Monatsarchive: Mai 2010

Sonntag, 30. Mai 2010: Rundstreckenrennen in Ried/Innkreis um den Großen Preis der Firma EUROL, 63 km bzw. 37,8 km

Roman und Natascha Hofer waren die beiden Starter der UGB-Renngemeinschaft am Sonntag beim Rundstreckenrennen im oberösterreichischen Ried/Innkreis. Auf einem 1,8 km langen Rundkurs mußten die Rennfahrer aller Altersklassen ihre Kilometer absolvieren.

Zusammen mit den Burschen der U-15-Klasse gingen die Mädchen an den Start, sie hatten 21 Runden (= 37,8 km) zu absolvieren.  Natascha Hofer ging leider krank ins Rennen, und ihr blieb nichts anderes übrig, als den Bewerb aufzugeben. Man soll halt nicht krank ins Rennen gehen! An dieser Stelle bleibt hier nichts anderes mehr, als ihr eine völlige und schnelle Genesung zu wünschen. Kopf hoch, Natascha, es kommen noch viele Rennen, an denen du gesund teilnehmen kannst!

Roman Hofer startete bei den Amateuren. Sie mußten 35 Runden (= 63 km) zurücklegen, doch als vor dem Start noch ein Regenguß niederging, mußten die Rennfahrer schon annehmen, daß sie wieder einmal – wie schon so oft in dieser Saison – ein Regenrennen zu absolvieren hätten. Doch glücklicherweise hatte der Wettergott doch noch ein Einsehen mit den Rennfahrern, und so stand einer planmäßigen Abwicklung des Bewerbes nichts mehr im Wege. Der Sieg ging an den Tiroler Bernhard Kreidl (RC Union Raiffeisen Radteam Tirol), der sich im Sprint einer 2-Mann-Spitze durchsetzte. Im Feld der 40 Starter machte auch Roman Hofer eine gute Figur, bewies einmal mehr seine gute Form und konnte den 27. Rang belegen.

Sonntag, 30. Mai 2010: Straßenrennen in Prottes um den Mai-Cup der RC Schnecke, 96 km

Das Wahrzeichen von Prottes, das Barbarakreuz

Ein sehr schweres Rennen wartete da auf die 82 Teilnehmner. Einerseits war das Wetter ein Graus, niedrige Temperaturen, starker SO-Wind, anfangs noch naße Straßen, andererseits war die Strecke mit ihren zwei Steigungen und insgesamt 175 Höhenmetern pro Runde nicht gerade als leicht einzustufen. Start und Ziel beim Barbara-Kreuz in Prottes lagen am Ende einer 1000 m langen Steigung, die mit ihren max. 10 % durchaus als selektiv anzusehen war.

Robert Bartonek, der von der UGB-Renngemeinschaft an diesem Bewerb teilnahm, wurde bereits in der ersten der 5 Runden á 19,2 km in der Abfahrt vom Start runter nach Ebenthal von der jagenden Meute abgehängt.

Diese erste Runde forderte bereits viele Opfer, Bartonek fuhr anfangs eine Weile alleine, dann zu zweit, später zu viert, ehe die Gruppe immer größer wurde, weil von vorne zurückgefallene Fahrer aufgelesen wurden.

Bartonek an vierter Stelle in dieser Gruppe

Im Laufe des Rennens trocknete die Straße mehr und mehr auf, es wurde etwas wärmer, doch auch der Wind frischte auf. Eine weitere Schwierigkeit dieses Rennens: im Feld machten die Amateure das Tempo, die älteren Masterfahrer waren davon sichtlich überfordert.

Bartonek konnte in der Gruppe problemlos mithalten, leider wuchs der Abstand zum Feld immer mehr an. Den Sieg holte sich schließlich Hannes Lederer (Zweiradchaoten.com) vor Harald Gruber (ARBÖ Rapso Knittelfeld) – Amateure unter sich – und dem stärksten Masterfahrer, Werner Pinczker (RC SK ARBÖ VÖEST Linz). Auf Rang 8 der beste Master-2-Fahrer, Vizestaatsmeister Jens Mateyka vom Veranstalterverein. Bartonek belegte den 5. Rang in der Master-2-Klasse.

