Monatsarchive: Oktober 2009

Ergebnisse Oktober 2009

3. Oktober 2009: Straßenrennen um den Gran Premio des Naturparks Goricko in Grad, 98,5 km

6. Robert Bartonek (Master 50+)

 

4. Oktober 2009: Tiroler Saisonabschlußrennen, Bergrennen Kolsass – Kolsassberg, 5,8 km

1. Hans Unterguggenberger (Sportklasse 4)

5. Robert Bartonek (Sportklasse 3)

 

10. Oktober 2009: Rundstreckenrennen in Oberlaab, zugleich Welser Stadt- und Bezirksmeisterschaften, 42 km

1. Robert Bartonek (Rennklasse Gäste 3)

2. Hans Unterguggenberger (Rennklasse Gäste 3)

 

11. Oktober 2009: Kriterium „Rund um den Burger King“ in Graz-Seiersberg, zugleich Steirische Kriteriumsmeisterschaft, 18 km

6. Robert Bartonek (Master 2/3)

 

15. Oktober 2009: World Master Games in Sydney (AUS), Einzelzeitfahren auf dem Eastern Creek Raceway, 19 km

8. Siegfried Rothauer (Master 9)

 

16. Oktober 2009: World Master Games in Sydney (AUS), Straßenrennen, 41,9 km

5. Siegfried Rothauer (Master 9)

 

17. Oktober 2009: Straßenrennen um das Memorial Enrico Rossi in Busco di Ponte di Piave, 63 km

12. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

18. Oktober 2009: Bergzeitfahren Montecchio Maggiore – San Urbano um die Coppa Santa Eurosia und die Trofeo Calpeda Pompe, zugleich Provinzialbergmeisterschaft, 4,6 km

3. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

18. Oktober 2009: World Master Games in Sydney (AUS), Kriterium im Königlichen Botanischen Garten, 30 Minuten + 3 Runden

2. Siegfried Rothauer (Master 9)

 

22./23. Oktober 2009: Österreichische Omnium-Staatsmeisterschaften im Wiener Ferry-Dusika-Hallenstadion (U-15/Mädchen)

8. Stephanie Strobl (Mädchen)

 

24. Oktober 2009: Straßenrennen um den Gran Premio di Cittá di Caorle, Memorial Aldo Sartori, 93,1 km

2. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

25. Oktober 2009: Straßenrennen um den Großen Preis der Stadt Lenti, 111 km

1. Robert Bartonek (Master 50+)

ABMELDUNG!

28. Oktober 2009: ABMELDUNG!

Heute erreichte uns eine betrübliche Mitteilung: die 15jährige Niederösterreicherin Stephanie Strobl, Österreichische Bahnmeisterin im Zeitfahren und Vizemeisterin im Scratch, hat sich von der UGB-Renngemeinschaft abgemeldet und möchte den Verein wechseln. Wir bedauern diese Entwicklung, wünschen ihr aber alles Gute für ihre weitere sportliche Karriere! Wie man hört, will sie im nächsten Jahr, 2010, die NÖ-Rad-Union von Bahnweltmeister Franz Stocher verstärken. Alles Gute, Stephanie, und toi, toi, toi!!!

Hier ein paar Impressionen von Stephanie Strobl, aufgemnommen bei den Dirndltaler Radsporttagen Mitte Juli

 

 

25. Oktober 2009: Straßenrennen um den Großen Preis der Stadt Lenti (Ungarn), 111 km

Mit dem traditionellen Straßenrennen in Lenti im Südwesten Ungarns ging die nationale Straßensaison 2009 zu Ende. Gestern ging hier bereits das erste Querfeldeinrennen über die Bühne, heute folgte das letzte Straßenrennen. Am Start fanden sich bei herrlichem Herbstwetter (Sonnenschein, leichter Wind, 15°) an die 50 Starter ein, die 10 Minuten nach den Elitefahrern und 5 Minuten nach den Junioren auf die Strecke rund um Lenti gingen, einem Radsportzentrum in diesem Teil Ungarns.

Das Starterfeld versammelte sowohl ein paar starke, als auch viele mittelmäßige und einige erschreckend schwache Fahrer, die sehr bald nach dem Start bereits abreißen lassen mußten. Und gleich beim ersten Anstieg nach etwa 15 km wurden die Klassenunterschiede schonungslos aufgedeckt: eine 12köpfige Gruppe fuhr dem Rest hier bereits davon, Bartonek hatte da keine Mühe, in dieser Gruppe mitzuhalten.

