Monatsarchive: Juni 2009

Ergebnisse Juni 2009

7. Juni 2009: Österreichische Kriteriums-Meisterschaft in Stattersdorf, 15 km bzw. 21 km bzw. 42 km

1. Siegfried Rothauer (Master 6)

2. Robert Bartonek (Master 2)

3. Hans Unterguggenberger (Master 6)

26. Manfred Koch (Amateure)

 

10. Juni 2009: Ausscheidungsrennen am Wachau-Ring bei Melk

1. Siegfried Rothauer (Master 6)

3. Robert Bartonek (Master 2)

4. Hans Unterguggenberger (Master 6)

 

11. Juni 2009: 50 Jahre Stadt Wilhelmsburg, Bergrennen Wilhelmsburg – Kreisbachtal, 9,2 km

1. Siegfried Rothauer (Master 6)

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

6. Robert Bartonek (Master 2)

 

14. Juni 2009: Mostland-Straßenrennen in Amstetten, zugleich Österreichische Straßenmeisterschaft, 46,8 km bzw.58,5 km bzw. 92,6km

1. Siegfried Rothauer (Master 6)

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

12. Robert Bartonek (Master 2)

48. Manfred Koch (Amateure)

 

20. Juni 2009: Österreichische Meisterschaft im Einzelzeitfahren in Althofen, 8 km bzw. 17 km

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

3. Siegfried Rothauer (Master 6)

11. Stephanie Strobl (Mädchen)

15. Robert Bartonek (Master 2)

Das Amateurrennen wurde abgebrochen und annulliert

 

21. Juni 2009: Österreichische Meisterschaft im Paarzeitfahren, 17 km

4. Hans Unterguggenberger/Siegfried Rothauer (Master 4-6)

13. Manfred Koch (mit Partner Fritz Rauter, RSC Krems) (Amateure)

 

21. Juni 2009: Straßenrennen um die Trofeo Trattoria & Pizzeria Rispoli in Basaldella di Campoformido (I), 59,7 km

7. Hans Unterguggenberger (Supergentlemen B)

14. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

25. Juni 2009: Europameisterschaft im Einzelzeitfahren in Novy Vesely (Tschechien), 19,7 km

8. Siegfried Rothauer (Master 9)

 

27. Juni 2009: Straßenrennen in Unterdanegg, 59 km bzw. 106,2 km

1. Hans Unterguggenberger (Master 6)

Manfred Koch (Amateure) aufgegeben

 

28. Juni 2009: Österreichische Straßenmeisterschaft Mädchen in Unterdanegg, 47,2 km

12. Stephanie Strobl (Mädchen)

 

28. Juni 2009: Kärntner FESTINA-Seen-Radrundfahrt in Keutschach, 104,4 km

4. Robert Bartonek (Senioren II)

 

28. Juni 2009: Straßen-Europameisterschaft in Zd´ar nad Sazavou (Tschechien), 43,1 km

2. Siegfried Rothauer (Master 9)

28. Juni 2009: Kärntner FESTINA-Seen-Radrundfahrt in Keutschach, 104,4 km

Strömender Regen, Platzregen und schwüle Temperaturen bildeten den Rahmen zum 13.Kärntner-Festina-Seen-Marathon in Keutschach, wo auf der kürzeren, der 104,4-km-Strecke auch der Grazer UGB-Fahrer Robert Bartonek an den Start ging, um seinen Vorjahrssieg zu verteidigen.

Am Wernberg wurde heuer wieder extrem schnell gefahren, danach war das Spitzenfeld nur mehr knappe 50 Mann stark. Bei der Umrundung des Ossiacher Sees nahm der Regen an Stärke weiter zu, und das hohe Tempo wurde auch beibehalten. Oben am Wernberg hatte das Feld ein Durchschittstempo von 39 km/h zu verzeichnen. Zurück in Landskron hatte sich eine 6-Mann-Spitze vom Feld abgesetzt.

Es bildete sich eine größere Verfolgergruppe, die aber wenig später wieder gestellt wurde. Ein sehr offensives und vor allem ungewohnt schnelles Rennen entwickelte sich dann, als auf der Fahrt in Richtung Wörther See der Regen langsam nachließ. In Viktring war dann schon die allgemeine Nervosität spürbar, der 5 km lange Zielanstieg hinauf nach Keutschach mußte die endgültige Entscheidung bringen.Die Spitzengruppe aber war schon zu weit weg und zeigte auch keine Schwäche mehr.

Auch am letzten Berg wurde ungewöhnlich hohes Tempo gefahren, da fielen noch einige Fahrer zurück, es kamen etwa 30 Mann oben bei Keutschach an, aber da mußte zunächst noch die Umfahrungsstraße absolviert werden sowie der kurze, giftige Anstieg bei der westlichen Ortseinfahrt. Die 1000-m-Marke kündigte den letzten, flachen Kilometer an.

Etwa 2 km vor dem Ziel dann noch der – obligatorische und scheinbar unvermeidliche – Massensturz, die Gruppe wurde dadurch nochmals geteilt. 4 Minuten hinter dem italienischen Sieger Giuseppe Delfabro (GS Grigioneri 2000 Savorgnano al Torre) kam diese Gruppe ins Ziel, und Bartonek belegte den 29. Rang. In der Klasse Senioren II war das somit der 4. Platz, leider ist es nichts geworden mit der Titelverteidigung.

28. Juni 2009: Straßen-Europameisterschaft in Zd´ar nad Sazavou (Tschechien), 43,1 km

Tolles Rennen von Sigi Rothauer! Nachdem er im Vorjahr an gleicher Stelle den Europameistertitel gewonnen hatte, war er diesmal wíeder kaum zu schlagen. Nach eineinhalb Runden auf dem schweren, bergigen Rundkurs hatte sich eine vierköpfige Spitzengruppe abgesetzt. Zwei Deutsche, Pauli und Nesselhauf, der Portugiese Silva und Titelverteidiger Rothauer aus Österreich waren auf Titelkurs.

Eine Attacke kurz vor dem Ziel teilte die Spitze, Pauli hatte dann das glücklichere Ende für sich und konnte sich im Sprint durchsetzen.

