Monatsarchive: August 2009

Ergebnisse August 2009

1. August 2009: Youngster Tour, 2. Etappe: Kriterium in Admont, 26,4 km

52. Stephanie Strobl (U-15)

 

1. August 2009: Straßenrennen um den Gran Premio del Raboso in Faé di Oderzo (I), 65,6 km

49. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

2. August 2009: Straßenrennen um die Trofeo Antonio Gervasoni in Meduna di Livenza (I), 61,6 km

18. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

2. August 2009: Straßenrennen um die Trofeo Trattoria La Paesana, 2. Etappe zum Giro di Vicenza in Grumolo della Abbadesse (I), 66 km

18. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

2. August 2009: Youngster-Tour, 3. Etappe: Straßenrennen in Gaishorn, 32 km

Stephanie Strobl (U-15) aufgegeben

 

Youngster-Tour, Gesamtwertung-Endstand

19. Stephanie Strobl (Mädchen)

 

8. August 2009: Wegscheid-Classic: Bergrennen Hopfgarten – Wegscheid, 15,5 km

2. Robert Bartonek (Senioren 1)

3. Hans Unterguggenberger (Senioren 2)

 

9. August 2009: Kriterium um die Preise der Österreichischen Lotterien-GmbH in Wiener Neustadt, 13,9 km bzw. 24,4 km bzw. 52,2 km

3. Siegfried Rothauer (Master 4-6)

10. Stephanie Strobl (U-15)

23. Manfred Koch (Amateure/Junioren)

 

9. August 2009: Straßenrennen in Egelsdorf bei Gleisdorf, 81 km

11. Robert Bartonek (Kat. A)

 

15. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Kriterium „Rund ums Rathaus“, 12 km

6. Siegfried Rothauer (Master 8)

7. Robert Bartonek (Master 4)

9. Hans Unterguggenberger (Master 8)

 

16. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Paarzeitfahren  Frauental – Bad Gams – Deutschlandsberg, 14,3 km

21. Robert Bartonek (mit Gerald Leutgeb, Großer und Kleiner Chef 2)

 

17. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Straßenrennen in Deutschlandsberg, 36,6 km

7. Hans Unterguggenberger (Master 8)

14. Siegfried Rothauer (Master 8)

 

18. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Straßenrennen Groß St.Florian – Eibiswald, 66,5 km

11. Robert Bartonek (Master 4)

 

19. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Sprint in Deutschlandsberg, 0,3 km

2. Siegfried Rothauer (Master 8)

11. Hans Unterguggenberger (Master 8)

16. Robert Bartonek (Master 4)

 

20. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Bergrennen Fuchswirt – Burg Deutschlandsberg, 3 km

2. Siegfried Rothauer (Master 8)

8. Hans Unterguggenberger (Master 8)

15. Robert Bartonek (Master 4)

 

21. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Straßenrennen in Bad Gams, 62,8 km bzw. 31,7 km

3. Siegfried Rothauer (Master 8)

13. Robert Bartonek (Master 4)

16. Hans Unterguggenberger (Master 8)

 

22. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Einzelzeitfahren in Stainz, 19,8 km

4. Hans Unterguggenberger (Master 8)

6. Siegfried Rothauer (Master 8)

23. Robert Bartonek (Master 4)

 

Deutschlandsberger Welt-Senioren-Radsportwoche, Gesamtwertung-Endstand

3. Siegfried Rothauer (Master 8)

6. Hans Unterguggenberger (Master 8)

11. Robert Bartonek (Master 4)

 

23. August 2009: Deutschlandsberger Welt-Radsportwoche, Ölspur-Nationen-Radmarathon in Deutschlandsberg, 93 km

1. Robert Bartonek (Tagesbeszeit!)

 

23. August 2009: Straßenrennen „einDruck-Classic“ in Sarleinsbach, 90 km

37. Manfred Koch (Amateure)

 

24. August 2009: Weltpokal-Straßenrennen um den Großen Preis der Generali-Gruppe in St. Johann/Tirol, 76 km

Robert Bartonek (Klasse F) nach 58 km aufgegeben

 

25. August 2009: Weltpokal-Straßenrennen um den Großen Preis des Autohauses Kirchberg inSt. Johann/Tirol, 40 km

5. Siegfried Rothauer (Klasse 70)

 

26. August 2009: Einzelzeitfahr-Weltmeisterschaft in Erpfendorf, 20 km

8. Hans Unterguggenberger (Master 8)

16. Siegfried Rothauer (Master 8)

47. Robert Bartonek (Master 4)

 

27. August 2009: Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis der Tiroler Wasserkraft in St. Johann/Tirol, 76 km

44. Robert Bartonek (Klasse 5)

 

28. August 2009: Biedermeiertal-Radrundfahrt, 1. Etappe: Einzelzeitfahren Pernitz – Klostertal – Pernitz, 17,4 km

18. Stephanie Strobl (U-15)

 

29. August 2009: Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis der Kitzbüheler Alpen in St.Johann/Tirol, 40 km

10. Siegfried Rothauer (Klasse 70)

19. Hans Unterguggenberger (Klasse 70)

 

29. August 2009: Biedermeiertal-Radrundfahrt, 2. Etappe: Kriterium in Pernitz, 20,5 km

19. Stephanie Strobl (U-15)

 

29. August 2009: Straßenrennen in Pordenone/Localita La Torre (I), 59,2 km

8. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

30. August 2009: Großer Alpe-Adria-Straßenpreis in Adorgnano di Tricesimo (I), 85,5 km

6. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

30. August 2009: Biedermeiertal-Radrundfahrt, 3. Etappe: Rundstreckenrennen in Pernitz, 37,5 km

21. Stephanie Strobl (U-15)

 

Biedermeiertal-Radrundfahrt, Gesamtwertung Endstand

22. Stephanie Strobl (U-15)

 

31. August 2009: Straßenrennen um den Gran Premio di Cittá di Taino (I), 90 km

1. Robert Bartonek (Gentlemen)

31. August 2009: Straßenrennen um den Gran Premio di Cittá di Taino (I), 90 km

Sensationeller Sieg von Robert Bartonek beim ausgezeichnet besetzten Straßenrennen im norditalienischen Taino! Auf der sehr schweren 22,5-km-Runde im hügeligen Hinterland des Lago Maggiore, südwestlich von Varese, bewies der Grazer seine zur Zeit hervorragende Form und konnte sich ca. 6 km vor dem Ziel am vorletzten Anstieg aus einer achtköpfigen Spitzengruppe solo absetzen und rettete einen Minimalvorsprung von 5 Sekunden über die Zielsteigung nach Taino hinauf!