Im Laufe des Rennens wurde diese Gruppe dann immer kleiner, von hinten drohte keine Gefahr mehr, der Vorsprung der Ausreißer vergrößerte sich immer mehr, und nach 78 km kamen nur mehr 8 Fahrer für den Sieg in Frage. Als der Schwung aus dieser Gruppe verschwunden schien und sich alle immer öfter gegenseitig beobachteten, fuhr Bartonek auf altbewährte Art (Oberlenker, sitzend) auf und davon. Niemand setzte nach, niemand zeigte eine Reaktion und so konnte der Grazer seinen Vorsprung langsam vergrößern. Wenig später war Bartonek außer Sicht und das Rennen schien gelaufen. Leider war es der Rennleitung nicht möglich, den Führenden mit Informationen über seinen Vorsprung zu versorgen, sodaß Bartonek nie wußte, wie groß (oder klein) sein Vorsprung wirklich war. Die Verfolger kamen jedenfalls nicht mehr in Sichtweite.

Bartonek fuhr das Rennen mit konstantem Tempo um die 40 km/h zu Ende und hatte 2:25 Minuten Vorsprung herausgefahren, als die Verfolger um die Plätze sprinteten. Rang 2 ging dabei an Tibor Balaczs (Szekszard) vor Attila Prohaszka (Siofok).

Kufsteiner Stadtlauf

24. Oktober 2009: Kufsteiner Stadtlauf

Andrea Knapp belegte beim 5-km-Stadtlauf in Kufstein in ihrer Altersklasse in 25:01 den 2. Rang hinter Melanie Kastner (23:35).

24. Oktober 2009: Straßenrennen um den Gran Premio di Cittá di Caorle, Memorial Aldo Sartori (I), 93,1 km

Ein phantastisches Ergebnis glückte dem Grazer Robert Bartonek am Ende der heurigen Radsportsaison: der seit Wochen in Hochform fahrende 51jährige belegte beim traditionellen Straßenpreis von Caorle über 93 km (3 Runden á 31 km) den hervorragenden zweiten Platz, mußte sich dabei nur dem starken Sprinter Alfio Maracani geschlagen geben.

Bei kühlem, stark windigem Wetter nahmen 177 Fahrer (!) der Kategorie Gentlemen das Rennen auf, und unmittelbar nach dem Start wurden viele bereits Opfer der ersten Windkanten. Einzig eine 22köpfige Spitzengruppe, die aus der ersten Runde bereits mit großem Vorsprung kam, konnte das Rennen unter sich ausmachen. In dieser Gruppe waren viele der Lokalfavoriten vertreten, auch Bartonek, der ein unauffälliges Rennen am Ende der Gruppe fuhr. Ein paar Attacken in der zweiten Runde verkleinerten die Gruppe auf 16 Mann, die bei zunehmend schlechterem Wetter in die Schlußrunde gingen.

Da frischte dann der Wind nochmals stark auf, entwickelte sich zu einem Sturm, dunkle Regenwolken türmten sich über den Fahrern auf, und als 21 km vor dem Ziel ein wolkenbruchartiger, infernalischer Schauer auf die Fahrer niederprasselte, attackierte Bartonek, kam auch prompt von der Gruppe weg und vergrößerte zusehends seinen Vorsprung. 12 km vor dem Ziel war dann aber plötzlich einer der Favoriten an seinem Hinterrad, Alfio Maracani hatte aufgeschlossen und war damit als einer der stärksten italienischen Sprinter der logische Favorit auf den Sieg.

Die beiden harmonierten nicht schlecht, fuhren bis zum letzten Kilometer, wo es dann mit der Einigkeit vorbei war. Maracani führte keinen Meter mehr, ließ sich vom Hinterrad des Österreichers nicht mehr wegbringen und sprintete dann zu einem klaren und ungefährdeten Sieg. Bartonek, von der 9 km langen Alleinfahrt im strömenden Regen und der dann folgenden 12 km langen Fahrt zu zweit, wo er auch den Großteil der Führungsarbeit geleistet hatte, angeschlagen, machte keinerlei Anstalten, dem Antritt des Italieners etwas entgegenzusetzen, und somit feierte Maracani einen ungefährdeten Sieg.

