Sonntag, 14. März 2010: Straßenrennen in Murska Sobota (SLO), 65 km

Der Grazer Robert Bartonek war so wie in den letzten Jahren auch der erste Fahrer der UGB-Rennsportgemeinschaft, die in die neue Saison starteten. Bartonek war im slowenischen Murska Sobota beim dortigen traditionellen Straßenrennen zum Frühlingsbeginn über 65 flache, aber sehr windige Kilometer einer im Monsterstarterfeld von über 170 Rennfahrern – alle aus der Klasse der 50-60jährigen, wohlgemerkt!

Erwartungsgemäß war viel Spreu und nur wenig Weizen unter den Startern, der starke Wind und die tiefen Temnperaturen von max. 6° C sorgten für eine baldige Selektion, bereits nach wenigen Kilometern war eine etwa 30köpfige Gruppe mit Bartonek an der Spitze des Rennens übriggeblieben. Beim Prämiensprint in Lendava bei Halbzeit zerriß diese Gruppe, vor allem durch den starken Wind, in mehrere kleinere Gruppen, Bartonek befand sich in einer abgeschlagenen Truppe, die sich vergeblich mühte, wieder den Anschluß zu finden. Erst als der Wind nach ca. 45 km von hinten kommend, die Fahrer vor sich hertrieb, fanden die vielen kleineren Gruppen schnell wieder zu einer größeren zusammen. Und 15 km vor dem Ziel war die Spitze wieder geschlossen und vor allem auf 28 Mann angewachsen.

Leider war der Grazer wegen des Trainingsrückstandes nicht in der Lage, seinen Vorjahrssieg erfolgreich zu verteidigen. Die lange Winter, die tiefen Temperaturen und vor allem die vielen Schneetage im letzten Monat zeichneten dafür verantwortlich. Doch sein Riecher, sein Gefühl für die entscheidende Rennsituation, funktionierte bereits vorzüglich. Genau 4 km vor dem Zielstrich gelang es Bartonek,  in einem Moment der Unaufmerkamkeit  zu entwischen.

Nur war er wegen oben erwähntem Trainingsmanko nicht fähig, diesen Vorsprung – wie im Vorjahr – von etwa 50 bis 100 Metern, erfolgreich ins Ziel zu bringen. Und obwohl er die 1000-m-Marke noch solo passierte, hatte er keine Chance auf den Sieg. Etwa 800 Meter vor dem Zielstreifen jagte das Feld rechts und links an ihm vorbei. Und so blieb ihm letztlich „nur“ der 18. Rang, aber zeitgleich mit dem Sieger.

Den Siegespokal sicherte sich in einem knappen Sprint der slowenische Meister und mehrfache WM- und Olympiateilnehmer Bojan Ropret.

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