Österreichische Straßenmeisterschaft in Amstetten und zweites Rennen zum Ginner-Cup

Sonntag, 16. Mai 2010: Österreichische Straßenmeisterschaft in Amstetten und zweites Rennen zum Ginner-Cup

Österreichische Straßenmeisterschaft bei Amstetten, zweites Ginner-Cup-Rennen und erstmals werden dann bei der Preisverteilung die Führungstrikots im Ginnercup vergeben, da sie ja nach dem ersten Rennen, dem Kirschblütenrennen vor einem Monat, noch nicht greifbar waren. Jetzt stand der Ginner-Cup des heurigen Jahres von Anfang an ja unter keinem günstigen Stern, da viele Veranstalter der letzten Jahre das Handtuch geworfen hatten und ihre Rennen nicht mehr veranstalten. Dadurch sah es lange Zeit nach einem – indiskutablen – „Schrumpfprogramm“ aus, ehe sich doch noch einige Veranstalter fanden, die in den Cup einstiegen. So zählte ja etwa das Kirschblütenrennen in Wels heuer erstmals zum Ginner-Cup, eine durchaus richtige Entscheidung, handelt es sich dabei doch um einen der ältesten und schwersten Klassiker der österreichischen Radsport-Szene.

Die jeweils Führenden der einzelnen Altersklassen des Ginner-Cups werden ja mt dem Führungstrikot ausgezeichnet. Leider ist das jedes Jahr ein anderes, andere Farbe, anderes Design, obwohl der Sponsor, nämlich Ginner, immer derselbe ist. Ein ganz fragwürdiges Trikot wurde für den laufenden heurigen Cup gewählt. Doch seht selbst – ein ROSAFARBENES Trikot, wir sind hier aber nicht beim Giro d´Italia!

Wer hat diese Farbe gewählt? Wer zeichnet für dieses Design verantwortlich? Ist das etwa gar ein Überbleibsel von der Love-Parade oder etwa gar – man wagt es ja gar nicht mal zu denken – von irgendeinem Tuntenball? Die Bemühungen der Verantwortlichen in allen Ehren, den Ginnercup heuer durchzuführen, war sicher eine schwere Geburt, aber hier mit den Führungstrikots muß man sich wirklich einen Vorwurf gefallen lassen!!! Wie sieht denn sowas aus! Hier gleich das lebendige Beispiel, das Führungstrikot am Körper von Sigi Rothauer!
 
Armer Sigi! Was geht ihm da wohl durch den Kopf?? Glücklich derjenige, der dieses Trikot nicht tragen muß! Vielleicht handelt es sich heuer – erstmals – um eine Art Negativtrikot? Ich habe mir die Mühe gemacht, nach der Herkunft dieses fragwürdigen Kleidungsstückes zu forschen. Achtung: es ist eine Spezialanfertigung für Ginner von der italienischen Bekleidungsfirma „Soul-Limit“ in Castello di Godego in der Provinz Treviso. Naja, nichts für ungut, aber der Name „Soul-Limit“ spricht ja Bände. Ich möchte nicht wissen, welchem Haufen die dortigen Verantwortlichen entsprungen sind! Als verantwortlich für das Grafikdesign dieses Trikots konnte ich das Kürzel „PIGI“ ausfindig machen. Wer immer sich dahinter verbirgt, wird wohl schon wissen, weshalb er sich hinter einem solchen Kürzel verstecken muß!
 
Auf der Heimseite dieses Herstellers fungiert in einem Katalog ein einziges Trikot in dieser Farbe, und zwar ein Frauentrikot! Die Firma rüstet z.B., mit ihren Produkten sogar eine Profimannschaft aus, nämlich die letztklassige italienische  „Amore e Vita“-Formation. Und wie alle Eingeweihten wissen, handelt es sich bei „Amore & Vita“ (Liebe & Leben) um eine Anti-Abtreibungskampagne des Vatikans – übrigens eine ziemlich erfolglose, dennoch ist sie durch ein eingetragenes Logo gesetzlich geschützt! Naja, das sind vorerst die ersten Erkenntnisse der Kommission, die wir zum Zwecke der Suche nach der Herkunft ´dieses Trikots gebildet haben! Eine Vermutung, die sich erhärtet hat: es handelt sich hier um eine Auftragsarbeit! Vielleicht sind die Italiener mit dem Preis entgegengekommen, wenn man sich für diesen Ladenhüter entscheidet.
 
 

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