In Ollersdorf

 

 

Bartonek rechts mit der Nummer 38

Ergebnisse Mai 2010

1. Mai 2010: Lavanttaler Radsporttage, Lavanttaler Radrundfahrt in Wolfsberg, 34,6 km bzw. 86,5 km

16. Natascha Hofer (Mädchen)

Roman Hofer (Amateure) und Manfred Koch (Amateure) nach 4 Runden (= 69,2 km) ausgeschieden

 

1. Mai 2010: Straßenrennen um den Großen Preis der „Air Balaton“ in Sarmellek (Ungarn), 127 km

8. Robert Bartonek (Master 50+)

 

2. Mai 2010: Karawanken-Radmarathon in Kirschentheuer, 143,5 km

3. Robert Bartonek (Herren 4)

 

8. Mai 2010: Straßenrennen in Caselle di Isola della Scala, Gran Premio Asparagi e Fragole, 5. und Abschlußveranstaltung zum Giro di Verona (Italien), 49 km

18. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

9. Mai 2010: Straßenrennen „Memorial Giuseppe Favaro“ in Medea (Italien), 66,3 km

14. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

13. Mai 2010: Einzelzeitfahren durchs Grünbachtal in Offenhausen, zugleich LM OÖ, 22,5 km bzw. 17,8 km

1. Hans Unterguggenberger (Master VI)

17. Natascha Hofer (Mädchen)

40. Manmfred Koch (Amateure)

 

13. Mai 2010: Radmarathon in Schwechat, 123 km

9. Robert Bartonek (Männer III)

 

14. Mai 2010: Straßenrennen um die Trofeo Sagra delle Rane in Comugne di Pramaggiore (Italien), zugleich 2. Rennen zum Criterium Cittá del Vino, 51,1 km

19. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

15. Mai 2010: Bergrennen um die Zillertaler Bergmeisterschaft von Zell am Ziller auf den Gerlosberg, 8,5 km

4. Andrea Knapp (Frauen)

 

16. Mai 2010: Mostland-Straßenrennen in Allersdorf bei Amstetten/Ostarrichi-Kaserne, zugleich Österreichische Straßenmeisterschaft, 70,8 km bzw. 59 km

3. Hans Unterguggenberger (Msaster 6)

13. Robert Bartonek (Master 2)

 

21. Mai 2010: Palten-Liesingtal-Jugendtour in Trieben, Prolog: Einzelzeitfahren in Trieben, 1,2 km

42. Manfred Koch (Amateure)

 

22. Mai 2010: Palten-Liesingtal-Jugendtour in Trieben, Straßenrennen Trieben – Oppenberg/Almwirt, 88,2 km

Manfred Koch (Amateure) aufgegeben

 

22. Mai 2010: Straßenrennen um den Gran Premio Antica „Trattoria Moretti“ in Campobernardo di Salgareda, 64,5 km

8. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

23. Mai 20910: Palten-Liesingtal-Jugendtour in Trieben, Straßenrennen in Trieben, 34 km bzw. 88,2 km

17. Natascha Hofer (Mädchen)

25. Roman Hofer (Amateure)

Manfred Koch (Amateure) aufgegeben

 

23. Mai 2010: Einzelzeitfahren Wolfsberg – St. Andrä – Wolfsberg um die Preise der Stadtgemeinde Wolfsberg, Erstes Rennen zum Lavanttaler Assetline-Zeitfahrcup, 11,4 km

12. Robert Bartonek (Männer 6)

 

24. Mai 2010: Straßenrennen um den Großen Preis von Tisina, 93 km

5. Robert Bartonek (Master 2)

 

29. Mai 2010: Bergzeitfahren Scheibbs – Blassenstein, 4,7 km

2. Robert Bartonek (Männerr 4)

30. Mai 2010: Straßenrennen in Prottes um den Mai-Cup der RC Schnecke, 96 km

5. Robert Bartonek (Master 2)

 

30. Mai 2010: Rundstreckenrennen um den Großen Preis der Firma EUROL in Ried/Innkreis, 63 km bzw. 37,8 km

27. Roman Hofer (Amateure)

Natascha Hofer (Mädchen) aufgegeben

 

Samstag, 29. Mai 2010: Bergzeitfahren Scheibbs – Blassenstein, 4,7 km

Der teilweise hochprozentige Anstieg auf den Blassenstein

So kurz die Distanz auf den Blassenstein, den Scheibbser Hausberg, auch ist (4,7 km), so steil ist der Anstieg (bis zu 16 %, gut 450 Höhenmeter). Der rührige ÖAMTC-Zweigverein Scheibbs richtete bereits zum 5. Mal diesen Bewerb in Form eines Einzelzeitfahrens aus.
 