23. Oktober 2009: Österreichische Nachwuchs-Bahnmeisterschaften im Wiener Ferry-Dusika-Stadion, Omnium, 2. Tag

Stephanie Strobl (unten vorne) führt das Feld der U-15-Fahrer im Punkterennen an.

Zweiter Tag der Nachwuchs-Omnium-Bahnmeisterschaften,und heute stehen zwei Bewerbe am Programm. Zunächst wird ein Ausscheidungsrennen gefahren, bei dem Stephanie Strobl leider schon sehr bald eliminiert wird, sie belegt in diesem Bewerb nur den 24. Rang, Felix Kramer gewinnt vor Stefan Mastaller (RLM Wien) und Reinhard Sackl (Junior Cyclingteam Graz), als bestes Mädchen wird Marlene Schilling (NÖ-Rad-Union) Vierte, Stephanie wird in der Mädchen-Klasse leider nur Elfte.

Zum Abschluß des Omnium-Bewerbes gibt es dann wieder ein Punkterennen, das sich mit einem Schnitt von 39,81 km/h wieder Stefan Mastaller (RLM Wien) sichert, er gewinnt mit 15 Punkten vor dem besten Mädchen, Nadja Heigl (SU MTB-Team), 10, und Michael Koller (Junior Cycling-Team Graz) mit 8 Punkten. Stephanie Strobl belegt den 18. Rang und wird damit 8. bei den Mädchen.

Siegerehrung im Omnium der Mädchen (von links): Verena Eberhardt (2.), Marlene Schilling (1.), Nadja Heigl (3.)

Obwohl die Mädchen in der U-15-Klasse der Burschen starten, werden sie separat gewertet. Stephanie belegt in der Meisterschaftswertung des Omniums den 8. Rang!

  1. Marlene Schilling, Die NÖ-Rad-Union, 69 Punkte
  2. Verena Eberhardt, RSC ARBÖ Südburgenland, 59
  3. Nadja Heigl, SU MTB-Team, 52
  4. Elisabeth Riegler, ARBÖ ASKÖ Sporthauptschule Waidhofen/Ybbs, 44
  5. Susanne Ebner, RC UNION Raiffeisen-Radteam Tirol
  6. Evelyn Schappenlehner, ARBÖ ASKÖ Sporthauptschule Waidhofen/Ybbs
  7. Lisa Gürtler, ÖAMTC RC Tirol, RC Burkert-Druck Pottendorf, 30
  8. Stephanie Strobl, RC UNION Unterguggenberger Wörgl, 28
  9. Nadine Willinger, 23
  10. Astrid Gassner, ARBÖ ASKÖ Sporthauptschule Waidhofen/Ybbs, 18

22. Oktober 2009: Österreichische Nachwuchs-Bahnmeisterschaften im Wiener Ferry-Dusika-Stadion, Omnium, 1. Tag

Letzte Österreichische Meisterschaft, der Omniumtitel auf der Bahn, wurde im Ferry-Dusika-Stadion vergeben. Für die UGB-Renngemeinschaft trat dabei die 15jährige Stephanie Strobl aus Etsdorf (NÖ) an. Der erste Bewerb war das Punkterennen, an dem die U-15-, U-13-Fahrer und die Mädchen teilnahmen. Der Sieg ging dabei an Felix Kramer (RLM Wien) mit 16 Punkten vor seinem Klubkollegen Stefan Mastaller, 14 Punkte, sowie Reinhard Sackl, Junior Cycling Team Graz, der es auf 11 Zähler brachte. Im Feld der 26 Starter belegte Stephanie Strobl als sechstes Mädchen den 16. Rang.

Als nächstes wurde ein Scratch-Bewerb gefahren, den sich diesmal Stefan Mastaller (RLM Wien) vor Felix Kramer und Reinhard Sackl sicherte, Stephanie Strobl belegte als siebentes Mädchen den 14. Rang.

Zum Abschluß gab es dann noch ein Rennen über unbekannte Distanz, das sich Mastaller (RLM Wien) vor Kramer und Sackl sicherte, dieselbe Reihung gab es dann auch in der Omnium-Zwischenwertung. Stephanie war zum Abschluß Fünfte bei den Mädchen und belegte den 12. Rang über die unbekannte Distanz.

