Freitag, 27. März 2010: Giro di Gorenjska, 1. Etappe: Nacht-Rundstreckenrennen in Krain (SLO), 59,5 km

Roberto Pagnin, der Exprofi, ist am Start

Wie im Vorjahr so ist diese Rundfahrt auch heuer für mich ideal zum Formaufbau, ideal für den Saisoneinstieg. Kurze, schnelle Etappen, gute Besetzung,  leichtes Streckenprofil, könnte also gar nicht besser sein. Interessanterweise ist die ausländische Besetzung diesmal stärker als im Vorjahr, die Strecke ist dieselbe, nur fahren wir diesmal 3 Runden mehr als im Vorjahr. Der 3,5-km-Rundkurs, auf dem wir jetzt 17 Runden absolvieren, ist komplett abgesperrt, schönes, relativ mildes Wetter, vor allem im Start/Zielbereich viele Zuschauer, windstill.

Roberto Pagnin, der Exprofi, ist am Start. Dieser Rundkurs, diese Rundfahrt überhaupt, ist ein gefundenes Fressen für ihn. Bereits in der Anfangsphase enteilt er mehrere Male dem Feld, das Tempo ist dadurch ständig sehr hoch, es wird andauernd attackiert, nachgefahren, es ist immer Bewegung und eine gewisse Unruhe im Feld. Das große Starterfeld ist sehr schnell sehr viel kleiner geworden, und das ist auch schon die ganz große Schwierigkeit am Anfang. Da den Stürzen zu entgehen, aber trotzdem immer vorne sein, das ist nicht einfach.

Ungewiss ist nur die Frage nach den Ehrenplätzen. Der Sieg ist von Beginn an vergeben, und Pagnin (GS Idea Uno Arreda) läßt auch nie einen Zweifel darüber aufkommen. Im letzten Drittel kann er sich absetzen, zunächst alleine, dann fährt eine kleine Gruppe nach, und in einer 6-Mann-Gruppe geht er in die Schlußrunde und seinem Zielsprint kann keiner seiner Fluchtgefährten irgendetwas Gleichwertiges entgegensetzen. Im Gegenteil, im Sprint hängt er sie noch alle ab und fährt sogar 2 Sekunde Vorsprung heraus! Der Schnitt von 44,6 km/h ist unwahrscheinlich hoch, eigentlich war das ja ein Eliterennen.

Robert Bartonek fährt im Feld mit, gegen Ende wird es sehr schwer, weil das Feld immer kleiner wird und sich mehrere Male teilt, am Ende aber immer wieder zusammenfindet. Dennoch gelingt dem Grazer kein so gutes Ergebnis wie im Vorjahr (zeitgleich mit dem Sieger), denn das Feld platzt in den letzten Runden völlig auseinander, mehrere Gruppen und Einzelfahrer können sich noch absetzen und ein paar Sekunden herausfahren. Bartonek belegt den 59. Rang mit 1:15 Minuten Rückstand auf Pagnin.

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