12. September 2009: Straßenrennen „Tour de Schrick“ in Schrick, 48 km

Streckenprofil – Tour de Schrick

Bei idealen Wetterbedingungen (trocken, 24°, stark bewölkt, starker Wind) wurde bereits zum siebenten Mal im kleinen Weinort Schrick im niederösterreichischen Weinviertel die „Tour de Schrick“ ausgetragen, ein kleines, aber feines Straßenrennen über 48 km, wobei auch 440 Höhenmeter zu bewältigen waren. Heuer gab es dabei einen neuen Teilnehmerrekord: 98 Rennfahrer hatten sich am Start eingefunden, und es entspann sich sofort, begünstigt durch den starken Wind und die vielen Steigungen des Weinviertels, bei sehr hohem Tempo ein Ausscheidungsrennen. Erstmals mit dabei war auch der UGB-Fahrer Robert Bartonek aus Graz.

Es waren zwei Runden zu fahren, eine größere und danach eine kleinere. Sofort setzten sich die Lizenzfahrer an die Spitze des Feldes und sorgten mit ihrem hohen Tempo dafür, daß vom Start weg richtige Rennatmosphäre aufkam. Bereits nach ca. 15 km konnte sich eine vierköpfige Spitzengruppe absetzen, in der auch die beiden hohen Favoriten Jiri Mikulasek (Tschechien) und Günter Baringer (Team Sport-Nora) vertreten waren. Und obwohl der Vorsprung dieser Gruppe nie mehr als eine Minute betrug, konnte das Verfolgerfeld nicht mehr aufschließen. Zwar probierten es dort immer wieder einzelne oder kleinere Gruppen, aber das Tempo war zu hoch und vor allem zu unrythmisch. Zu viele waren in dieser Gruppe dabei, die an einer Tempojagd nicht interessiert waren oder schlichtweg überfordert waren.

Als nach 30 km die erste Runde beendet war, führte diese Gruppe bereits mit sicherem Vorsprung. Immer wieder wurde zwar hinten versucht, mit wilden Attacken das Feld zu zerreißen und dann v8ielleicht leichter an die Spitze heranzukommen, aber auch diese Versuche waren allesamt ohne Erfolg. Aber es konnte sich immerhin in dieser zweiten Runde eine dreiköpfige Verfolgergruppe bilden, nachdem Karl Schöpf sich einmal ein Herz genommen, eine harte Attacke geritten und sich für ein paar Kilometer abgesetzt hatte. Doch auch er war nicht an die Spitze herangekommen. Sein Versuch sollte jedoch der seriöseste bleiben.

Robert Bartonek fuhr ein unauffälliges, aber kluges Rennen immer dicht an der Spitze des Hauptfeldes. Wer hielt sich bedeckt, fuhr keinen Meter im Wind und versuchte dann, seine Stärke am langen Schricker Berg 3 km vor dem Ziel auszuspielen, der zweimal zu fahren war. Doch die Teams von Sport-Nora und das Maroitalia Racingteam hatten mit ihren zahlenmäßig klar überlegenen Mannschaften das Rennen unter Kontrolle und ließen keine weiteren Ausreißversuche mehr zu.

Der Tscheche Jiri Mikulasek erwies sich dann beim Zielsprint als der stärkste Fahrer der Spitze, er schlug Andreas Zillinger (DAC) und Günter Baringer (Team Sport-Nora) klar und sicherte sich somit in der neuen Streckenrekordzeit von 1:11:13 Stunden mit einem Schnitt von 41,5 km/h den Tagessieg. Robert Bartonek und Christian Lechner, die beide noch am letzten Anstieg versucht hatten, das Heft herumzureißen, konnten sich gegen die Übermacht von Sport-Nora und Maroitalia nicht durchsetzen und so trat die Verfolgergruppe dann zum Sprint um die Plätze an. Bartonbek belegte dabei mit 58 Sekunden Rückstand den 14. Rang.

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