  1. Wilhelm Pauli (BRD) 1:14:58 (Schnitt 34,5 km/h)
  2. Siegfried Rothauer (Österreich, RC UNION Unterguggenberger Wörgl), gleiche Zeit
  3. Werner Nesselhauf (BRD) -0:25
  4. Silvino Silva (Portugal) -0:29
  5. Gerhard Rozanowske (BRD) -3:11
  6. Otto Kreuzer (BRD) -3:14
  7. Zdenek Makon (CZE) -3:37

28. Juni 2009: Österreichische Straßenmeisterschaft Mädchen in Unterdanegg, 47,2 km

Stephanie Strobl vor dem Start

16 Mädchen nahmen das Rennen am schweren Rundkurs auf, sie hatten 8 Runden (= 47,2 km) zurückzulegen. Mit dabei auch Stephanie Strobl vom UGB-Team, die aber nur die erste Runde mit entsprechender Leistung absolvieren konnte. Danach fiel sie aus dem Feld zurück und wurde in der Folge sogar noch überrundet. Dennoch machte sie das Beste daraus, fuhr tapfer weiter und belegte schließlich den 12. Rang.

Wie erwartet setzte sich die Kärntnerin Christina Perchtold (RLM Kostel Grafenstein) klar durch, sie distanzierte ihre schärfste Verfolgerin, Victoria Domitner (Full Dynamix Battaglin) um 2:16 Minuzten, und zusammen deklassierten sie die Verfolger um knappe 10 Minuten!

Stephanie Strobl alleine auf weiter Flur

Straßen-Europameisterschaften in Z´dar nad Sazavou (Tschechien)

26. – 28. Juni 2009: Straßen-Europameisterschaften in Z´dar nad Sazavou (Tschechien)

Auf dem schweren Kurs im tschechischen Saar an der Sauser wurden auch heuer wieder die Europameisterschaften der Masterklassen ausgetragen.

EUROPEAN MASTERS ROAD CHAMPIONSHIPS

In insgesamt 9 Klassen gingen insgesamzt 277 Rennfahrer an den Start, 249 davon kamen auch ins Ziel. Hier die Titelträger und Medaillengewinner sowie die Plazierungen der Österreicher:

Master 1: 1. Daniel Treml (CZE), – 2.Jiri Mikulasek (CZE), – 3. Vaclav Jelinek (CZE)

Master 2: 1. Dariusz Wozniak (POL), – 2. Geoffrey Luyssen (BEL), – 3. Kamil Mraz (CZE), – weiters: Markus Willinger aufgegeben

Master 3: 1. Angelo Maggi (I), – 2. Gregoire Balland (FRA), – 3. Primo Sprecace (I), – weiters: 22. Friedrich Pöltl, – 24. Herbert Hortschitz

Master 4: 1.Kled Fjord (DMK), – 2. Torsten Kunath (BRD), – 3. Vinicio Rosario (I), – weiters: 13. Werner Pinczker, – 26. Bruno Martinz, – 34. Günther Jammerbund, – EwaldSchön aufgegeben

Master 5: 1. Hans Jörgen Hellerup (DMK), – 2. Matthias Grunig (BRD), – 3. Miroslav Kakac (CZE), – weiters: 23. Jens Mateyka, Sebastian Pfisterer aufgegeben

Master 6: 1. Dirk Keynemans (NED), – 2. Wladimir Golttfried (BRD), – 3. Ugo Balatti (I), – weiters: 5. Alfred Lechnitz, – 15. Engelbert Gaubitzer

Master 7: 1. Josef Reis (BRD), – 2. Bruno Macciocu (I), – 3. Gerhard Hrinkow (ÖST), – weiters: 6. Josef Schalk, – 15. Fritz Gaubitzer

Master 8: 1. Reinhard Scheer (BRD), – 2. Stanislav Steigl (CZE), – 3. Svyatoslav Kovalchuk (UKR)

Master 9: 1. Wilhelm Pauli (BRD), – 2. Siegfried Rothauer (ÖST), – 3. Werner Nesselhauf (BRD)

Österreich hat somit zwei Medaillen erobert, die Silberne (Rothauer) und die Bronzene (Hrinkow), unser Sigi war somit abermals, wie schon im Vorjahr auch, der erfolgreichste Österreicher.

 

27. Juni 2009: Rundstreckenrennen in Unterdanegg, 59 km

Im Rahmen der Grafenbacher Radsporttage fand am Samstag auf dem 5,9-km-Rundkurs der vorjährigen Straßenmeisterschaft ein Rundstreckenrennen statt, bei dem die Masterklassen 2 bis 6 10 Runden (= 59 km) zurückzulegen hatten. Auf dem schweren Kurs mit zwei Anstiegen war Hans Unterguggenberger der einzige Starter des UGB-Teams, da Robert Bartonek wegen eines Staus bei der Anfahrt den Start um eine Minute ganz knapp verpaßt hatte!

Natürlich war das Leistungsgefälle innerhalb der Klassen 2 bis 6 viel zu groß, und so kam es auch bald zu einem Aufsplittern des an sich ganz großen Feldes. Unterguggenberger befand sich danach im zweiten großen Feld, das aber zusehends an Boden verlor und schließlich mehrere Minuten nach der Spitzengruppe das Ziel erreichte.

In der Kategorie 6 waren gerade mal 4 Fahrer an den Start gegangen, Strutzenberger (Langenlois) gab das Rennen auf, die beiden anderen, Unterguggenberger und Brixler, waren im zweiten Hauptfeld dabei, und dort sicherte sich Unterguggenberger im Sprint den Sieg, damit übernahm er auch wieder die Gesamtführung im Ginner-Cup.

Im Rennen der Amateure, die 18 Runden (= 106,2 km) zurückzulegen hatten, war der Niederösterreicher Manfred Koch mit dabei. Bei schwülem Wetter und bedecktem Himmel wurde hier vom Start weg ein unwahrscheinlich hohes Tempo vorgelegt, eine 4-Mann-Gruppe setzte sich ab und diktierte über lange Zeit das Geschehen. In der Verfolgungsjagd zersplitterte das ursprünglich 28 Mann starke Feld zusehends, und Koch fiel zurück, fuhr dann zusammen mit dem Radsport-Vychodil-Fahrer Schwarzäugl einige Zeit, ehe der dann 5 Runden vor Schluß entkräftet vom Rad stieg, und schließlich tat es ihm Koch gleich und beendete das Rennen vorzeitig.

25. Juni 2009: Europameisterschaft im Einzelzeitfahren in Nove Vesely (Tschechien), 19,7 km

Sigi Rothauer war der einzige Starter des UGB-Teams bei den diesjährigen Europameisterschaften. Heute stand auf einem welligen Kurs das Einzelzeitfahren auf dem Programm. Um genau 9.11 Uhr nahm der Sigi den knapp 20 km langen Europameisterschaftskurs unter die Räder.

