Samstag, 22. Mai 2010: Straßenrennen um den Gran Premio Antica „Trattoria Moretti“ in Campobernardo di Salgareda, 64,5 km

Alfio Maracani

Das Wetter hat knapp gehalten, bei bedecktem Himmel und regnerischen Witterungsverhältnissen nahmen 68 Rennfahrer der Kategorie Gentlemen, Supergentlemen A und B sowie Frauen das Rennen auf einem flachen 21,5-km-Rundkurs in Angriff, der dreimal zu umfahren war. Sofort entspann sich ein reger, offensiver Rennverlauf, und es dauerte einige Ausreißversuche lang, bis sich gegen Ende der ersten Runde, nach ca. 20 km, eine 7-Mann-Gruppe absetzen konnte, die anscheinend die richtige „Mischung“ aufwies. Im letzten Moment gelang es dem Grazer Robert Bartonek noch, in diese Gruppe hinzuspringen, und diese 8 Mann bestimmten dann eindeutig den restlichen Rennverlauf.

Als der stärkste Fahrer erwies sich dabei Alfio Maracani, der mehrmals versuchte, die Gruppe zu sprengen, damit aber keinen Erfolg hatte. Der Vorsprung auf die Verfolger hatte zwar sichere Dimensionen, war aber keineswegs eine Garantie, denn weiter als eine halbe Minute kam die Spitzengruppe nie weg.
Die kräfteraubende Fahrweise verhinderte vor allem einen größeren Vorsprung der Spitze, weil die Spitzenreiter damit beschäftigt waren,  sich gegenseitig anzugreifen, anstatt dafür zu sorgen, einen sicheren Vorsprung auf die Verfolger herauszufahren.

Als sich am Ende der zweiten Runde für einen Moment die Spitzengruppe eine kurze „Auszeit“ gönnte und die Beine hochnahm, nutzte Bartonek diese Gelegenheit, griff an und konnte sich absetzen. Eine volle Runde lang fuhr er einsam an der Spitze, konnte aber ebenfalls keinen beruhigenden Vorsprung erreichen. Dennoch sah es sehr gut aus, je näher er dem Ziel kam. Die letzten Kilometer wurden zu einem verzweifelten Kampf um jeden Meter und jede Sekunde. 5 km vor dem Ziel schien der Vorsprung von etwa 20 Sekunden noch ausreichend zu sein, doch dann konnten die Verfolger noch zulegen und stellten den Grazer etwa eineinhalb Kilometer vor dem Ziel.
Alfio Maracani
 
Alfio Maracani (VC Due Torri Rovigo) gewann das Rennen dann im Sprint, für Bartonek blieb nur mehr der achte Rang. Leider war das genau der Platz, den er auch ohne seine Soloflucht und ohne den ganzen Kräfteverschleiß erreicht hätte. Aber die offensive und aktive Leistung gibt Auftrieb für die nächsten Rennen.

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