25. August 2009: Straßenweltpokalrennen um den Großen Preis der Firma Autohaus Kirchdorf/Tirol in St. Johann/Tirol, 40 km

Sigi Rothauer war der einzige Starter der UGB-Renngemeinschaft beim heutigen Weltpokalrennen, da sich Hans Unterguggenberger auf die beiden WM-Rennen (Zeitfahren und Straße) konzentriert und das Weltpokalrennen heuer ausläßt. Und der Sigi, der regierende Straßenweltmeister, präsentierte sich bei der Generalprobe zu der am Samstag stattfindenden Weltmeisterschaft in toller Form.

Dennoch konnte auch er nicht verhindern, daß sich der sehr starke Franzose Jacques Gestraud bereits auf der Huberhöhe absetzte, in der Folge seinen Vorsprung ständig vergrößerte und nach einer tollen Solofahrt mit knapp eineinhalb Minuten Vorsprung im Ziel in St.Johann/Tirol eintraf. Den Sprint der geschlagenen Verfolger sicherte sich dann noch sein Landsmann Marcel Lectez, die Franzosen feierten somit einen seltenen Doppelsieg.

Sigi Rothauer spielte im Massensprint seine große Erfahrung und vor allem seine Sprintstärke aus und sicherte sich den hervorragenden 5. Rang. Dieses Hauptfeld war 21 Mann stark, insgesamt 85 Fahrer waren ins Rennen gegangen.

Ergebnisse:

  1. Jacques Gestraud (F) 1:04:37 (37,14 km/h)
  2. Marcel Lectez (F) -1:26
  3. Werner Rogosenski (BRD)
  4. Gary Ulmer (NZL)
  5. Siegfried Rothauer (Österreich, RC UNION Unterguggenberger Wörgl)
  6. Ken Rosskopf (USA)
  7.  Henno Leder (BRD), alle gleiche Zeit

In dieser Form ist Gestraud ein ganz heißer Tip für die Weltmeisterschaft. Der Weg zum Sieg wird wohl nur über ihn führen. Und sollte es zum Sprint einer größeren Gruppe kommen, ist sein Landsmann Marcel Lectez nicht zu unterschätzen. Seine Sprintfähigkeiten sollten zumindest für eine Medaille reichen. Doch nun zu den WM-Chancen unseres Sigi Rothauer: seine Form sollte allemal für eine erfolgfreiche Titelverteidigung reichen, doch muß man einfach feststellen, daß es doch einbige (wenige) Fahrer gibt, die ihm in einemMassensprint das Leben hart machen können.

Um auf Nummer sicher zu gehen, müßte Sigi in einer kleinen Gruppe oder solo ankommen, das bedeutet aber, daß er ein sehr aktives, offensives Rennen fahren muß. Auf alle Fälle aber sollte er nach dem heutigen Rennen vor den Franzosen gewarnt sein, sie nicht aus den Augen lassen, und vor allem Gestraud nicht entwischen lassen. Der wird ganz bestimmt sein Heil in der Flucht suchen, daher wird dieses Duell Rothauer gegen Gestraud maßgeblich über das Ergebnis dieser WM entscheiden.

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