Monatsarchive: November 2009

Ergebnisse Novemeber 2009

1. November 2009: Rundstreckenrennen Memorial Pietro Favalli in Buso di Rovigo, 41,6 km

1. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

7. November 2009: Straßenrennen um den Gran Premio di Festa Padana in Pramaggiore, 72,5 km

1. Robert Bartonek (Gentlemen)

Siegerehrung und Abschlußveranstaltung im TT-Cup in Innsbruck

29. November 2009: Siegerehrung und Abschlußveranstaltung im TT-Cup in Innsbruck

 

LRV-Tirol-Präsident Harald Baumann hatte ins noble Innsbrucker Congress-Hotel am Rennweg geladen, wo in leider kleinem und elitärem Rahmen die Siegerehrung der Gesamtwertung des TT-Cups durchgeführt wurde. Kleiner Rahmen deshalb, weil viele Preisträger und Begleiter an der Schweinegrippe erkrankt, zu Hause bleiben mußten. Von der UGB-Renngemeinschaft war die 15jährige Niederösterreicherin Stephanie Strobl eingeladen gewesen, doch auch sie mußte leider krankheitsbedingt auf diese Ehrung verzichten. Statt dessen waren zwei Vereinsvertreter anwesend.

Seit einigen Jahrzehnten schon unterstützt die „Tiroler Tageszeitung“ als Hauptsponsor diese Jahreswertung für Nachwuchsfahrer in Tirol, gewertet werden dabei alle ÖRV-Rennen in Tirol. Heuer wurde dieser Generalsponsor noch zusätzlich von der „Tiroler Wasserkraft-AG“ unterstützt.

Endstand im TT-Cup 2009, Kategorie Mädchen: 1. Lisa Gürtler (ÖAMTC RC Tirol) 106 Punkte, – 2. Susanne Ebner (RC UNION Raiffeisen Radteam Tirol) 102, – 3. Julia Ebner (ÖAMTC RC Tirol) 84, – 4. Theresa Gürtler (ÖAMTC RC Tirol) 76, – 5. Doris Ebner (ÖAMTC RC Tirol) 47, – 6. Stephanie Strobl (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) 0 Punkte

 

Der Tiroler LRV-Präsident Harald Baumann hatte zu dieser Feier geladen.

 

Mit anwesend waren auch Armin Purner (links), Etappensieger ´91 und Träger des Gelben Trikots bei der Österreich-Rundfahrt, sowie Fred Steinacher als Vertreter des Hauptsponsors „Tiroler Tageszeitung“.

Die ersten Meisterschaftstermine für 2010

14. November 2009: Die ersten Meisterschaftstermine für 2010

Der österreichische Terminkalender ist ja eine Welt für sich und wird von Faulheit, Inkompetenz und Nachlässigkeit geprägt. Während international bereits jetzt die Meisterschaftstermine und -orte für 2010 feststehen, ticken die Uhren in Österreich anders. Leider völlig anders. Die Termine, so weit heute bekannt:

16.5. Österreichische Straßenmeisterschaft in Amstetten, Großer Mostland-Straßenpreis (NÖ), 66,5 km bzw. 53 km, Master

13.6. Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Stattersdorf (NÖ), Master

19.6. Österreichische Zeitfahrmeisterschaft im Raum Oberwart/Stegersbach (Bgld), Master, Mädchen

20.6. Österreichische Paarzeitfahrmeisterschaft im Raum Oberwart/Stegersbach (Bgld), Master, Mädchen

27.6. Österreichische Straßenmeisterschaft in Großraming (OÖ), Frauen

27.6. Österreichische Straßenmeisterschaft in Knittelfeld (Stmk), 38,2 km, Mädchen

4.7. Österreichische Bergmeisterschaft Frauental – Freiland (Stmk), 12 km, Master

 

Und bei der Gelegenheit gibt es auch gleich die ersten Renntermine in Österreich für 2010:

4.4. Flachgauer Radsporttage, Straßenrennen in Neumarkt/Wallersee (Master I-III 51 km, Frauen 51 km)

5.4. Flachgauer Radsporttage, Straßenrennen in Neumarkt am Wallersee (Frauen 78,3 km)

11.4. Tiroler Eröffnungsrennen, Rundstreckenrennen in Langkampfen/Niederbreitenbach (Mädchen 30,4 km)

18.4.  Kirschblütenrennen in Wels (Master 70,4 km, Frauen 70,4 km, Mädchen 35,2 km)

24.4. Einzelzeitfahren Festina-Preis, Bergrennen Altmünster – Gmundnerberg (Master I-VI 4,5 km)

24.4. Einzelzeitfahren in Ybbs, (Master I-VI, Frauen, Mädchen, 12,5 km)

25.4.  Bergrennen Innsbruck – Hungerburg (Master 1-6 3,5 km, Frauen/Mädchen 3,5 km)

 