Knapp vor dem Ziel konnte er sogar noch den 3 Minuten vor ihm gestarteten Deutschen Horst Friese einholen und so noch den 8. Rang belegen.

Ergebnis, Master 9:

  1. und Europameister Otto Altweck (BRD) 28:59 (Schnitt 40,78 km/h)
  2. Ludwig Olefs (BRD) -0:02
  3. Anton Gierer (Österreich, RC Sparkasse Ybbs) -0:11
  4. Werner Nesselhauf (BRD) -0:56
  5. Zdenek Karasek (CZE) -2:53
  6. Petr Bauer (CZE) -3:51
  7. Jindrich Biskup (CZE) -4:06
  8. Siegfried Rothauer (Österreich, RC UNION Unterguggenberger Wörgl) -4:16
  9. Miroslav Lalak (CZE) -5:11
  10. Milan Mattus (CZE) -5:46

Europameisterschaft im Einzelzeitfahren in Nove Vesely

25. Juni 2009: Europameisterschaft im Einzelzeitfahren in Nove Vesely

Heute sind also die Masterklassen im tschechischen Nove Vesely bei Saar an der Sauser (Zd´ar nad Sazavou) auf einem 19,7 km langen Rundkurs (der eigentlich gar kein Rundkurs ist) um die Europameisterschaftstitel im Einzelzeitfahren gestartet. Mit dabei auch 22 Österreicher in den 8 Master-Klassen (die Kategorien 1 und 2 wurden zusammengelegt). Wie es unserem Vertreter Sigi Rothauer dabei gegangen ist, könnt ihr unter den „Rennberichten“ nachlesen. Hier soll es eine Rückschau auf die restlichen Bewerbe geben mit Schwerpunkt Abschneiden der Österreicher.

In den Klassen Master 1/2 behielt der Italiener Michel Chocol die Oberhand, mit 25:50 fuhr er die zweitbeste Zeit des Tages. Die anderen Medaillengewinner, der Tscheche Kamil Mraz und der Slowene Andrzej Gucek, lagen mit 1 bzw. 6 Sekunden Rückstand nur denkbar knapp zurück. Der beste Österreicher, der Oberösterreicher Thomas Mairhofer, kam in 26:17 auf den 5. Rang. Ganglberger, Harlander und Hortschitz auf den Rängen 13, 14 und 15 sowie Bernhard als 19. komplettierten das Ergebnis der Österreicher.

In der Klasse 3 setzte sich der Däne Kled Fjord in 25:54 knapp vor Andrea Paulan (I, 8 Sekunden zurück) und Joachim Weber (BRD, 13 Sekunden zurück) durch, der einzige Österreicher in dieser Klasse, der Steirer Günter Adler, belegte in sehr guten 26:55 Minuten den 8. Rang.

In der Masterklasse 4 siegte der Deutsche Werner Hügel in 25:33 mit der Tagesbestzeit. Er distanzierte seinen Landsmann Jakob Morasch um 37 Sekunden und den Russen Juri Demanov um 51 Sekunden. Der Österreicher Gerhard Hawlik verfehlte als 5. mit 1:03 Minuten Rückstand die Bronzemedaille nur um knappe 12 Sekunden. Die weiteren Österreicher: 6. Ewald Schön (-1:05), 9. Hermann Harter (-1:31).

In der Klasse 5 gab es durch Jens Mateyka (RC Schnecke Wiener Allianz) in 26:29 einen von zwei österreichischen Siegen, der Wiener setzte sich 5 Sekunden vor dem Dänen Michael Barfoed und 18 Sekunden vor dem Tschechen Radek Krummer durch.

In der Kategorie 6 feierte der Exilrusse Wladimir Gottfried (BRD) in 26:17 einen überlegenen Sieg. Der Wiener Alfred Lechnitz (RC Schnecke Wiener Allianz) fuhr 1:04 dahinter auf den zweiten Rang, denkbar knapp vor Gerhard Steinermayr. Beide hatten sie 27:21 erzielt, getrennt nur durch 4 Hundertstelsekunden! Mit Erich del Pozo als Viertem (27:39) gelang einem ein Comeback, der nach einer schweren Trainingsverletzung (Sturz) heuer noch gar kein Rennen bestritten hatte! Er verfehlte die Silbermedaille nur um 18 Sekunden! Die weiteren Österreicher dieser Klasse: 5. Fritz Gaubitzer (28:15), 8. Engelbert Gaubitzer (28:40), 11. Othmar Peer (28:58) und 19. Hermann Macher (30:41).

In der Masterklasse 7 gab es einen österreichischen Doppelsieg, und zwar durch Gerhard Hrinkow (RC Hrinkow Bikes Steyr) in 27:32 vor dem Tiroler Vinzenz Hörtnagl (27:44), Dritter wurde der Tscheche Lubomir Novak in 28:12. In dieser Klasse gab es auch österreichischer Sicht das zweite bemerkenswerte Comeback: unter den 19 Klassierten belegte der Salzburger Walter Gratzl (ARBÖ Bischofshofen) in 32:00 in seinem ersten Rennen heuer nach einer längeren Krankheit den 17. Rang!

In der Klasse 8 war kein Österreicher am Start, hier siegte der Bundesdeutsche Reinhard Scheer überlegen in 28:17 vor Friedrich Fleischer (BRD, 29:30) und John Larsen (DMK, 29:35).

Und schließlich in der Klasse 9 der über 70jährigen gab es das haargenau selbe Ergebnis wie im Vorjahr: Otto Altweck (BRD) verteidigte seinen Titel vor Ludwig Olefs (BRD) und Anton Gierer (Österreich, RC Sparkasse Ybbs), allerdings hatte der Münchener in 28:59 gerade mal 2 Sekunden Vorsprung, während auch Gierer mit 11 Sekunden Rückstand nur sehr knapp zurücklag. Unser Sigi Rothauer belegte mit ungefähr dem selben Rückstand wie im Vorjahr, nämlich 4:16 Minuten, denselben Platz wie im Vorjahr, nämlich den 8. Rang.

Auffallend schwach besetzt waren – wieder – die Damenbewerbe. In der Klasse 1 siegte die Tirolerin Doris Posch mit der Frauen-Tagesbestzeit von 28:36 Minuten mit dreieinhalb Minuten Vorsprung. Hier waren nur 4 Damen klassiert. Petra Sinzinger (Österreich) gewann als einzige Starterin die Klasse 2, in den Kategorien 3 und 4 waren jeweils auch nur 4 Starterinnen, aber keine Österreicherinnen.

