Sonntag, 12. April 2009: Rundstreckenrennen in Grosuplje (SLO), 80,6 km

Blick auf Grosuplje

Bei herrlich warmem (eigentlich heißem!) Sommerwetter müssen wir auf einem 6,2 km langen Rundkurs mit Start und Ziel am Hauptplatz in Grosuplje (ca 15 km südöstlich von Laibach) 13 Runden zurücklegen (2 km pro Runde führen davon auf der Autobahn), der Modus ist aber wieder ganz anders als bei den bisherigen Rennen in Slowenien. Diesmal wird mit Vorgabe gefahren.

Wir starten zuerst (Master 50+), danach die jüngere Masterklasse (40+), Vorgabe 1 Sekunde pro Kilometer (= 1:21 Min.), dann die Amateurklasse (30+) mit 2:42 Vorgabe und zu guter Letzt die Eliteklasse, die uns 4:03 Minuten vorgibt. Dann gibt es nur eine einzige Ergebnisliste mit jeweils einem Sonderpreis für den Ersten jeder Kategorie, darüber hinaus Barpreise für die ersten 30 Klassierten. Der Haken daran: allein Elitefahrer sind 105 am Start! Insgesamt nehmen 262 Fahrer das Rennen auf!

Von Anfang wird sehr schnell gefahren, aber ich keinerlei Probleme, mitzuhalten, fahre aber auch so weit vorne wie nur irgend möglich. Das Feld ist langgezogen, Tempo hoch, dennoch sind die jünbgeren Master-Fahrer bereits nach 4 Runden da, die Amateure folgen dann in Runde 6 und zu Beginn der 7. Runde ist auch die gesamte Elite da. Und damit beginnt das Rennen quasi neu, denn jetzt geht es ums Überleben. Aber auf dem flachen Rundkurs kann ich mich ziemlich gut im Feld halten, das auch schon sehr klein geworden ist. Wir sind ab der Halbdistanz etwa noch 100 bis 120 Fahrer.

Es gibt zwar ein paar Attacken, aber ich denke, das Tempo ist einfach zu hoch, da kommt kaum jemand weg, vorne halten kann sich jedenfalls keiner. Alle Ausreißer werden immer wieder sehr schnell eingeholt. Mit 3 Kurven auf den 6,2 km ist der Kurs auch ziemlich schnell, die Fahrbahn breit und hat einen wunderschönen Belag (neue Straßen, die Autobahn hat einen völlig neuen Belag!).

Sieger Gregor Gazvoda

Irgendwie ist es ein fades, langweiliges Rennen ohne Höhepunkte, ich bin dennoch ziemlich geschafft, als es endlich in der letzten Runde zum Zielsprint geht. Ich versuche noch, mit so weit vorne wie möglich zu plazieren (das Finale ist wie meist in solchen Fällen ziemlich chaotisch und unübersichtlich), verliere aber auf den letzten 2 km ständig an Boden.

Nach 1:45 Stunden sind wir im Ziel (Schnitt 43,4 km/h), ich belege zeitgleich mit dem Sieger den 56. Platz, das ist in meiner Kategorie (Master 50+) der 4. Rang. Das ist leider eine inoffizielle Wertung, denn offizielle Ergebnisliste gibt es nur eine (allgemeine). Der Sieg geht an den U-23-Fahrer Gregor Gazvoda (Perutnina Ptuj), meine Kategorie gewinnt Sandi Papez (GS Adria Mobile Novo Mesto).

 

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