Mit der Startnummer 6 ging der Grazer Robert Bartonek ins Rennen und führte auch vom Start weg vor dem Vorjahrssieger Manfred Pirz (ARBÖ Trieben), der mit der Startnummer 8 das Rennen aufnahm. Entschieden wurde der Bewerb letztlich – leider – durch einen Fehler des Grazers, der im ca. 400 m langen Flachstück etwa 1,5 km vor dem Ziel eine Spur zu leicht fuhr und damit nicht mehr den nötigen Druck aufs Pedal brachte.

Die Folge: etwa 5 bis 10 Sekunden verloren und vor allem für das folgende und abschließende Steilstück, für die letzten 1,5 km, war ebenfalls der Druck weg. Und dort ließ er sehr viel mehr Zeit liegen.
 
Bitter dann das Resümee im Ziel: mit der Zeit von 22:10 Minuten verfehlte er den Sieg knapp, nämlich um 15 Sekunden. Letzten Endes hatte Vorjahrssieger Pirz abermals die Nase vorn.

Urlinger Aussichtswarte am Blassenstein

Pfingstmontag, 24. Mai 290109: Straßenrennen um den Großen Preis der Gemeinde Tisina in Tisina (Slowenien), 93 km

Bei sommerlichen Temperaturen fand gleich hinter der slowenischen Grenze im kleinen Örtchen Tisina der traditionelle Straßenpreis statt. Heuer hatten die Veranstalter wieder einen neuen Kurs gefunden, eine 31 km lange Runde mußte dreimal absolviert werden, ehe die Sieger der drei einzelnen Masterklassen feststanden. Im gemeinsamen Rennen setzten sich erwartungsgemäß die jüngeren Teilnehmer durch, der Sieg ging an Bojan Pitino von der Masterklasse 1, der sich im Sprint eines größeren Feldes ganz knapp durchsetzte. An der 14. Stelle landete David Budmir, der damit die Masterklasse 2 für sich entschied, der Steirer Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft befand sich ebenfalls in dieser großen Spitzengruppe, kam als 26. ins Ziel und belegte damit Rang 5 in seiner Altersklasse.
 
Áuf dem völlig flachen Rundkurs, der auch teilweise über sehr schmale Nebenstraßen führte und sogar eine 3,4 km lange Naturstraße beinhaltete, entwickelte sich bei hohem Tempo ein Ausscheidungsrennen. Die jüngeren Fahrer drückten immere wieder aufs Tempo, die vielen Ausreißversuche taten ihr übriges, um einen hohen Schnitt zu garantieren. Die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit war letztlich aber auch dafür verantwortlich, daß sich kein Ausreißer vor dem Feld behaupten konnte, alle wurden sie wieder eingeholt. So war der Sprint die logische Folge. Auf der breiten Hauptstraße kam es dann im dichten Gerangel unmittelbar vor der Ziellinie zu einem spektakulären Massensturz, bei dem gut 20 Fahrer zu Boden mußten. Bartonek war zwar selbst nicht betroffen, aber einer der Leidtragenden, weil er abbremsen und ausweichen mußte, dadurch seine gute Position und einen wahrscheinlichen Podestplatz einbüßte.

Sonntag, 23. Mai 2010: Einzelzeitfahren Wolfsberg – St. Andrä – Wolfsberg um die Preise der Stadtgemeinde Wolfsberg, Erstes Rennen zum Lavanttaler Assetline-Zeitfahrcup, 11,4 km

Das Streckenprofil der 11,4 km langen Distanz mit den 45 Höhenmetern

Bei bestem Radsportwetter fand in Wolfsberg im Kärntner Lavanttal der erste Bewerb zum Assetline-Zeitfahrcup statt, ein Zeitfahren nach St. Andrä und zurück nüber die Distanz von 11,4 km. 107  Radrennfahrer aller Altersklassen gingen dabei an den Start, unter ihnen auch der Grazer Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft.
 
Der Steirer Bernhard Stenitzer (RC Raaba) erwies sich in der Männerklasse 6 mit 16:06 Minuten (Schnitt 42,5 km/h) als der Schnellste und gewann mit 4 Sekunden vor Reinhard Salcher (ARBÖ Raiffeisen Feld/See) und 11 Sekunden vor Gerhard Mosler (RC Raaba). Robert Bartonek belegte mit 58 Sekunden Rückstand den 12. Rang.