 

21. Juni 2009: Straßenrennen um die Trofeo „Trattoria-Pizzeria Rispoli“ in Basaldella di Campoformido, 59,7 km

Das erste Antreten des UGB-Teams in Italien (Hans Unterguggenberger und Robert Bartonek) war durchaus von Erfolg gekrönt. Auf dem völlig flachen, aber sehr windigen 19,9-km-Rundkurs mußten drei Runden zurückgelegt werden. Das überaus schnelle Rennen (Schnitt 42,8 km/h) lief auf den Sprint einer größeren Gruppe hinaus.

In der ersten halben Runde wurde ein Schnitt von 44 km/h gefahren, dennoch konnte sich hier eine kleine Gruppe absetzen, die dann in der dritten Runde in einer wahren Temposchlacht noch gestellt wurde. Dabei mußte Hans Unterguggenberger leider reißen lassen und fiel in eine Verfolgergruppe zurück. Beim technisch sehr anspruchsvollen Zieleinlauf (Spitzkehre rechts, Abfahrt, langgezogene Kurve links) setzte sich überraschend Andrea d´Aparo (GS Amici delle Biciclette) durch, Bartonek belegte zeitgleich mit dem Sieger den 14. Rang, konnte aber die Favoriten Riccardo Tarlaio und Claudio Pangos distanzieren. Unterguggenberger erreichte in der Klasse Supergentlemen B mit knapp 6 Minuten Rückstand den 7. Rang.

21. Juni 2009: Österreichische Paarzeitfahrmeisterschaft in Althofen, 17 km

Der UGB-Wörgl war in diesem Rennen „nur“ mit zwei Paaren vertreten, in der Klasse Master 4-6 trat das Duo Unterguggenberger/Rothauer zum Kampf um die Medaillen an, und in der Amateurklasse war es Manfred Koch, der zusammen mit dem Kremser Friedrich Rauter das Rennen um den Meistertitel aufnahm.

Unterguggenberger/Rothauer fuhren zum erstenmal in dieser Besetzung, was noch gewisse Mängel mit sich brachte. Die beiden konnten sich unter den 6 Paaren der Klasse 2 bis 6 an der undankbaren 4. Stelle plazieren, 1:09 Minuten hinter dem siegreichen Paar Anton Gierer/Josef Schalk (RC Ybbs/ASVÖ Tulln), die die Strecke in 23:54 Minuten zurücklegten, was einem Schnitt von 42,67 km/h entsprach.

Kat. Master 4-6:

  1. Anton Gierer/Josef Schalk (RC Ybbs/ASVÖ Tulln) 23:54
  2. Karl Korpitsch/Dieter Schwarzmüller (ARBÖ Kollar Cycling-Team/RC Schnecke) -0:06
  3. Johann Kern/Rudolf Horak (RC Schnecke/RC Benefit Wien) -0:15
  4. Hans Unterguggenberger/Siegfried Rothauer (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) -1:09

Im Meisterschaftsrennen der Amateure stellten sich 19 Paare dem Starter, den Titel holten sich Dieter Friedrich (ARBÖ Drahteisel Köflach/KTM-Mountainbiker.at) in 20:45 (Schnitt 49,13 km/h), Koch/Rauter belegten mit nur 1:48 Minuten Rückstand den hervorragenden 13. Rang.

Mit reduziertem UGB-Team in Althofen angetreten

21. Juni 2009: Mit reduziertem UGB-Team in Althofen angetreten

Stephanie & Mutter, hier handelt es sich um ein herzliches Ritual, das seinen Ursprung in grauer Vorzeit den damaligen Dynastien der Familie verdankt.

Mit insgesamt vier Teams, so war es geplant, hätte der RC UNION Unterguggenberger Wörgl bei den Paarzeitfahrmeisterschaften in Althofen antreten können. Doch dazu kam es dann doch nicht. Einzig das Paar Unterguggenberger/Rothauer in der Kategorien 4-6 war unumstritten. Bartonek/Schweighofer (Klasse 2-3) konnten nicht antreten, weil Schweighofer nach seiner schweren Verletzung noch nicht in der gewünschten Form ist.

Die junge Stephanie Strobl wollte mit der Kärntnerin Vanessa Koller ins Rennen gehen, dieses Paar bekam dann im allerletzten Abdruck die Startberechtigung doch nicht. Bei einer Meisterschaft müssen beide Partner aus ein und demselben Verein oder Bundesland kommen! Die Meldung aber wurde angenommen, genauso wie das eingezahlte Nenngeld!

Manfred Koch dagegen, der zusammen mit dem  Niederösterreicher Friedrich Rautner vom RSC Krems antrat, konnte allen Erwartungen durchaus gerecht werden. Zwar steht auf der Ergebnisliste der Kategorie Amateure groß und fett „Österr. Meisterschaft“, doch für diese Kategorie traf das dann doch nicht zu, also durften hier ein Tiroler und ein Niederösterreicher ein Paar bilden. Verwirrend – wohl nur für die Zuschauer. Insider sind es gewohnt, daß nichts so ist, wie es scheint.

Wir haben es jedenfalls als eine große und vor allem wichtige Aufgabe angesehen, dem „normalen“ Zuschauer einen Leitfaden zu geben, um halbwegs unbeschadet durch das Mysterium dieser Veranstaltung zu finden. Seien wir doch ehrlich: es gibt so unendlich viel Wichtigeres als ein paar alte Säcke, die radfahren und streiten, daß die Fetzen fliegen.

Medaillenspieglein an der Wand, wer ist der Stärkste im ganzen Land?

Vier der fünf Österreichischen Meisterschaften sind absolviert (Kriterium in Stattersdorf, Straße in Amstetten, Éinzel- und -Paarzeitfahren in Althofen). Doch wer ist nun der stärkste MASTERKLUB, WER DER STÄRKSTE  FAHRER? Wir wenden uns jetzt einem „ewigen Vergleich“ zu, ich habe mir die Mühe gemacht, alle Podiumsplazierungen zu vergleichen und so die stärksten Fahrer und Vereine herauszufiltern. Und ich kann euch sagen, da wird es manche Überraschung geben! Wie gesagt, hier geht es nur um die Medaillen. Ausständig sind noch die Österreichische Bergmeisterschaft sowie die Europameisterschaft im Zeitfahren und auf der Straße sowie die Weltmeisterschaft im Zeitfahren und auf der Straße.

