Sonntag, 16. Mai 2010: Großer Mostland-Straßenpreis, zugleich Österreichische Straßenmeisterschaft in Allersdorf bei Amstetten/Ostarrichi-Kaserne, 70,8 km bzw. 59 km

Zielsprint der Verfolgergruppe, ganz rechts fährt Sigi Rothauer zu seiner erfolgreichen Titelverteidigung im Straßenrennen!

Und auch die Österreichische Straßenmeisterschaft der Masterklassen, wie im Vorjahr auf einem selektiven Kurs mit Start und Ziel bei der Ostarrichi-Kaserne bei Amstetten ausgetragen, war unter dem Einfluß des Schlechtwetters gestanden. 7° am Start, sehr starker Westwind, anfangs noch naße Straße, das waren die äußeren Bedingungen, unter denen die Rennfahrer ihre Runden absolvieren mußten.

Zunächst ging der Grazer Robert Bartonek in der Masterklasse II/III an den Start, die Fahrer hatten 6 Runden á 11,8 km und mit jeweils 107 Höhenmetern zu absolvieren (= 70,8 km mit 642 Höhenmetern). Es entwickelte sich ein sehr schweres Rennen, und erst zu Halbzeit setzte sich die erste Gruppe ab, eine zweite setzte eine Runde später nach und so lagen die Favoriten Taucher, Mayr und Mateyka sowie die Master-III-Fahrer Groß, Bruchmann voran.

Bartonek kämpfte tapfer, mußte in der 4. Runde am Zielanstieg abreißen lassen, war aber ein paar Kilometer später doch wieder in der Gruppe dabei. Alle Fahrer, die hinter das Hauptfeld zurückfielen, beendeten das Rennen. Und so wurde diese Gruppe von Runde zu Runde kleiner. Im Finale schließlich konnte sich Taucher absetzen und das Rennen mit knappem Vorsprung für sich entscheiden. Auf den Plätzen: Mateyka und Mayr.

Fachsimpeln am Start oder Verunsichern des Gegners? Hans Unterguggenberger und Rudi Horak

Bartonek bewies stark ansteigende Form, die sich in den letzten Rennen bereits angekündigt hatte, und konnte bis zum letzten Anstieg zum Ziel die Hauptgruppe halten. Er belegte den 13. Rang in diesem Meisterschaftsrennen, zweieinhalb Minuten hinter dem Sieger.
Zielsprint der Verfolgergruppe, ganz rechts fährt Sigi Rothauer zu seiner erfolgreichen Titelverteidigung im Straßenrennen!

Mit Hans Unterguggenberger in der Masterklasse VI stand der regierende Vizemeister des Vorjahres am Start. Er hatte unmittelbar vor dem Startschuß noch bange Minuten zu überstehen, hatte er doch am Rahmen seiner Rennmaschine einen Riß im Tretlagerbereich entdeckt und mußte so notgedrungen im letzten Moment noch auf die Trainingsmaschine umsteigen. Es gelang ihm jedoch nicht mehr, auch die optimale Übersetzung am Hinterrad umzustecken, weshalb er das Handikap tragen mußte, nicht immer optimal übersetzt fahren zu können.

Siegerehrung der Klasse 6 (von links): Toni Gierer (2.), Sigi Rothauer (1.) und Hans Unterguggenberger (3.)

Eine Vorentscheidung fiel hier bereits in der ersten Runde, als zum ersten Mal der Zielanstieg zu überwinden war. Durch eine Attacke von Schalk und Korpitsch (Master 4) zerriß das Feld bereits in der Anfangsphase völlig, und einzig und allein Titelverteidiger Siegfried Rothauer, im Vorjahr ja bekanntlich noch Mitglied der UGB-Renngemeinschaft, heuer zum RC UNION Wilhelmsburg gewechselt, konnte das Hauptfeld halten. Damit war seine Titelverteidigung bereits nach der ersten Runde in greifbare Nähe gerückt. Hans dagegen schaffte es nicht mehr, Gierer Toni einzuholen, der sich – als hervorragender Zeitfahrer – in die Verfolgergruppe retten konnte, während Hans dahinter alleine gegen den Wind ankämpfen mußte.

Die älteren Masterklassen hatten immerhin 5 Runden zu absolvieren (= 59 km mit 535 Höhenmetern), und an der Rennsituation änderte sich bis ins Ziel nichts mehr. Die Abstände zwischen den einzelnen Gruppen wurden natürlich größer, doch Siegfried Rothauer gewann sicher und ungefährdet einen weiteren Titel, Gierer holte Silber und für den Hans blieb damit nur mehr die Bronzemedaille. Er haderte zwar mit dem Schicksal, doch angesichts der Umstände mußte er froh sein, wenigstens eine Medaille gerettet zu haben. Es war dies immerhin in der ersten Österreichischen Meisterschaft des laufenden Jahres die erste Medaille für die UGB-Renngemeinschaft!

Siegerehrung der Klasse 6 (von links): Toni Gierer (2.), Sigi Rothauer (1.) im neuen Ginner-Führungstrikot und Hans Unterguggenberger (3.)

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