25. Juli 2009: Giro del Polesine, Memorial Sandro Cappellini, 1. Etappe, Straßenrennen in Rovigo (I), 76,5 km

Auftaktetappe zum traditonellen Giro del Polesine über zwei Etappen jeweils mit Start und Ziel in Rovigo bei der alten Universität. Doch die vermeintlich leichtere erste Etappe erwies sich letztlich als hammerhart, zumindest für Robert Bartonek von der UGB-Renngemeinschaft. Mehr als 100 Rennfahrer stellten sich bei hochsommerlichen Temperaturen (heiter, 38°, sehr starker SO-Wind) dem Starter, der sie auch – relativ – pünktlich um 14.40 Uhr auf die 76,5 km lange Reise schickte. Die Strecke führte die Fahrer hinaus Richtung Meer nach Adria (Gegenwind) und dann in einem großen Bogen nach Süden wieder zurück nach Rovigo.

Wie sehr diese Veranstaltung bei den Rennfahrern Anklang findet, zeigt ein Blick in die Siegerlisten der letzten Jahre und auf die Starterliste dieses Jahres. Da tummelt sich alles, was in Norditalien Rang und Namen hat! Ab Adria (km 25) wurde die Etappe zum Kreuzgang für Bartonek, der bei einem Massensturz mit Tempo 55 über eine gut 4 Meter tiefe Böschung knallte, eine gut 50 Meter lange Schneise in das unten angrenzende Maisfeld riß, ehe er dort schließlich zu Sturz kam. Nach einer kurzen Erstversorgung nahm er das Rennen wieder auf und fand sich bald in einer Gruppe von abgeschlagenen und zurückgefallenen Rennfahrern wieder.

Im Rückenwind mit Tempo 60 und im Seitenwind mit Tempo 4o bis 45 ging es auf den restlichen 50 Kilometern dem Feld hinterher und dem Ziel entgegen. Während vorne an der Spitze sich Attacke mit Attacke abwechselte, sich ständig neue Spitzengruppen bildeten, die aber alle wieder gestellt wurden, kam die Gruppe dahinter langsam, aber stetig wieder näher an das große Feld heran.

Als sie dann ca. 12 km vor dem Ziel die große Gruppe erstmals wieder zu Gesicht bekamen, war der Kampfgeist wieder erwacht. Die ganze Gruppe reihte sich kompromißlos ein, drückte aufs Tempo und konnte doch tatsächlich ca.3 km vor dem Ziel zum Feld aufschließen! Auf der langen, klassischen Zielgeraden (die letzten 2 km führten auf ungewöhnlich breiter Straße schnurgeradeaus) kam es dann zu vielen Positionskämpfen, die mit letztem Einsatz geführt wurden, ging es doch in dieser Gruppe noch um den 8. Tagesrang!

Bartonek belegte schließlich mit gut 2 Minuten Rückstand auf den Tagessieger Adriano Mosca (Ciclo Club Estense Mesola) den ausgezeichneten 21. Rang (Siegerschnitt 41,9 km/h), ehe er dann im Zielbereich vom Sanitäterteam noch einmal verarztet wurde.Bei dem Sturz hatte er ein leichtes Peitschenschlagsyndrom sowie diverse Prellungen davongetragen. Auf Platz 2 landete Sandro Baracco vom Veranstalterklub VC 2 Torre Rovigo, das große Feld mit Bartonek lag im Ziel 2:15 Minuten zurück.

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