28. August 2009: Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis der Tiroler Wasserkraft in St.Johann/Tirol, 76 km

Am Tag nach dem WM-Zeitfahren also gleich die nächste Belastungsprobe für Rolbert Bartonek, auf den zwei traditionellen St. Johanner Runden wurde der neue Straßenweltmeister gekürt. Dieses wichtigste Rennen für die Masterfahrer wurde von 92 Fahrern in Angriff genommen.

Brutal schnell wurde dabei über die Huber-Höhe gebolzt, und nach dem zweiten schweren Anstieg in Schwendt hatte die Spitzengruppe in der ersten Runde in Kössen bereits ein Durchschnittstempo von 43 km/h vorgelegt! Bartonek hatte nie den Funken einer Chance, in diesem Rennen aktiv zu werden, mußte sich ganz darauf beschränken, unter Aufbietung aller Kräfte wenigstens das Hauptfeld halten zu können. Einmal mit den Kräften am Endem, ist man auf diesem Kurs in St. Johann bereits zum „Tod“ verurteilt. Bei der Auffahrt zuum Loferberg kam es in der 1. Runde abermals zu einem Sturz mehrerer Fahrer, wodurch Bartonek gezwungen wurde, am Anstieg ein Loch zuzufahren.

Von dieser Anstrengung erholte sich den ganzen Rest dieser Runde nicht mehr, und so grenzt es wahrlich an ein Wunder, daß er auch noch den 2. Anstieg zur Huberhöhe mit der Spitzengruppe überlebte. Der Bewerb entwickelte sich zu einem Ausscheidungsrennen, denn bei dem hohen Tempo waren erfolgversprechende Attacken nicht möglich. Zwar wurde es mehrmals versucht, aber alle Initiativen waren zum Scheitern verurteilt. Erst etwa 12 km vor dem Ziel, vor Erpfendorf, gelang es einer 3-Mann-Gruppe, in einem kurzen Moment der Inaktivität zu entwischen. Der Franzose Gerard Aviegne, bereits einmal Weltmeister in St.Johann und mehrmals an ganz vorderen Rängen plaziert, hatte sich mit dem Deutschen Mathias Grünig und dem Dänen Michael Barfoed abgesetzt.

Die drei hielten wider Erwarten durch und retteten 17 Sekunden Vorsprung ins Ziel, wo sich dann der Franzose Gerard Aviegne zum zweiten Mal in seiner Karriere zum Weltmeister der Masterfahrer krönte und imn 1:47:14 mit einemSchnbitt von 42,52 km/h vor Grünig und Barfoed triumphierte. Der Sprintsieger des Feldes, mit Jean-Claude Bougouin ebenfalls ein Franzose, mußte mit dem undankbaren vierten Rang vorlieb nehmen.

In dieser 49 Mann starken Hauptgruppe war auch Bartonek dabei, der aber keine Kraft mehr hatte, um im Sprint an vorderster Front mitzumischen. Er mußte sich mit dem 45. Rang begnügen, hatte aber prominente „Nachbarn“: einen Platz vor ihm landete ein äußerst diskret fahrender Dimitri Buben, der den Anstrengungen des vortägigen Zeitfahrens ebenso Tribut zollen mußte wie der Österreicher Jens Mateyka, der die Zeche für seine Bronzemedaille im Zeitfahren begleichen mußte und nur auf dem 46. Rang landete.

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