WORLD MASTER GAMES IN SYDNEY (Australien)

14.-18. Oktober 2009: WORLD MASTER GAMES IN SYDNEY (Australien)

Sigi Rothauer und Toni Gierer, die beiden einzigen Österreicher in den Radbewerben, haben einen wahren Spießrutenlauf hinter sich: davon mal abgesehen, daß die Kosten dieser aufwendigen Reise ans andere Ende der Erdkugel an ihnen selbst haften blieben, mußten sie sich auch um die logistische Abwicklung dieses „Abenteuers“ selbst kümmern, wie zum Beispiel Flugtickets, Aufenthalt, Unterkunft, Streckenbesichtigiung, Rennbüro, dann die Abwicklung der Rennen, die Betreuung, vor, während und nach den Rennen, die Termine und Örtlichkeiten der jeweiligen Siegerehrungen wahrnehmen, in diesem Monsterprogramm immer im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein, und das alles ohne jegliche Unterstützung, das alles erledigten die beiden mit Hilfe von Herbert Hain in Eigenregie.

Und warum das alles? Weil es der Österreichische Verband nicht der Mühe wert fand, zwei aussichtsreiche Kandidaten mit entsprechenden Betreuungspersonen zu diesen World Master Games zu entsenden. Mit Gierer (Zeitfahrmeister) und Rothauer (Straßen- und Kriteriumsmeister) waren immerhin die aktuellen österreichichen Staatsmeister dieser Altersklasse am Start! Wenn man all diese Schwierigkeiten, die logistischen und sprachlichen Probleme in einem fernen und fremden Land berücksichtigt, die Probleme, die die klimabedingte Umstellung sowie die Zeitumstellung mit sich bringen, grenzt es ja an ein Wunder, daß die beiden überhaupt in allen drei Bewerben den Weg an die Startlinie gefunden haben!

Vor diesem Hintergrund mutet es etwas seltsam an, daß die bloße Existenz dieser World Master Games in der heimischen Medienwelt so gut wie GAR KEINEN Widerhall gefunden hat. Immerhin finden diese Spiele, gemäß dem Vorbild der großen Olympischen Spiele, nur alle vier Jahre statt und können aber auf eine sehr viel größere Teilnehmerzahl als diese verweisen! Und immerhin handelt es sich hier um die weltweit sportlich größte und wertvollste Veranstaltung im Terminkalender der Mastersportler! So gesehen kann man die Ausbeute dieser österreichischen Mini-Delegation (Silbermedaille im Kriterium für Rothauer und 4. Platz mit nur 11 Sekunden Rückstand auf Bronze im Zeitfahren für Gierer) gar nicht hoch genug einschätzen.

Aber statt einen Spottbetrag des Budgets in die Entsendung einer größeren Truppe zu diesem Weltereignis zu investieren, bürgert man lieber ausländische Sportler in Österreich ein (hier einen adäquaten Querschnitt als Beispiel anzuführen, würde den Rahmen dieses Forums sicherlich sprengen!). Und wer sind wir schon, wenn wir hier die finanzielle Unterstützung einer minder bis schlecht ausgerüsteten österreichischen Bundesheer-Abordnung in den Tschad kritisieren, die sich in dortigen Kellerverliesen verschanzen müssen, um sich vor den räuberischen Übergriffen einheimischer Plünderer und anderem Gesindel zu schützen! Wer sind wir, daß wir uns zu fragen erlauben, was österreichische Vertreter auf Zypern und den Golanhöhen zu suchen haben, die sich dorthin freiwillig melden, um ihr eigenes persönliches Haushaltsbudget aufzubessern? Weiß die österreichische Bevölkerung eigentlich, daß sich seit kurzem auch in Afghanistan österreichische uniformierte Einheiten zum Zählen von Mohnkapseln herumtreiben?

Und ein Sigi Rothauer muß sich den Aufwand für eine Silbermedaille für Österreich bei den World Master Games in Sydney (Australien) aus eigener Tasche ersetzen??????

Kein Wunder, daß für alle Beteiligten trotz dieser Silbermedaille die Reise sportlich nicht ganz zufriedenstellend verlaufen ist, denn zuviel Kraft und Energie ist da verpufft, zu viele Plätze und Chancen sind vertan worden, zu viele Gelegenheiten und Möglichkeiten konnten nicht wahrgenommen werden. Was hätten die beiden bei besserer Betreuung und Unterstützung alles erreichen können! Welch einmalige Chance da vom Österreichischen Radsportverband stümperhaft vertan wurde, sieht man schon aus der Terminplanung: die nächsten World Master Games finden 2013 in Turin statt, und den Österreicher möchten wir sehen, der sich dort gegen eine Hundertschaft siegeshungriger Italiener und anderer großer europäischer Radsportnationen durchsetzen kann!