 

Medaillenspiegel Vereine

Platz Verein Bundesland Gold Silber Bronze Gesamt
1. RC Schnecke Wiener Allianz Optik Klika W 4 5 1 10
2. ASVÖ Sparkasse Die Erste Tulln 4 2 2   8
3. ARBÖ Sparkasse Kindberg Stmk 3 1   4
4. RC UNION Unterguggenberger Wörgl T 2 3 2   7
5. RSC Krems 2 1 1   4
6. RC Ybbs Persenbeug 2   2
7. RC ARBÖ Ginner Amstetten 1 1 3   5
8. RC UNION Sporthaus OKAY T 1 1   2
9. SK VÖEST VA-Tech Linz 1 1   2
  ARBÖ Raiffeisen Feld/See K 1 1   2

 

 Medaillenspiegel Fahrer

Platz Name Verein Gold Silber Bronze Gesamt
1. Josef Schalk RC ASVÖ Die Erste Tulln 4 4
2. Dieter Schwarzmüller RC Schnecke Wiener Allianz 2 2 4
3. Ewald Schön RSC Krems 2 1 1 4
4. Jens Mateyka RC Schnecke Wiener Allianz 2 1 3
5. Siegfried Rothauer RC UNION Unterguggenberger Wörgl 2 1 3
  Friedrich Pöltl RC ARBÖ Sparkasse Kindberg 2 1 3
7. Vinzenz Hörtnagl RC UNION Sporthaus OKAY 2 2
  Anton Gierer RC Ybbs 2 2
9. Günther Iby RC ARBÖ Ginner Amstetten 1 1 2 4
10. Gebhard Pertl RC ARBÖ Raiffeisen Feld/See 1 1 2

20. Juni 2009: Österreichische Zeitfahr-Meisterschaften in Althofen, 8 km bzw. 17 km bzw. 23 km

Manfred Koch bei der ersten Wende in Kappl nach ca. 5 km

Und wieder gab es Medaillen bei einer Österreichischen Meistertschaft für den UGB Wörgl! Im Einzelzeitfahren, das auf einer 17 km langen Strecke in Althofen in Kärnten ausgetragen wurde, belegten Hans Unterguggenberger und Siegfried Rothauer die Ränge 2 und 3 in ihrer Klasse 6 und holten damit die Silber- bzw.Bronzemnedaille. Zwei weitere Medaillen in der großen Sammlung in dieser Saison! Robert Bartonek versäumte den Start und ging ins Rennen, als seine Zeit bereits seit knapp 2 Minuten gelaufen ist – damit blieb für den Grazer nur der enttäuschende 15. Rang in seiner Klasse 2.

Kategorie 6:

  1. Anton Gierer (RC Ybbs)  25:22 (Schnitt 40,2 km/h)
  2. Hans Unterguggenberger (RC UNION Unterguggenberger Wörgl)  -0:26
  3. Siegfried Rothauer (RC UNION Unterguggenberger Wörgl)  -0:28

Das Rennen wurde mit den Mädchenbewerben gestartet, und da belegte die junge 15jährige Stephanie Strobl aus Niederösterreich im Trikot des UGB-Teams den sehr guten 11. Rang. Die 19 Mädchen mußten 8 Kilometer zurücklegen, der Sieg ging dabei an Victoria Domitner (Team Full Dynamix), die in 12:56 Minuten mit einem Schnitt von 37, 1 km/h gewann. Strobl handelte sich nur 1:26 Minuten Rückstand ein.

Im Juniorenrennen kollidierte Marco Haller (RLM Grafenstein-Radshop Kostel) mit einem Pkw und stürzte schwer, in der Folge wurde deshalb das Rennen der Amateure abgebrochen und annulliert. Das wiederum traf den Niederösterreicher Manfred Koch (UGB Wörgl), der an der Unfallstelle wie alle anderen auch abgewunken wurde.

Einzel- und Paarzeitmeisterschaften in Althofen

20. Juni 2009: Einzel- und Paarzeitmeisterschaften in Althofen

 An dieser Stelle müssen wir wieder einmal – leider, leider – eine ganz harsche Kritik anbringen, nämlich am Veranstalter dieser beiden Bewerbe in Althofen in Kärnten. Ich glaube, mittlerweile sind wir ja in dieser Hinsicht schon berüchtigt, aber das tut unserer Pflicht keinen Abbruch, diese Mißstände immer wieder aufzuzeigen.

Der Veranstalter in Kärnten, der ÖAMTC RC Raiffeisen Althofen, täte wirklich gut daran, mit seiner Veranstaltung wieder zum altbewährten und allseits beliebten Straßenrennen zurückzukehren. Dieser 13-km-Rundkurs ist schwer, selektiv, schön, besitzt eine ausreichende Fahrbahnbreite und eine einwandfreie Asphaltdecke, schließlich wurden dort auch schon mal die Österreichischen Straßenmeisterschaften der Masterklassen abgewickelt. Zu Recht.

Was aber das Zeitfahren angeht, das nun nach 2008 schon zum zweiten Mal veranstaltet wurde, kann ich nur raten: IN ZUKUNFT FINGER WEG DAVON! Es gab nämlich mehrere ganz gravierende organisatorische Mängel, die – noch dazu bei einer Österreichischen Meisterschaft – wahrlich nichts verloren haben. Aus diesen Mängeln resultierte diesmal etwa ein sehr schwerer Unfall des Juniorenfahrers Marco Haller, der mit Glück sagen kann, mit dem Leben davongekommen zu sein. Verdanken darf er diesen Unfall zur Gänze dem Veranstalter!

Es stimmt nämlich überhaupt nicht, was immer gesagt wird: ein Zeitfahren ist das am leichtesten zu veranstaltende Rennen, weil alle Fahrer einzeln auf die Strecke gehen und es daher keine Fahrerfelder gibt. Im Gegenteil, es gibt eine Menge zusätzlicher Auflagen, die zu bedachten sind. Unsere Kritik im Detail:

1.) Ein Zeitfahren wird – meist – mit Zeitfahrmaschinen gefahren, und die sind – wie man weiß – schwer zu steuern, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten und in Kurven, denn sie sind einzig und allein auf eine schnelle, gleichmäßige Geradeausfahrt konzipiert. Im Grunde hat ein Zeitfahren auf FLACHER Strecke stattzufinden, mit WENIG KURVEN, wenn möglich KEINER Wende, bei Meisterschaften mit entsprechender ABSPERRUNG.

2.) Es ist absolut unzulässig, auf dem Zeitfahrparcours Anstiege bzw. Abfahrten einzubauen, die von der Distanz und demSteigungsgrad her am besten bei Straßenrennen untergebracht wären.