Valter Santeroni, Vizeweltmeister in St.Johann/Tirol in der Altersklasse 7, fällt in Italien auch noch in die Kategorie „Gentlemen“, in der auch Robert Bartonek an den Start ging. Es war dies der erste Auftritt des frischgebackenen Vizeweltmeisters in seiner näheren Heimat, dementsprechend motiviert ging er auch an den Start. 4 Steigungen waren pro Runde zu bewältigen, und es entwickelte sich an Anfang an ein Ausscheidungsrennen. Die italienischen Stars gingen mit Feuereifer sofort zur Sache, drückten aufs Tempo und führten auf diese Art eine gnadenlose Selektion herbei. Von Runde zu Runde wurde das Spitzenfeld kleiner, und zuletzt gingen nur mehr acht Fahrer zeitgleich an der Spitze in die Schlußrunde. Bartonek war dabei der einzige Ausländer, der sich gegen die Übermacht der Italiener behaupten konnte.

Er fuhr ein sehr kluges und überlegtes Rennen, ging nie in die Offensive, war immer nur bestrebt, Löcher zuzufahren und sich selbst im Hintergrund zu halten. Am vorletzten Anstieg attackierte der Grazer auf der Kuppe, hatte das Überraschungsmoment auf seiner Seite und konnte sich absetzen, mit dem Einsatz aller Kräfte konnte er in der kurzen Abfahrt die Verfolger auf Distanz halten, die auch unschlüssig waren und sich auf keine Verfolgung einigen konnten. Mit knappem Vorsprung ging Bartonek in die gut 2,5 km lange Schlußsteigung über Cheglio hinauf nach Taino. Die Verfolger zögerten viel zu lange, sahen sich gegenseitig an, während Bartonek vorne ein gleichmäßig hohes Tempo fuhr und seinen Vorsprung halten konnte. Viel zu spät erkannten die Verfolger, daß ihre Felle davonschwammen, es gab wilde Attacken am Schlußkilometer, dennoch konnten sie den Sieg des Österreichers nicht mehr verhindern. Mit knappen 5 Sekunden Vorsprung feierte Bartonek den ersten Saisonsieg in Italien!

30. August 2009: Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis der Kitzbüheler Alpen in St. Johann/ Tirol, 40 km

Am vorletzten Tag der Weltmeisterschaften schlug also den beiden letzten Hoffnungen der UGB-Renngemeinschaft, Unterguggenberger und Titelverteidiger Rothauer, die Stunde. Erschwert wurde das Vorhaben der 60 Starter durch das Wetter, das völlig umgeschlagen hatte. Tiefe Temperaturen und strömender Regen sorgten für unwirtliche Verhältnisse. Zur selben Zeit wurde im nahen Kitzbühel, Vor allem „Schönwetterfahrer“ Unterguggenberger war dadurch sehr gehandikapt. Und das Titelrennen der beiden stand auch weiterhin unter keinem guten Stern.

Dieses Titelrennen war eine Kopie des Weltpokalrennens vom vergangenen Dienstag. Der Franzose Jacques Gestraud griff an derselben Stelle abermals an, kurz vor der Kuppe auf der Huberhöhe, konnte sich abermals absetzen und kurbelte danach unwiderstehlich alleine dem Ziel entgegen. Und dabei vergrößerte er laufend seinen Vorsprung, erwies sich allen seinen Konkurrenten als haushoch überlegen. Einzig Sigi bäumte sich gegen die drohende Niederlage auf, die gleichbedeutend mit seinem Titelverlust war. Aber er war auf sich alleine gestellt auf verlorenem Posten.

Während durch die ständigen Tempowechseln das Feld keine Sekunde näher an den Führenden herankam, kurbelte dieser gleichmäßig kraftvoll dem sicheren Sieg entgegen. In 1:03:28 siegte er souverän mit einem Schnitt von 37,82 km/h und hatte 1:48 Minuten Vorsprung auf das 32 Mann starke Feld der Verfolger, denen nur mehr der Kampf um die Silbermedaille blieb. In diesem Massensprint setzte sich der Bundesdeutsche Wilhelm Pauli vor seinem Landsmann Werner Rogosenski durch, für Titelverteidiger Sigi Rothauer blieb nur der enttäuschende 10. Rang, Unterguggenberger landete gar nur an der 19. Stelle.

Resümee der Weltpokal- und Weltmeisterschaftswoche in St. Johann/Tirol

30. August 2009: Resümee der Weltpokal- und Weltmeisterschaftswoche in St. Johann/Tirol

Wie jedes Jahr so ist auch diesmal die letzte Augustwoche der Treffpunkt der Radsportler aus aller Welt gewesen, und getroffen hat man sich im Tiroler St. Johann. In den ersten Tagen standen die Weltpokal-Straßenrennen am Programm, wobei der in der Schweiz lebende Österreicher Christian Eminger sein Rennen der Jahrgänge 1965-69 über 116 km gewann. In der Klasse 70 belegte unser Sigi Rothauer nach 40 km den tollen 5. Rang, und das waren auch die beiden einzigen Österreicher, die ihren Weg in die ersten 10 der Ergebnislisten fanden! Aus diesem Resultat durfte man sich keine allzu großen Hoffnungen für die Weltmeisterschaftsbewerbe machen!