Sonntag, 23. Mai 2010: Palten-Liesingtal-Jugendtour in Trieben, 2. Etappe: Straßenrennen in Trieben, 34 km bzw. 82,6 km

Zum Abschluß der Triebener Jugendtour fand am Sonntag ein Straßenrennen mit Start und Ziel in Trieben statt. In der Mädchenklasse über 34 km ging auch Natascha Hofer an den Start. Der Sieg ging an die Kärntnerin Julia Hilber (ASVÖ Kostel´s Radshop Grafenstein), die sich im Sprint vor Victoria Domitner (ARBÖ Kuota Speed Kueens) und der Tschechin Jana Machacova (TJ Sigma Hranice) durchsetzte. Natascha Hofer kam mit 10:29 Minuten Rückstand ins Ziel und belegte den 17. Rang.
 
Die Amateure hatten 82,6 km zurückzulegen, und hier kam der Niederösterreicher Roman Hofer auf den ausgezeichneten 25. Rang, der Sieg ging an Christian Schaffer (ARBÖ Rapso Knittelfeld) vor Thomas Schörghofer (UNION Radwerk Eugendorf) und dem Tiroler Florian Eberharter (UNION Raiffeisen Radteam Tirol). Manfred Koch erwischte einen schlechten Tag und mußte das Rennen leider aufgeben.

Samstag, 22. Mai 2010: Straßenrennen um den Gran Premio Antica „Trattoria Moretti“ in Campobernardo di Salgareda, 64,5 km

Alfio Maracani

Das Wetter hat knapp gehalten, bei bedecktem Himmel und regnerischen Witterungsverhältnissen nahmen 68 Rennfahrer der Kategorie Gentlemen, Supergentlemen A und B sowie Frauen das Rennen auf einem flachen 21,5-km-Rundkurs in Angriff, der dreimal zu umfahren war. Sofort entspann sich ein reger, offensiver Rennverlauf, und es dauerte einige Ausreißversuche lang, bis sich gegen Ende der ersten Runde, nach ca. 20 km, eine 7-Mann-Gruppe absetzen konnte, die anscheinend die richtige „Mischung“ aufwies. Im letzten Moment gelang es dem Grazer Robert Bartonek noch, in diese Gruppe hinzuspringen, und diese 8 Mann bestimmten dann eindeutig den restlichen Rennverlauf.

Als der stärkste Fahrer erwies sich dabei Alfio Maracani, der mehrmals versuchte, die Gruppe zu sprengen, damit aber keinen Erfolg hatte. Der Vorsprung auf die Verfolger hatte zwar sichere Dimensionen, war aber keineswegs eine Garantie, denn weiter als eine halbe Minute kam die Spitzengruppe nie weg.
Die kräfteraubende Fahrweise verhinderte vor allem einen größeren Vorsprung der Spitze, weil die Spitzenreiter damit beschäftigt waren,  sich gegenseitig anzugreifen, anstatt dafür zu sorgen, einen sicheren Vorsprung auf die Verfolger herauszufahren.

Als sich am Ende der zweiten Runde für einen Moment die Spitzengruppe eine kurze „Auszeit“ gönnte und die Beine hochnahm, nutzte Bartonek diese Gelegenheit, griff an und konnte sich absetzen. Eine volle Runde lang fuhr er einsam an der Spitze, konnte aber ebenfalls keinen beruhigenden Vorsprung erreichen. Dennoch sah es sehr gut aus, je näher er dem Ziel kam. Die letzten Kilometer wurden zu einem verzweifelten Kampf um jeden Meter und jede Sekunde. 5 km vor dem Ziel schien der Vorsprung von etwa 20 Sekunden noch ausreichend zu sein, doch dann konnten die Verfolger noch zulegen und stellten den Grazer etwa eineinhalb Kilometer vor dem Ziel.
Alfio Maracani
 
Alfio Maracani (VC Due Torri Rovigo) gewann das Rennen dann im Sprint, für Bartonek blieb nur mehr der achte Rang. Leider war das genau der Platz, den er auch ohne seine Soloflucht und ohne den ganzen Kräfteverschleiß erreicht hätte. Aber die offensive und aktive Leistung gibt Auftrieb für die nächsten Rennen.

Samstag, 22. Mai 2010: Palten-Liesingtal-Jugendtour in Trieben, 1. Etappe: Straßenrennen Trieben – Oppenberg, 88,2 km

Beim Straßenrennen, das mit der Bergankunft beim Almwirt in Oppenberg endete, mußte Manfred Koch von der UGB-Renngemeinschaft im Rennen der Amateure leider aufgeben.