3.) Es ist absolut unzulässig, bei Meisterschaften Ort´sdurchfahrten einzubauen, die kurvig, schmal und unübersichtlich sind, vor allem dann, wenn ich noch dazu eine WENDE einbaue, die Strecke im Rennen also in beiuden Richtungen befahren wird.

4.) Es ist absolut unzulässig, solche Gefahrenstellen, die noch dazu von vornherein einem logisch denkenden Menschen als solche bekannt sein müßten, völlig unzureichend abzusichern. Die einzig mögliche Absicherung einer solchen Stelle wäre eine totale SPERRE für den normalen Straßenverkehr.

5.) Gleich zweimal auf einer gerade mal 17 km langen Strecke eine WENDE einzubauen, grenzt schon an Frotzelei. Dazu war die erste Kreuzung (mit schmalen Straßen) ein richtiger Knotenpunkt, denn dort sind Fahrer aus DREI Richtungen dahergekommen! Die einzelnen Fahrbahnen wurden dabei mit Verkehrshüten abgetrennt. An sich eine ganz lustige Idee (ist sicher mal was anderes), hat bei einem Zeitfahren aber nichts zu tun.

6.) Wenn ich schon unbedingt eine Wende einbauen muß, dann muß ich eben eine Stelle wählen, wo ich eine WENDESCHLEIFE fahren kann!

Daraus folgt:

7.) Wenn ich all diese Punkte nicht beachten kann, weil ich einfach die dazu nötige Strecke NICHT auftreiben kann, dann MUSS ICH ES EBEN BLEIBEN LASSEN, nicht um jeden Preis die Veranstaltung durchpeitschen!  Denn dann provoziere ich Unfälle und Zwischenfälle, deren Verantwortung ich nicht übernehmen kann.

Ich weiß schon, der Veranstalter sichert sich auf alle Fälle ab, indem er den Passus in die Ausschreibung aufnimmt, daß die Straßenverkehrsordnung einzuhalten ist. Laut dieser habe ich bei Abzweigungen Handzeichen zu geben, mich an die StVO zu halten, ich darf nicht Kurven schneiden, etc. Ich weiß auch, daß das eine rein versicherungstechnische Formulierung ist, aber es sei auch die Gegenfrage gestattet: veranstaltet man ein Radrennen oder eine Kindergartenveranstaltung???

Solange nichts passiert, bleiben wohl alle diese Punkte unbeachtet und unbemerkt, aber wehe, es passiert ein Unfall! Dann erhebt sich ein allgemeines Gezeter und Geschrei, es mündet in diverse Schuldzuweisungen. Tatsache ist: in Althofen war ein Anstieg eingebaut, steil und viel zu lang für eine Zeitfahrmaschine, der gleich ZWEIMAL zu absolvieren war, inklusive Abfahrten natürlich. Unmittelbar am Ende der Abfahrt eine Wende auf schmaler Straße, dann wieder der Berg, und am Ende der Abfahrt die Ortsdurchfahrt durch Guttaring. Schmal, eng, unübersichtlich und VÖLLIG UNGESICHERT. Eine Strecke ist auch dann ungesichert, wenn zur Absicherung irgendwelche VOGELSCHEUCHEN hingestellt werden, die Zeitung lesen, Würschtel fressen oder sich mit Zuschauern unterhalten, mit einem Wort, schlicht und einfach inkompetent sind. Ich sehe ein, es ist nicht jedermanns Sache, stundenlang irgendwo auf der Straße zu sitzen oder zu stehen, man wird müde, unkonzentriert und soll sich dann auch noch wilde Vorwürfe gefallen lassen.

Noch einmal: unter solchen Umständen hat man eine Veranstaltung ZU UNTERLASSEN!!! Daß dann die Funktionäre präpotent reagieren, überheblich und – wieder – völlig inkompetent, ist logisch, denn die Nerven sind angespannt, besonders bei Unfällen mit Personenschaden. Und die kann ich nur verhindern, wenn ich die Rahmenbedingungen von Anfang an beachte.

Abschließende Frage: was ist, wenn ein auf solche Art gestürzter Fahrer eines Tages NICHT mehr aufsteht???

Zum besseren Verständnis unserer Kritik sei hier noch einmal der Unfall von Marco Haller erwähnt. Der Kärntner Junior ist mit hoher Geschwindigkeit vom Berg runter Richtung Guttaring gerast, im Ort ist dort aber in der Zwischenzeit wegen der schmalen und engen Kurven eine ganze Autokolonne zusammengekommen. Und weil die Strecke unübersichtlich war, ist er dann plötzlich hinter einer Kurve vor einem Pkw gestanden und ist in dessen Heckscheibe geknallt. Mit vollem Tempo und einer Geschwindigkeit, die eigentlich ärgere Verletzungen verursachen hätte müssen. Gut, mittlerweile ist der Nachwuchsfahrer wieder auf dem Weg der Besserung, er wird nach einer entsprechenden Pause seine Karriere auch wieder fortsetzen können. Daß es einen der stärksten Junioren Österreichs erwischt hat, ist wahrscheinlich Zufall. Aber daß die Verletzungen sich als so leicht herausgestellt haben, ist sicherlich NICHT das Verdienst des Veranstalters.

Ein seltenes Fotodokument aus besagtem Rennen in Althofen, aufgenommen in der kleinen, aber feinen Ortschaft Silberberg, wo die Fahrer aus drei verschiedenen Richtungen kommend, aufeinandertrafen: ein kleiner, aber ziemlich aggressiver, vermutlich nervöser und aufgeregter Beagle wetzte ein paarmal über die Fahrbahn, immer mit der Besitzerin im Schlepptau, einer örtlichen Lokalbesitzerin, einem drallen Vollblutweib. Wie durch ein Wunder passierte nichts. Alle Streckenposten haben zugesehen.

 

DAS WUNDER VON ALTHOFEN

Samstag, 20. Juni 2009: DAS WUNDER VON ALTHOFEN

Der Kärntner Franz Tarmann scheint in der ÖRV-Liste mit seiner Lizenz in der Masterklasse 5 auf, wo er aufgrund seines Geburtsdatums vom 26. Juli 1943 auch hingehört. In dieser Klasse war er mit der Startnummer 142 auch bei den Österreichischen Zeitfahrmeisterschaften in Althofen geführt. So weit, so gut.