Am Mittwoch standen die Zeitfahrbewerbe am Programm. Dabei gab es folgende Ergebnisse:

Klasse 1: 1. Michael Olheiser (USA) 24:19 (49,62 km/h), – 2. Michele Chocol (I) 24:20, – 3. Andrej Gucek (SLO) 24:30, – die Österreicher: 5. Bernhard Laimgruber 25:04, – 15. Matthias Buxhofer 25:56, – 16. Thomas Mairhofer 25:58, – 17. Wolfgang Eibeck 26:04, – 22. Dieter Friedrich 26:23, – 27. Thomas Mair 26:35, – 28. Florian Eberharter 26:48, – 34. Johannes Harlander 27:18, – 38. Martin Ganglberger 27:32, – 47. Erich Aichinger 27:58, – 56. Daniel Repitz 28:31, – 57. Peter Bartoska 28:42, – 60. Christian Bernhard 28:48, – 65. Albert Thaler 29:12

Klasse 2: 1. Jens Volkmann (BRD) 23:55 (50,15 km/h), – 2. Christopher Lyman (USA) 24:21, – 3. Richard Feldman (USA) 24:53, – die Österreicher: 10. Friedrich Pöltl 25:24, – 36. Günter Adler 27:08, – 46. Karl Tutschek 27:40, – 50. Günter Baringer 28:05, – 62. Karl Böhm 29:47, – 63. Michael Ertlschweiger 29:57

Klasse 3: 1. Yuri Demanov (RUS) 24:41 (48,60 km/h), – 2. Charles McCulloch (GB) 24:50, – 3. Vinicio Rosario (I) 25:04, – die Österreicher: 9. Gerhard Hawlik 25:43, – 26. Gerold Sprachmann 27:01, – 43. Martin Böhm 28:20, – 50. Günter Jammerbund 28:54, – 54. Wolfgang Steger 29:27, – 57. Gerald Leutgeb 29:41

Klasse 4: 1. Dimitri Buben (BLR) 25:01 (47,96 km/h), – 2. Txomin Oronoz Gonzalez (E) 25:36, – 3. Jens Mateyka (AUT) 25:40, – die übrigen Österreicher: 18. Günther Iby 27:12, – 19. Sebastian Pfisterer 27:46, – 29. Günter Gugler 28:10, – 34. Gerhard Mosler 29:08, – 37. Rupert Polak 29:30, – 47. Robert Bartonek 29:52, – 50. Werner Rass 30:03

Klasse 5: 1. David Zimbelman (USA) 25:42 (46,68 km/h), – 2. Hans Post (NL) 25:57, – 3. Ludvig Killinger (TCH) 26:13, – die Österreicher: 11. Alfred Lechnitz 27:07, – 20. Werner Kaiserlehner 27:52, – 30. Franz Winter 28:25, – 32. Othmar Peer 28:27, – 37. Engelbert Gaubitzer 28:51, – 41. Peter Stankovic 29:20, – 42. Peter Fladerer 29:25, – 44. Hermann Macher 29:31, – 53. Karl Tomitz 31:43, – 54. Juan Santos 31:45, – 57. Michael Köbe 34:02

Klasse 6: 1. Ken Fuller (USA) 25:52 (46,39 km/h), – 2. Kare Christoffersen (N) 26:34, – 3. Werner Otto (BRD) 26:42, – die Österreicher: 8. Vinzenz Hörtnagl 27:22, – 16. Hans Kern 28:10, – 17. Gerhard Hrinkow 28:13, – 30. Robert Alton 29:40, – 44. Kurt Pitterka 31:08, – 51. Gerold Frauenberger 31:57, – 58. Harald Fahrafellner 38:58

Klasse 7: 1. Roger Iddles (GB) 27:24 (43,78 km/h), – 2. Reinhard Scheer (BRD) 27:35, – 3. Ksawery Leszczcynski (PL) 28:10, – die Österreicher: 8. Klaus Wochinger 28:35, – 21. Rudolf Horak 29:26, – 29. Helmut Percht 30:11, – 35. Herbert Lackner 30:56, – 36. Erich Hofer 30:59, – 37. Helmut Hanzl 31:06

Klasse 8: 1. Fritz Fleischer (BRD) 28:23 (42,26 km/h), – 2. Anton Gierer (AUT) 28:30, – 3. Herman van Bruggen (NL) 29:04, – die übrigen Österreicher: 9. Hans Unterguggenberger 29:43, – 16. Siegfried Rothauer 30:23, – 18. Herbert Hrdlicka 30:59

Klasse 9: 1. Bruno Podesta (BRD) 29:25 (40,79 km/h), – 2. Terry Burrell (RSA) 31:01, – 3. Pierre Mailfert (F) 31:22, – die Österreicher: 6. Gernot Engels 32:13

Medaillenbilanz der Zeitfahr-WM:

    Gold Silber Bronze Gesamt
1. USA 3 1 1 5
  BRD 3 1 1 5
3. Großbritannien 1 1 2
4. Weißrußland 1 1
  Rußland 1 1
6. Österreich 1 1 2
  Niederlande 1 1 2
  Italien 1 1 2
9. Spanien 1 1
  Norwegen 1 1
  Südafrika 1 1
12. Frankreich 1 1
  Polen 1 1
  Tschechien 1 1
  Slowenien 1 1

Die beiden Medaillen von Toni Gierer (Silber) und Jens Mateyka (Bronze) bringen Österreich also auf den 6. Rang in der Medaillenbilanz. Insgesamt gehen 63 Österreicher in diesem Bewerb ins Rennen, das sind immerhin deutlich mehr als im Vorjahr. Der KTM-Mountainbiker-Fahrer Bernhard Laimgruber fährt dabei mit 25:04 die schnellste Zeit der Heimischen. Mit Laimgruber (5.), Engels (6.), Hörtnagl (8.), Wochinger (8.),  Unterguggenberger (9.), Hawlik (9.), und Pöltl (10.) finden immerhin gleich 7 Österreicher noch den Weg in die ersten zehn.

