30. August 2009: Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis der Kitzbüheler Alpen in St. Johann/ Tirol, 40 km

Am vorletzten Tag der Weltmeisterschaften schlug also den beiden letzten Hoffnungen der UGB-Renngemeinschaft, Unterguggenberger und Titelverteidiger Rothauer, die Stunde. Erschwert wurde das Vorhaben der 60 Starter durch das Wetter, das völlig umgeschlagen hatte. Tiefe Temperaturen und strömender Regen sorgten für unwirtliche Verhältnisse. Zur selben Zeit wurde im nahen Kitzbühel, Vor allem „Schönwetterfahrer“ Unterguggenberger war dadurch sehr gehandikapt. Und das Titelrennen der beiden stand auch weiterhin unter keinem guten Stern.

Dieses Titelrennen war eine Kopie des Weltpokalrennens vom vergangenen Dienstag. Der Franzose Jacques Gestraud griff an derselben Stelle abermals an, kurz vor der Kuppe auf der Huberhöhe, konnte sich abermals absetzen und kurbelte danach unwiderstehlich alleine dem Ziel entgegen. Und dabei vergrößerte er laufend seinen Vorsprung, erwies sich allen seinen Konkurrenten als haushoch überlegen. Einzig Sigi bäumte sich gegen die drohende Niederlage auf, die gleichbedeutend mit seinem Titelverlust war. Aber er war auf sich alleine gestellt auf verlorenem Posten.

Während durch die ständigen Tempowechseln das Feld keine Sekunde näher an den Führenden herankam, kurbelte dieser gleichmäßig kraftvoll dem sicheren Sieg entgegen. In 1:03:28 siegte er souverän mit einem Schnitt von 37,82 km/h und hatte 1:48 Minuten Vorsprung auf das 32 Mann starke Feld der Verfolger, denen nur mehr der Kampf um die Silbermedaille blieb. In diesem Massensprint setzte sich der Bundesdeutsche Wilhelm Pauli vor seinem Landsmann Werner Rogosenski durch, für Titelverteidiger Sigi Rothauer blieb nur der enttäuschende 10. Rang, Unterguggenberger landete gar nur an der 19. Stelle.

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