Doch dann passierte das, was als das „Wunder von Althofen“ in die Radsportgeschichte einging. Das 17 km lange Zeitfahren MUSS wohl dem Kärntner derart zugesetzt haben, daß er über die Maßen schnell gealtert ist, denn auf der Ergebnisliste fand man ihn in der Klasse 6, bei den über 70jährigen. Dazu muß er in den 25 Minuten Fahrtzeit um ganze 4 Jahre gealtert sein, das macht im Schnitt alle 6 Minuten um ein Jahr! Und damit handelt es sich hier um eine medizinische Sensation.

Ein 66jähriger startete ins Rennen und kam 25 Minuten später als 70jähriger zurück, sichtlich gealtert, einzig seine Ohrringe, zum Zeichen ewiger Jugend getragen, sind anscheinend aus alterungsbeständigem Material.

Die güldenen Ohrringe.

Sichtlich schwer gezeichnet, rettete sich der Kärntner taumelnd über die Ziellinie. Die Zielrichter urteilten nach dem Aussehen und setzten ihn auf die Ergebnisliste der Klasse 6. Noch dazu war er mit seiner dürftigen Fahrtzeit in der Klasse 5 nur 4. geworden, in der Klasse 6 lag er jetzt aber an der zweiten Stelle. Was immerhin einer Silbermedaille gleichkam.

Ein sichtlich gealterter Mann (?) kommt ins Ziel, der keine Ähnlichkeit mehr mit dem Gestarteten aufweist.
Zur Preisverteilung schritt er lächelnd und frohen Mutes, erklomm das Podest, ließ sich die Silbermedaille um den Hals hängen, riß grinsend die Hände empor und brachte nachher auffallend schnell seine schwer erkämpfte Medaille in Sicherheit.

Der Preis, ein Freßpaket, das der Beohrringte unserem Sigi gestohlen hat

Nicht nur, daß in der Klasse 6 so Unterguggenberger und Rothauer um die Früchte ihrer Arbeit gebracht wurden, in der Klasse 5 gab es auf diese Weise nur mehr 5 Starter, daher hatte dieses Rennen nicht den Status einer Österreichischen Meisterschaft. Auffallend direkt, daß NIEMAND, weder die Rennleitung noch die Konkurrenten und schon gar nicht Tarmann selber, diesen Irrtum zur Sprache brachte.

Was sollen sich da die Zuschauer denken, was sollen sich die Sponsoren denken, wenn sie davon erfahren, daß die Radfahrer so ausgelaugt und ausgelutscht ins Ziel torkeln, daß sie weder ihren Namen noch ihr Alter wissen, schon gar nicht die Kategorie, in der sie fahren. Sollte man solchen bemitleidenswerten Geschöpfen nicht einen Kurator zur Seite stellen, damit sie wenigstens ihre Rennstrecke durch den Alltag problemlos schaffen?

Ein anderer Aspekt dieses „Wunders von Althofen“: warum irrt sich da – wer auch immer – stets zugunsten dieses Beohrringten? Die Optik war schon im letzten Jahr bei den Straßenmeisterschaften ganz, ganz schief, als er am Ende mit der Goldmedaille dastand, die er heuer – wohlweislich – nicht verteidigte. War es diesmal ein Fehler des Veranstalters, der ihn irrtümlich auf die falsche Liste gesetzt hatte? Warum hat er dann selbst dazu geschwiegen? War es sein Fehler, hat er gesagt, daß er doch in die Klasse 6 gehöre, weil er dort Medaille und Vizetitel geholt hätte? Warum leistet dem der Veranstalter Folge? Gibt es da irgendein Naheverhältnis, über das unsereins nur bloße Vermutungen anstellen kann?

Erst am nächsten Tag konnte diese Tat aufgeklärt werden. Fehlt nur noch, daß man den Begriff „Diebstahl“ neu definieren muß.

Zurück bleiben auf alle Fälle nur Frustrierte: der Beohrringte selbst, der jetzt aufgedeckt ist, der Veranstalter, der in schiefem Licht dasteht, die Sponsoren, die ihren guten Namen mißbraucht sehen, die Zuschauer, auf deren Rücken diese Streitigkeiten ausgetragen werden. In einer Kärntner Tageszeitung stand am Sonntag zu lesen, daß der Beohrringte den Vizetitel in der Klasse 6 erringen konnte. Wie steht jetzt derjenige da, der einen Widerruf verlangt? Zum Abschluß noch ein Rat: vielleicht sollte man die große Frage dazu ganz anders formulieren > nicht, wer davon profitiert hat, sondern > wem sollte damit geschadet werden???

Auswirkungen von Alzheimer (Einakter mit zwei Personen)

Der Prophet: Franzi, wie alt bist du jetzt?

Franzi: Weiß nicht, ist schon so lange her…

Der Prophet: Aber Franzi, du mußt doch wissen, wann du geboren bist!

Franzi: Ich glaub, das war schon im vorigen Jahrtausend…

Der Prophet: Ja, Franzi, in welcher Klasse fährst du denn?

Franzi: Weiß nicht genau, mal in dieser, mal in jener…

Der Prophet: Aber das geht doch nicht!

Franzi: Mußt beim Veranstalterklub sein, dann geht das alles!

Franzi reißt beide Arme hoch und läßt sich vom johlenden imaginären Publikum feiern. Der Prophet schüttelt mißbilligend den Kopf. Stolz zeigt Franzi mehrere Medaillen, hält sie triumphierend in die Höhe.

Der Prophet: Aber Franzi, wo hast du diese vielen Medaillen her?

Franzi: Gewonnen. Ich fahre ja schon lange Jahre, habe viele Rennen gewonnen,

Dumpfes Raunen aus unzähligen Kehlen im Hintergrund: Hängt ihn höher, hängt ihn höher, hängt ihn endlich!

Der Prophet (belustigt): Franzi, jetzt mußt aber wirklich Gas geben, die Schatten der Vergangenheit haben dich gleich an einer Speckfalte. Dann möchte ich nicht in deinem Fell stecken.

Franzi: I waas lei oans: i woas ned!

Unter dem Applaus des Publikums grabschen viele Hände nach dem Franzi, erwischen ihn, halten ihn fest, ziehen ihn zu Boden, und unter gellenden Schmerzensschreien fällt der Vorhang.

(Ein Schelm, wer jetzt Böses denkt. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind sicherlich nur zufällig, vielleicht beabsichtigt, aber garantiert nur ein Witz).