Bei den Frauen holte sich Doris Posch in 27:02 die Silbermedaille, Brigitte Krebs belegte in 30:06 den 9. Rang. Claudia Pfisterer holte sich in 29:04 Bronze, Beate Eysinger in 29:11 den guten 6. Rang, Michaela Brunngraber wurde 10.

Bilanz der UGB-Renngemeinschaft

Hervorzuheben ist allemal der 9. Rang von Unterguggenberger, zumal der Abstand zu den vorderen Plätzen sehr gering war. Rothauer hatte sich sicherlich etwas mehr erwartet, genau wie Bartonek, der mit seinem Ergebnis wohl am meisten hinter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Vielleicht auch deshalb, weil am nächsten Tag die Straßen-WM bevorsteht. Auch nicht die beste Terminplanung.

Bilanz der Straßen-WM

Doch nun weiter zur Königsdisziplin des Radsports, dem Straßenrennen. Auch hier wurden heuer in St.Johann wieder die Weltmeister in den diversen Altersklassen gekürt.

Klasse 1: 1. Alessandro d´Andrea (I), – 2. Michele Chocol (I), – 3. Andres Gil Gomez (E), – weiters: 51. Martin Giebl

Klasse 2: Flavio Pasquino (NL), – 2. Dino Pittiglio (I), – 3. Stephane Roger (F), – weiters: 23. Wolfgang Eibeck, – 29. Thomas Westermayr, – 32. Thomas Schörghofer, – 33. Markus Willinger, – 36. Johannes Harlander, – 47. Thomas Frauenschuh, – 58. Christian Starlinger, – 62. Thomas Mair

Klasse 3: 1. Francisco José Prieto Fernandez (E), – 2. Gregoire Balland (F), – 3. Jure Robic (SLO), – weiters: 19. Günter Baringer, – 79. Alois Sinzinger, – 104. Karl Tutschek, – 117. Karl Böhm, – 122. Alfred Pircher

Klasse 4: 1. Armin Raible (BRD), – 2. Christian Jäger (BRD), – 3. Peter Schnorf (CH), – weiters: 60. Christian Eminger, – 65., Friedrich Rath, – 86. Günther Jammerbund

Klasse 5: 1. Gerard Aviegne (F), – 2. Mathias Grünig (BRD), – 3. Michael Barfoed (DMK), – weiters: 22. Peter Grasser, – 36.Sebastian Pfisterer, – 45. Robert Bartonek, – 46. Jens Mateyka, – 50. Rudolf Atzenhofer, – 60. Michael Plattner, – 61. Werner Rass

Klasse 6: 1. Bert Bakker (NL), – 2. Robert Glassl (BRD), – 3. Theo Joosten (NL), – weiters: 72. Peter Fladerer

Klasse 7: 1. Christianen Kees (NL), – 2. Valter Santeroni (I), – 3. Dick van Loon (NL), – weiters: 12. Alfred Hain, – 14. Ernst Schuler, – 24. Gerhart Schäbinger, – 31. Johann Taucher, – 36. Engelbert Gaubitzer, – 42. Alfred Lechnitz, – 75. Karl Tomitz, – 78. Juan Santos, – 79. Michael Köbe

Klasse 8: 1. Joop Ribbers (NL), – 2. Ken Fuller (USA), – 3. Josef Reis (BRD), – weiters: 8. Gerhard Hrinkow

Klasse 9: 1. Herman van den Borre (B), – 2. Georges Vonckx (B), – 3. Benny Petersen (DMK), – weiters: 5. Valentin Haselbacher, – 29. Josef Schalk, – 45. Karl Korpitsch

Klasse 10: 1. Gerrit Hairwassers (NL), – 2. Tim Krabbé (NL), – 3. Joseph D´Hondt (B), – weiters: 29. Erich Lebersorger, – 57. Herbert Lackner, – 69. Ekkehart Kinz

Klasse 70: 1. Jacques Gestraud (F), – 2. Wilhelm Pauli (BRD), – 3. Werner Rogosenski (BRD), – weiters: 10. Siegfried Rothauer, – 19. Hans Unterguggenberger, – 33. Erwin Wolfinger, – 36. Adolf Danler

Klasse 75: 1. Bruno Podesta (BRD), – 2. Josef Formanns (BRD), – 3. Paul Martinez (F), – weiters: 6. Gernot Engels, – 16. Erich Matzner

Bei den Frauen fällt ebenfalls eine unglaublich schwache ösgterreichische Beteiligung auf, dennoch gibt es durch Brigitte Krebys und Beate Eysinger zwei Silbermedaillen.

Bei den Herren krankt es – wie seit eh und je – an der schwachen österreichischen Beteiligung, diesmal fehlten sogar einige Spitzenfahrer, weit und breit keine Chance auf eine Medaille, damit bleibt unser Sigi Rothauer im Vorjahr der letzte österreichische Weltmeister. In all den Altersklassen schafften die österreichischen Vertreter gerade mal vier Plazierungen uner den ersten zehn (!!!), und das in den älteren Klassen, wo nicht mehr so viele Fahrer an den Start gehen. Eigentlich ein Armutszeugnis für den österreichischen Mastersport.

Was fällt international auf? Die Niederländer haben heuer den Italienern eindeutig den Rang abgelaufen, zumindest was die Medaillenbilanz betrifft. Und es gibt immer weniger Nationen unter den Medaillengewinnern, was heißt, daß die traditionellen Radsportländer, wie Niederlande, Italien, Frankreich, BRD und Belgien immer mehr dominieren.