Freitag, 21. Mai 2010: Palten-Liesingtal-Jugendtour in Trieben, Prolog: Einzelzeitfahren in Trieben, 1,2 km

Der Sieg in diesem kurzen Zeitfahren zum Auftakt der Drei-Tage-Veranstaltung in Trieben ging an den Welser Amateur Patrick Hauser (RC ovilava Wels), der sich in 1:36,97 knapp mit 0,39 Sekunden Vorsprung vor ´Christian Schaffer (ARBÖ Rapso Knittelfeld) und 2,08 Sekunden vor Lukas Grünwalder (ARBÖ Volksbank Deutschlandsberg) durchsetzte.
Der einzige Vertreter der UGB-Renngemeinschaft, der Niederösterreicher Manfred Koch, verlor 17,76 Sekunden und belegte damit den 42. Rang.

Und wieder hat es einen erwischt – diesmal Thomas Westermayer

Montag, 17. Mai 2010: Und wieder hat es einen erwischt – diesmal Thomas Westermayer
 
Völlig überraschend gab es beim heurigen Kirschblütenrennen in Wels am 18. April Dopingkontrollen – wer konnte schon damit rechnen? Richtig, niemand! Und wie meist in solchen Fällen, wenn die Fahrer von den „Vampiren“ unvorbereitet „überfallen“ werden, bleibt meist der eine oder andere in einer der Reusen der NADA hängen. Diesmal war es auch so, das Opfer war der Polizei-Kaderathlet Thomas Westermayer (RC Drahteisel), ein echter Freund und Helfer – ein wahres Vorbild also.
Am 17. Mai geht eine Aussendung der NADA Austria in das weltweite Netz:
 
PRESSEMITTEILUNG über ein bei der Rechtskommission der NADA Austria anhängiges Dopingverfahren
gegen den Amateur THOMAS WESTERMAYER (Radsport)
Suspendierung mit sofortiger Wirkung bis zum Abschluß des gegen diesen bei der Rechtskommission der NADA Austria anhängigen Dopingverfahrens.
Die Rechtskommission der NADA Austria teilt mit, daß von der NADA Austria am 10.5.2010 bei ihr ein Prüfantrag gegen den Athleten Thomas Westermayer eingebracht wurde. In diesem wird dem Athleten vorgeworfen, am 18.4.2010 bei einer an ihm vorgenommenen Dopingkontrolle  (In-Competition) auf die verbotene Substanz Ephedrin (mehr als 10 mcg/ml) positiv getestet worden zu sein. (…) Der Athlet hat bereits auf die Durchführung der B-Probe verzichtet und es hat sohin eine mündliche Verhandlung vor der Rechtskommission der NADA Austria binnen 8 Wochen stattzufinden.
Nach Art. 7.5 WADA-Code ist jeder Athlet nach einer positiven A-Probe sofort zu suspendieren, (…) Der Athlet Thomas Westermayer wurde aufgrund der in seinem Körper vorgefundenen verbotenen Substanz mit Beschluß der Rechtskommission der NADA Austría vom 12.5.2010 … mit sofortiger Wirkung bis zum Abschluß des Verfahrens … suspendiert.
 
Also: wir warten jetzt gespannt, wer der nächste sein wird!
 
 

Sonntag, 16. Mai 2010: Großer Mostland-Straßenpreis, zugleich Österreichische Straßenmeisterschaft in Allersdorf bei Amstetten/Ostarrichi-Kaserne, 70,8 km bzw. 59 km

Zielsprint der Verfolgergruppe, ganz rechts fährt Sigi Rothauer zu seiner erfolgreichen Titelverteidigung im Straßenrennen!

Und auch die Österreichische Straßenmeisterschaft der Masterklassen, wie im Vorjahr auf einem selektiven Kurs mit Start und Ziel bei der Ostarrichi-Kaserne bei Amstetten ausgetragen, war unter dem Einfluß des Schlechtwetters gestanden. 7° am Start, sehr starker Westwind, anfangs noch naße Straße, das waren die äußeren Bedingungen, unter denen die Rennfahrer ihre Runden absolvieren mußten.