Saisonabschluß im italienischen Pramaggiore

7. November 2009: Saisonabschluß im italienischen Pramaggiore

Der Grazer Robert Bartonek feierte im Abschlußrennen der Straßensaison 2009, beim Großen Preis im italienischen Pramaggiore im Veneto, einen tollen Sieg im 72-km-Straßenrennen. Vor allem die Art und Weise, wie sich Bartonek im Finale gegen die stärksten Sprinter dieser Altersklasse durchsetzte, Alfio Maracani und Riccardo Tarlaio, beeindruckte. Als klar schwächster Sprinter dieses Trios gewann Bartonek das bereits dritte Rennen in Serie,konnte im Oktober darüber hinaus noch einen zweiten Rang beim Traditionsklassiker in Caorle sowie einen dritten Rang beim Bergklassiker in Montecchio Maggiore verbuchen. In dieser Saison hat der Grazer damit insgesamt 10 Siege in seiner Erfolgsbilanz verbucht.

Jetzt geht es erst einmal in die wohlverdiente Winterpause, einzig unser langzeitverletzter Johann Schweighofer wird im Dezember im sonnigen Kalifornien weilen und dort nach einer einjährigen Pause, bedingt durch seine schwere Verletzung, die Rückkehr zum Rennsport wagen. Im Finale dieser langen und schweren Straßensaison teilt sich damit diue UGB-Renngemeinschaft im Ausland auf: Rothauer bei den World Master Games in Sydney in Australien, Bartonek in Italien, Schweighofer in den USA, und Rothauer zum Abschluß noch in Mexiko. Bartonek überlegt auch, sollte er seine tolle Form noch ein paar Wochen halten können, einen Start bei der Ägypten- und Sinai-Rundfahrt im Dezember.

 

7. November 2009: Straßenrennen um den Gran Premio di Festa Padana in Pramaggiore, 72,5 km

Saisonabschluß auch in Italien: mit dem Straßenrennen auf dem flachen Rundkurs in Pramaggiore wird auch beim südlichen Nachbarn die dort sehr viel längere Straßensaison heute beendet. Robert Bartonek, im Vorjahr hier an der 14. Stelle zeitgleich mit dem Sieger, ist auch diesmal wieder am Start, um seine tolle Siegesserie zu verteidigen (in den letzten beiden Rennen ein Sieg).

Zusammen mit den beiden Kategorien der Supergentlemen und den Frauen nehmen 114 Fahrer das Rennen bei kühlem, aber trockenem Wetter (12°) auf. Zum Saisonabschluß sind wieder alle Asse und Favoriten im Starterfeld vereint, und dementsprechend aktiv wird gleich in der ersten Runde gefahren. Sehr schnell stellt sich heraus, daß die beiden Mannschaften von Frenocar-Rovigo mit Alfio Maracani an der Spitze und De Luca-Portogruaro mit Tarlaio die beiden stärksten Mannschaften sind, die das Renngeschehen unter Kontrolle bringen wollen.

In der ersten Hälfte wird fleißig attackiert und gekontert, aber der aufmerksame Beobachter sieht sehr schnell, daß Frenocar-Rovigo dabei den aktiveren Teil übernimmt. Tarlaio fährt immer nur nach, schließt die Löcher und verläßt sich auf seinen passiven Teil, während Maracani geflissentlich darum bemüht ist, in eine Fluchtgruppe zu kommen. Beide gelten sie ja als die wohl stärksten Sprinter des Starterfeldes. Bartonek spielt die Rolle des Beobachters, fährt aufmerksam im ersten Drittel des Feldes mit, wird seinerseits aber nie aktiv.

Alle Fluchtversuche werden vereitelt, alle Ausreißer immer wieder gestellt, es fällt keine Entscheidung. Zwar wird das Hauptfeld langsam kleiner, aber von den Favoriten fällt niemand zurück. Je näher das Ziel rückt, desto gefährlicher werden die Attacken, hat man doch immer weniger Zeit, erfolgreich darauf zu reagieren. Eine vierköpfige Ausreißergruppe geht mit 10 Sekunden Vorsprung knapp vor dem Hauptfeld liegend in die Schlußrunde.

Die Entscheidung wird dann eingangs der letzten Runde eingeläutet, als Alfio Maracani höchstpersönlich antritt und eine kleine Unachtsamkeit der De-Luca-Fahrer ausnutzt, um sich abzusetzen. Bartonek ist aufmerksam und setzt sofort nach, mit einer kleinen Verzögerung reagiert dann auch Tarlaio, der dieses Duo natürlich nicht weglassen darf. 5 km vor dem Ziel also eine 3-Mann-Spitze mit den beiden stärksten Sprintern und Bartonek an der Spitze, der Vorsprung schwankt um die 10 bis 12 Sekunden. Wenig später greift dann aber die Mannschaftsarbeit, Frenocar-Rovigo und De Luca-Portogruaro haben bei den Verfolgern die Tempoarbeit im Griff und bremsen das Hauptfeld, worauf der Vorsprung sehr schnell auf 30 bis 40 Sekunden anwächst.