Und was das Abschneiden der UGB-Renngemeinschaft betrifft: die Truppe war letztlich nur mit drei Mann am Start, Rothauer, Unterguggenberger und Bartonek, weil Manfred Koch auf seinen Start verzichtete. Und die drei können mit ihrem Abschneiden nicht wirklich zufrieden sein – Rothauer lieferte zwar das viertbeste Ergebnis eines österreichischen Teilnehmers an dieser WM ab, verlor aber dennoch seinen im Vorjahr errungenen Titel. Und Unterguggenberger war bei Regen und Nässe nur ein Schatten seiner selbst, Bartonek bot eine bestenfalls durchschnittliche Leistung und klagte nachher darüber, daß die Mehrheit der Starter gedopt sei.

Medaillenspiegel der Straßen-WM:

 

    Gold Silber Bronze Gesamt
1. Niederlande 5 1 2 8
2. BRD 2 5 2 9
3. Frankreich 2 1 2 5
4. Italien 1 3 4
5. Belgien 1 1 1 3
6. Spanien 1 1 2
7. USA 1 1
8. Dänemark 2 2
9. Slowenien 1 1
10. Schweiz 1 1

 

30. August 2009: Großer Alpe-Adria-Straßenpreis in Adorgnano di Tricesimo (I), 85,5 km

Bei diesem schweren Klassiker, der auf einem kupierten 17,1-km-Rundkurs ausgetragen wird, muß Robert Bartonek gegen 122 Konkurrenten aus drei Nationen (Italien, Slowenien, Österreich) antreten. Auch bei diesem Rennen wird heuer- wie schon am Vortag in Pordenone auch – eine Runde mehr gefahren als im Vorjahr. Und wieder der typisch italienische hektische Rennverlauf, viele Attacken vom Start weg, immer wieder gibt es kleine und größere Spitzengruppen, die aber alle wieder eingeholt werden. Immer wieder ist das Feld geschlossen, und wegen dem hohen Tempo entwickelt sich ein Ausscheidungsrennen.

Der sehr hügelige Kurs mit seinen vielen Anstiegen verlangt den Fahrern alles ab, und so ist die Spitzengruppe nach halber Distanz auch nur mehr ca. 45 Mann stark. Als dann das Tempo vehement erhöht wird, dauert es naturgemäß nicht sehr lange, bis sich eine Gruppe absetzt. Diesmal sind es acht Mann, darunter alle Favoriten sowie der Slowene Bojan Ropret, die nach 4 Runden dann doch schon 1:20 Minuten Vorsprung herausgefahren haben. In der Schlußrunde kann sich aus dem Hauptfeld dann noch eine sechsköpfige Verfolgergruppe lösen, in der sich auch Bartonek befindet. Die Verfolger machen mächtig Tempo und können tatsächlich etwa 6 km vor dem Ziel zur Spitzengruppe aufschließen.

Die Entscheidung fällt dann ca. 1,5 km vor dem Ziel bei einem leichten Anstieg  (einer Straßenüberfahrt): vorne tritt Tarlaio an, Pangos, Ropret und Srnel ziehen mit, von hinten springen dann noch Maracani und Bartonek hinzu, diese sechs Fahrer können einen minimalen Vorsprung ins Ziel retten, wo für Bartonek aber nur mehr der höchst undankbare 6. Platz bleibt. Der Sieg geht an den Slowenen Bojan Ropret.

30. August 2009: Biedermeiertal-Radrundfahrt, 3. Etappe: Rundstreckenrennen in Pernitz, 37,5 km

Mit dem Rundstreckenrennen in Pernitz wurde die Rundfahrt abgeschlossen, die U-15-Klasse hatte dabei auf dem 2,5-km-Rundkurs 15 Runden zurückzulegen. Johannes Windischbauer (ARBÖ Gourmetfein Wels) holte sich dabei solo den Sieg in 44.11 Minuten (Schnitt 41,27 km/h), unter den 31 Startern belegte Stephanie Strobl diesmal den ganz guten 21. Rang (mit einer Verlustrunde).

Felix Krammer (RLM Wien) holte sich mit 260 Punkten den überlegenen Gesamtsieg dieser 3-Tage-Veranstaltung, vor seinem Klubkollegen Stefan Mastaller (180 Punkte) und Dominik Gratzer (ARBÖ Rapso Knittelfeld) mit 170 Punkten. Stephanie Strobl belegte mit 0 Punkten den 22. Rang in der Gesamtwertung.

29. August 2009: Straßenrennen in Pordenone/Localita La Torre (I), 59,2 km

Robert Bartonek ging beim Straßenrennen in Pordenone an den Start, die 81 Fahrer der Kategorie Gentlemen mußten dabei 8 Runden auf einem 7,4-km-Rundkurs zurücklegen. Alle Spitzenfahrer der Provinz waren am Start, die hohen Favoriten, die starken Sprinter, waren mit all ihren Helfern angetreten.

In den ersten Runden wurde bereits hohes Tempo gebolzt, viele Attacken kennzeichneten den Rennverlauf. Aber erst in der 7. und vorletzten Runde ging beim langen Anstieg nach dem Start (ganz flach, max. 1,5 %) eine größere Gruppe weg, die sich dann nicht mehr einholen ließ. Bei dieser 25 Mann starken Gruppe war auch Bartonek dabei, der dann aber beim Zielsprint auf verlorenem Posten stand. Dennoch nutzte er seine gute Position bei der Sprintanfahrt nach bestem Vermögen aus, erwischte sogar das Hinterrad des Favoriten Alfio Maracani und konnte dadurch den hervorragenden 8. Rang belegen. Der Sieg ging an einen der anderen Favoriten, an den Ex-Profi Riccardo Tarlaio (GS De Luca Portogruaro).

