24. August 2009: Straßenweltpokalrennen um den Großen Preis der Generali-Gruppe in St.Johann/Tirol, 76 km

Robert Bartonek macht den Anfang und eröffnet mit seiner Altersklasse den Reigen der UGB-Renngemeinschaft in der WM- und Weltpokalwoche in St.Johann. 76 km müssen die Fahrer zurücklegen, das sind zwei Runden am traditionellen St.Johanner Weltcuprundkurs.

Bartonek muß das Handikap von gleich drei Massenstürzen auf dem ersten Kilometer wegstecken, kommt mit den Letzten zum ersten Anstieg auf die Huberhöhe. Mit den letzten Kraftreserven schafft er mit einer kleinen Gruppe noch auf der Kuppe den Anschluß, muß dann aber auch am nächsten Anstieg, in Schwendt, hart kämpfen, um im großen Feld zu bleiben. In dieser ersten Runde wird bereizts gnadenlos ausgesiebt und eine Vorentscheidung gefällt, denn zwei Drittel des Starterfeldes fallen hier bereits aussichtslos zurück.

Nur eine kleine, 25 Mann starke Gruppe überlebt dann den brutal schnellen zweiten Anstieg auf die Huberhöhe, Bartonek hält tapfer mit der Spitzengruppe mit, und als er auch in Schwendt die Gruppe halten kann, spekuliert er bereits mit einem Rang unter den ersten 20, einem Ergebnis in den Preisrängen. Doch es kommt anders, ein kurioser Zwischenfall beendet abrupt seine Hoffnungen: am Loferberg in der zweiten Runde wirft ein Italiener das Stanniolpapier seiner Rennverpflegung über seine Schulter nach hinten, das Stück verfängt sich im hinteren Werfer von Bartoneks Rennmaschine, wird durch die beiden Rädchen gezogen, bleibt dort stecken und blockiert die Schaltung.

Und das ausgerechnet an der wohl schnellsten Stelle des Rundkurses! Bartonek muß absteigen und umständlich mit den Fingern die Stanniolstücke entfernen, was auch nicht so schnell und einfach geht, als er das Rennen fortsetzen kann, ist die Gruppe auf Nimmerwiedersehen entschwunden, und auch die Verfolger sind vorbeigefahren. Enttäuscht und frustriert muß der Grazer das Rennen aufgeben.

Der Sieg geht an den Italiener Rossano Lischi.

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