Samstag, 2. Mai 2009: Straßenrennen um den Großen EUROPA-Preis in Znaim (Tschechien), 122,6 km

Auf einem sehr schweren, weil hügeligen und sehr willigen Kurs fand der Europa-Straßenpreis im tschechischen Znaim gleich hinter der österreichischen Grenze statt. 1300 Höhenmeter mußten überwunden werden, und mit insgesamt 55 Kilometer wurde ein großer Teil des Rennens auf österreichischem Boden gefahren. Leider waren nur tschechische Fahrer am Start, mit Robert Bartonek fand sich nur ein einziger Österreicher am Start ein.

Die Klasse 50+ ging als erste ins Rennen, und gleich nach dem Grenzübergang mußte in Rewtz der erste schwere Anstieg bewältigt werden, das Feld zog sich in die Länge und eine Gruppe setzte sich erwartungsgemäß vorne ab. Bartonek fährt in der Verfolgergruppe, die sich in der Folge näher an die Spitze heranmacht und beim zweiten Anstieg, in Untermixnitz, bildet sich eine neue Spitzengruppe, Bartonek wieder bei den Verfolgern dabei. Die knappen Abstände lassen eine wilde Verfolgungsjagd folgen, und kurz hinter Riegersburg können die Verfolger zur Spitze aufschließen.

Eine 14köpfige Spitzengruppe mit Bartonek fährt bei km 57 wieder zurück in die Tschechei. Im Thaya-Tal bei einem 2-km-Anstieg wird wieder eine neue Spitze gebildet, Bartonek fährt in einer vierköpfigen Verfolgergruppe.

Nach 69 km können die Verfolger wieder aufschließen, jetzt führen acht Mann, und Bartonek ist erstmals in der Spitze dabei.´In dem ungewöhnlich aktiven Rennen ändert sich die Situation sehr schnell, drei Mann setzen sich ab, von hinten schließen fünf auf, und diese acht teilen sich dann postwendend gleich wieder. Die Entscheidung fällt dann hinter Desov am schwersten Anstieg des Rennens: Bartonek greift aus der dritten Gruppe gleich am Fuß des Anstiegs an, kämpft sich in die zweite Gruppe vor und fährt alleine die auseinandergeplatzte Spitze auf, greift oben an der Kuppe noch einmal an, und da können nur mehr zwei Mann folgen.

25 km vor dem Ziel hat diese 3-Mann-Spitze den Wind im Rücken und kann mit hohem Tempo um die 55 km/h den Vorsprung weiter ausbauen. Genauso spannend und wechselhaft wie der gesamte Rennverlauf ist auch das Finale: ein Tscheche greift bei der 1000-m-Marke an, kann sich absetzen, wird aber wieder gestellt. Im Zielsprint hat dann Karol Lipovsky, der tschechische Straßenmeister, die schnellsten Beine vor seinem Landsmann Radoslav Krummer und Robert Bartonek, der einen ausgezeichneten dritten Rang belegt.

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