Damit ist auch sehr schnell klar, daß die drei Ausreißer nicht mehr eingeholt werden können. Bartonek klemmt sich an das Hinterrad von Maracani, weil er den als den schwächeren Sprinter einschätzt und der daher unbedingt noch aktiv werden muß, um Tarlaio abzuschütteln. Die Rechnung geht auf, eineinhalb Kilometer vor dem Ziel kommt der wuchtige Antritt von Maracani, der zwar seinen schärfsten Widersacher abschüttelt, doch Bartonek mitzieht.

Maracani macht in dieser Phase keinen Fehler, zieht seine Attacke durch, Bartonek führt keinen Meter, hängt nur am Hinterrad, während Tarlaio verzweifelt versucht, das Loch wieder zuzufahren. Und Tarlaio als der doch stärkere Fahrer setzt sich noch einmal durch, er kommt wieder an das Duo heran, kann etwa 500 Meter vor dem Zielstrich aufschließen, doch unmittelbar davor greift Bartonek an, legt alle Kraft in diese letzte Attacke und kann einen doch schon etwas entkräfteten Maracani stehenlassen.

Ein Rennverlauf im Finale wie aus dem Lehrbuch – Maracani als der schwächere Sprinter muß aktiv werden, zieht den schwächsten Sprinter aber mit, nämlich Bartonek, der stärkste Fahrer des Trios, Tarlaio, hat sich überrumpeln lassen, kann diesen Fehler aber wieder einigermaßen ausbügeln, indem er kurz vor dem Zielstrich, schon auf der langen Zielgeraden, an das Duo wieder herankommt. Doch Bartonek macht auch keinen Fehler, läßt sich seinen Vorteil nicht mehr nehmen, gewinnt somit das Abschlußrennen und feiert den dritten Sieg hintereinander.

Die drei stärksten Fahrer der Herbstsaison haben sich heute also eindrucksvoll in Szene gesetzt, haben auch dieses letzte Straßenrennen der Saison beherrscht. Das interessante Ergebnis: der schwächste der drei Spitzenreiter, Bartonek, gewinnt, der aktivste im Finale, Maracani, wird nur Dritter. Was lernen wir daraus: zum Erfolg im Radsport gehört UNBEDINGT auch etwas Gehirnmasse!

1. November 2009: Rundstreckenrennen um das Memorial Pietro Favalli in Buso di Rovigo, 41,6 km

Robert Bartonek fährt seit Wochen in Hochform und konnte das auch in Buso di Rovigo unter Beweis stellen. Dabei war dieses Rundstreckenrennen auf einer völlig flachen 4,6-km-Runde mit nur vier Kurven ungemein schnell und es war auch von einem sehr spektakulären, abwechslungsreichen Rennverlauf gekennzeichnet. Bereits in der ersten der neun Runden gab es eine sechsköpfige Spitzengruppe, die aber schon in der zweiten Runde wieder gestellt wurde. Dann waren es abermals sechs Mann, darunter Bartonek und die Favoriten Busato und Tarlaio (beide De Luca), die sich absetzen konnten und einen Vorsprung von einer knappen Minute herausfuhren.

Doch in der 4. Runde war auch diese Gruppe wieder eingeholt, und sofort setzten sich zwei Mann ab, Bartonek setzte alleine nach und in der 5. Runde hatte dieses Trio 25 Sekunden Vorsprung herausgefahren. Doch die drei Ausreißer harmonierten überhaupt nicht, und die Lokalmatadore, angeführt vom hohen Favoriten Alfio Maracani, machten im Hauptfeld Tempo und kamen in der 6. Runde wieder heran.

In der Tonart ging es weiter, in der 7. Runde war Bartonek wieder vorne weg, in einer 5-Mann-Gruppe, die aber nur 15 Sekunden vor dem Feld lag, ehe sie auch wieder eingefangen wurden. In der vorletzten Runde ging dann eine 7-Mann-Gruppe ohne Bartonek weg, ehe die Verfolger durch einen wahren Kraftakt in der Schlußrunde noch einmal aufschließen konnten. Und postwendend setzten sich 4 Fahrer ab, darunter Bartonek, der zum vierten Mal in einer Spitzengruppe mitfuhr.

Dieses Ausreißerquintett fuhr etwa 15 Sekunden heraus, ehe die Fahrer aus Rovigo, die nicht vorne vertreten waren, in Zusammenarbeit mit dem De-Luca-Team, das auch niemanden vorne dabei hatte, noch einmal aufschließen konnten. Bartonek trat dann genau in dem Moment an, als die Verfolger die Gruppe einholten, 2 km vor dem Ziel, kam völlig ungehindert weg und konnte mit hohem Tempo auch diese letzten 2000 Meter durchhalten. Aus dem Feld bildete sich durch eine wilde Verfolgungsjagd eine kleine dreiköpfige Gruppe, aus der dann Lokalmatador Alfio Maracani zum 2. Platz sprintete, im Ziel lag er nur mehr 3 Sekunden hinter Bartonek, der sich mit den letzten Kräften ins Ziel gerettet hatte.