 

Silberlauf in Schwaz

Sonntag, 18. Oktober 2009: Silberlauf in  Schwaz

Im Rahmen des Silberlaufs in Schwaz bestritt unser neues Mitglied Andrea Knapp den Halbmarathon (21,1 km) und konnte dabei abermals ihre Altersklasse gewinnen, ihre Zeit aus dem Vorjahr auf 1:31:13 verbessern und wurde überhaupt nur von einer einzigen Damen distanziert, von der Slowakin Silvia Olejarova, die die Damenklasse 1 gewann (1:22:08). Ihre Bestzeit aus dem Vorjahr übertraf Andrea um gigantische 4:09 Minuten! Dazu kommt noch, daß der Lauf zur Gänze bei naßkalter Witterung absolviert werden mußte.

Im 356 Läufer/-innen starken Feld belegte Andrea den 49. Rang in der Tageswertung!

World Master Games in Sydney (Australien) – Sigi Rothauer holt die Silbermedaille!

14.-18. Oktober 2009: World Master Games in Sydney (Australien) – Sigi Rothauer holt die Silbermedaille!

Die Medaillen der World Master Games 2009 in Sydney

Gerade mal zwei Österreicher hatten die Strapazen der weiten Anreise nach Australien auf sich genommen, um an den alle vier Jahre stattfindenden World Master Games teilzunehmen, die heuer eben in Sydney abgehalten wurden. Im Jahr 2005 waren diese „Spiele“ in Edmonton (Kanada) veranstaltet worden. Einer dieser beiden Österreicher war der 71jährige Lambacher Sigi Rothauer, überaus erfolgreiches Mitglied der UGB-Renngemeinschaft und heuer Seriensieger in der Masterklasse 6. Darüber hinaus konnte sich der Sigi heuer gleich zwei Österreichische Meistertitel sichern, nämlich im Kriterium und im Straßenrennen. Zusammen mit dem Niederösterreicher Toni Gierer, seines Zeichens zweifacher Zeitfahr-Weltmeister, nahmen die beiden an allen drei Straßenbewerben der Spiele teil (Zeitfahren, Straßenrennen und Kriterium).

Zum Auftakt mußten die beiden das Zeitfahren absolvieren, das über schwierige 19 km führte. Sigi hatte dabei das zusätzliche Handikap der fehlenden Zeitfahrmaschine zu tragen, er trat mit seiner Straßenmaschine zu diesem Bewerb an, was ihn sicherlich einige zusätzliche Sekunden kostete. Er belegte den 8. Rang. Wie schwer dieser Bewerb tatsächlich war, sah man am Ergebnis von Toni Gierer, der ganz knapp eine Medaille verfehlte. Ob die Zeit vor dem ersten Rennen zur Akklimatisation gereicht hat, darüber liesse sich wahrscheinlich streiten.

Bereits am folgenden Tag stand das 42 km lange Straßenrennen am Programm, ebenfalls auf sehr schwerem Rundkurs. Beide Österreicher machten dabei eine gute Figur, ließen sich nicht abschütteln und kamen in der ersten Gruppe ins Ziel. Leider war ein Duo bereits nach kurzer Zeit ausgerissen und kam ungefährdet mit großem Vorsprung ins Ziel, sodaß es in der Verfolgergruppe nur mehr um den dritten Platz ging. Sigi wurde Dritter im Sprint und belegte somit den 5. Rang im Straßenrennen, für Toni Gierer blieb immerhin zeitgleich ein 11. Rang.

Der große Tag für unseren Sigi kam dann aber am allerletzten Tag der Spiele, als das Kriterium gefahren wurde. In der Masterklasse 9 gab es ja keine Vorläufe, da wurde direkt das Finale gefahren. Vielleicht ein Nachteil, ein zusätzliches Rennen hätte dazu beigetragen, sich besser und schneller umzugewöhnen und vor allem auch die Konkurrenz besser kennenzulernen. So war es ein Schuß Improvisation, Draufgängertum und die Hoffnung, die Form ausspielen zu können, die schon das ganze Jahr über zu vielen Siegen gereicht hatte. Und der Sigi fuhr ein tolles Rennen, beherzt, angriffslustig, klug und überlegt, und mußte sich im Zielsprint (die Kriterien werden hier ja nur auf Endwertung gefahren) einzig dem überragenden Briten Brian Dacey geschlagen geben, dem großen Dominator dieser Spiele. In den drei Rennen gewann er drei Medaillen, zuweimal Gold und einmal Silber (Zeitfahren).