Zunächst ging der Grazer Robert Bartonek in der Masterklasse II/III an den Start, die Fahrer hatten 6 Runden á 11,8 km und mit jeweils 107 Höhenmetern zu absolvieren (= 70,8 km mit 642 Höhenmetern). Es entwickelte sich ein sehr schweres Rennen, und erst zu Halbzeit setzte sich die erste Gruppe ab, eine zweite setzte eine Runde später nach und so lagen die Favoriten Taucher, Mayr und Mateyka sowie die Master-III-Fahrer Groß, Bruchmann voran.

Bartonek kämpfte tapfer, mußte in der 4. Runde am Zielanstieg abreißen lassen, war aber ein paar Kilometer später doch wieder in der Gruppe dabei. Alle Fahrer, die hinter das Hauptfeld zurückfielen, beendeten das Rennen. Und so wurde diese Gruppe von Runde zu Runde kleiner. Im Finale schließlich konnte sich Taucher absetzen und das Rennen mit knappem Vorsprung für sich entscheiden. Auf den Plätzen: Mateyka und Mayr.

Fachsimpeln am Start oder Verunsichern des Gegners? Hans Unterguggenberger und Rudi Horak

Bartonek bewies stark ansteigende Form, die sich in den letzten Rennen bereits angekündigt hatte, und konnte bis zum letzten Anstieg zum Ziel die Hauptgruppe halten. Er belegte den 13. Rang in diesem Meisterschaftsrennen, zweieinhalb Minuten hinter dem Sieger.
Zielsprint der Verfolgergruppe, ganz rechts fährt Sigi Rothauer zu seiner erfolgreichen Titelverteidigung im Straßenrennen!

Mit Hans Unterguggenberger in der Masterklasse VI stand der regierende Vizemeister des Vorjahres am Start. Er hatte unmittelbar vor dem Startschuß noch bange Minuten zu überstehen, hatte er doch am Rahmen seiner Rennmaschine einen Riß im Tretlagerbereich entdeckt und mußte so notgedrungen im letzten Moment noch auf die Trainingsmaschine umsteigen. Es gelang ihm jedoch nicht mehr, auch die optimale Übersetzung am Hinterrad umzustecken, weshalb er das Handikap tragen mußte, nicht immer optimal übersetzt fahren zu können.

Siegerehrung der Klasse 6 (von links): Toni Gierer (2.), Sigi Rothauer (1.) und Hans Unterguggenberger (3.)

Eine Vorentscheidung fiel hier bereits in der ersten Runde, als zum ersten Mal der Zielanstieg zu überwinden war. Durch eine Attacke von Schalk und Korpitsch (Master 4) zerriß das Feld bereits in der Anfangsphase völlig, und einzig und allein Titelverteidiger Siegfried Rothauer, im Vorjahr ja bekanntlich noch Mitglied der UGB-Renngemeinschaft, heuer zum RC UNION Wilhelmsburg gewechselt, konnte das Hauptfeld halten. Damit war seine Titelverteidigung bereits nach der ersten Runde in greifbare Nähe gerückt. Hans dagegen schaffte es nicht mehr, Gierer Toni einzuholen, der sich – als hervorragender Zeitfahrer – in die Verfolgergruppe retten konnte, während Hans dahinter alleine gegen den Wind ankämpfen mußte.

Die älteren Masterklassen hatten immerhin 5 Runden zu absolvieren (= 59 km mit 535 Höhenmetern), und an der Rennsituation änderte sich bis ins Ziel nichts mehr. Die Abstände zwischen den einzelnen Gruppen wurden natürlich größer, doch Siegfried Rothauer gewann sicher und ungefährdet einen weiteren Titel, Gierer holte Silber und für den Hans blieb damit nur mehr die Bronzemedaille. Er haderte zwar mit dem Schicksal, doch angesichts der Umstände mußte er froh sein, wenigstens eine Medaille gerettet zu haben. Es war dies immerhin in der ersten Österreichischen Meisterschaft des laufenden Jahres die erste Medaille für die UGB-Renngemeinschaft!

Siegerehrung der Klasse 6 (von links): Toni Gierer (2.), Sigi Rothauer (1.) im neuen Ginner-Führungstrikot und Hans Unterguggenberger (3.)

