Samstag, 3. April 2010: Drei-Stunden-Straßenrennen um die FESTINA-Roadbike-Trophy in Aurach/Hongar, 126 km

Endlich geht jetzt auch in Österreich die Radsportsaison los! Im oberösterreichsichen Aurach/Hongar treffen sich die Radsportler auf einem 6,3 km langen, schwierigen Rundkurs, der 44 Höhenmeter aufweist, um ein in Österreich sehr seltenes 3-Stunden-Rennen zu absolvieren. Der Modus: drei Stunden lang wird auf dieser Rundstrecke ein „normales“ Straßenrennen gefahren, wenn dann die Spitzengruppe das letzte Mal, ehe die 3 Stunden voll sind, die Ziellinie passiert, ist das gleichbedeutend mit dem Glockenzeichen für die letzte Runde.

89 Fahrer nehmen das Rennen auf, vorwiegend Amateure, aber auch ein paar Elitefahrer, wie Andy Traxl, nehmen diese Gelegenheit wahr. Unter den Startern auch der Grazer Robert Bartonek, der bei Sonnenschein, aber relativ niedrigen Temperaturen (12 Grad) und stürmischem Wind, startet und bereits in der ersten Runde beim Anstieg etwa 2 km vor dem Ziel (also nach etwa 4,5 km!) abgehängt wird. In der Folge fährt Bartonek in einer kleinen Gruppe, die aber von Runde zu Runde größer wird, weil sie vorne abgerissene Fahrer einsammelt. Der gesamte Rundkurs liegt völlig offen im Wind, weshalb das Rennen bei diesen Witterungsverhältnissen sehr schwer wird.

Und leider fällt diese Gruppe dann aber in den letzten Runden völlig auseinander, sodaß die einzelnen Fahrer sehr viel im Wind stehen. Bartonek, der dann unter Muskelkrämpfen leidet, beendet das Rennen zwei Runden vor Ablauf der Frist, weshalb er auch im Endergebnis mit 4 Runden Rückstand geführt wird. Die Spitzengruppe, in der anfangs auch Andy Traxl dabei war, bildet sich dann nach Halbzeit des Rennens neu, Traxl fällt zurück und verliert ebenfalls 4 Runden.

Der Sieg geht dann an einen gedopten Fahrer, an den Wiener Ferry Bruckner, im Vorjahr von der SoKo Doping als EPO-Konsument überführt. Der damalige A-Fahrer findet sich heute auf der Ergebnisliste als sogenannter „Funracer“, was wahrscheinlich auf ein paar noch im tiefen, dunklen Keller vorhandenen  EPO-Restbestände zurückzuführen ist.

Eine 3-Mann-Spitze erreicht nach 20 Runden (126 km) das Ziel, wo sich dann der „schlimme Finger“ Bruckner vor Patrick Hauser (RC Ovilava) und Wolfgang Eibeck (ASVÖ Sparkasse Tulln) durchsetzt, der Siegerschnitt beträgt 40,3 km/h.

Bartonek belegt in dem Starterfeld den 69. Rang und verpaßt einen Stockerlplatz in seiner Altersklasse mit Rang 4 nur knapp. Der Sieg geht an Ernst Schuler (Grafenbach) vor Peter Hel (Schwanenstadt) und Ernst Gaubitzer (Amplatz Krems).

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