 

14. Juni 2009: Mostland-Straßenrennen in Amstetten, zugleich Österreichische Straßenmeisterschaft, 58,5 km bzw. 46,8 km bzw. 93,6 km

Start der Kategorien 4 bis 6 in der Ostarrichi-Kaserne (von links): Lebersolrger, Piterka, Sedlak, Unterguggenberger, Schalk, Schwarzmüller, Korpitsch

Mit Start und Ziel bei der Ostarrichi-Kaserne wurde das Mostland-Straßenrennen bei Amstetten gefahren, in den Masterklassen war es als Österreichische Straßenmeisterschaft ausgeschrieben. Am Vormittag startete Robert Bartonek in der Masterklasse 2, die zusammen mit der Klasse 3 ein Rennen über 5 Runden (á 11,7 km = 58,5 km) zu fahren hatte. Pro Runde waren dabei 107 Höhenmeter zu überwinden. Zunächst der lange, flache Anstieg nach Holzing, dann noch die Steigung zum Ziel zur Kaserne hinauf. Bei heißem Sommerwetter gingen 40 Masterfahrer ins Rennen.

Es entwickelte sich ein Ausscheidungsrennen auf dem schweren Rundkurs. Die Entscheidung fiel in der vorletzten Runde, als sich mit Groß Rudi, Jens Mateyka, Hans Taucher und Stephan Haider vier Fahrer absetzten, die sich ins Ziel retten konnten. Am Zielanstieg spielte der Kärntner Rudi Groß seine Stärke am Berg aus und kam solo ins Ziel. 3 km vor dem Ziel konnte sich der Gesamtführende im Ginner-Cup der Klasse 2, der Oberösterreicher Günther Iby, aus der Verfolgergruppe absetzen und so noch den dritten Rang erkämpfen. Robert Bartonek belegte in der Gruppe der Verfolger knapp dahinter den 12. Rang.

Letzte Zieldurchfahrt, hinten Unterguggenberger

Die Masterfahrer der Klassen 4 bis 6 mußten 4 Runden (= 46,8 km mit 428 Höhenmetern) zurücklegen, ehe hier die österreichischen Meister gekürt werden konnten. Titelverteidiger Franz Tarmann (RC Althofen) war nicht am Start und verteidigte seinen Titel nicht. Sehr früh konnten sich mit den Favoriten Josef Schalk (ASVÖ Tulln), Dieter Schwarzmüller (RC Schnecke) und Karl Korpitsch (ARBÖ Kollar Cycling-Team) drei Mann absetzen, die in der Folge einen entscheidenden und sicheren Vorsprung herausfuhren. Bererits in der vorletzten Runde griff Schalk in der Zielsteigung an, schüttelte seine Verfolger ab und fuhr einem ungefährdeten Sieg entgegen, damit holte er sich den Meistertitel in seiner Kategorie 4. Schwarzmüller war ungefährdeter Sieger der Klasse 5, und der für das UGB-Team wichtige Titel in der Klasse 6 wurde somit im Verfolgerfeld entschieden.

Start der Klassen 2/3

Drei Mann kamen für den Titel in Frage, die beiden UGB-Fahrer Rothauer und Unterguggenberger sowie der Niederösterreicher Johann Brixler. Unterguggenberger ritt in der Abfahrt von Holzing eine vorentscheidende Attacke, konnte sich solo absetzen, hatte in Schaffenfeld, 1,6 km vor dem Zielstrich, zu Beginn des Schlußanstieges bereits den Sieg vor Augen, doch bereits auf halber Höhe des Anstieges brach er etwas ein, die Verfolger kamen näher und witterten wieder eine Chance. Als er wenige Meter vor dem Ziel noch eingeholt wurde, schlug die Stunde des Oberösterreichers Sigi Rothauer, der sich im Sprint den Sieg und damit den bereits zweiten österreichischen Meistertitel dieser Saison sicherte. Unterguggenberger wurde Zweiter, denn Brixler hatte auf der Verfolgungsjagd etwas an Boden verloren und mußte mit dem dritten Rang vorliebnehmen.

Österreichische Straßenmeisterschaft, Kategorie 6:

  1. Siegfried Rothauer (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) 1:21:22 (Schnitt 32,89 km/h)
  2. Hans Unterguggenberger (RC UNION Unterguggenberger Wörgl), gleiche Zeit,
  3. Johann Brixler (RC ASVÖ Die ErsteTulln) -19 Sekunden

Wieder einmal erwies sich der RC UNION Unterguggenberger mit diesem Doppelsieg als der stärkste Master-Verein Österreichs, der RC ASVÖ Die Erste Tulln kam auf eine Gold- und zwei Bronzemedaillen, der RC Raiffeisen Feld/See schaffte eine Gold- und eine Bronzemedaille, der RC Ginner Schnecke Wien eine Gold- und eine Silbermedaille und der RC ARBÖ Kindberg zwei Goldmedaillen.

Auch die Amateure fuhren ein Rennen, sie mußten 8 Runden (=93,6 km) sowie 856 Höhenmeter absolvieren, ehe der Sieger feststand. Mit dabei auch der Niederösterreicher Manfred Koch, der diesmal leider das Pech hatte, bereits in der ersten Runde in der letzten Abfahrt in einen Sturz verwickelt zu werden. Dadurch verlor er mit einigen anderen Fahrern den Anschluß an das Hauptfeld, konnte nicht mehr aufschließen und mußte das Rennen auf dem 48. Rang beenden. 16:23 Minuten hinter Sieger Andreas Gruber (ARBÖ Rapso Knittelfeld) erreichte er das Ziel.

 

Zwischenstand im Ginner-Cup nach 8 Bewerben, Kategorie Master 2:

1. Günther Iby (RC ARBÖ Ginner Amstetten) 185 Punkte, – 2. Gerhard Mosler (RC ARBÖ TV-Steiner Raaba) 149, – 3. Günther Nutz (RC Trumau) 109, – 4. Robert Bartonek (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) 106, – 5. Rudolf Hansl (RC ARBÖ imcom.24 Vredestein Wien) 103, – 6. Hannes Krivetz (RC Raiffeisen Kosmopiloten Zwettl) 97, – 7. Erwin Zierler (RC ARBÖ Kollar Cycling-Team Stattersdorf) 90, – 8. Rudolf Feitsch (RC Trumau) 60

Kategorie Master 6:

1. Siegfried Rothauer (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) 135 Punkter, – 2. Hans Unterguggenberger (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) 131, – 3. Franz Strutzenberger (RC UNION Langenlois) 86, – 4. Gernot Jost Engels (RC Trumau) 85, – 5. Manfred Lang (RC ASVÖ Die Erste Tulln) 78