Österreichische Straßenmeisterschaft in Amstetten und zweites Rennen zum Ginner-Cup

Sonntag, 16. Mai 2010: Österreichische Straßenmeisterschaft in Amstetten und zweites Rennen zum Ginner-Cup

Österreichische Straßenmeisterschaft bei Amstetten, zweites Ginner-Cup-Rennen und erstmals werden dann bei der Preisverteilung die Führungstrikots im Ginnercup vergeben, da sie ja nach dem ersten Rennen, dem Kirschblütenrennen vor einem Monat, noch nicht greifbar waren. Jetzt stand der Ginner-Cup des heurigen Jahres von Anfang an ja unter keinem günstigen Stern, da viele Veranstalter der letzten Jahre das Handtuch geworfen hatten und ihre Rennen nicht mehr veranstalten. Dadurch sah es lange Zeit nach einem – indiskutablen – „Schrumpfprogramm“ aus, ehe sich doch noch einige Veranstalter fanden, die in den Cup einstiegen. So zählte ja etwa das Kirschblütenrennen in Wels heuer erstmals zum Ginner-Cup, eine durchaus richtige Entscheidung, handelt es sich dabei doch um einen der ältesten und schwersten Klassiker der österreichischen Radsport-Szene.

Die jeweils Führenden der einzelnen Altersklassen des Ginner-Cups werden ja mt dem Führungstrikot ausgezeichnet. Leider ist das jedes Jahr ein anderes, andere Farbe, anderes Design, obwohl der Sponsor, nämlich Ginner, immer derselbe ist. Ein ganz fragwürdiges Trikot wurde für den laufenden heurigen Cup gewählt. Doch seht selbst – ein ROSAFARBENES Trikot, wir sind hier aber nicht beim Giro d´Italia!

Wer hat diese Farbe gewählt? Wer zeichnet für dieses Design verantwortlich? Ist das etwa gar ein Überbleibsel von der Love-Parade oder etwa gar – man wagt es ja gar nicht mal zu denken – von irgendeinem Tuntenball? Die Bemühungen der Verantwortlichen in allen Ehren, den Ginnercup heuer durchzuführen, war sicher eine schwere Geburt, aber hier mit den Führungstrikots muß man sich wirklich einen Vorwurf gefallen lassen!!! Wie sieht denn sowas aus! Hier gleich das lebendige Beispiel, das Führungstrikot am Körper von Sigi Rothauer!
 
Armer Sigi! Was geht ihm da wohl durch den Kopf?? Glücklich derjenige, der dieses Trikot nicht tragen muß! Vielleicht handelt es sich heuer – erstmals – um eine Art Negativtrikot? Ich habe mir die Mühe gemacht, nach der Herkunft dieses fragwürdigen Kleidungsstückes zu forschen. Achtung: es ist eine Spezialanfertigung für Ginner von der italienischen Bekleidungsfirma „Soul-Limit“ in Castello di Godego in der Provinz Treviso. Naja, nichts für ungut, aber der Name „Soul-Limit“ spricht ja Bände. Ich möchte nicht wissen, welchem Haufen die dortigen Verantwortlichen entsprungen sind! Als verantwortlich für das Grafikdesign dieses Trikots konnte ich das Kürzel „PIGI“ ausfindig machen. Wer immer sich dahinter verbirgt, wird wohl schon wissen, weshalb er sich hinter einem solchen Kürzel verstecken muß!
 
Auf der Heimseite dieses Herstellers fungiert in einem Katalog ein einziges Trikot in dieser Farbe, und zwar ein Frauentrikot! Die Firma rüstet z.B., mit ihren Produkten sogar eine Profimannschaft aus, nämlich die letztklassige italienische  „Amore e Vita“-Formation. Und wie alle Eingeweihten wissen, handelt es sich bei „Amore & Vita“ (Liebe & Leben) um eine Anti-Abtreibungskampagne des Vatikans – übrigens eine ziemlich erfolglose, dennoch ist sie durch ein eingetragenes Logo gesetzlich geschützt! Naja, das sind vorerst die ersten Erkenntnisse der Kommission, die wir zum Zwecke der Suche nach der Herkunft ´dieses Trikots gebildet haben! Eine Vermutung, die sich erhärtet hat: es handelt sich hier um eine Auftragsarbeit! Vielleicht sind die Italiener mit dem Preis entgegengekommen, wenn man sich für diesen Ladenhüter entscheidet.
 
 

Samstag, 15. Mai 2010: Bergrennen um die Zillertaler Bergmeisterschaft von Zell am Ziller auf den Gerlosberg, 8,5 km

Auch das Bergrennen im Tiroler Zillertal leidet unter der über gesamt Österreich liegenden Schlechtwetterfront, und so muüssen sich auch hier die Fahrer/-innen gegen Kälte und Näße duchsetzen. 81 Fahrer erreichen das Ziel beim Berggasthof „Enzianhof“, der Schnellste von ihnen ist der Amateur Andreas Traxl (RC Mooserwirt Ridley), der mit der Tagesbestzeit von 23:17 Minuten gewinnt.