29. August 2009: Biedermeiertal-Radrundfahrt, 2. Etappe: Kriterium in Pernitz, 20,5 km

Zweiter Tag der Rundfahrt, am Programm stand ein Kriterium, auf einem 980-m-Rundkurs mußten 28 Runden absolviert werden. Stephanie Strobl ging wieder in der U-15-Klasse an den Start, Felix Krammer (RLM Wien) sicherte sich mit 41 Punkten und einem Schnitt von 41,6 km/h abermals den Tagessieg, für Stephanie blieb nur der undankbare 19. und vorletzte Platz, sie mußte zwei Runden preisgeben. Aber wenigstens hat sie das Rennen ausgefahren und bleibt somit im Klassement.

28. August 2009: Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis der Tiroler Wasserkraft in St.Johann/Tirol, 76 km

Am Tag nach dem WM-Zeitfahren also gleich die nächste Belastungsprobe für Rolbert Bartonek, auf den zwei traditionellen St. Johanner Runden wurde der neue Straßenweltmeister gekürt. Dieses wichtigste Rennen für die Masterfahrer wurde von 92 Fahrern in Angriff genommen.

Brutal schnell wurde dabei über die Huber-Höhe gebolzt, und nach dem zweiten schweren Anstieg in Schwendt hatte die Spitzengruppe in der ersten Runde in Kössen bereits ein Durchschnittstempo von 43 km/h vorgelegt! Bartonek hatte nie den Funken einer Chance, in diesem Rennen aktiv zu werden, mußte sich ganz darauf beschränken, unter Aufbietung aller Kräfte wenigstens das Hauptfeld halten zu können. Einmal mit den Kräften am Endem, ist man auf diesem Kurs in St. Johann bereits zum „Tod“ verurteilt. Bei der Auffahrt zuum Loferberg kam es in der 1. Runde abermals zu einem Sturz mehrerer Fahrer, wodurch Bartonek gezwungen wurde, am Anstieg ein Loch zuzufahren.

Von dieser Anstrengung erholte sich den ganzen Rest dieser Runde nicht mehr, und so grenzt es wahrlich an ein Wunder, daß er auch noch den 2. Anstieg zur Huberhöhe mit der Spitzengruppe überlebte. Der Bewerb entwickelte sich zu einem Ausscheidungsrennen, denn bei dem hohen Tempo waren erfolgversprechende Attacken nicht möglich. Zwar wurde es mehrmals versucht, aber alle Initiativen waren zum Scheitern verurteilt. Erst etwa 12 km vor dem Ziel, vor Erpfendorf, gelang es einer 3-Mann-Gruppe, in einem kurzen Moment der Inaktivität zu entwischen. Der Franzose Gerard Aviegne, bereits einmal Weltmeister in St.Johann und mehrmals an ganz vorderen Rängen plaziert, hatte sich mit dem Deutschen Mathias Grünig und dem Dänen Michael Barfoed abgesetzt.

Die drei hielten wider Erwarten durch und retteten 17 Sekunden Vorsprung ins Ziel, wo sich dann der Franzose Gerard Aviegne zum zweiten Mal in seiner Karriere zum Weltmeister der Masterfahrer krönte und imn 1:47:14 mit einemSchnbitt von 42,52 km/h vor Grünig und Barfoed triumphierte. Der Sprintsieger des Feldes, mit Jean-Claude Bougouin ebenfalls ein Franzose, mußte mit dem undankbaren vierten Rang vorlieb nehmen.

In dieser 49 Mann starken Hauptgruppe war auch Bartonek dabei, der aber keine Kraft mehr hatte, um im Sprint an vorderster Front mitzumischen. Er mußte sich mit dem 45. Rang begnügen, hatte aber prominente „Nachbarn“: einen Platz vor ihm landete ein äußerst diskret fahrender Dimitri Buben, der den Anstrengungen des vortägigen Zeitfahrens ebenso Tribut zollen mußte wie der Österreicher Jens Mateyka, der die Zeche für seine Bronzemedaille im Zeitfahren begleichen mußte und nur auf dem 46. Rang landete.

28. August 2009: Biedermeiertal-Radrundfahrt, 1. Etappe: Einzelzeitfahren Pernitz – Klostertal – Pernitz 14,7 km

Mit einem Zeitfahren wurden die Biedermeiertaler Radsporttage eröffnet, dieses Zeitfahren wurde gleichzeitig als Niederösterreichische Landesmeisterschaft gewertet. In der Kategorie U-15 gingen 19 Starter ins Rennen, darunter acht Mädchen, eine von ihnen war die Niederösterreicherin Stephanie Strobl. Die 15jährige Etsdorferin belegte mit 3:52 Minuten Rückstand auf den Sieger Dominik Gratzer (ARBÖ Rapso Knittelfeld) nur den etwas enttäuschenden 18. Rang. Platz 2 holte sich Felix Kramer (RLM Wien) mit 19 Sekunden Rückstand.

27. August 2009: Zeitfahr-Weltmeisterschaft in Erpfendorf, 20,2 km

700 Starter traten in 9 Altersklasasen in Erpfendorf an, um auf der Strecke Erpfendorf – Loferberg – Erpfendorf die Zeitfahr-Weltmeister zu küren. Die Wörgler UGB-Renngemeinschaft war dabei mit drei Startern vertreten. Zuerst gingen Hans Unterguggenberger und Siegfried Rothauer in der Klasse 8 ins Rennen.

Am frühen Vormittag, als die beiden UGB-Fahrer an den Start gingen, herrschte stellenweise doch ziemlich dichter Nebel. Später zu Mittag dann, als der Grazer Bartonek ins WM-Zeitfahren startete, war starker Wind aufgekommen, der die Fahrer vor allem in der ersten Rennhälfte ziemlich bremste. Dennoch, es waren sicherlich reguläre Bedingungen, mit 25° herrschten ideale Temperaturen, und es gab in allen Klassen würdige Weltmeister.

