15. September 2009: Österreichische Bahn-Staatsmeisterschaften im Wiener Ferry-Dusika-Hallenstadion, 4000-m-Einzelverfolgung (Elite), 1000-m-Einzelverfolgung (Mädchen), 250-m-Zeitfahren (Mädchen)

Nach der Vorwoche fand nun im Wiener Hallenstadion der zweite Teil der Österreichischen Bahn-Staatsmeisterschaften statt, Auftakt bildete das 4000-m-Verfolgungsfahren, und wieder stand mit Manfred Koch ein Mitglied der UGB-Renngemeinschaft am Start. Begonnen wurde mit den Qualifikationsläufen, nach denen dann die Finalpaarungen gebildet wurden.

Manfred Koch traf dabei auf den Amateur Philipp Gröfler (RC UNION Pedalus Wien).

Nr. 7 Philipp Gröfler Distanz und Runden Nr. 12 Manfred Koch
22,162 Startrunde 250 m 22,445
17,070 500 m 17,053
17,741 750 m 18,253
18,292 1.000 m 18,963
18,741 1.250 m 19,439
19,067 1.500 m 19,935
19,230 1.750 m 19,931
19,243 2.000 m 19,698
19,528 2.250 m 19,781
19,488 2.500 m 19,696
19,670 2.750 m 20,255
19,757 3.000 m 20,260
19,662 3.250 m 22,240
19,669 3.500 m 17,314
19,401 3.750 m 20,280
19,067 4.000 m 20,375
5:07,788 Endzeit 5:15,918

Was an dieser Gegenüberstellung auffällt: Manfred war der langsamere Starter, konnte den Kampf aber auf den ersten vier Runden relativ offen halten. Nach einem Kilometer (4 Runden) lag er gerade mal eineinhalb Sekunden zurück. Bei Halbzeit, nach 2000 Metern, waren es bereits 4 Sekunden, nach 3000 Metern 6 Sekunden und im Ziel nach 4000 Metern 8 Sekunden. Es gab nur zwei Runden, in denen Manfred der Schnellere war: in der 2. Runde nahm er seinem Gegner 0,02 Sekunden ab, in der 14. Runde dann gleich 2,355 Sekunden, hatte aber in der 13. Runde 2,578 Sekunden verloren. Das Finale war sehr unrhythmisch, er war mit seinen Kräften am Ende, da spielte wohl der Routinemangel eine große Rolle.

In der Qualifikation belegten beide Fahrer mit den Rängen 13 und 14 die beiden letzten Plätze, Bestzeit fuhr Andreas Müller (Die NÖ-Rad Union) mit 4:41,284 Minuten. Den Titel jedoch holte sich der ARBÖ-Wels-Gourmetfein-Fahrer Andreas Graf, der in 4:43,316 seinen Namensvetter Andreas Müller (4:44,631) knapp schlagen konnte.

Auch die Mädchen fuhren ihr Verfolgungsrennen, aber nur über 1000 Meter. Hier ging auch Stephanie Strobl an den Start und traf auf 7 Konkurrentinnen. In 1:34,076 Minuten fuhr sie jedoch nur die 7. Zeit und verlor 11,950 Sekunden auf die Siegerin, die hohe Favoritin Christina Perchtold aus Kärnten (RLM Kostel Grafenstein), die sich mit 0,711 Sekunden Vorsprung den Titel vor der Bahnspezialistin Marlene Schilling (Die NÖ-Rad Union) sicherte. In 1:26,484 ging der dritte Rang und die Bronzemedaille an Stefanie Pukart (RLM Kostel Grafenstein).

Die Medaillengewinnerinnen (von links): Perchtold, Strobl, Pukart

Stephanie Strobl bestritt auch noch einen zweiten Bewerb, nämlich das 250-m-Zeitfahren (1 Runde). Und die 15jährige Niederösterreicherin aus Etsdorf konnte völlig überraschend diesen Bewerb in der tollen Zeit von 23,247 (Schnitt 38,71 km/h) für sich entscheiden! Und damit hat der UGB Wörgl eine Österreichische Bahn-Staatsmeisterin!

Ergebnis:

  1. Stephanie Strobl (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) 23,247
  2.  Christina Perchtold (RLM Kostel Grafenstein) 23,464
  3. Stefanie Pukart (RLM Kostel Grafenstein) 23,645

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