Der Sigi sorgte somit für die einzige österreichische Radsportmedaille dieser Spiele, nachdem in den Bahnbewerben ja kein Österreicher am Start gewesen war. Bezeichnend für die österreichische Medienlandschaft, daß diese Superleistung völlig verschwiegen wurde. Wahrscheinlich weiß man hierzulande ja gar nichts über diese „Olympischen Spiele“ für Master-Athleten. Würde uns sicher nicht wundern.

Jetzt aber ist es schwarz auf weiß, sozusagen amtlich: mit Sigi Rothauer, dem Welt- und Europameister 2008, dem Olympischen Silbermedaillengewinner und Vize-Europameister 2009, dem zweifachen Österreichischen Meister und Ginner-Cup-Sieger 2009, hat die UGB-Renngemeinschaft nicht nur den international erfolgreichsten Österreicher der letzten Jahre in ihren Reihen, sondern stellt auch zusammen mit Hans Unterguggenberger und Robert Bartonek die klar stärkste Master-Mannschaft des Jahres. Der Höhenflug des Vorjahres wurde damit bestätigt, fortgesetzt bzw. neuerlich übertroffen.

 

18. Oktober 2009: Bergzeitfahren Montecchio Maggiore – San Urbano um die Coppa Santa Eurosia und die Trofeo Calpeda Pompe, zugleich Provinzialbergmeisterschaft, 4,6 km

Gebremst vom starken Nordwind mußten die 89 Teilnehmer des traditionellen Bergzeitfahrens, das nun schon zum 53. Mal veranstaltet wurde, die 4,6 km mit den 235 Höhenmetern hinauf nach San Urbano absolvieren. Am Start wie in all den Jahren zuvor auch der Seriensieger dieses Rennens, der mehrfache Italienmeister am Berg, Silvano Tittoto, der – wie im Vorjahr – auch wieder gewann, wenngleich diesmal mit einer relativ schwachen Siegerzeit von 10:12 Minuten.

Am Start war auch Robert Bartonek, der wie im Vorjahr auch heuer wieder eine Fabelzeit über diese unrhythmischen Steigungen mit bis zu 10 % fahren konnte, er erzielte mit 10:29 Minuten die drittbeste Zeit des Tages. Den Ehrenplatz belegte Luciano Zilio (S. Anna Elettrosystem) in 10:16, während der Vorjahrszweite Enzo Bergamasco (GS Cicli Benato) mit seinen 10:34 von Bartonek diesmal geschlagen wurde.

Die abwechslungsreiche Strecke, die mit Steilpassagen von 10 % bis hin zu sehr schnellen Abfahrten alle Steigungsgrade vereint, wurde heuer von allen Klassensiegern um etwa eine halbe Minute langsamer bewältigt als noch im Vorjahr, was wohl auf den starken Gegenwind zurückzuführen war.

Sonntag, 18. Oktober 2009: World Master Games in Sydney, Kriterium Finale im Königlichen Botanischen Garten, 30 Minuten + 3 Runden

Endlich, im dritten und letzten Bewerb der World Master Games in Sydney, den inoffiziellen Olympischen Spielen für Master-Athleten, hat unser Sigi Rothauer die ersehnte Medaille erkämpft! Hinter dem überragenden Straßenfahrer dieser Spiele, dem Briten Brian Dacey (zweimal Gold und einmal Silber) sprintete unser Sigi auf den phantastischen zweiten Rang und holte damit Silber zum Abschluß der Spiele!

In der Masterklasse 9 hatte es nicht so viele Starter gegeben, daß Vorläufe nötig gewesen wären, so gab es hier also gleich direkt das Finale. Unser Sigi, Österreichischer Meister in dieser Disziplin, mußte hier auch etwas umdenken, denn die Kriterien werden hier alle auf Endwertung gefahren, nicht mit Punktewertungen wie bei uns in Europa. Eigentlich hatte es sich hier um ein Rundstreckenrennen gehandelt. Vielleicht hätte Sigi mit einigen Sprintwertungen eine Siegchance gehabt, wer weiß? Es ist heute müßig, darüber zu rätseln, immerhin hat er mit der Silbermedaille die einzige Medaille eines Österreichers bei diesen Spielen geholt!