Vor allem Hans Unterguggenberger fuhr ein hervorragendes Rennen. Mit seiner tollen Zeit von 29:43 Minuten verlor er nur 1:20 Minuten auf den neuen Weltmeister Fritz Fleischer (BRD), der in 28:23 mit einem Schnitt von 42,26 km/h triumphierte. Er verweis den Niederösterreicher Anton Gierer, seines Zeichens schon zweifacher Ex-Weltmeisater im Zeitfahren, mit nur 7 Sekunden Vorsaprung auf den zweiten Rang. Der Niederländer Herman van Bruggen wurde mit 41 Sekunden Rückstand Dritter und verwies seinerseits den großen Favoriten, den Bundesdeutschen Otto Altweck, um 16 Sekunden auf den undankbaren 4. Rang. Unterguggenberger fehlten gerade mal 23 Sekunden (!) aufs WM-Podest! Super, Hans, das war eine tadellose Leistung!

Der zweite UGB-Starter, Straßenweltmeister Sigi Rothauer, war 30 Sekunden hinter Unterguggenberger ins Rennen gegangen, konnte seinem Klubkollegen aber diesmal in keiner Weise Paroli bieten. Der Sigi war auf allen Streckenabschnitten etwas langsamer unterwegs, fuhr mit 30:23 genau 2 Minuten langsamer als der Sieger und landete damit 37 Sekunden hinter dem Hans an der etwas enttäuschenden 16. Stelle. Insgesamt 50 Starter wurden in dieser Altersklasse in die Wertung genommen.

Zu Mittag dann, als der starke Wind aufgekommen war, war die Startzeit des jüngsten UGB-Teilnehmers herangerückt, der 51jährige Grazer Robert Bartonek ging in der Klasse 4 ins Rennen. Hier setzte sich erwartungsgemäß einer der großen Favoriten durch, der Weißrusse Dimitri Buben fuhr in 25:01 Minuten (Schnitt 47,96 km/h) Bestzeit und gewann souverän mit 35 Sekunden Vorsprung vor dem Spanier Txomin Oronoz Gonzalez und 39 Sekunden vor dem Wiener Jens Mateyka (RC Schnecke Wiener Allianz).

Bartonek bot eine mäßig durchschnittliche Leistung, litt vor allem in der ersten Hälfte unter dem starken Wind und fand erst auf den letzten 8 Kilometern einigermaßen seinen Rhythmus. Seine Zeit von 29:52 reichte damit auch nur zum 47. Rang unter den 54 Startern. 4:51 Minuten hatte er auf den neuen Weltmeister Dimitri Buben eingebüßt.In dieser Klasse taktierten nicht wenige Fahrer, denn die Straßenweltmeisterschaft folgt gleich am nächsten Tag.

 

25. August 2009: Straßenweltpokalrennen um den Großen Preis der Firma Autohaus Kirchdorf/Tirol in St. Johann/Tirol, 40 km

Sigi Rothauer war der einzige Starter der UGB-Renngemeinschaft beim heutigen Weltpokalrennen, da sich Hans Unterguggenberger auf die beiden WM-Rennen (Zeitfahren und Straße) konzentriert und das Weltpokalrennen heuer ausläßt. Und der Sigi, der regierende Straßenweltmeister, präsentierte sich bei der Generalprobe zu der am Samstag stattfindenden Weltmeisterschaft in toller Form.

Dennoch konnte auch er nicht verhindern, daß sich der sehr starke Franzose Jacques Gestraud bereits auf der Huberhöhe absetzte, in der Folge seinen Vorsprung ständig vergrößerte und nach einer tollen Solofahrt mit knapp eineinhalb Minuten Vorsprung im Ziel in St.Johann/Tirol eintraf. Den Sprint der geschlagenen Verfolger sicherte sich dann noch sein Landsmann Marcel Lectez, die Franzosen feierten somit einen seltenen Doppelsieg.

Sigi Rothauer spielte im Massensprint seine große Erfahrung und vor allem seine Sprintstärke aus und sicherte sich den hervorragenden 5. Rang. Dieses Hauptfeld war 21 Mann stark, insgesamt 85 Fahrer waren ins Rennen gegangen.

Ergebnisse:

  1. Jacques Gestraud (F) 1:04:37 (37,14 km/h)
  2. Marcel Lectez (F) -1:26
  3. Werner Rogosenski (BRD)
  4. Gary Ulmer (NZL)
  5. Siegfried Rothauer (Österreich, RC UNION Unterguggenberger Wörgl)
  6. Ken Rosskopf (USA)
  7.  Henno Leder (BRD), alle gleiche Zeit

In dieser Form ist Gestraud ein ganz heißer Tip für die Weltmeisterschaft. Der Weg zum Sieg wird wohl nur über ihn führen. Und sollte es zum Sprint einer größeren Gruppe kommen, ist sein Landsmann Marcel Lectez nicht zu unterschätzen. Seine Sprintfähigkeiten sollten zumindest für eine Medaille reichen. Doch nun zu den WM-Chancen unseres Sigi Rothauer: seine Form sollte allemal für eine erfolgfreiche Titelverteidigung reichen, doch muß man einfach feststellen, daß es doch einbige (wenige) Fahrer gibt, die ihm in einemMassensprint das Leben hart machen können.

Um auf Nummer sicher zu gehen, müßte Sigi in einer kleinen Gruppe oder solo ankommen, das bedeutet aber, daß er ein sehr aktives, offensives Rennen fahren muß. Auf alle Fälle aber sollte er nach dem heutigen Rennen vor den Franzosen gewarnt sein, sie nicht aus den Augen lassen, und vor allem Gestraud nicht entwischen lassen. Der wird ganz bestimmt sein Heil in der Flucht suchen, daher wird dieses Duell Rothauer gegen Gestraud maßgeblich über das Ergebnis dieser WM entscheiden.

