Monatsarchive: Januar 2010

Sportlerehrung in Wörgl

Sonntag, 31. Jänner 2010: Sportlerehrung in Wörgl

 

Die Stadtgemeinde Wörgl lud – wie alle Jahre – zur Sportlerehrung in die Aula des Bundesschulzentrums ein. Heuer leisteten die Rekordzahl von 258 Sportlern und Sportlerinnen diesem Ruf Folge und fanden sich zusammen mit zahlreichen Ehrengästen ein. Die Sportreferentin der Stadt Wörgl, Evelin Treichl, begrüßte u.a. Bürgermeister Arno Abler und Vizebürgermeisterin Maria Steiner. Von der UGB-Rennsportgemeinschaft waren die erfolgreichen Fahrer der abgelaufednen Saison anwesend. Und sie alle machten sich – brerechtigte – Hoffnungen darauf, zur Mannschaft des Jahres gewählt zu werden. Waren doch in der vergangenen Saison unzählige Plazierungen und Siege eingefahren worden. Seit zwei Jahren sind wir immerhin der stärkste Master-Verein in Österreich. Und so standen auch diesmal wieder herausragende Siege auf der Erfolgsliste, allen voran ein Vize-Europameistertitel auf der Straße (Sigi Rothauer), ein zweiter Rang und damit die Silbermedaille in der Master-Olympiade im Kriterium (Sigi Rothauer), dazu drei Österreichische Meistertitel (Sigi Rothauer im Kriterium und auf der Straße) sowie die 15jährige Nachwuchsfahrerin Stephanie Strobl im 250-m-Zeitfahren auf der Radrennbahn, weiters vier österreichische Vizemeistertitel (Sigi Rothauer am Berg, Hans Unterguggenberger auf der Straße, Robert Bartonek im Kriterium und Stephanie Strobl im Scratchrennen auf der Bahn), und mit Hans Unterguggenberger gab es im Kriterium auch noch eine Bronzemedaille bei österreichischen Meisterschaften, insgesamt wurden also 8 österreichische Meisterschaftsmedaillen errungen! Aber auch die weiteren Zahlen sprechen Bände: insgesamt 63 Podiumsergebnisse! Und dazu noch 59 Plazierungen unter den ersten zehn, also zwischen dem 4. und 10. Rang. Aber nein, Mannschaft des Jahres sind die Damen des Wörgler Tennisklubs geworden. Unser stärkster Mann, der Rothauer Sigi, wäre ja unsere Hoffnung auf den „Sportler des Jahres“ – zwei Österreichische Meistertitel, einmal Vizemeister, dazu Vize-Europameister und Vize-Olympiasieger, dazu noch 12facher Saisonsieger – wer sollte diese Bilanz denn übertreffen? Aber zur Vergabe der Einzeltitel – Sportler und Sportlerin des Jahres sowie Nachwuchssportler des Jahrdes – ist es unumgänglich, in Wörgl einen Wohnsitz aufzuweisen! Aber anstatt den berechtigten Frust und die Enttäuschung an den Preisträgern auszulassen, die ja nun wirklich nichts dafürkönnen, sollte man vielmehr den Modus dieser Wahl hinterfragen: wer wählt nach welchen Kriterien wen? Vielleicht sind Erfolge gar nicht so entscheidend, vielleicht geht es auch nur um eine echt österreichische Lösung, um Mauscheleien im Hintergrund! Wer weiß? Jetzt haben wir sowieso andere Sorgen, die neue Saison steht vor der Tür, das Training erfordert die ganze Konzentration – und in einem Jahr werden wir wieder hier versammelt sein, werden wieder gespannt auf die Preisträger warten und werden wieder keine dieser Auszeichnungen erringen!