Ergebnis Master 9:

  1. Brian Dacey (Großbritannien)
  2. Siegfried Rothauer (Österreich)
  3. Warwick Dalton (AUS)
  4. Peter Jones (AUS)
  5. Otto Altweck (BRD)
  6. Roland Crayford (Großbritannien)
  7. Peter Ryalls (Großbritannien)
  8. William McConnell (AUS)
  9. John Spinks (AUS)
  10. Victor Possee (Großbritannien)
  11. Anton Gierer (Österreich)
  12. Tony Whiteside (AUS)
  13. James Eades (AUS)
  14. Evan Elliott (AUS)
  15. Mark Nicholls (AUS)
  16. Thomas Wills (AUS)
  17. Ray Bush (AUS)
  18. Philip Kelly (AUS)
  19. Anthony van Merwyk (USA)
  20. John King (Großbritannien)
  21. Lyle Baird (AUS)
  22. Murray McGregor (AUS)

17. Oktober 2009: Straßenrennen um die Trofeo Memorial Enrico Rossi in Busco di Ponte di Piave, 63 km

Robert Bartonek startete beim Straßenrennen in Busco di Ponte di Piave, einem traditionellen Klassiker, der heuer schon zum 32. Mal stattfindet. Und obwohl das Rennen erstklassig besetzt war, ereignete sich nicht viel. Es war genaugenommen ein wirklich fader und langweiliger Rennverlauf, denn ein paar halbherzige Aktionen in der ersten Runde waren auch schon alles Erwähnenswerte.

In der Schlußrunde versuchten es die Favoriten noch einmal, doch als das Feld gleich wieder nachsetzte, wurde das Rennen dann im Massensprint entschieden. Und da setzte sich einmal mehr der starke Sprinter Alberto Busato (GS De Luca Portotecnica Portogruaro) knapp vor dem Ex-Profi Fabrizio Verza durch. Bartonek kam zeitgleich auf den 12. Rang. Das Rennen wurde mit dem Schnitt von 42,47 km/h abgespult.

16. Oktober 2009: World Master Games in Sydney, Straßenrennen am Western Sydney International Dragway, 41,9 km

Die Königsdisziplin des Straßenradsports, das Straßenrennen, wurde heute im Rahmen der World Master Games in Sydney ausgetragen, die österreichischen Fahnen hielten dabei zwei Starter hoch, nämlich unser Sigi Rothauer, Mitglied der UGB-Renngemeinschaft, sowie der Niederösterreicher Toni Gierer. Beide befanden sich dann auch in der Spitzengruppe, aus der jedoch zwei Mann entwischten: der Australier Robert Whetters sowie der Brite Brian Dacey, der schon Silber im Zeitfahren gewonnen hatte. Der Brite bewies seine Sonderklasse, schüttelte im Finale den Australier sogar noch ab und gewann mit 8 Sekunden Vorsprung und einem Schnitt von 33,13 km/h. Die Verfolger mit den beiden Österreichern kamen 3 Minuten dahinter ins Ziel.

Sigi Rothauer, im Vorjahr Welt- und Europameister, heuer EM-Zweiter, hätte den Sprint schon gewinnen müssen, um sich noch die letzte verbliebene Medaille zu sichern. Doch zwei Australier hatten die schnelleren Beine: Mark Nicholls gewann Bronze vor seinem Landsmann Will McConnell, dem Sieger des Zeitfahrens, dahinter bereits als großartiger Fünfter unser Sigi Rothauer. Zeitgleich belegte Toni Gierer den sehr guten 11. Rang.