24. August 2009: Straßenweltpokalrennen um den Großen Preis der Generali-Gruppe in St.Johann/Tirol, 76 km

Robert Bartonek macht den Anfang und eröffnet mit seiner Altersklasse den Reigen der UGB-Renngemeinschaft in der WM- und Weltpokalwoche in St.Johann. 76 km müssen die Fahrer zurücklegen, das sind zwei Runden am traditionellen St.Johanner Weltcuprundkurs.

Bartonek muß das Handikap von gleich drei Massenstürzen auf dem ersten Kilometer wegstecken, kommt mit den Letzten zum ersten Anstieg auf die Huberhöhe. Mit den letzten Kraftreserven schafft er mit einer kleinen Gruppe noch auf der Kuppe den Anschluß, muß dann aber auch am nächsten Anstieg, in Schwendt, hart kämpfen, um im großen Feld zu bleiben. In dieser ersten Runde wird bereizts gnadenlos ausgesiebt und eine Vorentscheidung gefällt, denn zwei Drittel des Starterfeldes fallen hier bereits aussichtslos zurück.

Nur eine kleine, 25 Mann starke Gruppe überlebt dann den brutal schnellen zweiten Anstieg auf die Huberhöhe, Bartonek hält tapfer mit der Spitzengruppe mit, und als er auch in Schwendt die Gruppe halten kann, spekuliert er bereits mit einem Rang unter den ersten 20, einem Ergebnis in den Preisrängen. Doch es kommt anders, ein kurioser Zwischenfall beendet abrupt seine Hoffnungen: am Loferberg in der zweiten Runde wirft ein Italiener das Stanniolpapier seiner Rennverpflegung über seine Schulter nach hinten, das Stück verfängt sich im hinteren Werfer von Bartoneks Rennmaschine, wird durch die beiden Rädchen gezogen, bleibt dort stecken und blockiert die Schaltung.

Und das ausgerechnet an der wohl schnellsten Stelle des Rundkurses! Bartonek muß absteigen und umständlich mit den Fingern die Stanniolstücke entfernen, was auch nicht so schnell und einfach geht, als er das Rennen fortsetzen kann, ist die Gruppe auf Nimmerwiedersehen entschwunden, und auch die Verfolger sind vorbeigefahren. Enttäuscht und frustriert muß der Grazer das Rennen aufgeben.

Der Sieg geht an den Italiener Rossano Lischi.

Vorschau auf die Weltpokal- und Weltmeisterschafts-Bewerbe in St.Johann/Tirol

24. August 2009: Vorschau auf die Weltpokal- und Weltmeisterschafts-Bewerbe in St.Johann/Tirol

Einer der absoluten Höhepunkte der Radsportsaison ist die Straßenweltmeisterschaft in St. Johann/Tirol, zumal es den Vorjahrstitel von Sigi Rothauer zu verteidigen gilt. Zum Auftakt bestreiten alle Altersklassen ab Sonntag das Weltpokalstraßenrennen, für die UGB-Renngemeinschaft werden Robert Bartonek, Manfred Koch und Sigi Rothauer an den Start gehen, Hans Unterguggenberger schont sich für die beiden WM-Rennen. Am Mittwoch findet in Erpfendorf auf der klassischen 20-km-Strecke die Zeitfahr-Weltmeisterschaft mit allen vier Startern statt, ab Donnerstag werden die Weltmeisterschaftsbewerbe auf der Straße absolviert.

Wie stehen also die Chancen für die UGB-Renngemeinschaft? Sigi Rothauer hat gute Chancen, seinen Titel zu verteidigen, Unterguggenberger und Koch sollten im Zeitfahren ihre Chancen vorfinden, Bartonek ist im Straßenrennen eine Überraschung zuzutrauen. Um ganz vorne anzukommen, sind aber alle vier im Sprint wahrscheinlich zu schwach. Demzufolge wäre eine möglichst kleine Spitzengruppe mit den Österreichern wünschenswert, dafür aber ist auch sehr viel Glück erforderlich. Koch bestreitet drei Runden (115 km), Bartonek zwei (76 km), die beiden anderen jeweils eine Runde (40 km) auf dem klassischen WM-Rundkurs mit den selektiven Anstiegen Huberhöhe und Gschwendt.

Wie gesagt, sich im Massensprint gegen das gesamte Feld durchzusetzen, kann wohl keinem der vier Starter zugetraut werden, die wahrscheinlichsten Orte für einen Ausreißversuch sind immer noch der 3 km lange Anstieg zur Huberhöhe sowie die 19 km lange Zielanfahrt ab dem Loferberg. Ob da bei den unzähligen Attacken einer der vier die richtige Nase für die entscheidende Gruppe hat, ist größtenteils von der aktuellen Tagesform abhängig. Wie gesagt, dem Sigi kann man am ehesten eine erfolgreiche Titelverteidigung zutrauen.

 

23. August 2009: Straßenrennen „einDruck-Classic“ in Sarleinsbach, 90 km

Manfred Koch am Start in Sarleinsbach

Das traditionelle schwere und selektive Sarleinsbacher Straßenrennen auf dem 15-km-Rundkurs (die Amateure mußten 6 Runden zurücklegen) wurde heuer als oberösterreichische Landesmeisterschaft gewertet. Am Start in der Amateurklasse war auch der UGB-Fahrer Manfred Koch aus Etsdorf in Niederösterreich, insgesamt nahmen 53 Fahrer das Rennen auf, aber nur 38 kamen in die Wertung.

Der Sieg ging dabei an den Oberösterreicher Thomas Mair, der sich in 2:18:11 (Schnitt 39,07 km/h) mit 19 Sekunden Vorsprung vor seinem Fluchtgefährten Michael Gaubitzer durchsetzte, auf Rang 3 landete Fritz Hoffmann (RC Sarleinsbach), der Lokalmatador hatte bereits über 2 Minuten Rückstand. Manfred belegte auf dem schweren Kurs mit 25:14 Minuten Rückstand nur den abgeschlagenen 37. Rang.

Manfred Koch

 

Manfred Koch – im Hintergrund