverteidiger Iby mußte sich mit dem klaren zweiten Rang zufriedengeben. Für Bartonek blieb nur der etwas enttäuschende 11. Rang.
 

Zum Abschluß war dann noch der Niederösterreicher Manfred Koch im Einsatz, der im Rennen der Amateure an den Start ging, die 42 Runden zurückzulegen hatten (= 39,9 km), auch sie hatten alle drei Runden eine Punktewertung zu fahren. Leider war für ihn das Tempo zu hoch, er hielt ein paar Runden mit, fiel dann zurück, mußte nach einer Wertungsrunde abreißen lassen und kam nicht mehr ins Feld zurück.

Nach ein paar Runden aussichtslosen Hintennachfahrens sah Manfred die Sinnlosigkeit ein, stieg ab und beendete das Rennen. Am nächsten Wochenende, bei der Staatsmeisterschaft im Zeitfahren (im Burgenland stehen Einzel- und Paarbewerb am Programm) sollte ihm mehr gelingen, zählt doch diese Disziplin zu seinen Stärken.

Sonntag, 13. Juni 2010: Dolomiten-Radrundfahrt in Lienz, 123 km Dolomiten Radrundfahrt

Dieser traditionsreiche Klassiker fand schon 1951 zum ersten Mal statt, und seit damals der Lienzer Josef Gliber in der Klasse der Wulstreifenfahrer gewann, ist diese Runde um die wildromantischen Lienzer Dolomiten ein Klassiker, ein Mythos. Er zählt damit auch zu den ältesten Marathons im südlichen Alpenraum. Die 123 km lange Strecke mit ihren 2680 Höhenmetern ist ein ganz schwerer Brocken, zählt auch zum Austria-4-Cup, einer österreichweiten Serie von vier schweren Marathons.
 
Doch bald schon geriet das Rennen damals in Vergessenheit und verschwand vom Terminkalender. Erst 1986 wurde es „wiederentdeckt“, damals gewann Robert Bartonek (damals beim ÖAMTC RSC St. Martin/Raab) mit einer überraschenden Attacke 3 km vor dem Ziel, als er seine beiden Fluchtgefährten abschüttelte und knappe 5 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete. Der Mythos dieses Bewerbes war geboren.
 
Diesmal war auch der Niederösterreicher Roman Hofer unter den Startern, und er hatte sich einiges vorgenommen für diesen Bewerb. Es gelang ihm eine eindrucksvolle Bestätigung seiner bisherigen Saisonergebnisse, ja noch mehr. Vor dem Anstieg zum Gailbergsattel hatte er sich alleine abgesetzt, ehe er nach ca. 3 km wieder gestellt werden konnte. Sicher war es kein perfektes Rennen und auch seine Alleinfahrt sollte sich später noch rächen, doch er kämpfte sich tapfer bis ins Ziel durch und erreichte auch in seiner Altersklasse einen ganz tollen 14. Rang.

In seiner Altersklasse gewann Willy Wisthaler in 3:46:06 Stunden, der damit den Ex-Profi und zweifachen Sieger der Österreich-Rundfahrt, Gerrit Glomser, um 1:24 Minuten distanzierte! Rang 3 ging an Gerd Manz, der schon 2:51 Minuten zurücklag. Roman verlor als 14. 45:04 Minuten.

Halltal-Expreß

13. Juni: Halltal-Expreß
 
 
Der Halltal-Expreß ist eine Staffelveranstaltung in Hall in Tirol, die heuer zum 8. Mal durchgeführt wurde. 240 Teilnehmer absolvieren 32 % Steigung am Bettelwurfeck, 680 Höhenmeter und 5,2 km Streckenlänge – das sind die nackten Zahlen, der Halltal-Express steht für Herausforderung. Bei idealem Wetter werden bei der heurigen 8. Auflage dieses Bewerbes gleich drei neue Streckenrekorde aufgestellt: Patrizia Wacker verbessert den Rekord bei den Bikerinnen, der von der Münchnerin Birgit Hufnagl gehalten wird, gleich um 2:22 Minuten auf 30:48 Minuten, die Deutsche Lisa Reisinger verbessert ihren eigenen Rekord auf der Laufstrecke um 2:06 Minuten auf 31:08 Minuten. Der Seefelder Martin Mauser schließlich ist auf der Laufstrecke der Männer in 27:56 neuer Rekordhalter, auf der Bikestrecke bleibt Andreas Traxl (Mooserwirt) aus dem Jahr 2007 mit 24:58 das Maß aller Dinge.
 
 
Andrea Knapp als Bikerin tritt zusammen mit der Läuferin Claudia Lang als das Team „Die kessen Hexen“ an, Andrea fährt mit dem Bike in 46:46, Claudia läuft in 46:14, zusammen belegen sie in 1:33:00 den 3. Rang bei den Damen-Teams!

 

Start der Biker am Eingang zum Halltal, 10 Minuten später starten die Läufer.

An dieser Stelle eine Gratulation an das Duo der kessen Hexen!!
 
 

Samstag, 12. Juni 2010: Bergrennen Erl – Erlerberg/Spitzstein, 7,6 km

Vor Jahren schon war der klassische Anstieg auf den Erlerberg eine willkommene Gelegenheit, um einige Tiroler Bergmeisterschaften durchzuführen. Nachdem das Rennen lange Zeit verschwunden war, erweckte es der RV Kufstein erst im vorigen Jahr wieder zu neuem Leben. Leider fand damals der Bewerb nicht den erwünschten Anklang unter den Aktiven, und so hoffte man auf die heurige zweite Auflage dieser Veranßstaltung. Doch wieder wurde der Organisator enttäuscht, denn wieder waren es nur ganz wenige, die den Weg nach Erl fanden. Dabei ist der Anstieg auf den Spitzstein schwer, steil und äußerst selektiv.
 
 
Bei herrlichem Sommerwetter (fast schon etwas zu heiß!) fanden sich gerade mal 70 Starter in Erl ein, um den 1040 m hohen Erlerberg zu bezwingen (550 Höhenmeter!), unter ihnen auch die Neuerwerbung der UGB-Renngemeinschaft, Andrea Knapp.

 
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kann man den Umstand sehen, daß sie die einzige Lizenzfahrerin am Start war. Einerseits kam sie so zu einem leichten Sieg, andererseits wäre aber der direkte Vergleich mit der Konkurrenz sicherlich motivierend und interessant gewesen. Alle anderen Frauen waren ohne Lizenz an den Start gegangen, der direkte Vergleich der Fahrtzeiten war zwischen den einzelnen Kategorien natürlich möglich.
 
Damit hat Andrea bereits nach einigen wenigen Rennen in ihrem ersten Jahr den allerersten Sieg einfahren können. Gratulation an dieser Stelle! Daß die anderen Fahrerinnen nicht an den Start gekommen waren, kann man ihr sicherlich nicht vorwerfen.
 
Die Andrea hat jedenfalls gewonnen, mit ihrer Zeit von 31:45 hat sie immerhin die Claudia Rass um 7 Minuten abgehängt, und auch in der Hobbyklasse hätte sie einige Fahrerinnen ganz klar distanziert. Sie steht ja erst am Beginn ihrer Karriere und so können wir hier nur noch einmal gratulieren und ihr auch in der Zukunft alles Gute wünschen!