Am Start ist hier auch die Neuerwerbung der UGB-Renngemeinschaft, Andreas Knapp aus Maurach bei Jenbach. Doch leider ist die Berhgspezialistin diesmal stark gehandikapt, mußte sich doch die gesamte Woche unter einer hartnäckigen Verkühlung leiden. Dennoch nahm sie die 8,5 km lange Bergstrecke in Angriff, doch unter diesen Umständen mußte auch sie erkennen, daß nicht jedes Rennen nach Wunsch läuft.

Den Sieg in der Frauenklasse holte sich Bettina Schorn (RC Martin´s Bikeshop) in der tollen Zeit von 28:31 Minuten, was neuen Streckenrekord für Frauen bedeutet. Sie belegte damit den 37. Rang im Tagesklassement! Rang 2 sicherte sich die Favoritin, die junge Jacqueline Hahn, die Siegerin von der Hungerburg, doch sie blieb beinahe 3 Minuten hinter Schorn zurück! Rikki Obendorfer schließlich fand am letzten freien Platz am Podium Aufnahme – Rang 3, und damit mußte sich Andrea Knapp mit dem undankbaren 4. Platz zufriedengeben. Doch angesichts der Umstände wie Gesundheit und Witterungsbedingungen war da nicht viel mehr zu erwarten. Gute Besserung, Andrea, und toi, toi, toi für die nächsten Rennen!

Freitag, 14. Mai 2010: Straßenrennen um die Trofeo Sagra delle Rane in Comugne di Pramaggiore (Italien), 2. Rennen zum Criterium Cittá del Vino, 51,1 km

Letzter Versuch von Bartonek, mit einem weiteren Rennen doch noch die nötige Form für die am Sonntag stattfindende Straßenmeisterschaft zu finden, und ein Versuch, der leichte Hoffnung aufkommen läßt: zum ersten Mal in dieser Saison fährt der Grazer ein aktives Rennen, zeigt sich an der Spitze und ist sogar in der Ausreißergruppe unterwegs, die dann letztlich das Ziel erreicht und den Sieger ermittelt!

Überdschattet wird das Rennen auf dem 7,3 km langen völlig flachen Rundkurs vom Wetter – eine zur Zeit leider über gesamt Mitteleuropa liegende Unwetterfront beeinflußt auch diesen Bewerb. Es nieselt den größten Teil des Rennens über, erst im Finale hört es auf, doch die Straße bleibt naß bis zuletzt – und unmittelbar nach dem Zieleinlauf setzt abermals strömender Regen ein! Ein weiterer hinderlicher Faktor ist der starke Wind, der das große Fahrerfeld, über 80 Starter, ziemlich zerzaust und dafür hauptverantwortlich zeichnet, daß bereits zu Halbzeit des Rennens mehr als die Hälfte der gestarteten Fahrer nicht mehr für den Sieg in Frage kommt.

In der 4. Runde kann sich eine sechsköpfige Spitzengruppe bilden und etwas absetzen, doch es dauert eine weitere Runde, ehe sich die Verfolger formieren und es einer achtköpfigen Gruppe gelingt, die Verfolgung aufzunehmen. Bartonek hat das Glück und auch den nötigen Riecher, um zu dieser Gruppe, in der auch Tarlao und Maracani fahren, hinzuspringen. In der vorletzten Runde kommt es nach einer schnellen Aufholjagd zum Zusammenschluß an der Spitze, doch dann ist leider der Dampf draußen aus dieser nunmehr 14 Mann starken Spitzengruppe. Zu viele Fahrer, zu viele Interessen, die Gruppe läuft nicht mehr. So verschenken sie ihren Vorsprung, und so kommt noch in der Schlußrunde eine 7 Mann starke weitere Verfolgergruppe heran.

Diese 21 Mann sind jetzt ungefährdet und fahren im Finale den Sieger unter sich aus. RiccardoTarlao (GS De Luca Portotecnica) greift knapp 3 km vor dem Ziel überraschend an, Baggio und Guidolin setzen nach, und in dieser Reihenfolge werden dann auch die Podiumsplätze vergeben. 11 Sekunden hinter Tarlao sprintet der Rest der Spitze um die weiteren Plätze, Robert Bartonek belegt nach einem sehr aktiven Rennen den 19. Platz.