Ergebnis Master 9:

  1. Brian Dacey (Großbritannien) 1:15:53 (Siegerschnitt 33,13 km/h)
  2. Robert Whetters (AUS) -0:08
  3. Mark Nicholls (AUS) -2:53
  4. William McConnell (AUS)
  5. Siegfried Rothauer (Österreich)
  6. Roland Crayford (Großbritannien)
  7. John Spinks (AUS)
  8. Tony Whiteside (AUS)
  9. Peter Ryalls (Großbritannien)
  10. Evan Elliott (AUS)
  11. Anton Gierer (Österreich)
  12. Warwick Dalton (Neuseeland), alle gleiche Zeit
  13. Robert Nagy (AUS) -3:09
  14. Alban McGuiness (AUS) -3:49
  15. James Eades (AUS) -7:55
  16. Terence Herbert (AUS), gleiche Zeit
  17. Philip Kelly (AUS) -11:30
  18. John King (Großbritannien) -11:33
  19. Anthon van Merwyk (AUS) -11:44
  20. Murray McGregor (AUS) -14:22
  21. Ray Bush (AUS) -14:46
  22. Lyle Baird (AUS) -15:18
  23. John Daly (Kanada) -15:32
  24. Maurice Earls (AUS) -17:53
  25. Peter Jones (AUS) -22:32

Aufgegeben: John Bennetts (AUS), Ronald Grant (AUS), Tony McLelland (AUS), Victor Possee (Großbritannien), David Sankey (Großbritannien), Thomas Wills (AUS)

15. Oktober 2009: World Master Games in Sydney (AUS), Einzelzeitfahren am Eastern Creek Raceway, 19 km

Erster Bewerb für unseren Sigi bei den World Master Games in Sydney in Australien: das Einzelzeitfahren, das der Lambacher aber auf seiner Straßenmaschine bestritt. Der Australier William McConnell siegte überlegen und holte sich damit das erste Gold auf der Straße. In 28:55 blieb er gleich um 1:28 vor dem Briten Brian Dacey erfolgreich und fuhr dabei einen Schnitt von 39,41 km/h. Die Bronzemedaille gewann der Australier John Spinks, der auf den Sieger bereits den stolzen Abstand von 2:01 Minuten preisgeben mußte.

Leider konnten beide österreichischen Starter, Toni Gierer und Sigi Rothauer, den Zeitfahrkurs nicht vor dem Rennen besichtigen, sodaß ihnen daraus sicher ein kleiner Nachteil erwachsen ist. Der österreichische Zeitfahrmeister Gierer hat mit seinen 11 Sekunden Rückstand auf Bronze dadurch vielleicht eine Medaille vergeben.

Etwas unglücklich der österreichische Meister in dieser Altersklasse, der Niederösterreicher Anton Gierer. Der zweifache Ex-Weltmeister im Zeitfahren verlor 2:12 Minuten und mußte sich mit dem undankbaren vierten Rang zufriedengeben, die Bronzemedaille hatte er um 11 Sekunden verpaßt!

Sigi Rothauer fuhr 32:36, aber mit seiner Straßenmaschine, womit er natürlich entsprechende Sekunden gegen seine Konkurretnen einbüßte, die alle mit Zeitfahrmaschinen an den Start gegangen waren, auf den 8. Rang.

Die Altersklasse 9, in der Sigi an den Start ging, absolvierte ihr Programm am Nachmittag. Alle Altersklassen bestritten am Eastern Creek Raceway zwei Runden über die Gesamtdistanz von 19 km.

Ergebnisse Master 9 (70-74 Jahre):

  1. William McConnell (AUS) 28:55 (Siegerschnitt 39,41 km/h)
  2. Brian Dacey (Großbritannien) 30:23
  3. John Spinks (AUS) 30:56
  4. Anton Gierer (Österreich) 31:07
  5.  Robert Whetters (AUS) 31:12
  6. Tony Whiteside (AUS) 32:12
  7. Mark Nicholls (AUS) 32:24
  8. Siegfried  Rothauer (Österreich) 32:36
  9. Roland Crayford (Großbritannien) 32:39
  10. Evan Elliogtt (AUS) 32:53
  11. James Eades (AUS) 33:59
  12. Warren Molloy (AUS) 34:01
  13. Victor Possee (Großbritannien) 34:27
  14. Peter Jones (AUS) 34:47
  15. John King (Großbritannien) 35:15
  16. Anthony van Merwyk (AUS) 35:44
  17. Harold Braaksma (Kanada) 35:58
  18. Philip Kelly (AUS) 37:30
  19. Murray McGregor (AUS) 37:50
  20. John Daly (Kanada) 38:27
  21. Lyle Baird (AUS) 38:48
  22. John Bennetts (AUS) 39:04
  23. Bruce McDougall (AUS) 40:06
  24. Maurice Earls (AUWS) 34:28
  25. Ronald Grant (AUS) 43:32
  26. Tony McClelland (AUS) 34:27

aufgegeben: Edward Picton (AUS)